Podcaster
Episoden
09.02.2026
47 Minuten
Lea (das GenZ Baby) ist in der Hightech City Hyderabad und ich,
Oliver (der Boomer), bin in Südafrika.
Wir sprechen Fleischkonsum in Afrika und die pflanzliche Küche
auf Sri Lanka, der Ort, wo Lea zuletzt war.
Ernährung ist oft Identitätspolitik. Der “default” in Sri Lanka
und Indien ist vegetarisch. Fleisch ist da eher die Beilage. Das
hat auch religiöse Gründe, denn der Buddhismus vertritt die Idee
der Gewaltlosigkeit, Ahinsa. Leben darf nicht beendet werden.
Fleisch ist daher schlechtes Karma. Im Hinduismus ist
Fleischverzicht auch eine Frage des Reinheitsgebots und der
Verehrung von Gottheiten. Auch Ayurveda verzichtet auf Fleisch.
Lea als langjährige Veganerin plädiert dafür, dass wir
schleunigst weg vom Fleisch kommen müssen. Weil wir es
übertrieben haben und es aus Klimasicht unverantwortlich ist.
Als Boomer komme ich aus der Bewertung von Fleisch als Zeichen
von Wohlstand. Der Sonntagsbraten zeigt in der Nachkriegszeit:
Wir habe es geschafft. Doch nun isst man mit schlechtem Gewissen.
"Man müsste doch weniger Fleisch essen." Die Gesellschaft ändert
sich nicht schnell, alles braucht Zeit. Ich rege eine Abkehr über
den Weg des “Hin zu” an: Hin zu gesunderer Ernährung und deshalb
weniger Fleischkonsum.
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14.01.2026
36 Minuten
Lea und Oliver sprechen anfangs über das wuselige Indien und die
Diversität in diesem Land. Dann reden wir über Sprache, über
Freedom of Speech, Zensur, Unterdrückung von Sprachkultur und die
spezielle Situation auf der Inselgruppe Okinawa, die zu Japan
gehört. Hintergrund des Gesprächs ist der ganz neue Film von Lea
und Crux Productions: "What they didn’t teach us"
https://bit.ly/49wzcjG
Dann geht es um Sprache als Ausdruck der eigenen Persönlichkeit
und Identität, wir reden über Akzente in der Sprache und dass
Menschen nicht wegen ihrer Sprache diskriminiert werden dürfen.
Lea erwähnt auch ein spannendes Buch über Identität und Sprache:
"Sprache und Sein", von Kübra Gümüsay. Zum Schluss geht es noch
um Emojis, die emotionale Sprache heute oft ersetzen.
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15.12.2025
39 Minuten
Dieses Mal geht es um ein Projekt von Lea und ihrer
Produktionsfirma Crux. Das Team von Crux besucht Okinawa und
filmt dort eine Dokumentation - über die indigene Bevölkerung
dort, die Auswirkungen des Klimawandels auf die dortigen Korallen
und Riffe, über die Handwerkskultur und die Menschen dort, die zu
Japan gehören, aber ganz eigene Wurzeln haben. Die Frage der
Dokumentation: Was können wir von indigenen Völkern für die
Zukunft lernen? Boomer schweigt, Baby trägt vor - sehr spannend.
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19.11.2025
41 Minuten
Diesmal reden Lea und Oliver über die Folgen aus dem
Tōhoku-Erdbeben und Tsunami am 11. März 2011,
bei der über 20.000 Menschen umkamen. Lea hat fünf Tage in
Kamaishi verbracht und wurde in einer Gruppe von 50 Studenten
über die Katastrophe informiert. Als Folge hat der
Katastrophenschutz viele Massnahmen entwickelt, um bei einem
neuerlichen Beben besser vorbereitet zu sein. Wir reden über ein
Erdbeben der Stärke 6,7, das sie selbst erlebt hat und das Wunder
von Kamaishi, als sich bei dem Tsunami von 2011 über 3000
Schulkinder vor den Wellen retten konnten. Und die beiden reden
über eine alte Dame und einen alten Baum, die beide Symbolkraft
haben.
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10.11.2025
25 Minuten
Lea und Oliver sprechen über das, was Japan aus unserer Sicht
besonders macht. Über Regeln und Prinzipien, die manchmal Sinn
machen, aber manchmal auch über das Ziel hinausschießen. Über das
No-Theater, sich verbeugende Manager in teuren Anzügen, Schaffner
im Shinkansen und die Grundprinzipien der japanischen
Lebensphilosophie. Mehrere traditionelle Konzepte tragen zum
harmonischen Alltag bei:
• Ikigai – beschreibt den persönlichen Lebenssinn. Japaner suchen
täglich nach einem Gleichgewicht zwischen dem, was sie lieben,
was sie gut können, was die Welt braucht und was ihnen Wert gibt.
Diese Haltung fördert Zufriedenheit, Dankbarkeit und
Ausgeglichenheit .
• Kaizen – die kontinuierliche Verbesserung in kleinen Schritten.
Diese Denkweise motiviert dazu, beständig, aber gelassen an sich
selbst zu arbeiten – sowohl im Beruf als auch im Privatleben.
• Wabi-Sabi – die Schönheit des Unvollkommenen. Dieses Prinzip
hilft, Fehler, Vergänglichkeit und Einfachheit zu akzeptieren,
was Gelassenheit und Bescheidenheit im Alltag fördert .
• Omoiyari – Empathie und Rücksicht. Es bedeutet, die Gefühle und
Bedürfnisse anderer zu spüren, ohne dass sie ausgesprochen werden
müssen.
• Enryo – Zurückhaltung. Man drängt sich nicht auf, vermeidet
Konfrontationen und lässt anderen Raum, um das gesellschaftliche
Gleichgewicht zu wahren.
• Shoshin – was „Geist des Anfängers“ bedeutet. Shoshin fordert
dazu auf, auch mit viel Erfahrung und Wissen stets eine offene,
neugierige und lernbereite Haltung wie ein Anfänger einzunehmen.
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Über diesen Podcast
In Zeiten gesellschaftlichen Umbruchs, Krisen wie dem Klimawandel,
weltverändernde Technologien wie KI und vielen Herausforderungen,
gibt es nicht genug Austausch und Diskurs zwischen den Generationen
finden wir. Wir - das sind Oliver Leisse und Lea Leisse, Vater und
Tochter, Boomer und GenZ (Baby), renommierter Zukunftsforscher und
Zukunft. Gemeinsam tauschen wir uns zu aktuellen gesellschaftlichen
und vor allem zukunftsrelevanten Themen aus, beleuchten aus den
unterschiedlichen Perspektiven, hauen uns auf die Köppe, nähern uns
an und entwickeln Visionen.
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