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39 Minuten
Noch auf mittelalterlichen Kirchhöfen herrschte ein reges Treiben: Gärtnern, Handwerkern oder Feiern waren keine Seltenheit. Erst in den folgenden Jahrhunderten entstand langsam die Idee vom Friedhof als Ort der Totenruhe. Heute befinden sich Friedhöfe wieder in einem Transformationsprozess: Es wächst eine neue Offenheit für die Auseinandersetzung mit Tod und Trauer, immer mehr Menschen begreifen Friedhöfe wieder als lebendige Orte im urbanen Leben, nutzen sie als grüne Oasen in dichten Städten. Wie stimmig sind althergebrachte pietätvolle Verhaltensnormen noch? Und wie viel Leben wollen wir auf Friedhöfen? Kicken, feiern, arbeiten – was ist neben Gräbern noch okay?

Anregungen, Kritik, Ideen? Schreibt uns eine Whats-App-Nachricht oder schickt uns eine Sprachnachricht: 0151 61134535

Mit Dank an:

Dr. Mark Benecke, Kriminalbiologe

Dr. Thorsten Benkel, Soziologe, Universität Passau

Anja Franczak, Kulturwissenschaftlerin und Trauerbegleiterin

Dr. Barbara Happe, Kulturwissenschaftlerin, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Matthias Meitzler, Soziologe, Eberhard Karls Universität Tübingen

Dr. Martin Venne, Landschaftsarchitekt

Tillmann Wagner, Geschäftsführer Ev. Friedhofsverband Berlin

Stadtmitte
66 Sekunden
Podiumsdiskussion und Podcast-Präsentation der neuen "Stadt Gräber"-Folge:

Trauern, Joggen, Gassi gehen – Wie verändern sich Verhaltenscodes auf Friedhöfen?

Samstag, 16.11.24 / 18.00 / Einlass 17.00

mit den Hosts des Podcasts "Stadt Gräber"

in der Kiezkapelle in Neukölln

(auf dem Neuen Friedhof St. Jacobi, Hermannstraße 99–105, 12051 Berlin)

Noch auf mittelalterlichen Kirchhöfen herrschte ein reges Treiben: Gärtnern, Handwerkern oder Feiern waren keine Seltenheit. Erst in den folgenden Jahrhunderten entstand langsam die Idee vom Friedhof als Ort der Totenruhe. Heute befinden sich Friedhöfe wieder in einem Transformationsprozess: Es wächst eine neue Offenheit für die Auseinandersetzung mit Tod und Trauer, immer mehr Menschen begreifen Friedhöfe wieder als lebendige Orte im urbanen Leben, nutzen sie als grüne Oasen in dichten Städten. Wie stimmig sind althergebrachte pietätvolle Verhaltensnormen noch? Und wie viel Leben wollen wir auf Friedhöfen? Kicken, feiern, arbeiten – was ist neben Gräbern noch okay?
45 Minuten
Gräber auf Friedhöfen sind nicht nur Orte für trauernde Angehörige. Es gibt Gräber, die uns alle angehen. Gräber, die Fragen stellen, mahnen und zu Denken geben. Eine namibische Künstlerin erinnert mit einer Friedhofs-Performance an das Unrecht der deutschen Kolonialherrschaft. Ein neuer Grabstein bewirkt, dass Menschen, die zu Unrecht in Vergessenheit geraten sind, wieder zum Gesprächsthema werden – wie etwa die feministische Vordenkerin Hedwig Dohm. Und ein Pfarrer wehrt sich gegen ordnungsbehördliche Bestattungen und das Vergessen von mittellos Verstorbenen wie der Obdachlosen Mo.


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Das Interview mit Dr. Wolfgang Krogel zur Gedenkstätte NS-Zwangsarbeit auf dem Friedhof Jerusalem V in Berlin-Neukölln findet ihr auf: https://stadtgraeber.hotglue.me/

Mit Dank an:

Bertram von Boxberg, Öffentlichkeitsarbeit, Evangelische Zwölf Apostel Kirchengemeinde

Doreen Kähler, Brecht-Weigel-Museum

Tuli Mekondjo, Künstlerin

Prof. Dr. Michael Rappe, Hochschule für Musik und Tanz Köln

Peter Storck, Pfarrer

Dr. Wolfgang Krogel, Verein für Berlin-Brandenburgische Kirchengeschichte

Südsüdost

53 Minuten
Muslimische Grabstellen waren in Berlin lange Zeit rar. Doch immer mehr Muslim*innen entscheiden sich gegen eine Überführung in Länder wie die Türkei. Sie möchten sich hier beisetzen lassen, am liebsten in der Nähe ihres Zuhauses. Um das zu ermöglichen, sind in den letzten Jahren auf verschiedenen Berliner Friedhöfen muslimische Grabfelder entstanden. Doch warum hat es so lange gedauert, bis das Bedürfnis nach mehr muslimischen Grabfeldern erkannt wurde? Wie verändern die neuen Gräber und Bestattungsrituale die Friedhöfe? Und wie gelingt das interreligiöse Miteinander?

Anregungen, Kritik, Ideen? Schreibt uns eine Whats-App-Nachricht oder schickt uns eine Sprachnachricht: 0151 61134535

Mit Dank an:

Ahmad El-Ali, Bestatter, Furkan Bestattungen

Fatime Yilmaz, Yasemin Erdogan, Sadiye Kalkan, Gülay Güleryüz, Gülten Abaci, Pelin Babasoy bei Aufbruch Neukölln e.V.

Prof. Dr. Thomas Lemmen, Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen

Dr. Melanie von Orlow, Geschäftsführerin NABU Berlin

Osman Örs, Islamwissenschaftler und Imam

Dr. Silke Radosh-Hinder, Superintendentin Evangelischer Kirchenkreis Berlin Stadtmitte

Dr. Julie Rugg, University of York

Tillmann Wagner, Geschäftsführer Ev. Friedhofsverband Berlin Stadtmitte
40 Minuten
Immer weniger Friedhofsflächen werden für Bestattungen genutzt. Daher sind sie gefährdet – zum Ärger von Menschen, die in Friedhöfen mehr sehen. Sie finden, Friedhöfe sind wertvolle Natur- und Kulturorte in Städten, Lebensräume für Tiere und Pflanzen, grüne Lungen in überhitzten Städten, und Orte, die uns, auch über kulturelle Projekte, eine Auseinandersetzung mit dem Tod ermöglichen. Doch wie verändern sich Friedhöfe, wenn Bestattungen dort nicht mehr im Vordergrund stehen? Und wie funktioniert das Nebeneinander von Leben und Tod?

Anregungen, Kritik, Ideen? Schreibt uns eine Whats-App-Nachricht oder schickt uns eine Sprachnachricht: 0151 61134535

Links:

https://www.friedhoefewien.at/unsere-friedh%C3%B6fe-machen-die-umgebung-cool

https://www.imkerverein-reinickendorf-mitte.de/

https://prinzessinnengarten-kollektiv.net/

Mit Dank an:

Christiane Buchenau, Berliner Symphoniker

Dr. Marianne Bügelmayer-Blaschek, Senior Scientist, Austrian Institute of Technology

Hanna Burckhardt, Co-Geschäftsführerin Prinzessinnengärten

Martha Hölters-Freier, Theater Zentrifuge

Bettina Neff, Projektleitung ökologische und soziale Nachnutzung, Ev. Friedhofsverband Berlin Stadtmitte

Dr. Melanie von Orlow, Geschäftsführerin NABU Berlin, Vorsitzende Imkerverein Reinickendorf-Mitte

Manfred Schubert, Geschäftsführer Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz

Tillmann Wagner, Geschäftsführer Ev. Friedhofsverband Berlin Stadtmitte
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Über diesen Podcast

2,20 x 1 Meter – so groß ist ein klassisches Sarggrab. Doch das wird immer mehr zur Ausnahme. Denn die meisten Menschen in Deutschland entscheiden sich heute für ein Urnengrab. Die Folge: Es wird weniger Platz für Bestattungen benötigt. Auch die Einnahmen der Friedhöfe schrumpfen. Besonders in Großstädten mit notorischem Platzmangel entstehen neue Begehrlichkeiten. Wie kann man die freien Friedhofsflächen nutzen? Wie verändert sich unsere Friedhofs- und Bestattungskultur? Und warum fehlen gleichzeitig Flächen für islamische Gräber? Ein Podcast zur Zukunft urbaner Friedhöfe. Design: Maximiliane Schmid Musik: Norbert Lang Gefördert von: Medienfonds für evangelisch – evangelikale Medienprojekte In Kooperation mit: Ev. Friedhofsverband Berlin Stadtmitte
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„Stadt Gräber“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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