Der Podcast des Ensemble L'ART POUR L'ART
Podcaster
Episoden
31.01.2026
1 Stunde 14 Minuten
Was ist das für ein Weg, den diese Künstlerin beschritten hat, was für ein reicher Erfahrungsschatz, ausgehend von der intensiven Beschäftigung mit klassischer Musik als Kind und junge Erwachsene durch jahrelanges Flötenspiel und Gesangsunterricht, über ein Ethnologie-Studium und Bildende Kunst hin zu dem, was sie nun seit Jahren tut: mit ihrer Stimme Klangwelten zu eröffnen, die sich niemand vorstellen kann, ohne das Naturereignis einmal gehört zu haben. Astrid Schmeling und Hartmut Leistritz sprechen mit Ute Wassermann, Voice Artistin, Performerin und Komponistin, wie die künstlerischen Stationen ihres Lebens ihr Musikhören geprägt haben.
Ute Wassermann hat an der Akademie der Schönen Künste in Hamburg Bildende Kunst (Klanginstallation, Performancekunst) studiert und an der University of California, San Diego, gesungen. Sie tourt als Improvisatorin durch die Welt, realisiert audiovisuelle Sprachaufführungen / Installationen und Kompositionen für Solisten und Ensembles. Im Mittelpunkt ihrer Forschung steht eine fortlaufende und kompromisslose Erforschung ihrer Stimme. Ute Wassermanns jenseitiger Gesang geht über die menschliche Stimme hinaus. Sie singt mehrdimensionale skulpturale Klänge, die zwischen elektronischen, animalischen, anorganischen und menschlichen Qualitäten oszillieren. Klangumgebungen sind eine wichtige Quelle für ihre Vorstellungskraft. Ute schafft imaginäre akustische Lebensräume, in denen ihre Chamäleon-ähnliche Stimme mit komponierten oder gefundenen Klanglandschaften einstimmt. Ihre Methoden, um die Stimme zu erweitern und zu entfremden, umfassen die Verwendung von Vogelpfiffen, Lo-Fi-Elektronik, Resonatoren, Feldaufnahmen und verschiedenen Arten von Mikrofonen. Ihre Performances beschäftigen sich mit Alltagsgegenständen oder selbst erfundenen Musikinstrumenten für die Stimme, die als akustische Kostüme Gestalt annehmen können.
Weitere Informationen zu Ute Wassermann:
https://www.utewassermann.com
Musikbeispiele in dieser Episode:
00:04:35 - 00:06:55 imaginary habitats radiophrenia 2025
00:20:02 - 00:23:16 Strange Song 8
00:35:03 - 00:37:25 Chimeric
00:45:01 - 00:47.48 Mutual Dependencies (Interpreten: maulwerker, Berlin)
00:56:21 - 00:58:35 Strange Song 5
Ute Wassermann hat an der Akademie der Schönen Künste in Hamburg Bildende Kunst (Klanginstallation, Performancekunst) studiert und an der University of California, San Diego, gesungen. Sie tourt als Improvisatorin durch die Welt, realisiert audiovisuelle Sprachaufführungen / Installationen und Kompositionen für Solisten und Ensembles. Im Mittelpunkt ihrer Forschung steht eine fortlaufende und kompromisslose Erforschung ihrer Stimme. Ute Wassermanns jenseitiger Gesang geht über die menschliche Stimme hinaus. Sie singt mehrdimensionale skulpturale Klänge, die zwischen elektronischen, animalischen, anorganischen und menschlichen Qualitäten oszillieren. Klangumgebungen sind eine wichtige Quelle für ihre Vorstellungskraft. Ute schafft imaginäre akustische Lebensräume, in denen ihre Chamäleon-ähnliche Stimme mit komponierten oder gefundenen Klanglandschaften einstimmt. Ihre Methoden, um die Stimme zu erweitern und zu entfremden, umfassen die Verwendung von Vogelpfiffen, Lo-Fi-Elektronik, Resonatoren, Feldaufnahmen und verschiedenen Arten von Mikrofonen. Ihre Performances beschäftigen sich mit Alltagsgegenständen oder selbst erfundenen Musikinstrumenten für die Stimme, die als akustische Kostüme Gestalt annehmen können.
Weitere Informationen zu Ute Wassermann:
https://www.utewassermann.com
Musikbeispiele in dieser Episode:
00:04:35 - 00:06:55 imaginary habitats radiophrenia 2025
00:20:02 - 00:23:16 Strange Song 8
00:35:03 - 00:37:25 Chimeric
00:45:01 - 00:47.48 Mutual Dependencies (Interpreten: maulwerker, Berlin)
00:56:21 - 00:58:35 Strange Song 5
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30.12.2025
1 Stunde 36 Minuten
Wie hören wir Musik? Jeder Mensch in jeder Situation, an jedem Tag, bei jedem Wetter, an jedem Ort auf unterschiedliche Weise. Dies gilt gleichermaßen für erfindende und ausübende Künstler und Künstlerinnen wie auch für Musikhörende, die nicht beruflich mit der Musik verbunden sind. Die Voraussetzungen und die Verfasstheit im Augenblick prägen maßgeblich den Zugang und die Rezeption des Musikhörens. In drei Episoden sprechen Hartmut Leistritz und Astrid Schmeling mit einem Komponisten, einer Sängerin / Composer - Performer und einem begeisterten Musikhörer / Laienpianisten über ihre jeweils charakteristische Art, Musik aufzunehmen.
In der ersten Episode kommt der Hamburger Komponist Michael Maierhof zu Wort, mit dem sich das Ensemble L'ART POUR L'ART seit vielen Jahren verbunden fühlt, und der die Gegenwartsmusik mit seinen vielseitigen Kompositionen bereichert hat. Jenseits von jeder frühkindlicher Musik-Prägung, als Mathematiker ursprünglich und interessiert an zeitgenössischer Bildender Kunst, näherte er sich erst spät mit großer Neugierde und Leidenschaft der Musik an. Sein Erforschen der Klangerzeugung mit klassischen Instrumenten, Präparationen und Objekten führt zu einer faszinierenden Musik.
1956 in Fulda geboren, seit vielen Jahren in Hafennähe von Hamburg lebend beschäftigt sich Michael Maierhof mit schwingenden Systemen und mit der Musikalisierung des LED-Lichtes. Forscht über das Kreisen, Motoren, über Unterton- und Überdruck-Phänomene. Er studierte Musik und Mathematik in Kassel sowie Philosophie und Kunstgeschichte in Hamburg. Er gab Lectures am Trinity College in Dublin, der Musikhochschule Stuttgart, CalArts Los Angeles, Mozarteum Salzburg, Central Conservatory of Music in Beijing, Musikhochschule Freiburg, University of Cordoba/Argentinien, Bruckner Universität Linz, Sibelius Academy Helsinki, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, Musikhochschule Frankfurt, Universität der Künste Berlin, den Universitäten Tel Aviv und Haifa, sowie dem Conservatorio Superior de Musica de Aragon. Er gab ebenso workshops bei den Darmstädter Ferienkursen und dem Impuls-Festival in Graz. Mitbegründer des Künstlernetzwerkes "stock11.de” und des Verbands für aktuelle Musik Hamburg.
Das Gespräch ist eingebettet in Abschnitte von „Bagatellen für Brahms“ für Violine, Violoncello, Klavier, Flöte, E-Bass und Percussion, die durch das Ensemble L’ART POUR L’ART 1997 in der Freien Akademie der Künste Hamburg uraufgeführt wurde. Die Klangbeispiele entstammen dieser Uraufführung.
Ausführende: Imke Dithmar-Baier (Violine), Anna Carewe (Violoncello), Hartmut Leistritz (Klavier), Astrid Schmeling (Flöte), Michael Schröder (E-Bass), Matthias Kaul (Percussion)
„Die Bagatellen für Brahms … bestehen aus mehreren Teilen unterschiedlicher Länge, die ineinander übergehen. Ich beziehe mich nicht auf ein brahms’sches Thema, sondern auf den für Brahms so typischen dickgesetzten, tieffrequenten, basslastigen Klangraum. Der eingesetzte E-Bass legt, zusammen mit der mit dem Bogen angestrichenen tiefen a-Saite des Flügels und der aufgehängten Basstrommel, dicke Bassflächen in den Raum. Die tieffrequenten Klangräume werden kontrastiert mit den äußerst hohen Frequenzen der mit Wäscheklammern präparierten Streicher, bis in die sechs-gestrichene Oktave. Die vom Percussionisten angestrichenen Plastikbecher klingen bis in die sieben-gstrichene Oktave; das Klangspektrum bewegt sich also von weniger als 27 Hertz bis fast 20000 Hertz. Die Musiker sind im Raum verteilt; die Zuhörer sitzen mitten im Klanggeschehen.“ (Michael Maierhof)
https://www.michaelmaierhof.de/
EASY PIECES: https://vimeo.com/902972454?share=copy&fl=sv&fe=ci
In der ersten Episode kommt der Hamburger Komponist Michael Maierhof zu Wort, mit dem sich das Ensemble L'ART POUR L'ART seit vielen Jahren verbunden fühlt, und der die Gegenwartsmusik mit seinen vielseitigen Kompositionen bereichert hat. Jenseits von jeder frühkindlicher Musik-Prägung, als Mathematiker ursprünglich und interessiert an zeitgenössischer Bildender Kunst, näherte er sich erst spät mit großer Neugierde und Leidenschaft der Musik an. Sein Erforschen der Klangerzeugung mit klassischen Instrumenten, Präparationen und Objekten führt zu einer faszinierenden Musik.
1956 in Fulda geboren, seit vielen Jahren in Hafennähe von Hamburg lebend beschäftigt sich Michael Maierhof mit schwingenden Systemen und mit der Musikalisierung des LED-Lichtes. Forscht über das Kreisen, Motoren, über Unterton- und Überdruck-Phänomene. Er studierte Musik und Mathematik in Kassel sowie Philosophie und Kunstgeschichte in Hamburg. Er gab Lectures am Trinity College in Dublin, der Musikhochschule Stuttgart, CalArts Los Angeles, Mozarteum Salzburg, Central Conservatory of Music in Beijing, Musikhochschule Freiburg, University of Cordoba/Argentinien, Bruckner Universität Linz, Sibelius Academy Helsinki, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, Musikhochschule Frankfurt, Universität der Künste Berlin, den Universitäten Tel Aviv und Haifa, sowie dem Conservatorio Superior de Musica de Aragon. Er gab ebenso workshops bei den Darmstädter Ferienkursen und dem Impuls-Festival in Graz. Mitbegründer des Künstlernetzwerkes "stock11.de” und des Verbands für aktuelle Musik Hamburg.
Das Gespräch ist eingebettet in Abschnitte von „Bagatellen für Brahms“ für Violine, Violoncello, Klavier, Flöte, E-Bass und Percussion, die durch das Ensemble L’ART POUR L’ART 1997 in der Freien Akademie der Künste Hamburg uraufgeführt wurde. Die Klangbeispiele entstammen dieser Uraufführung.
Ausführende: Imke Dithmar-Baier (Violine), Anna Carewe (Violoncello), Hartmut Leistritz (Klavier), Astrid Schmeling (Flöte), Michael Schröder (E-Bass), Matthias Kaul (Percussion)
„Die Bagatellen für Brahms … bestehen aus mehreren Teilen unterschiedlicher Länge, die ineinander übergehen. Ich beziehe mich nicht auf ein brahms’sches Thema, sondern auf den für Brahms so typischen dickgesetzten, tieffrequenten, basslastigen Klangraum. Der eingesetzte E-Bass legt, zusammen mit der mit dem Bogen angestrichenen tiefen a-Saite des Flügels und der aufgehängten Basstrommel, dicke Bassflächen in den Raum. Die tieffrequenten Klangräume werden kontrastiert mit den äußerst hohen Frequenzen der mit Wäscheklammern präparierten Streicher, bis in die sechs-gestrichene Oktave. Die vom Percussionisten angestrichenen Plastikbecher klingen bis in die sieben-gstrichene Oktave; das Klangspektrum bewegt sich also von weniger als 27 Hertz bis fast 20000 Hertz. Die Musiker sind im Raum verteilt; die Zuhörer sitzen mitten im Klanggeschehen.“ (Michael Maierhof)
https://www.michaelmaierhof.de/
EASY PIECES: https://vimeo.com/902972454?share=copy&fl=sv&fe=ci
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06.06.2025
1 Stunde 36 Minuten
Musik breitet sich in Klangräumen aus. Stiebler suchte nach der Wirkung des Klangs im physikalischen Raum und gleichermaßen im inneren Raum des Hörers und der Hörerin. Er erforschte den Raum innerhalb der Musik, den Raum eines Zusammenklangs in seiner langen Zeit des Fortschreitens, die der Klang braucht, um die Variabilität seines Raumes auszuloten. Klang ist Rede, sagte Stiebler, aber kein Geschichtenerzählen. Es liegt Freiheit darin, unbehelligt von dramatischen Überformungen.
3 Musiker und eine Musikerin sitzen zusammen und sprechen in dieser Gedenksendung über den Komponisten, der 2024 90 Jahre alt geworden und am 7. Juni 2024 gestorben ist. Über unterschiedliche Lebens- und Schaffensperioden hinweg haben sie eine Zeit mit Ernstalbrecht Stiebler geteilt. Die Klangbeispiele stammen aus einem Geburtstagsfestival, das die Berliner Musiker Biliana Voutchkova, Hauke Harder und Tilman Kanitz gemeinsam noch mit Stiebler kuratiert und ausgerichtet haben.
Hauke Harder
Hauke Harder ist promovierter Physiker und war bis 2000 als Wissenschaftler tätig.
1989 begann er künstlerisch zu arbeiten, anfangs kompositorisch, später auch im Bereich der Klanginstallation. Dabei reizt ihn besonders die Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten reiner Stimmung. Seit 1995 war er Assistent von Alvin Lucier bis zu dessen Tod 2021.
Tilman Kanitz
Tilman Kanitz ist Musiker, Regisseur, Produzent und Musikkurator und lebt in Berlin. Er studierte Musik an den Hochschulen Lübeck, Freiburg und Köln und schloss sein Studium an der University of Southern California in Los Angeles ab. Er war Leiter des Solistenensemble Kaleidoskop. In seinen Produktionen erstellt Tilman Kanitz Klangcollagen aus klassischer und experimenteller Musik und arbeitet dabei mit Musikern, Tänzern und Performern zusammen.
Musikbeispiele:
00:18:00 Three Hands for Hauke für Klavier zu drei Händen (1994)
Hartmut Leistritz und Astrid Schmeling, Klavier
00:42:32 Rezitativ (2024)
Ernstalbrecht Stiebler, Einleitung und Klavier
Christian Kesten, Rezitation
00:54:39 Three in One II für Altflöte, Klavier und Schlagzeug (2011)
Ensemble L’ART POUR L’ART: Astrid Schmeling, Flöte Hartmut Leistritz, Klavier Matthias Kaul, Schlagzeug
01:15:58 16.11.2021
Tilman Kanitz, Violoncello Ernstalbrecht Stiebler, Klavier
01:31:08 Der tiefe Klang Vs. für Stimme und 2 Violoncelli (2023/24)
Dylan Kerr, Stimme Tilman Kanitz und Michael Rauter, Violoncello
3 Musiker und eine Musikerin sitzen zusammen und sprechen in dieser Gedenksendung über den Komponisten, der 2024 90 Jahre alt geworden und am 7. Juni 2024 gestorben ist. Über unterschiedliche Lebens- und Schaffensperioden hinweg haben sie eine Zeit mit Ernstalbrecht Stiebler geteilt. Die Klangbeispiele stammen aus einem Geburtstagsfestival, das die Berliner Musiker Biliana Voutchkova, Hauke Harder und Tilman Kanitz gemeinsam noch mit Stiebler kuratiert und ausgerichtet haben.
Hauke Harder
Hauke Harder ist promovierter Physiker und war bis 2000 als Wissenschaftler tätig.
1989 begann er künstlerisch zu arbeiten, anfangs kompositorisch, später auch im Bereich der Klanginstallation. Dabei reizt ihn besonders die Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten reiner Stimmung. Seit 1995 war er Assistent von Alvin Lucier bis zu dessen Tod 2021.
Tilman Kanitz
Tilman Kanitz ist Musiker, Regisseur, Produzent und Musikkurator und lebt in Berlin. Er studierte Musik an den Hochschulen Lübeck, Freiburg und Köln und schloss sein Studium an der University of Southern California in Los Angeles ab. Er war Leiter des Solistenensemble Kaleidoskop. In seinen Produktionen erstellt Tilman Kanitz Klangcollagen aus klassischer und experimenteller Musik und arbeitet dabei mit Musikern, Tänzern und Performern zusammen.
Musikbeispiele:
00:18:00 Three Hands for Hauke für Klavier zu drei Händen (1994)
Hartmut Leistritz und Astrid Schmeling, Klavier
00:42:32 Rezitativ (2024)
Ernstalbrecht Stiebler, Einleitung und Klavier
Christian Kesten, Rezitation
00:54:39 Three in One II für Altflöte, Klavier und Schlagzeug (2011)
Ensemble L’ART POUR L’ART: Astrid Schmeling, Flöte Hartmut Leistritz, Klavier Matthias Kaul, Schlagzeug
01:15:58 16.11.2021
Tilman Kanitz, Violoncello Ernstalbrecht Stiebler, Klavier
01:31:08 Der tiefe Klang Vs. für Stimme und 2 Violoncelli (2023/24)
Dylan Kerr, Stimme Tilman Kanitz und Michael Rauter, Violoncello
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28.12.2024
1 Stunde 8 Minuten
Zeit mäandert wie ein Fluss. Nach vorn, dreht, wendet sich zurück, schlingert in Schleifen um einen angeblichen Punkt herum. Bei genauer Betrachtung jedenfalls nicht leicht zu greifen oder gar zu bewerten. Alles eine Frage des physischen und gedanklichen Standortes. Womöglich auch der Tageszeit, Nachrichtenlage oder dessen, was gerade zu erleben war.
Eine behutsam mäandernde Gedankenfahrt ins Unbekannte mit dem Komponisten Michael Reudenbach und den Mitgliedern des Ensemble L’ART POUR L’ART, Hartmut Leistritz und Astrid Schmeling, über Kunst in unserer Jetzt-Zeit, über Neugierde und den Zweifel an schnellen Einordnungen.
Biographie Michael Reudenbach:
Michael Reudenbach wurde 1956 in Aachen geboren. Nach dem Schulabschluss absolvierte er zunächst eine Ausbildung zum Bundesbahnassistenten, bevor er von 1976–1982 in Aachen Kirchenmusik und von 1982–1986 in Köln Komposition bei Joachim Blume und Musiktheorie bei Dieter Gostomsky studierte. Ergänzende Kompositionsstudien führten ihn 1986–1987 zu Denis Cohen nach Paris. Gleichzeitig beschäftigte er sich mit der Aufführungspraxis Alter Musik und ist seitdem als Interpret und Herausgeber vorwiegend von Musik des 17. Jahrhunderts tätig.
Er war 1990–1991 Stipendiat der Akademie Schloss Solitude Stuttgart, 1992 der Cité Internationale des Arts Paris und 1999 der Heinrich-Strobel-Stiftung des SWR. Von 1999–2016 unterrichtete er Musiktheorie an der HfM Karlsruhe. 2005 war er Gastdozent für Komposition an der Stuttgarter Sommerakademie Schloss Solitude und 2006 bei den Darmstädter Ferienkursen. Zwischen 2012–2015 übernahm er Vertretungsprofessuren für Komposition an den Musikhochschulen Dresden und Stuttgart und war von 2016–2022 an der HfMDK Frankfurt am Main Professor für Komposition/Musiktheorie.
Kompositionsaufträge erhielt er u. a. von der Kunststiftung NRW, der Münchener Biennale, vom hr, SWR und WDR. Die Interpretenliste seiner Werke reicht vom Ensemble Aventure über l'art pour l'art, dem Solistenensemble Kaleidoskop, der Schola Heidelberg bis hin zum Klangforum Wien und dem Ensemble Intercontemporain Paris. Seine bei der Berliner Edition RZ erschienene Portrait-CD »Szenen, Standbilder« wurde mit einem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.
www.michaelreudenbach.de
00:18:12 Michael Reudenbach: Zählergesang (Ausschnitt) - Ensemble l'art pour l'art (CD: 'Szenen und Standbilder', parallèle: ed. rz 10021-22)
00:34:48 M. Reudenbach: Zählergesang (Ausschnitt)
00:48:28 M. Reudenbach: Mirlitonnades (Ausschnitt) -Astrid Schmeling, Piccoloflöte (CD: 'stimmhaft voiced' arts 8113 2)
Eine behutsam mäandernde Gedankenfahrt ins Unbekannte mit dem Komponisten Michael Reudenbach und den Mitgliedern des Ensemble L’ART POUR L’ART, Hartmut Leistritz und Astrid Schmeling, über Kunst in unserer Jetzt-Zeit, über Neugierde und den Zweifel an schnellen Einordnungen.
Biographie Michael Reudenbach:
Michael Reudenbach wurde 1956 in Aachen geboren. Nach dem Schulabschluss absolvierte er zunächst eine Ausbildung zum Bundesbahnassistenten, bevor er von 1976–1982 in Aachen Kirchenmusik und von 1982–1986 in Köln Komposition bei Joachim Blume und Musiktheorie bei Dieter Gostomsky studierte. Ergänzende Kompositionsstudien führten ihn 1986–1987 zu Denis Cohen nach Paris. Gleichzeitig beschäftigte er sich mit der Aufführungspraxis Alter Musik und ist seitdem als Interpret und Herausgeber vorwiegend von Musik des 17. Jahrhunderts tätig.
Er war 1990–1991 Stipendiat der Akademie Schloss Solitude Stuttgart, 1992 der Cité Internationale des Arts Paris und 1999 der Heinrich-Strobel-Stiftung des SWR. Von 1999–2016 unterrichtete er Musiktheorie an der HfM Karlsruhe. 2005 war er Gastdozent für Komposition an der Stuttgarter Sommerakademie Schloss Solitude und 2006 bei den Darmstädter Ferienkursen. Zwischen 2012–2015 übernahm er Vertretungsprofessuren für Komposition an den Musikhochschulen Dresden und Stuttgart und war von 2016–2022 an der HfMDK Frankfurt am Main Professor für Komposition/Musiktheorie.
Kompositionsaufträge erhielt er u. a. von der Kunststiftung NRW, der Münchener Biennale, vom hr, SWR und WDR. Die Interpretenliste seiner Werke reicht vom Ensemble Aventure über l'art pour l'art, dem Solistenensemble Kaleidoskop, der Schola Heidelberg bis hin zum Klangforum Wien und dem Ensemble Intercontemporain Paris. Seine bei der Berliner Edition RZ erschienene Portrait-CD »Szenen, Standbilder« wurde mit einem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.
www.michaelreudenbach.de
00:18:12 Michael Reudenbach: Zählergesang (Ausschnitt) - Ensemble l'art pour l'art (CD: 'Szenen und Standbilder', parallèle: ed. rz 10021-22)
00:34:48 M. Reudenbach: Zählergesang (Ausschnitt)
00:48:28 M. Reudenbach: Mirlitonnades (Ausschnitt) -Astrid Schmeling, Piccoloflöte (CD: 'stimmhaft voiced' arts 8113 2)
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20.11.2024
1 Stunde 6 Minuten
Wo hält sich Musik überall versteckt? Wo klingt es, ohne dass man bisher Notiz davon genommen hatte? Was erzählen sich Tiere? Verborgen in Objekten, Tönen, sozialen Situationen, gesellschaftlichen Entwicklungen spricht Musik zu uns oder ETWAS kann zu Musik geformt werden. Und wenn es zunächst nicht als Musik erkannt wird, gleicht es doch nach einigem Hinhören dem Wesen von Musik….
Ein Gespräch zwischen dem Komponisten* Neo Hülcker und den Mitgliedern des Ensemble L’ART POUR L’ART, Hartmut Leistritz und Astrid Schmeling, über Neugierde, Überraschung und den schrägen Blick / das schräge Ohr auf die Welt.
Bio:
Neo Hülcker
Neo Hülcker ist ein Komponist – Performer, dessen Fokus auf Musik als anthropologische Untersuchung in alltäglichen Lebensumgebungen liegt. Seine Kompositionen nehmen meist in Form von Situationen, Performances, Installationen, Videos, Aktionen und Interventionen Gestalt an und beschäftigen sich mit digitalen Praxen (wie z.B. ASMR), Kindheit, Tier-Mensch-Beziehungen, queeren Handlungsweisen und kulturellem Hacking. Hülcker studierte Komposition bei Dieter Mack und Harald Muenz an der Musikhochschule Lübeck und bei Manos Tsangaris und Franz Martin Olbrisch an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden. Er ist Mitglied des Y-E-S-Kollektivs, welches künstlerische Arbeiten veröffentlicht, die sich u.a. mit Performativität, Zeitlichkeit, Klang als physischer Erfahrung und kulturellen Rahmungen auseinandersetzen.
www.neohuelcker.de
00:05:57 aus unserem Film 'Notturno mit Gewächshaus und abwesendem Ensemble'
00:11:28 Neo Hülcker: Konzert für Stimme im Stimmbruch -Teil 1-
00:13:55 Neo Hülcker — *ASMR* contemporary music ensemble [m/ score]
00:19:39 Meleagris Henricus Wildus: Performance for the film premiere in Fortuna Wetten.
00:28:24 Stellan Veloce & Neo Hülcker: Ear Action
00:31:55 Matthias Kaul & Neo Hülcker: Studie 2b 11.5.2019 15:07-15-57
00:42:12 aus: 'Notturno...'
00:47:01 aus: 'Notturno...'
00:49:41 aus: 'Notturno...'
00:53:42 Neo Hülcker: Mitarbeit – Nacharbeit (2013/2020) UA – 30 Jahre Klangwerkstatt Berlin. Das Online-…
01:02:01 Schnauben
01:06:00 aus: 'Notturno...'
https://vimeo.com/732413887/79db8f002f
Ein Gespräch zwischen dem Komponisten* Neo Hülcker und den Mitgliedern des Ensemble L’ART POUR L’ART, Hartmut Leistritz und Astrid Schmeling, über Neugierde, Überraschung und den schrägen Blick / das schräge Ohr auf die Welt.
Bio:
Neo Hülcker
Neo Hülcker ist ein Komponist – Performer, dessen Fokus auf Musik als anthropologische Untersuchung in alltäglichen Lebensumgebungen liegt. Seine Kompositionen nehmen meist in Form von Situationen, Performances, Installationen, Videos, Aktionen und Interventionen Gestalt an und beschäftigen sich mit digitalen Praxen (wie z.B. ASMR), Kindheit, Tier-Mensch-Beziehungen, queeren Handlungsweisen und kulturellem Hacking. Hülcker studierte Komposition bei Dieter Mack und Harald Muenz an der Musikhochschule Lübeck und bei Manos Tsangaris und Franz Martin Olbrisch an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden. Er ist Mitglied des Y-E-S-Kollektivs, welches künstlerische Arbeiten veröffentlicht, die sich u.a. mit Performativität, Zeitlichkeit, Klang als physischer Erfahrung und kulturellen Rahmungen auseinandersetzen.
www.neohuelcker.de
00:05:57 aus unserem Film 'Notturno mit Gewächshaus und abwesendem Ensemble'
00:11:28 Neo Hülcker: Konzert für Stimme im Stimmbruch -Teil 1-
00:13:55 Neo Hülcker — *ASMR* contemporary music ensemble [m/ score]
00:19:39 Meleagris Henricus Wildus: Performance for the film premiere in Fortuna Wetten.
00:28:24 Stellan Veloce & Neo Hülcker: Ear Action
00:31:55 Matthias Kaul & Neo Hülcker: Studie 2b 11.5.2019 15:07-15-57
00:42:12 aus: 'Notturno...'
00:47:01 aus: 'Notturno...'
00:49:41 aus: 'Notturno...'
00:53:42 Neo Hülcker: Mitarbeit – Nacharbeit (2013/2020) UA – 30 Jahre Klangwerkstatt Berlin. Das Online-…
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01:06:00 aus: 'Notturno...'
https://vimeo.com/732413887/79db8f002f
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Über diesen Podcast
Seit 40 Jahren in den Gefilden der gegenwärtigen Kunstmusik
unterwegs erzählen die Musiker*innen des Ensembles L’ART POUR L’ART
von ihrer Entstehungsgeschichte, von ihrer Arbeit, sprechen mit
Komponist*innen über vergangene und aktuelle Gegenwarten und lassen
die Zuhörer*innen teilhaben am Geschehen hinter der Bühne. Was
geschieht alles in der Vorbereitung, das das Publikum im Konzert
oder beim Musikhören zu Hause nicht ahnt! Ein Podcast über Musik,
Nebenräume, Gedanken, Hintergründe und die Prozesse im
Musikerleben. Das Ensemble L´ART POUR L´ART gehört zu den
eigenwilligsten Formationen und ist eines der bedeutenden Ensembles
für zeitgenössische Musik. L´ART POUR L´ART umfasst einen festen
Kreis von Musikern, die je nach erforderlicher Besetzung in
unterschiedlichen Konstellationen oder solistisch arbeiten. In
weltweiter Konzerttätigkeit, in der Zusammenarbeit mit Komponisten
auf internationaler Ebene, in unzähligen Ur- und Erstaufführungen,
in hochgelobten CD-Einspielungen, Rundfunkproduktionen und
Audiovisuals, umfasst die Arbeit vielseitige Genres und Ästhetiken.
L’ART POUR L’ART wurde u.a. mit Preisen der PwC-Stiftung, des Preis
der deutschen Schallplattenkritik (Bestenliste und Jahrespreis) und
dem Echo Klassik ausgezeichnet. 1998 gründete sich der Verein, um
die Arbeit des Ensembles zu unterstützen: Förderung des
Musikschaffens durch Vergabe von Kompositionsaufträgen,
Veranstaltung der Konzertreihe "ZuHören in Winsen",
interdisziplinäre Kultur-Aktivitäten, pädagogisch-künstlerische
Projekte mit Kindern und Jugendlichen. Nach dem Tod von Matthias
Kaul 2020 obliegt die Künstlerische Leitung des Ensembles der
Flötistin Astrid Schmeling und dem Pianisten Hartmut Leistritz.
Konzept und Gesprächsleitung: Astrid Schmeling und Hartmut
Leistritz Dramaturgie und Schnitt: Hartmut Leistritz, Fotos: Astrid
Schmeling, Mitarbeit: Ulf Mummert Kontakt: lpl-podcast@gmx.de
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