Computerspiele blicken auf eine lange Geschichte verschiedener Vorurteile zurück: Sie machen abhängig, sie machen aggressiv, sie führen zu sozialer Vereinsamung. Insgesamt haben sie einen negativen Einfluss auf die psychische Gesundheit, speziell bei jüngeren Menschen.
Viel seltener spricht man über die positiven Aspekte von Gaming. Ein Grund dafür könnte sein, dass in medialem und politischem Diskurs lieber über Gamer:innen gesprochen wird und seltener mit ihnen.
In unserem Podcast wollen wir mit den Menschen sprechen. Mit Menschen, die selbst psychisch erkrankt, oder die Angehörige von psychisch Erkrankten sind.
In Folge 1, die sich konkret dem Thema der psychischen Gesundheit und dem Gaming widmet, betrachten wir zunächst die gängigen Vorurteile, berichten in diesem Kontext aus eigenen Erfahrungen und schauen einerseits, in welchen Klischees vielleicht ein Körnchen Wahrheit steckt sowie andererseits, an welchen Stellen diese in ihren Verallgemeinerungen an der Lebensrealität des Einzelnen vorbeigehen und sich sogar stigmatisierend auswirken können. Im Hauptteil widmen wir uns dann den positiven Aspekten, von denen Computerspiele einige zu bieten haben, angefangen beim Erleben der Selbstwirksamkeit bis hin zu positiven Effekten im Kontext von Therapie. Am Ende blicken wir schließlich aus verschiedenen Perspektiven auf die Darstellung von psychischen Erkrankungen in Spielen, Filmen und in der Literatur.
Wir: Das ist Alice Galon als Mitarbeiterin der Kontakt- und Beratungsstelle des Sozialpsychiatrischen Zentrums Mülheim a.d. Ruhr (Caritas Mülheim) sowie ihre Gäste Heiko und Thomas. Zu dritt haben wir den Podcast - ohne große Vorerfahrung - in monatelanger Arbeit vorbereitet. Heiko und Thomas bringen dabei ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Thema Depression ins Gespräch sowie ihre Leidenschaft für Computerspiele, insbesondere solche, die sich mit der Darstellung von psychisch Erkrankten befassen. Dabei lassen sie uns an Blickwinkeln und Ideen teilhaben, die sich für das Verstehen von Menschen in ihrer Situation als absolute „Augenöffner“ erweisen.
Der Podcast ist im Rahmen der Arbeit der Kontakt- und Beratungsstelle des Sozialpsychiatrischen Zentrums Mülheim a.d. Ruhr entstanden, getragen in Kooperation mit "Caritas Sozialdienste e.V. Mülheim" und "Mülheimer Kontakte".
Mit besonderem Dank an meine Gäste Heiko und Thomas, die bereit waren, ihre persönlichen Geschichten in diesem Podcast mit uns zu teilen, und die mich von den Vorbereitungen bis zur Veröffentlichung tatkräftig unterstützt haben. Ebenfalls ein großes Dankeschön an unseren IT-Fachmann und Projektkoordinator des Projekts „Kirche im Netz“, Levin, für den geduldigen Support und das Zurverfügungstellen der Hard- und Software. Ohne ihn wäre der Podcast nur schwer möglich gewesen.
Du bist U35, wohnhaft in Mülheim a.d. Ruhr, kennst dich mit psychischen Erkrankungen aus und möchtest an der nächsten Folge unseres Podcasts teilnehmen? Schreib uns: alice.galon@caritas-muelheim.de
Quellenangabe zum ICD11: BfArM
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