Episoden

#46 Anna, wem bietet ihr im Frauenhaus Zuflucht?
01.01.2026
29 Minuten
Was passiert hinter den Türen eines Frauenhauses? Das frage ich in dieser Folge Anna Raab, Leiterin der Frauenzuflucht und Stadträtin in Kaiserslautern. Sie gewährt im Lauf unseres Gesprächs einen intensiven Einblick in einen geschützten Ort, der für manche Frauen tatsächlich zur letzten Zuflucht wird. Anna erzählt, wie Betroffene bei ihnen in akuter Not Schutz finden, und warum die Arbeit im Frauenhaus so viel mehr ist als bloße Krisenhilfe: Wir reden über den Moment, in dem Frauen die Entscheidung treffen zu fliehen, und darüber, wie schwierig es für sie sein kann, danach einen Neuanfang zu wagen – ohne Wohnung, ohne Sicherheit, oft ohne Geld und familiären Rückhalt. Nicht nur im Bezug auf die Betroffenen, sondern auch auf die Mitarbeitenden des Frauenhauses geht es in der Folge um die Kunst, selbst in den schwierigsten Momenten handlungsfähig zu bleiben. Im Lauf des Gesprächs wird deutlich, mit welchem Elan Anna und ihr Team Frauen auf dem Weg in ein neues Leben begleiten – wobei sie selbst gelernt hat, Grenzen zu setzen, ohne ihr Mitgefühl zu verlieren. Alles in allem ein – bisweilen betroffen machendes – Gespräch über Mut, Verantwortung und Menschlichkeit. Und über eine Arbeit, die meist im Verborgenen stattfindet, aber unendlich viel bewegt.
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#45 Marcel, wie wurdest du mutig und selbstbewusst?
01.12.2025
30 Minuten
Was passiert, wenn man aufhört, sich zu verstecken – und anfängt, über das zu sprechen, was einen wirklich ausmacht?! In dieser Folge spreche ich mit Marcel Friederich, Journalist, Autor und Initiator des Projekts „Mutmacher-Menschen“, genau über diese Frage. Marcel lebt mit dem Möbius-Syndrom, einer seltenen Gesichtsnervenlähmung. Jahrzehntelang hat er versucht, das zu kompensieren – durch Leistung, Perfektion, teils überzogenen Arbeitseifer. Heute macht er das nicht mehr, sondern: Er zeigt sich. Und nutzt dabei seine Geschichte, um auch anderen Mut zu machen, zu ihrem eigenen Anderssein zu stehen. Wir sprechen über seinen Weg vom Sportjournalismus hin zu einem Projekt, das Vielfalt und Selbstakzeptanz feiert. Über den Moment, in dem aus Scham Stolz wurde. Und über die Frage, wie man in unserer gefühlt immer kälteren, selbstbezogeneren Gesellschaft Menschlichkeit bewahren kann. Mehr über Marcel und sein Projekt erfahrt ihr auf seinem Instagram-Kanal ⁠marcel_friederich und unter mutmacher-menschen.de. Das gleichnamige Buch könnt ihr beim Buchhändler eurer Wahl bestellen – es lohnt sich!
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#44 Dirk, was geht hinter den Kulissen eines Filmsets ab?
01.11.2025
31 Minuten
Hand hoch: Wer von euch hat in seiner Kindheit und Jugend schon einmal Filme gedreht? Ich zumindest habe das oft mit Freunden gemacht und habe immer noch viele gute Erinnerungen daran. Passend dazu spreche ich in dieser Folge von „Geschichten aus dem Leben“ mit Dirk Rosenlöcher, einem Regisseur aus Köln, der mit viel Leidenschaft und einer großen Portion Idealismus seinen Weg in der Filmwelt geht. Wir reden darüber, wie für ihn in Sachen Filmemachen alles begann – mit einer Kamera auf der Lego-Eisenbahn – und warum auch ihn das Geschichtenerzählen bis heute nicht loslässt. Dirk erzählt, wie er über Umwege von der Werbung zum Film kam, und welche Handwerkskunst für beide Bereiche gleichermaßen hilfreich ist. Auch für seinen Debütfilm „Living Like Candice“ konnte er diese einsetzen. So ist mitten in der Corona-Zeit mit wenig Budget, aber viel Herzblut ein intensives Drama über Sterbehilfe, Lebenswillen und Hoffnung entstanden. Improvisation war beim Dreh an der Tagesordnung, wie Dirk bei einem Blick hinter die Kulissen erzählt – inklusive einer „Riesenrad-Gondel“ aus Plexiglas und Besenstielen. Wir sprechen über Licht und Schatten in der Filmbranche und über den schmalen Grat zwischen Kunst und Finanzierung. Über den Mut, weiterzumachen und an sein Projekt zu glauben, auch wenn die Fördergelder fehlen. Und über die kleinen Momente, die das alles wert machen – wenn ein Film Menschen berührt oder Denkanstöße gibt. Mehr über Dirks bisherige Filmprojekte erfahrt ihr auf seiner Website (https://www.diro.tv/) und seinem Instagram-Kanal (https://www.instagram.com/diro_tv/).
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#43 Reis(e)bericht aus Korea und Japan
15.10.2025
15 Minuten
Nach über einem Jahr ist es wieder einmal an der Zeit für eine Reisefolge dieses Podcasts! Denn: Ich war Mitte September für zweieinhalb Wochen in Südkorea (Seoul) und Japan (auf einer Gruppenreise mit dem Anbieter WeRoad in Tokio, Kyoto, Hiroshima, Himeji, Osaka und Nara) unterwegs. Zwischendurch habe ich meine Reiseerlebnisse immer wieder einmal per Sprachmemo festgehalten und daraus diese Folge gebastelt. Der eine oder andere Tipp für euren eigenen Urlaub dort ist vielleicht enthalten, ansonsten auch viele persönliche Eindrücke und Erinnerungen meiner Zeit dort. Wenn ihr selbst bald nach Korea und/oder Japan reist und Fragen zu Land und Leuten habt: Meldet euch gerne bei mir! :) Am einfachsten auf Instagram unter geschichtenausdemleben.podcast, wo ich auch einige Fotos der Reise geteilt habe.
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#42 Timo, wie wird man als schwuler Single zweifacher Vater?
30.09.2025
23 Minuten
Manche Themen werden in den Medien zwar häufig diskutiert, aber bestimmte Perspektiven kommen dabei kaum vor – zum Beispiel beim Thema Kinderwunsch: Frauen, die keine Kinder wollen und das offen ansprechen, geraten oft in die Kritik. Männer? Sind in der Debatte eher selten Thema. Und schwule Männer? Fast gar nicht. In dieser Folge spreche ich deshalb mit Timo Stoppacher, Kommunikationsberater aus Köln, der genau diese „Leerstelle“ füllt. Denn Timo ist schwul – und Vater von zwei Töchtern. Wie er diesen Wunsch trotz vieler gesellschaftlicher und rechtlicher Hürden verwirklicht hat, erzählt er im Verlauf unseres Gesprächs. Es geht um seinen schon sehr früh klaren Wunsch, Vater zu werden, um die Entscheidung gegen eine Leihmutterschaft und um den Weg, über das Portal Familyship die beiden Mütter seiner Kinder zu finden. Im Austausch mit Timo wird schnell deutlich, dass Familie nicht einem einzigen klassischen Modell folgen muss. Wir reden über die praktischen und emotionalen Herausforderungen, über die Rolle als „Wochenend-Papa“ und darüber, wie Kinder aufwachsen, wenn es eben nicht nur „Mama und Papa“ gibt, sondern zwei Mütter und einen Vater. Auch das Thema Vorurteile, Diskriminierung und die Neugier der Mitmenschen kommt nicht zu kurz – genauso wie die schönen Momente, in denen Timo merkt, was seine Kinder ihm zurückgeben: mehr Geduld, mehr Gelassenheit, mehr Perspektive. Alles in allem also eine sehr persönliche Folge über Kinderwunsch, neue Familienmodelle und die Frage, was eigentlich „normal“ ist.
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Über diesen Podcast

Hallo und herzlich willkommen zu „Geschichten aus dem Leben“ – einem Interview-Podcast, in dem Menschen aus den verschiedensten Bereichen ihre Geschichten teilen. In entspannter Atmosphäre beschäftige ich mich mit meinen Gästen mit den großen und den kleinen Fragen des Lebens, und bin dabei immer wieder aufs Neue neugierig auf ihre Gedanken und Impulse. Egal ob Interessen und Leidenschaften, Berufe und Berufung oder Vielfalt und Inklusion: Folge für Folge tauchen wir gemeinsam in eine neue Lebens- und Themenwelt ein. Also schnappt euch eure Kopfhörer, macht es euch bequem und seid gespannt!

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