Podcaster
Episoden
17.05.2026
29 Minuten
Und was braucht es, damit wir wirklich den Mut haben, hinauszugehen?
Nach der Folge über Einsamkeit geht es diesmal um den nächsten inneren Schritt: Mut. Denn selbst wenn wir erkannt haben, dass Rückzug und Isolation keine Lösung sind, heißt das noch lange nicht, dass wir auch wirklich den Schlüssel umdrehen und die Tür öffnen. Oft bleiben wir trotzdem im Käfig sitzen – aus Angst, aus Unsicherheit, aus Sorge, etwas zu verlieren.
Diese Folge fragt darum ganz konkret:
Was ist christlicher Mut eigentlich?
Und was hindert uns so oft daran, mutig zu sein?
Ausgangspunkt ist die klassische Tugend des Starkmutes: Mut hat zwei Seiten. Einerseits das mutige Angreifen, das Streben nach großen Zielen. Andererseits – und oft noch wichtiger – das Aushalten, das treue Dranbleiben, das Nicht-Aufgeben nach Rückschlägen. Gerade im geistlichen Leben zeigt sich: Nicht das begeisterte Beginnen ist das Schwerste, sondern das treue Bleiben.
Im Gespräch wird deutlich, dass unsere Mutlosigkeit heute oft weniger mit echter Schwäche zu tun hat als mit etwas anderem: mit der Angst, etwas zu verlieren. Ansehen, Sicherheit, Zugehörigkeit, Bequemlichkeit – oder auch das Idealbild von uns selbst. Der Glaube fordert uns heraus, uns öffentlich zu bekennen, gegen den Strom zu stehen, zu versagen und dennoch wieder aufzustehen. Und genau da zeigt sich: Nicht Schwäche ist der größte Feind des Mutes, sondern oft der Stolz.
Die Folge verbindet dabei konkrete Alltagserfahrungen – Kreuzzeichen im Restaurant, Glaube in Schule und Beruf, Angst vor Ablehnung – mit dem Blick auf die Heilige Schrift: auf Petrus, der erst aus Angst schweigt und später nach Pfingsten furchtlos bekennt. Was ist da passiert? Nicht dass Petrus plötzlich stark geworden wäre. Sondern dass er gelernt hat, mit Gott zu rechnen.
So wird diese Episode zu einer sehr praktischen Schule des Mutes: nicht heroisch, nicht überheblich, nicht laut um der Lautstärke willen – sondern mutig aus Vertrauen. Mut heißt nicht, nie zu fallen. Mut heißt, wieder aufzustehen. Mut heißt nicht, alles allein zu können. Mut heißt, Gott zuzutrauen, dass er durch unsere Schwachheit wirkt.
Bibelstellen und Bücher in dieser Folge:
– Petrus vor und nach Pfingsten (Angst, Fall und neuer Mut)
– David und Goliath: Mut aus Vertrauen auf Gott – Starkmut als Tugend: Angriff und Aushalten
– C.S. Lewis, Dienstanweisung an einen Unterteufel
– Das Christkönigsgebet / Zeugnis für Gottes Reich
Kapitel
02:07 Bin ich ein mutiger Mensch?
04:24 Ein Beispiel aus dem Alltag
05:12 Grund 1: Uns geht es ziemlich gut – und das wollen wir nicht verlieren
08:30 Was wir wirklich zu verlieren haben
14:15 Mutlosigkeit: Nicht Schwäche ist das Problem, sondern Stolz
17:37 Mittel gegen Mutlosigkeit: Über sich selbst lachen lernen
18:31 Mut ist kein übertrainierter Muskel
20:44 Tipp 1: Kleine Wahrheiten laut sagen
22:49 Tipp 2: Nicht den Weg des geringsten Widerstands gehen
23:49 Tipp 3: In Freundschaften mutig werden
24:28 Tipp 4: „Was denken die anderen?“ streichen
25:06 Tipp 5: Die Öffentlichkeit nicht den Lautesten überlassen
26:24 Tipp 6: Für wen mache ich das?
––––––––––
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Nach der Folge über Einsamkeit geht es diesmal um den nächsten inneren Schritt: Mut. Denn selbst wenn wir erkannt haben, dass Rückzug und Isolation keine Lösung sind, heißt das noch lange nicht, dass wir auch wirklich den Schlüssel umdrehen und die Tür öffnen. Oft bleiben wir trotzdem im Käfig sitzen – aus Angst, aus Unsicherheit, aus Sorge, etwas zu verlieren.
Diese Folge fragt darum ganz konkret:
Was ist christlicher Mut eigentlich?
Und was hindert uns so oft daran, mutig zu sein?
Ausgangspunkt ist die klassische Tugend des Starkmutes: Mut hat zwei Seiten. Einerseits das mutige Angreifen, das Streben nach großen Zielen. Andererseits – und oft noch wichtiger – das Aushalten, das treue Dranbleiben, das Nicht-Aufgeben nach Rückschlägen. Gerade im geistlichen Leben zeigt sich: Nicht das begeisterte Beginnen ist das Schwerste, sondern das treue Bleiben.
Im Gespräch wird deutlich, dass unsere Mutlosigkeit heute oft weniger mit echter Schwäche zu tun hat als mit etwas anderem: mit der Angst, etwas zu verlieren. Ansehen, Sicherheit, Zugehörigkeit, Bequemlichkeit – oder auch das Idealbild von uns selbst. Der Glaube fordert uns heraus, uns öffentlich zu bekennen, gegen den Strom zu stehen, zu versagen und dennoch wieder aufzustehen. Und genau da zeigt sich: Nicht Schwäche ist der größte Feind des Mutes, sondern oft der Stolz.
Die Folge verbindet dabei konkrete Alltagserfahrungen – Kreuzzeichen im Restaurant, Glaube in Schule und Beruf, Angst vor Ablehnung – mit dem Blick auf die Heilige Schrift: auf Petrus, der erst aus Angst schweigt und später nach Pfingsten furchtlos bekennt. Was ist da passiert? Nicht dass Petrus plötzlich stark geworden wäre. Sondern dass er gelernt hat, mit Gott zu rechnen.
So wird diese Episode zu einer sehr praktischen Schule des Mutes: nicht heroisch, nicht überheblich, nicht laut um der Lautstärke willen – sondern mutig aus Vertrauen. Mut heißt nicht, nie zu fallen. Mut heißt, wieder aufzustehen. Mut heißt nicht, alles allein zu können. Mut heißt, Gott zuzutrauen, dass er durch unsere Schwachheit wirkt.
Bibelstellen und Bücher in dieser Folge:
– Petrus vor und nach Pfingsten (Angst, Fall und neuer Mut)
– David und Goliath: Mut aus Vertrauen auf Gott – Starkmut als Tugend: Angriff und Aushalten
– C.S. Lewis, Dienstanweisung an einen Unterteufel
– Das Christkönigsgebet / Zeugnis für Gottes Reich
Kapitel
02:07 Bin ich ein mutiger Mensch?
04:24 Ein Beispiel aus dem Alltag
05:12 Grund 1: Uns geht es ziemlich gut – und das wollen wir nicht verlieren
08:30 Was wir wirklich zu verlieren haben
14:15 Mutlosigkeit: Nicht Schwäche ist das Problem, sondern Stolz
17:37 Mittel gegen Mutlosigkeit: Über sich selbst lachen lernen
18:31 Mut ist kein übertrainierter Muskel
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03.05.2026
40 Minuten
Warum ziehen sich die Jünger nach Ostern wieder zurück – obwohl sie dem Auferstandenen begegnet sind? Und was hat diese verschlossene Tür mit uns heute zu tun?
Im Anschluss an den Emmausgang geht diese Folge einer sehr konkreten und schmerzhaften Frage nach: Warum reicht selbst eine echte Christusbegegnung scheinbar nicht immer aus, um uns dauerhaft aus Angst, Rückzug und Einsamkeit herauszuholen? Die Emmausjünger erkennen den Herrn, ihre Herzen brennen, sie kehren freudig zurück – und wenig später finden wir die Jüngergemeinschaft wieder hinter verschlossenen Türen.
Diese Beobachtung führt mitten hinein in eine der großen Krankheiten unserer Zeit: Einsamkeit. Und zwar nicht nur als äußerliches Alleinsein, sondern als tieferes Gefühl, nicht wirklich gesehen, nicht wirklich verstanden, nicht wirklich gehalten zu sein. Gerade in einer Welt, die digital so vernetzt ist wie nie zuvor, scheint dieses Gefühl immer stärker zu werden.
Die Folge verbindet darum zwei Blickrichtungen:
den Blick auf die Apostel – und den Blick auf uns heute.
Was bedeutet Einsamkeit im Licht des Glaubens? Ist sie nur ein psychologisches Problem unserer Zeit? Oder verweist sie auf etwas Tieferes – auf die Verwundung des Menschen nach dem Sündenfall und auf seine eigentliche Bestimmung?
Einsamkeit ist nicht nur eine moderne Störung, sondern auch ein geistlicher Hinweis. Sie erinnert uns daran, dass wir für eine Beziehung geschaffen sind, die diese Welt allein nicht geben kann. Keine Freundschaft, keine Gemeinde, keine romantische Beziehung und kein digitaler Kontakt kann die tiefste Sehnsucht des Herzens völlig stillen. Aber genau darin liegt auch Hoffnung: Die Einsamkeit wird so zu einem Wegweiser auf Gott hin.
Zugleich bleibt die Folge nicht bei Analyse stehen. Sie gibt sehr konkrete Hinweise, wie man Einsamkeit heute besser begegnen kann: durch Ehrlichkeit vor Gott, durch echtes Mittun in Gemeinschaft, durch realistische Erwartungen an Beziehungen, durch bewusste Investition in Freundschaften – und durch den Mut, das Virtuelle zu verlassen und das Konkrete wieder zu suchen.
Diese Episode ist damit eine wichtige Brücke nach der Fastenzeit: wie wir die Leere nach intensiven geistlichen Zeiten nicht mit Ablenkung zudecken, sondern sie zum Ort echter Begegnung mit Gott und mit anderen werden lassen.
Bibelstellen in dieser Folge:
– Lukas 24 (Emmaus und die Rückkehr der Jünger) – Johannes 20 (Die Jünger hinter verschlossenen Türen) – Genesis 2–3 (Ursprüngliche und gefallene Einsamkeit) – Johannes Paul II., Theologie des Leibes (Einsamkeit nach dem Sündenfall) – Papst Leo über digitale Räume, Beziehung und echte Gemeinschaft
Kapitel
01:03 Von Emmaus in den verschlossenen Raum 02:09 Einsamkeit trotz Nähe 03:20 Die Einsamkeits-Epidemie 05:58 Drei Gründe für moderne Einsamkeit 10:23 Selbstgenügsamkeit und überhöhte Erwartungen 15:18 Theologische Tiefenschicht der Einsamkeit 21:54 Erste konkrete Schritte gegen Einsamkeit 23:41 Wunden eingestehen 27:05 Sich den Mitmenschen aussetzen - anstatt nur zu konsumieren 28:38 Freundschaften statt Überfrachtung von Beziehungen 33:15 Messlatte nicht zu hoch 34:50 Raus aus dem Virtuellen 38:51 Schlussappell: Mit Mut gegen die Leere
––––––––––
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Diese Beobachtung führt mitten hinein in eine der großen Krankheiten unserer Zeit: Einsamkeit. Und zwar nicht nur als äußerliches Alleinsein, sondern als tieferes Gefühl, nicht wirklich gesehen, nicht wirklich verstanden, nicht wirklich gehalten zu sein. Gerade in einer Welt, die digital so vernetzt ist wie nie zuvor, scheint dieses Gefühl immer stärker zu werden.
Die Folge verbindet darum zwei Blickrichtungen:
den Blick auf die Apostel – und den Blick auf uns heute.
Was bedeutet Einsamkeit im Licht des Glaubens? Ist sie nur ein psychologisches Problem unserer Zeit? Oder verweist sie auf etwas Tieferes – auf die Verwundung des Menschen nach dem Sündenfall und auf seine eigentliche Bestimmung?
Einsamkeit ist nicht nur eine moderne Störung, sondern auch ein geistlicher Hinweis. Sie erinnert uns daran, dass wir für eine Beziehung geschaffen sind, die diese Welt allein nicht geben kann. Keine Freundschaft, keine Gemeinde, keine romantische Beziehung und kein digitaler Kontakt kann die tiefste Sehnsucht des Herzens völlig stillen. Aber genau darin liegt auch Hoffnung: Die Einsamkeit wird so zu einem Wegweiser auf Gott hin.
Zugleich bleibt die Folge nicht bei Analyse stehen. Sie gibt sehr konkrete Hinweise, wie man Einsamkeit heute besser begegnen kann: durch Ehrlichkeit vor Gott, durch echtes Mittun in Gemeinschaft, durch realistische Erwartungen an Beziehungen, durch bewusste Investition in Freundschaften – und durch den Mut, das Virtuelle zu verlassen und das Konkrete wieder zu suchen.
Diese Episode ist damit eine wichtige Brücke nach der Fastenzeit: wie wir die Leere nach intensiven geistlichen Zeiten nicht mit Ablenkung zudecken, sondern sie zum Ort echter Begegnung mit Gott und mit anderen werden lassen.
Bibelstellen in dieser Folge:
– Lukas 24 (Emmaus und die Rückkehr der Jünger) – Johannes 20 (Die Jünger hinter verschlossenen Türen) – Genesis 2–3 (Ursprüngliche und gefallene Einsamkeit) – Johannes Paul II., Theologie des Leibes (Einsamkeit nach dem Sündenfall) – Papst Leo über digitale Räume, Beziehung und echte Gemeinschaft
Kapitel
01:03 Von Emmaus in den verschlossenen Raum 02:09 Einsamkeit trotz Nähe 03:20 Die Einsamkeits-Epidemie 05:58 Drei Gründe für moderne Einsamkeit 10:23 Selbstgenügsamkeit und überhöhte Erwartungen 15:18 Theologische Tiefenschicht der Einsamkeit 21:54 Erste konkrete Schritte gegen Einsamkeit 23:41 Wunden eingestehen 27:05 Sich den Mitmenschen aussetzen - anstatt nur zu konsumieren 28:38 Freundschaften statt Überfrachtung von Beziehungen 33:15 Messlatte nicht zu hoch 34:50 Raus aus dem Virtuellen 38:51 Schlussappell: Mit Mut gegen die Leere
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05.04.2026
30 Minuten
Was, wenn die Gleichnisse Jesu erst am Kreuz wirklich verständlich werden? Und was, wenn Ostern genau der Moment ist, in dem sich unsere Augen endlich öffnen?
Am Ostersonntag schauen wir nicht nur zurück auf 40 Tage Fastenzeit, auf die Gleichnisse Jesu und auf unseren Weg durch diese Wüste. Wir schauen voraus – auf Emmaus. Auf jenen Weg, auf dem zwei Jünger mit dem Auferstandenen gehen und ihn zuerst nicht erkennen. Gerade dort zeigt sich, worauf diese ganze Fastenzeit hinauslief: Die Gleichnisse sind keine bloßen Geschichten, keine religiösen Bilder, keine tiefen Mythen über das Leben. Sie werden erst dort ganz verständlich, wo Christus selbst durch das Kreuz hindurch das Reich Gottes eröffnet.
In dieser Folge blicken Stefan und Samuel auf den inneren Zusammenhang von Gleichnis, Kreuz und Auferstehung. Was Jesus in Bildern angekündigt hat, wird in der Karwoche Wirklichkeit. Am Kreuz wird offenbar, wer Gott ist: Einer, der auf das Missverstehen des Menschen nicht mit Rückzug antwortet, sondern mit noch größerer Nähe. Immer wieder nutzt Gott das Misstrauen, die Härte und das Versagen des Menschen, um sich noch tiefer zu offenbaren – bis hin zum Kreuz.
Von Jesaja über den Exodus bis zum Emmausgang zieht sich eine große Linie durch die Heilige Schrift:
Der Mensch sieht – und versteht doch nicht.
Er hört – und begreift doch nicht.
Er lebt – und bleibt doch innerlich wie versteinert.
Erst durch das Kreuz und in der Begegnung mit dem Auferstandenen werden die Augen wirklich aufgetan. Nicht nur wie bei Adam und Eva, die nach dem Fall ihre Nacktheit erkennen. Sondern in einem tieferen Sinn: Das Herz wird neu. Der Mensch beginnt wirklich zu sehen, wer Gott ist.
Diese Episode ist deshalb nicht nur Rückblick, sondern Einladung: dass auch in unserem Leben Ostern wird.
Dass Gott gerade unser Versagen, unser Misstrauen, unsere harten Herzen nicht einfach verwirft, sondern benutzt, um uns noch näher zu kommen. Ostern heißt: Gott geht noch einen Schritt weiter.
Bibelstellen in dieser Folge:
– Lukas 24 (Der Gang nach Emmaus)
– Jesaja 6 (Sehen und doch nicht verstehen)
– Jesaja 11 / Motiv vom Spross aus dem Stumpf Isais
– Ezechiel 36 (Das neue Herz und der neue Geist)
– Genesis 3 (Der Fall und die geöffneten Augen)
– Exodus / Wüstenwanderung / Kundschafter im verheißenen Land
Kapitel
00:00 Ostersonntag: Wir haben es geschafft
…Warum wir heute schon nach Emmaus aufbrechen
…Die Gleichnisse und das verborgene Reich Gottes
…Jesaja: Wie lange noch werden sie nicht verstehen?
…Der „heilige Same“ und der neue Spross
…Das Kreuz als Moment der Offenbarung
…Emmaus: Wenn Christus das Brot bricht, gehen die Augen auf
…Adam, Eva und die falsche Öffnung der Augen
…Exodus, Misstrauen und die Wüste
…Gott geht immer noch einen Schritt weiter
…Welches Gleichnis am tiefsten berührt hat
… Ausblick: Rückblick auf Kommentare und Frucht dieser Fastenzeit
––––––––––
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Am Ostersonntag schauen wir nicht nur zurück auf 40 Tage Fastenzeit, auf die Gleichnisse Jesu und auf unseren Weg durch diese Wüste. Wir schauen voraus – auf Emmaus. Auf jenen Weg, auf dem zwei Jünger mit dem Auferstandenen gehen und ihn zuerst nicht erkennen. Gerade dort zeigt sich, worauf diese ganze Fastenzeit hinauslief: Die Gleichnisse sind keine bloßen Geschichten, keine religiösen Bilder, keine tiefen Mythen über das Leben. Sie werden erst dort ganz verständlich, wo Christus selbst durch das Kreuz hindurch das Reich Gottes eröffnet.
In dieser Folge blicken Stefan und Samuel auf den inneren Zusammenhang von Gleichnis, Kreuz und Auferstehung. Was Jesus in Bildern angekündigt hat, wird in der Karwoche Wirklichkeit. Am Kreuz wird offenbar, wer Gott ist: Einer, der auf das Missverstehen des Menschen nicht mit Rückzug antwortet, sondern mit noch größerer Nähe. Immer wieder nutzt Gott das Misstrauen, die Härte und das Versagen des Menschen, um sich noch tiefer zu offenbaren – bis hin zum Kreuz.
Von Jesaja über den Exodus bis zum Emmausgang zieht sich eine große Linie durch die Heilige Schrift:
Der Mensch sieht – und versteht doch nicht.
Er hört – und begreift doch nicht.
Er lebt – und bleibt doch innerlich wie versteinert.
Erst durch das Kreuz und in der Begegnung mit dem Auferstandenen werden die Augen wirklich aufgetan. Nicht nur wie bei Adam und Eva, die nach dem Fall ihre Nacktheit erkennen. Sondern in einem tieferen Sinn: Das Herz wird neu. Der Mensch beginnt wirklich zu sehen, wer Gott ist.
Diese Episode ist deshalb nicht nur Rückblick, sondern Einladung: dass auch in unserem Leben Ostern wird.
Dass Gott gerade unser Versagen, unser Misstrauen, unsere harten Herzen nicht einfach verwirft, sondern benutzt, um uns noch näher zu kommen. Ostern heißt: Gott geht noch einen Schritt weiter.
Bibelstellen in dieser Folge:
– Lukas 24 (Der Gang nach Emmaus)
– Jesaja 6 (Sehen und doch nicht verstehen)
– Jesaja 11 / Motiv vom Spross aus dem Stumpf Isais
– Ezechiel 36 (Das neue Herz und der neue Geist)
– Genesis 3 (Der Fall und die geöffneten Augen)
– Exodus / Wüstenwanderung / Kundschafter im verheißenen Land
Kapitel
00:00 Ostersonntag: Wir haben es geschafft
…Warum wir heute schon nach Emmaus aufbrechen
…Die Gleichnisse und das verborgene Reich Gottes
…Jesaja: Wie lange noch werden sie nicht verstehen?
…Der „heilige Same“ und der neue Spross
…Das Kreuz als Moment der Offenbarung
…Emmaus: Wenn Christus das Brot bricht, gehen die Augen auf
…Adam, Eva und die falsche Öffnung der Augen
…Exodus, Misstrauen und die Wüste
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04.04.2026
8 Minuten
Zwischen Kreuz und Auferstehung
Der Karsamstag steht in der Stille zwischen Kreuz und Auferstehung. In dieser letzten Folge der diesjährigen Fastenzeit wollen wir in diese Stille als verborgenen Anfang des Reiches der Gnade hineintreten. Lerne, dass Christus dich in eine neue Schöpfung hineinzieht, dass sein Leben dein Leben werden will und dass das Reich Gottes schon jetzt als Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist anbricht.
Heutige Betrachtungspunkte zu Mt 27,45–46; Gal 2,20; Ps 118,24; Röm 14,17
1. Geh in die Stille des Karsamstags hinein. Nichts ist gelöst, nichts ist sichtbar vollendet, und doch ist Gott am Werk. Bitte um die Gnade, Zeiten der Dunkelheit nicht vorschnell für leer zu halten.
2. Betrachte die Osternacht als Durchbruch des verborgenen Reiches. Denk über den achten Tag nach, über die neue Schöpfung, die über den alten Rhythmus hinausführt. Das Licht erscheint nicht aus menschlicher Macht, sondern aus Gottes Handeln. Bitte darum, dass du das Wirken Gottes auch in verborgenen Anfängen ernst nimmst.
3. Hör Psalm 118 als österliches Wort: Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat. Es ist nicht einfach ein weiterer Tag in derselben Reihe. Schließe mit einer stillen Übergabe an den auferstandenen Herrn. Leg ihm dein Herz, deine Woche und deine Hoffnung hin. Bitte, dass sein Licht dich leitet und sein Leben in dir Gestalt gewinnt.
––––––––––
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Heutige Betrachtungspunkte zu Mt 27,45–46; Gal 2,20; Ps 118,24; Röm 14,17
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2. Betrachte die Osternacht als Durchbruch des verborgenen Reiches. Denk über den achten Tag nach, über die neue Schöpfung, die über den alten Rhythmus hinausführt. Das Licht erscheint nicht aus menschlicher Macht, sondern aus Gottes Handeln. Bitte darum, dass du das Wirken Gottes auch in verborgenen Anfängen ernst nimmst.
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03.04.2026
9 Minuten
Am Kreuz enden die Gleichnisse
Am Karfreitag endet die Zeit der Gleichnisse und die Wirklichkeit steht offen vor dir: Christus stirbt am Kreuz. Das Kreuz deutet als Baum der Treue, an dem die wahre Treue Gottes sichtbar wird, und zeigt, dass erst im Licht des Kreuzes das ganze christliche Leben seinen Sinn erhält. Du sollst beim Kreuz ausharren, hinschauen und lernen, dass Nachfolge durch Hingabe, Treue und Teilhabe am Leiden Christi reift.
Heutige Betrachtungspunkte zu Joh 19,19; Gen 3,18–19; Mt 10,38–39; Lk 24,30–31; Joh 19,33–34
1. Stell dich innerlich unter das Kreuz und bleib dort stehen. Widersteh dem Drang, schnell weiterzugehen oder den Schmerz sofort in Gedanken aufzulösen. Betrachte die Inschrift am Kreuz: Jesus von Nazaret, der König der Juden. Die Welt meint zu spotten, und doch wird in diesem Spott Wahrheit ausgesprochen. Schau auf die Dornenkrone im Licht von Genesis. Der Fluch der gefallenen Schöpfung liegt sichtbar auf dem Haupt Christi. Bitte um die Gnade, bei Christus auszuharren.
2. Schau auf Blut und Wasser aus der geöffneten Seite Jesu. Dort öffnet sich nicht nur eine Wunde, sondern ein Zugang. Bitte um Dankbarkeit für das Leben der Kirche und für die Gnade, aus Christus leben zu dürfen.
3. Schließe mit einem stillen Verweilen beim Heiland. Sag wenig und schau mehr. Bitte den Herrn, dass seine Treue dein Herz prägt.
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Am Karfreitag endet die Zeit der Gleichnisse und die Wirklichkeit steht offen vor dir: Christus stirbt am Kreuz. Das Kreuz deutet als Baum der Treue, an dem die wahre Treue Gottes sichtbar wird, und zeigt, dass erst im Licht des Kreuzes das ganze christliche Leben seinen Sinn erhält. Du sollst beim Kreuz ausharren, hinschauen und lernen, dass Nachfolge durch Hingabe, Treue und Teilhabe am Leiden Christi reift.
Heutige Betrachtungspunkte zu Joh 19,19; Gen 3,18–19; Mt 10,38–39; Lk 24,30–31; Joh 19,33–34
1. Stell dich innerlich unter das Kreuz und bleib dort stehen. Widersteh dem Drang, schnell weiterzugehen oder den Schmerz sofort in Gedanken aufzulösen. Betrachte die Inschrift am Kreuz: Jesus von Nazaret, der König der Juden. Die Welt meint zu spotten, und doch wird in diesem Spott Wahrheit ausgesprochen. Schau auf die Dornenkrone im Licht von Genesis. Der Fluch der gefallenen Schöpfung liegt sichtbar auf dem Haupt Christi. Bitte um die Gnade, bei Christus auszuharren.
2. Schau auf Blut und Wasser aus der geöffneten Seite Jesu. Dort öffnet sich nicht nur eine Wunde, sondern ein Zugang. Bitte um Dankbarkeit für das Leben der Kirche und für die Gnade, aus Christus leben zu dürfen.
3. Schließe mit einem stillen Verweilen beim Heiland. Sag wenig und schau mehr. Bitte den Herrn, dass seine Treue dein Herz prägt.
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Über diesen Podcast
QuadraCast - der Fastenpodcast aus dem Priesterseminar St. Petrus“
dient einem Ziel: Christus näher zu kommen. Das ist das Fundament
und das Ziel: Christus besser kennen zu lernen und ihn mehr zu
lieben. Der diesjährige Fastenpodcast will diesem Ziel
näherkommen, indem er über die Grundlagen des geistlichen Lebens
spricht, die uns die Kirche aus ihrem großen Schatz mitteilt. Jede
der sieben Wochen der Fastenzeit ist einem speziellen Aspekt des
geistlichen Lebens gewidmet. Diese behandeln wir in einem 6 plus 1
– Schema. Was heißt das? Jeweils zum Auftakt der Woche – am Sonntag
– senden wir eine 15-minütige Gesprächsfolge über einen Aspekt des
geistlichen Lebens, wie z.B. über die Schriftlesung, Betrachtung
und Beichte. Unser Gast ist der jeweilige Seminarist, der in der
darauffolgenden Woche diesen Aspekt mit praktischen Kurzimpulsen
vertiefen wird. Dieser Podcast wird von Seminaristen des
Priesterseminars St. Petrus in Wigratzbad und in Zusammenarbeit mit
dem deutschsprachigen Distrikt der Priesterbruderschaft St. Petrus
produziert.
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