Zehn Zwölf - Der Menschenrechte Podcast des Fritz Bauer Forums
Im Podcast „Zehn Zwölf - Der Menschenrechte Podcast des Fritz Bauer Forums“ kommen Menschen zu Wort, die sich für Menschenrechte engagieren - politisch, literarisch oder als Aktivist*in. In einem rund 45-minütigen Gespräch wollen wir die jeweiligen inh...
Podcaster
Episoden
10.02.2026
27 Minuten
Wie gerecht ist ein System, das das Existenzminimum kürzt?
Helena Steinhaus, Gründerin
von Sanktionsfrei, erklärt, warum
Sanktionen im Bürgergeld Menschen unter das Minimum drücken,
welche Mythen über „Sozialbetrug“ sich hartnäckig halten – und
was hinter der aktuellen Reform der Grundsicherung steckt. Sie
spricht über Macht und Repräsentation, Lobbyeinfluss, die Angst
vor dem Jobcenter und die Realität von Millionen, die von Armut
betroffen sind oder jeden Tag knapp daran
vorbeischrammen. Ein Satz, der
bleibt: „Es ist letztendlich einfach Klassenkampf.“
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10.01.2026
29 Minuten
In dieser Folge sprechen wir mit dem
US-Wissenschaftler John Austin über den Zustand
der Demokratie in den Vereinigten Staaten und die
wachsenden autoritären und anti-demokratischen
Strömungen, die Politik und Gesellschaft dort zunehmend
prägen.
John Austin hat viele Jahre
in Michigan gearbeitet, im Herzen des
amerikanischen Rust Belt, und Public
Administration an der Harvard University studiert. Aus
dieser Perspektive analysiert er die strukturellen Ursachen
politischer Radikalisierung: den Niedergang industrieller
Regionen, den Zerfall lokaler Gemeinschaften und den Verlust von
Zukunftsperspektiven, der sich tief in das politische
Selbstverständnis vieler Menschen eingeschrieben hat.
Im Gespräch ziehen wir Parallelen zwischen dem Rust Belt
und dem Ruhrgebiet. Wir diskutieren, warum sich strukturell
schwache Regionen in den USA und in Deutschland in erstaunlich
ähnlicher Weise politisch entfremden – und weshalb ökonomische
Abkopplung, institutionelles Misstrauen und kulturelle
Verunsicherung den Boden für autoritäre Angebote bereiten.
Eine Folge über Demokratie unter Druck, über regionale
Ungleichheit als menschenrechtliche Frage – und darüber, was es
braucht, um demokratische Resilienz in Zeiten tiefgreifender
Umbrüche zu stärken.
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10.12.2025
26 Minuten
In dieser Folge sprechen wir mit Anna di Bari, Vorstandsmitglied
der zivilen Seenotrettungsorganisation Sea-Eye. Seit zehn Jahren
retten zivilgesellschaftliche Crews Menschen, die auf der Flucht
über das Mittelmeer ihr Leben riskieren – und füllen damit eine
Lücke, die europäische Staaten bewusst offenlassen.
Anna di Bari berichtet, warum zivile Seenotrettung heute
unverzichtbar ist, wie sich die Lage auf See dramatisch verändert
hat und weshalb die Kriminalisierung von Rettungseinsätzen ein
Angriff auf grundlegende Menschenrechte ist. Wir sprechen über
politische Verantwortung, über die verschobenen Debatten rund um
Migration – und darüber, warum die einfache Haltung „Menschen
dürfen nicht ertrinken“ eigentlich selbstverständlich sein
sollte.
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10.10.2025
31 Minuten
Die in Israel lebende Soziologin Sibylle Heilbrunn ist kluge
Beobachterin der dortigen Politik und engagierte Ehrenamtliche in
verschiedenen NGOs. Im Podcast kommentiert sie die aktuellen
internationalen Ansätze für einen Friedensprozess und die Rolle
der Zivilgesellschaft für die politische Zukunft Israels.
Am 27. Januar 2026 ist Sibylle Heilbrunn im Fritz-Bauer-Forum in
Bochum zu Gast, um die Entwicklung der israelischen
Zivilgesellschaft in einem Vortrag zu würdigen. Alle
Informationen dazu
auf https://fritz-bauer-forum.de/de/veranstaltungen/aktuelles/
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10.09.2025
25 Minuten
Am 3. August 2014 begann der Genozid an den Jesid:innen. Tausende
wurden ermordet, über 6.000 Frauen und Kinder versklavt, bis
heute gelten mehr als 2.600 Menschen als vermisst.
In dieser Folge spricht Dr. Leyla Ferman, Mitbegründerin von
Women for Justice e.V., über den anhaltenden Völkermord,
überlebende Frauen und die Bedeutung von Dokumentation,
Gerechtigkeit und Erinnerungskultur.
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Über diesen Podcast
Im Podcast „Zehn Zwölf - Der Menschenrechte Podcast des Fritz Bauer
Forums“ kommen Menschen zu Wort, die sich für Menschenrechte
engagieren - politisch, literarisch oder als Aktivist*in. In einem
rund 45-minütigen Gespräch wollen wir die jeweiligen inhaltlichen
Themenfelder, persönliche Motivationen für das Engagement und
konkrete politische Anliegen besprechen. Der Titel verweist auf den
10.12., den Tag der Veröffentlichung der Allgemeinen Erklärung der
Menschenrechte. Mit dem Fritz Bauer Forum entsteht in Bochum ein
internationaler Ort für Forschung, Bildung und Dialog, an dem der
individuelle, gesellschaftliche und politische Kampf um des
Menschen Rechte erforscht und bestärkt wird. Kern ist die Fritz
Bauer Bibliothek mit rund 40.000 Titeln zu Menschenrechten und
Aktivist*innen. https://www.fritz-bauer-forum.de/
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