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Episoden

55 Minuten
Felix Kolmer aus Prag wurde aufgrund seiner jüdischen Herkunft direkt nach dem Einmarsch der deutschen Truppen 1939 als junger Mann verhaftet. Er überlebte mehrere Konzentrationslager. Als Vizepräsident des internationalen Auschwitz- Komitees bereiste er mehrfach Oldenburg, um hier Schülerinnen und Schülern von seinen Erfahrungen zu berichten. Bei einem seiner Besuche hat Ulli Bernstorf ihn getroffen.
18 Minuten
Lukasz Lawicki stammt aus Polen und ist Regisseur am Oldenburgischen Staatstheater. Er reiste in die Ukraine und verarbeitete seine Erfahrungen zu einem Theaterstück. „14 Tage Krieg“ heißt es und wird am 14.02. noch einmal aufgeführt. Gemeinsam mit der Dramaturgin Gesine Geppert war Lukasz Lawicki bei Ulli Bernstorf im Studio zu Gast, um über das Stück und seine Reise zu berichten.
22 Minuten
Dr. Stefan Wolle hielt den Vortrag „Giftschrank, Zensur und Bückware – Bücher in der DDR“ im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung „Leseland DDR“ in der Landesbibliothek Oldenburg. Die DDR verstand sich als Literaturgesellschaft, deren Bibliotheken und Volksbuchhandel gut ausgestattet waren. Die Obrigkeit glaubte an die Macht des geschriebenen Wortes und fürchtete doch jedes freie Wort. Das Lesen und Schreiben wurde vom Staat mit großem Aufwand gefördert, während politisch unerwünschte Literatur im „Giftschrank“ verschwand und die Post sowie Reisende aus dem Westen nach Gedrucktem gefilzt wurden. Dr. Stefan Wolle berichtet vom Eigensinn der Menschen, die für rare Bücher Schlange standen und Wege fanden, sich Literatur aus dem Westen zu besorgen. Ulli Bernstorf traf ihn anlässlich der Ausstellung, die noch bis zum 18. Februar besucht werden kann.
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