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Über diesen Podcast
Victor (Viggi) Störteler betreibt ein einträgliches Speditions- und
Warengeschäft und hat ein "hübsches, gesundes und gutmütiges
Weibchen". Er könnte zufrieden sein, doch fühlt er sich zu höherem
berufen und widmet sich ohne Talent aber mit desto größerer Hingabe
und Selbstüberschätzung der Schriftstellerei. Die gutmütige Gritli
kann für die überdrehte Schreiberei ihres Mannes kein Verständnis
aufbringen, dennoch bestimmt er sie zu "seiner Muse" und verfällt
auf die Idee, ihr von einer Geschäftsreise salbungsvoll
leidenschaftliche Liebesbriefe zu schreiben; diese soll sie in
gleichem Sinne beantworten, auf dass er diesen Briefwechsel einmal
in Buchform veröffentlichen könne. Gritli, die sich dieser Aufgabe
nicht gewachsen sieht, findet in ihrer Not eine listige Lösung: sie
schreibt die Briefe ihres Mannes säuberlich ab und lässt sie ihrem
Nachbarn, dem schüchternen und schwärmerischen armen Unterlehrer
Wilhelm zukommen. Dieser, von der heimlichen Liebe der Gritli ganz
betört, schreibt ihr leidenschaftlich zurück, so dass Gritli diese
Briefe nur wiederum abzuschreiben braucht, um ganz die von ihrem
Manne gewünschten Antworten bereit zu haben. So meinen die beiden
Männer, ihre Briefe jeweils an Gritli zu richten, schreiben sich
jedoch letztlich gegenseitig die herzlichsten Liebesbeteuerungen.
Doch kann das natürlich nicht lange gut gehen - während Wilhelm,
durch "Gritlis" Briefe ermuntert, sich Hoffnungen macht, entdeckt
Viggi bald Gritlis schändlichen Betrug...
Eine Humoreske aus dem Zyklus "Die Leute von Seldwyla"; spannend
und mit spitzer Feder erzählt. (Zusammenfassung von Karlsson)
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