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Episoden

55 Minuten
Lange waren Ostdeutsche in politischer Apathie gefangen und hatten sich ins Privatleben zurückgezogen, sagt der Ostbeauftrage der Bundesregierung, Carsten Schneider, im Gespräch mit den „Freie Presse“-Korrespondenten Tino Moritz und Tobias Wolf. Ist das ein Grund, warum ein so großer Teil der Bevölkerung in Sachsen rechtsextreme Einstellungen hat und die AfD eine so große Zustimmung erfährt? Der Befund des gebürtigen Thüringers: Wer sich im Osten in einer demokratischen Partei engagiere, gehöre schon zu einer schützenswerten Minderheit, so grotesk wenige Menschen seien das. Den meisten fehlten fundamentale Selbstwirksamkeitserfahrungen in der Demokratie, denn noch nie hätten sie jemanden getroffen, der durch seine eigene politische Arbeit etwa im Gemeinde- oder Stadtrat erlebt, wie er seine Stadt, seine Welt verändern kann. Die Demos für Demokratie verändern das gerade, zumindest hofft Schneider das, der sich bei „Moritz und der Wolf“ auch gegen alberne DDR-Vergleiche wie zuletzt von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer wehrt.
36 Minuten
Sie werden beschimpft, bedroht und immer wieder auch körperlich angegriffen. Manche von ihnen geben irgendwann auf und verlassen die Politik, wie die ehemalige Arnsdorfer Bürgermeisterin Martina Angermann, die jahrelang von Rechten drangsaliert wurde und diese Erfahrung im Podcast teilt; andere schaffen den Absprung nicht rechtzeitig und zerbrechen - wie Volkmar Schreiter, der Bürgermeister in Großschirma war. Anne Lena Mösken, stellvertretende Chefredakteurin der „Freien Presse“, und Landeskorrespondent Tobias Wolf sprechen darüber, was hinter der Verrohung in der Kommunalpolitik steckt und was dagegen getan werden kann.
27 Minuten
Wenn der Bürgerrat des Bundestags etwas fordert, dann … ist Sachsen nicht dabei. Die beiden „Freie Presse“-Landeskorrespondenten Tino Moritz und Tobias Wolf sprechen darüber, was ein kostenfreies Mittagessen in Kitas und Schulen kosten würde und wie heiß der Landtag zuletzt bei diesem Thema gelaufen ist. Und natürlich geht’s dabei auch wieder um Demokratie.
31 Minuten
Fast zwei Jahre ist der Angriff Russlands auf die Ukraine her, der auch Sachsen in ein zweifelhaftes Licht gerückt hat. Vor allem Ministerpräsident Michael Kretschmer erlangt bis heute bundesweit Aufmerksamkeit mit seinen Thesen zu Russland. Der ukrainische Ex-Botschafter Andrij Melnyk hatte Kretschmer deshalb öffentlich angegriffen und sogar zur unerwünschten Person erklärt. An der Tonlage des CDU-Politikers hat sich zwar wenig geändert, aber Melnyks Nachfolger Oleksii Makeiev drückt sich deutlich diplomatischer aus. Oder doch nicht? Und was steckt eigentlich wirklich hinter mancher sächsischer Spende an die Ukraine? Die beiden „Freie Presse“-Landeskorrespondenten Tino Moritz und Tobias Wolf werten in dieser Folge ein Gespräch aus, das Wolf mit dem Botschafter zu den sächsischen Verhältnissen geführt hat – ganz diplomatisch, versteht sich. Oleksii Makeiev sitzt auszugsweise als Gast mit am virtuellen Bürotisch.
41 Minuten
Eine neue Sonntagsfrage bestätigt den Trend: Die AfD liegt mit 35 Prozent deutlich vor der CDU, alle anderen haben weniger als zehn Prozent – zum Teil auch deutlich weniger. Die Umfrage korrespondiert mit dem neuesten „Sachsen-Monitor“, wonach das Vertrauen in demokratische Institutionen im Freistaat rapide gesunken ist und sich ein Drittel der Sachsen in Deutschland eher in einer Diktatur als in einer Demokratie wähnt. Aber sieben Monate vor der Landtagswahl am 1. September sind auch so viele Menschen auf der Straße wie noch nie bei Protesten gegen Rechtsextremismus. Wie passt das alles zusammen? Und was kommt eigentlich nach den Demos? Die beiden „Freie Presse“-Landeskorrespondenten Tino Moritz und Tobias Wolf sprechen drüber – und geben Sachsen noch nicht verloren.
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Über diesen Podcast

Tino Moritz und Tobias Wolf sind die Landeskorrespondenten für die Chemnitzer "Freie Presse" in Sachsens Landeshauptstadt: Jede Woche erhalten sie in Dresden neue Ein- und Überblicke fernab der Pressemitteilungen, aus Gremiensitzungen und Hinterzimmern, in zahllosen Gesprächen und aus den Beobachtungen von Polit-Menschen in deren natürlichem Habitat.
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„Moritz und der Wolf“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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