Episoden

Hans Fässler: Die Rolle der Schweiz in der Sklaverei und Kolonialismus
19.01.2026
1 Stunde 10 Minuten
Heute sprechen wir mit dem Historiker und politischen Aktivisten Hans Fässler über die Rolle der Schweiz in der Sklaverei und im Kolonialismus sowie darüber, weshalb dieses Thema über lange Zeit hinweg kaum aufgearbeitet wurde. Ausgehend von der haitianischen Revolution, Napoleons Wiedereinführung der Sklaverei und dem Einsatz Schweizer Söldner zeigt Fässler auf, wie tief Schweizer Akteure – von Soldunternehmern und Plantagenbesitzern bis hin zu Banken und Investoren – in das System der Versklavung eingebunden waren. Zudem sprechen wir über die Nachwirkungen der Sklaverei bis in die Gegenwart sowie über aktuelle Debatten um historische Verantwortung, Anerkennung und Reparationen. ((00:45)) Begrüssung: Hans Fässlers Werdegang und sein Zugang zur Sklavereigeschichte ((07:58)) Haitianische Revolution: Ein Schlüsselereignis mit Schweizer Beteiligung ((11:41)) Schweiz und die Sklaverei/ Kolonialismus: Direkte, indirekte und strukturelle Verstrickungen der Schweiz ((25:29)) Schweizer Reichtum & Verantwortung: Wirtschaftliche Profite, Rolle von Eliten, Banken und Staat ((43:02)) Nachwirkungen: Rassismus, Forschungslücken und Spuren bis in die Gegenwart. ((54:05)) Gegenwart & Ausblick: Aktivismus, Wiedergutmachung und gesellschaftlicher Ausblick [Website von Hans Fässler: www.louverture.ch]
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ICE, Crans-Montana, Iran/Israel
12.01.2026
40 Minuten
In Minnesota hat ein Agent der US-Immigrationsbehörde ICE letzte Woche eine US-Staatsbürgerin in ihrem Auto ermordet – nur wenige Strassen entfernt von dem Ort, an dem 2020 George Floyd getötet wurde. Seither gibt es in Minnesota riesige Anti-ICE-Proteste mit mehreren zehntausend Teilnehmenden. In der heutigen Folge Marti:Wermuth sprechen wir über die massive, tödliche US-Staatsgewalt gegen Migrant:innen und die eigene Bevölkerung. Dabei diskutieren wir auch, wie die Migrationspolitik nicht nur in den USA, sondern auch in der Schweiz als Versuchslabor verwendet wird, um Grenzen auszutesten und zu verschieben. Zudem sprechen wir in der aufgrund der vielen Geschehnisse der letzten Woche etwas längeren Folge über den nationalen Trauertag für die Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana, die geplanten Kürzungen bei der Umsetzung der Pflegeinitiative, die riesige Protestbewegung gegen das Mullah-Regime im Iran und das trotz Friedensplan weiterhin rigorose, menschenrechtsverletzende Vorgehen Israels in Gaza und der West Bank. ((01:41)) ICE: Weitere Eskalation durch die US-Staatsgewalt ((13:00)) Crans-Montana: Wertschätzung des Pflegepersonals endet beim Budget ((26:45)) Iran/Israel: Wo bleiben die Schweizer Sanktionen gegen menschenrechtsverletzende Staaten? ((35:55)) Kurze Antworten auf komplexe Fragen (Grok, Sans-Papier, WEF, Syrien) Am Dienstag, 13. Januar findet zudem um 19:00 Uhr das Webinar «US-Angriff auf Venezuela: Wie geht es weiter?» statt. Hier gelangst du zur Online-Anmeldung
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Crans-Montana, USA-Venezuela, Neonazi-Hochzeit
05.01.2026
35 Minuten
Die Brandkatastrophe in der Silvesternacht in Crans-Montana markiert einen zutiefst schmerzhaften, von unbeschreiblichem Leid geprägten Einschnitt in die Schweizer Geschichte. Der Vorfall, bei dem viele junge Menschen viel zu früh aus dem Leben gerissen wurden, beschäftigt und berührt uns zutiefst. In der neuesten Folge Marti:Wermuth sprechen wir über das Geschehene und erklären, wieso jetzt nicht der Zeitpunkt ist, konkrete politische Forderungen zu stellen.Neben der Brandkatastrophe thematisieren wir den imperialistischen US-Angriff auf Venezuela und die jüngsten Berichte über die Nähe eines SVP-Politikers zur Neonazi-Szene. [Nachtrag zum Podcast: Mittlerweile sind auch alle Verletzte von der Brandkatastrophe in Crans-Montana identifiziert.] Link zum Kondolenzbuch für die Opfer des Unglücks in Crans-Montana vom 1. Januar 2026 ((00:32)) Crans-Montana: Der schreckliche Jahreswechsel ((08:39)) USA-Venezuela: Imperialistischer US-Angriff ((22:08)) Neonazi-Hochzeit: Wie nahe die SVP wirklich der Neonazi-Szene ist ((30:34)) Kurze Antworten auf komplexe Fragen (Polit-Agenda, Kosovo, Holcim-Klimaklage, Hilfsorganisationsverbot)
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SVP-Chaos-Initiative im Faktencheck
29.12.2025
28 Minuten
Bereits im nächsten Juni stimmen wir über die Kündigungs-/Chaos-Initiative der SVP ab. In der neusten Folge Marti:Wermuth erklären wir, welche extremen und weitreichenden Folgen die Initiative hätte: vom Frontalangriff auf das Recht auf Asyl bis hin zu Wohlstandsverlust sowie noch mehr Arbeitsbelastung und Stress für die Bevölkerung. Zudem räumen wir mit SVP-Mythen und -Sündenbock-Thesen bezüglich Migration auf. Dieser erste faktenbasierte Überblick zeigt auf, warum die Initiative weitreichenden Schaden anrichtet und die eigentlichen Probleme der Gesellschaft nicht angeht. Deswegen NEIN zur SVP-Chaos-Initiative am 14. Juni 2026! ((00:34)) Um was geht es bei der SVP Kündigungs-/ Chaos-Initiative? 5 Argumente gegen die SVP-Chaos-Initiative ((02:00)) 1. Gegenargument: Die Initiative ist extrem und führt zu Chaos ((03:55)) 2. Gegenargument: Sofortige und tiefgreifende negative Auswirkungen ((05:28)) 3. Gegenargument: Frontalangriff bzw. faktische Auflösung des Asylrechts ((08:11)) 4. Gegenargument: Wohlstandsverlust und zusätzliche Arbeitsbelastung bzw. Stress für alle ((10:06)) 5. Gegenargument: Sündenbock-These und Ablenkungsstrategie ((13:39)) Zusammenfassung der 5 Gegenargumente Richtigstellung von 5 SVP-Mythen zur Migration ((14:38)) 1. SVP-Mythos: «Es kommen zu viele und es komme die Falschen» - wieso das nicht stimmt ((16:57)) 2. SVP-Mythos: Das BIP wird nicht durch Migrant:innen negativ beeinflusst, sondern durch die Chaos-Initiative ((19:44)) 3. SVP-Mythos: Wieso die Wohnungsknappheit und die Mietenexplosion nicht von Migrant:innen verursacht werden ((22:21)) 4. SVP-Mythos: Migrant:innen sind nicht Schuld an zu wenig Platz im ÖV und in Schulinstitutionen ((24:17)) 5. SVP-Mythos: Zuwanderung belastet nicht unser Sozial- und Gesundheitswerk - das Gegenteil ist der Fall
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Valentina Achermann: Psychotherapeutische Versorgungskrise in der Schweiz
22.12.2025
39 Minuten
Triggerwarnung: In der heutigen Marti:Wermuth-Folge sprechen wir über psychische Erkrankungen. Wenn du selbst betroffen bist und es dir aktuell nicht gut geht, höre diese Folge am besten zusammen mit einer Person aus deinem Umfeld. Die Zahlen psychischer Erkrankungen nehmen in der Schweiz stetig zu. Gleichzeitig gibt es eine akute psychotherapeutische Versorgungskrise. Im Sommer gab es deswegen eine nationale Demonstration, die auf die prekäre Situation aufmerksam machte. Trotz des dringenden Handlungsbedarfs bleiben die unternommenen politischen Massnahmen begrenzt oder teils sogar kontraproduktiv. Wie es der Branche konkret geht und was politisch unternommen werden sollte, besprechen wir zusammen mit Valentina Achermann, Psychotherapeutin und SP Stadt-/Grossrätin von Bern. Geht es dir nicht gut und brauchst du professionelle Hilfe? Melde dich telefonisch bei 143, wenn du erwachsen bist, bzw. bei 147, wenn du jugendlich bist. ((00:00)) Begrüssung((02:11)) Ambulatorium für Folter- und Kriegsopfer: Vom Therapieziel bis zur politischen und gesellschaftlichen Relevanz ((08:59)) Rassismuskritische Psychotherapie: Worum geht es dabei? ((17:27)) Psychische Gesundheit: Eine sich zunehmend verschärfende Situation, die nicht wegen "Snowflakes" entsteht ((21:37)) Stark betroffene Gruppen: Wer sind sie und welche Erklärungsfaktoren gibt es für ihre überdurchschnittliche Betroffenheit? ((24:30)) Versorgungskrise: Was ist der aktuelle Stand? ((27:17)) Demo gegen die psychotherapeutische Versorgungskrise: Was waren und sind weiterhin die Forderungen? ((30:37)) Psychotherapeutische Ausbildung: Können nur noch privilegierte Personen Psychotherapeut:innen werden ((33:03)) Politischer Handlungsbedarf: Weshalb es jetzt Investitionen braucht ((37:40)) Hilfe: Die Nummern 143 (für Erwachsene) und 147 (für Jugendliche und Kinder) bieten rund um die Uhr psychotherapeutische Akuthilfe. Note vom Produktionsteam: Die Feiertage bedeuten nicht für alle Menschen Zweisamkeit mit der Familie. Sie können auch mit Stress, Trauer oder Einsamkeit verbunden sein. Dennoch hoffen wir, dass die Tage zur Erholung und für Zeit mit dem engsten Umfeld beitragen können, und wünschen der Hörerschaft einen schönen Jahresrest
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Über diesen Podcast

Mattea Meyer und Cédric Wermuth ordnen jede Woche die wichtigsten politischen Entwicklungen der Schweiz ein. Transparent, pointiert, direkt aus Bundesbern.

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