LiteraturPur

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Ich bin Esther Schneider und das ist mein Literatur-Talk. Ich treffe mich hier mit Autor*innen und versuche herauszufinden, was sie umtreibt beim Schreiben, wie sie auf ihre Themen kommen, welche Bücher sie lesen und wie ihre Phantasiewelt aussieht....
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Ich bin Esther Schneider und das ist mein Literatur-Talk. Ich treffe mich hier mit Autor*innen und versuche herauszufinden, was sie umtreibt beim Schreiben, wie sie auf ihre Themen kommen, welche Bücher sie lesen und wie ihre Phantasiewelt aussieht....
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Episoden

LiteraturPur mit Lukas Bärfuss
18.07.2026
57 Minuten
LiteraturPur #73: "Ich bin ein Überlebender", schreibt der Schriftsteller und Dramatiker Lukas Bärfuss. Was er damit meint, erfährt man in seinem neusten Buch "Königin der Nacht, ein kurzes Buch über meine Mutter". Es ist ein schonungsloses, ein gesellschaftskritisches, aber auch ein sehr persönliches und zärtliches Buch über die Mutter. Ich habe Luaks Bärfuss im Waldhaus in Sils Maria zu einem Gespräch getroffen. Er erzählte mir, weshalb ein rosa Bankzettel mit einem Kontostand von 60 Franken am Anfang des Buches steht. Wir sprachen über Herkunft, was sie mit uns macht und wie sie ein Leben lang an einem haften bleibt. Ich wollte auch wissen, wie man über eine Mutter schreibt, die nie getröstet, nie eine Wunde verbunden, keine Liebe gezeigt, ja den Sohn im Alter von 15 Jahren auf die Strasse gesetzt hat und abgehauen ist? Lukas Bärfuss meint dazu, dass er die Mutterliebe nie vermisst habe. Er kenne sie nicht. Aber die Armut, die habe er kennengelernt. Und er äussert sich zu seinem provokativen Satz im Buch: "Die Schweiz macht Jagd auf die Armen."  Das Gespräch mit Lukas Bärfuss hat grossen Spass gemacht, das Publikum im Hotelsaal war begeistert von seiner Erzähllust und seinen Lesungen. Hört rein!

Lukas Bärfuss, Königin der Nacht, ein kurzes Buch über meine Mutter, Rowohlt Verlag
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LiteraturPur mit Dorothee Elmiger
24.05.2026
48 Minuten
LiteraturPur #72: Im Roman «Die Holländerinnen» von Dorothee Elmiger geht es um das Unheimliche. Das Unheimlich ist das dominierende Gefühl. Es wird einerseits erzeugt durch den Ort der Handlung, den Urwald; dann über Geschichten, die erzählt werden und durch die Sprache. Dorothee Elmiger schreibt grösstenteils im Konjunktiv. Damit hält sie alles in der Schwebe. Bei Lesen streift man mit der Erzählerin durch den grünen Dschungel und gerät mit ihr in eine Art Orientierungslosigkeit hinein, Gewissheiten lösen sich auf. Auch das Verhältnis zwischen Realität und Fiktion verschwimmt. Das hat mich fasziniert und gepackt. Über das Unheimliche, den Konjunktiv, Grenzerfahrungen, den Urwald und warum «Die Holländerinnen» keine »true crime» Geschichte ist, über all das unterhalte ich mich mit Dorothee Elmiger im Podcast LiteraturPur.

Dorothee Elmiger «Die Holländerinnen» Hanser Verlag
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LiteraturPur mit Isabelle Flükiger
26.03.2026
45 Minuten
LiteraturPur #71: Angst haben, wenn man das Haus verlässt, einsam sein, kein Bankkonto, keine Krankenkasse haben - das ist der Alltag von Sans Papiers. Das sind Menschen, die sich illegal in der Schweiz aufhalten und schwarz arbeiten. Meist zu Dumpingpreisen. Die Westschweizer Autorin Isabelle Flükiger hat darüber einen eindrücklichen Roman geschrieben mit dem Titel «Gloria.Mohammed. Eine Erzählung von der dunklen Seite des Glücks.» Ein Buch, das betroffen macht. Denn es ist eine Reise durch ein Schattenreich bei uns in der Schweiz, in dem Menschen ausgenutzt werden. Arbeit zu finden ist einfach, aber die Arbeitsbedingungen sind meist miserabel. Und dies, obwohl auch Sans Papiers in einigen Bereichen Rechte hätten. Nur wissen sie nichts davon und die Institutionen und Arbeitgeber halten sich oft nicht an das Gesetz. Ich habe Isabelle Flükiger in Bern in einer Hotelbar getroffen und sie hat mir von ihren aufwändigen Recherchen und ihren Begegnungen mit Sans Papiers erzählt.

Der Roman von Isabelle Flükiger «Gloria.Mohammed. Eine Erzählung von der dunklen Seite des Glücks.» ist im Rotpunkt Verlag erschienen in der Übersetzung von Ruth Gantert.
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LiteraturPur mit Laura Leupi
08.01.2026
50 Minuten
LiteraturPur #70: An die Öffentlichkeit treten und sagen: «Ich wurde vergewaltigt», das braucht Mut. Laura Leupi hat es getan mit ihrem Buch «Das Alphabet der sexualisierten Gewalt»". Sie hat schreibend versucht mit etwas umgehen, das einen aus der Bahn wirft. Das Buch hat mich betroffen gemacht, mich aber auch überrascht, sowohl durch die Form wie Laura vom Erlebten erzählt wie auch durch ihren Humor. «Das Alphabet der sexualisierten Gewalt» ist kein Roman aber auch kein Sachbuch, es ist etwas Einmaliges, ein richtig wilder Ritt. Laura Leupi hat dafür einen der Literaturpreise vom Bundesamt für Kultur bekommen. Das Buch ist schon einige Zeit in der Öffentlichkeit. Laura hat an Lesungen und Podien darüber gesprochen. Was das mit ihr gemacht hat und wie sie heute auf das Erlebte und ihren Schreibprozess zurückschaut und welche Literatur sie dabei gelesen hat, davon erzählt sie mir im Podcast LiteraturPur. 

Laura Leupi, «Das Alphabet der sexualisierten Gewalt» März Verlag
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LiteraturPur mit Oliver Schnyder und Alain Claude Sulzer
30.12.2025
47 Minuten
LiteraturPur #69: Wie verhält sich Kunst zur Macht? Darüber habe ich mit dem Schriftsteller Alain Claude Sulzer und dem Pianisten Oliver Schnyder im Salon LiteraturPur diskutiert. Anlass war das 50ste Todesjahr des russischen Komponisten Dimitri Schostakovitsch, das mit Konzerten und Festivals begangen wurde. Dimitri Schostakowitsch lebte ein Leben im Schatten der Macht, in Angst und Schrecken, in Anpassung und Widerstand. Er war gefangen zwischen künstlerischer Integrität und den Zwängen des stalinistischen Regimes. Was das mit ihm machte und wie es seine Musik beeinflusst hat, das beschreibt der britische Autor Julian Barnes im Roman „Der Lärm der Zeit“. Ein Roman über einen Musiker unter Stress. So beschreibt Julian Barnes, wie Schostakovitsch 1937 nächtelang mit gepacktem Koffer vor dem Lift auf seine Verhaftung wartete. Künstler unter Stress, ein Thema das auch heute immer noch oder wieder aktuell ist. Wie Alain Claude Sulzer und Oliver Schnyder diesen biografischen Roman über Schostakovitsch gelsen haben und wo sie Stress, Widerstand, Angst aber auch Ironie in seiner Musik hören, das war Thema im Salon LiteraturPur. Eine gekürzte Version des Salongesprächs kannst du in dieser Podcastfolge von LiteraturPur nachhören.

Julian Barns, Der Lärm der Zeit, im Verlag Kiepenheuer&Witsch Oliver Schnyder hat diesen Herbst ein grossaritges Schostakowitsch Album veröffentlicht:  Shostakovich, Piano Trios & Piano Quintet, Prospero / 2025
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Über diesen Podcast

Ich bin Esther Schneider und das ist mein Literatur-Talk. Ich treffe mich hier mit Autor*innen und versuche herauszufinden, was sie umtreibt beim Schreiben, wie sie auf ihre Themen kommen, welche Bücher sie lesen und wie ihre Phantasiewelt aussieht. Kurz, ich bin interessiert an «the writers voice».
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LiteraturPur mit Oliver Schnyder und Alain Claude Sulzer
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