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Episoden

43 Minuten
Was passiert, wenn wir ein Jahr lang schweigen, uns auf den Weg machen und anderen Menschen einfach nur zuhören? Daniel Beerstecher, Performance-Künstler und Achtsamkeitslehrer, hat dieses außergewöhnliche Experiment gewagt: 365 Tage lang wanderte er rund 3.500 Kilometer durch Deutschland – schweigend, aber mit offenen Ohren und offenem Herzen.

Im Gespräch mit Andreas Rieck erzählt er von den bewegenden Begegnungen und überraschenden Erkenntnissen dieser Reise. Sein Projekt war dabei weit mehr als eine persönliche Achtsamkeitsübung: Es war eine künstlerische Performance im öffentlichen Raum. Wie bei seinen Installationen sowie internationalen Reise- und Video-Performances verlässt Beerstecher die klassischen Kunstorte. Seine Kunst entsteht im Prozess, durch zufällige Begegnungen und den unmittelbaren Kontakt mit Menschen. So schafft er neue Interpretationsräume und stellt gewohnte Sichtweisen und gesellschaftliche Ordnungen infrage.

Was geschieht, wenn wir einem Menschen wirklich zuhören – ohne zu bewerten, zu unterbrechen oder Ratschläge zu geben? Beerstecher erlebte, wie tief Menschen sich öffnen, wenn sie sich gesehen und gehört fühlen. Zugleich wurde die Stille zu einer Begegnung mit sich selbst: Ängste, Sorgen und innere Glaubenssätze traten deutlicher hervor. Er lernte, Kontrolle loszulassen, Unveränderliches anzunehmen und dem Leben mehr zu vertrauen.

Eine weitere überraschende Erkenntnis: Wie viel Hilfsbereitschaft, Offenheit und Menschlichkeit ihm unterwegs begegneten.

Ein inspirierendes Gespräch über die Kraft des Zuhörens, die Kunst der Begegnung, den Mut zur Stille und die Frage, wie wir im Alltag mehr Achtsamkeit und Vertrauen entwickeln können.

Denn manchmal beginnt ein gutes Leben genau dort, wo wir aufhören, sofort zu antworten, und anfangen, wirklich zuzuhören.

https://ich-hoere-zu.com/

https://danielbeerstecher.de/

https://www.verlagsgruppe-patmos.de/lebe-gut

https://www.schwabenverlag.de/
1 Stunde 1 Minute
Vier Töchter, Hunderte wissenschaftliche Studien und viele Jahre Erfahrung als Familienjournalist: Tillmann Prüfer hat sich auf die Suche nach Antworten auf die großen Fragen der Erziehung gemacht. In seinem Buch, „Was Sie (wirklich) über Erziehung wissen müssen“ zeigt er, welche Erkenntnisse wissenschaftlich fundiert sind und warum Eltern nicht perfekt sein müssen. Das Buch versteht sich nicht als klassischer Erziehungsratgeber mit einfachen Patentlösungen, sondern als Orientierungshilfe im Dschungel der vielen Theorien, Trends und gut gemeinten Ratschläge. Tillmann Prüfer wertet Studien aus, spricht mit Expertinnen und Experten und fragt danach, was wir über Erziehung tatsächlich wissen können. 

Über diese Erkenntnisse, über Gelassenheit im Familienalltag und darüber, was Kinder wirklich brauchen, sprechen Tillmann Prüfer und Andreas Rieck. Gemeinsam bringen sie die Erfahrung aus sieben Kindern mit und tauschen sich offen über die Herausforderungen, Freuden und Erkenntnisse des Familienlebens aus.

Tillmann Prüfer

Was Sie (wirklich) über Erziehung wissen müssen

Das Wichtigste für alle Eltern aus den entscheidenden Studien

Ein erhellendes, hilfreiches Buch, das von Denkschablonen befreit – der Kompass für die Erziehung auf der Basis von allen wissenschaftlichen Studien zum Thema.

https://www.dtv.de/autor/tillmann-pruefer-21704

https://www.verlagsgruppe-patmos.de/lebe-gut

https://www.schwabenverlag.de/
36 Minuten
Was geschieht, wenn das Leben von einer Sekunde auf die andere aus den Fugen gerät? Wenn eine Tür geöffnet wird und nichts mehr so ist wie zuvor?

In dieser berührenden Episode von „Lebe gut“ spricht Moderator Andreas Rieck mit Niki Gabel, der über 16 Jahre als Notfallseelsorger Menschen in ihren dunkelsten Stunden begleitet hat. Aus seinen Erfahrungen ist das bewegende Buch „Am Puls des Menschseins“ entstanden – eine Sammlung wahrer Begegnungen, die von Verlust, Abschied, Hoffnung und menschlicher Nähe erzählen.

Niki Gabel nimmt uns mit in eine Welt, die den meisten verborgen bleibt: zu Familien, deren Alltag durch einen plötzlichen Todesfall erschüttert wird, zu Menschen, die unfassbare Nachrichten verkraften müssen, und zu jenen stillen Momenten, in denen Worte oft nicht ausreichen. Dabei erzählt er mit großer Sensibilität und Respekt von den Schicksalen, denen er begegnet ist – ohne Sensationslust, dafür mit tiefem Mitgefühl.

Im Gespräch geht es um die Frage, wie man Notfallseelsorger wird, welche Herausforderungen dieses besondere Ehrenamt mit sich bringt und warum Stille manchmal mehr Trost spenden kann als jede gut gemeinte Aussage. Besonders bewegend ist die Geschichte einer jungen Familie, deren vermeintlich perfektes Leben durch einen tragischen Unfall plötzlich zerbricht. Sie zeigt eindrücklich, wie unterschiedlich Erwachsene und Kinder mit Trauer umgehen und welche Kraft in echter menschlicher Präsenz liegt.

Darüber hinaus spricht Niki offen über den persönlichen Wendepunkt, der ihn dazu brachte, seine Einsätze aufzuschreiben. Das Schreiben wurde für ihn zu einem Weg des Abschieds, der Verarbeitung und der Dankbarkeit für all die Begegnungen, die ihn geprägt haben.

Eine Folge über die Zerbrechlichkeit des Lebens, die Bedeutung von Mitgefühl und die Erkenntnis, dass das Leben nicht irgendwann später stattfindet, sondern jetzt.

https://shop.verlagsgruppe-patmos.de/am-puls-des-menschseins-520272.html

https://www.verlagsgruppe-patmos.de/autor/niki-gabel-3991

https://www.verlagsgruppe-patmos.de/lebe-gut

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https://www.niki-gabel.de/
29 Minuten
Was passiert eigentlich in den Momenten, die wir fast übersehen? Genau dort setzt Wolfgang Krinninger an – Journalist, Chefredakteur des Passauer Bistumsblatts, Kolumnist und Autor.

In dieser Folge spricht Angela Neis mit ihm über sein aktuelles Buch „Wo der Himmel die Erde berührt – Eine Liebeserklärung ans Leben“ und über die Geschichten, die zwischen Alltag, Verlust, Hoffnung und Menschlichkeit entstehen. Krinninger erzählt von dem besonderen Augenblick, als die Kiste mit seinen druckfrischen Büchern bei ihm ankam – ein Moment, der sich trotz aller Erfahrung jedes Mal wie ein kleines Wunder anfühlt. Dabei begann seine Reise als Erzähler nicht am Schreibtisch einer Redaktion, sondern mitten im Familienalltag: während seiner Elternzeit, zwischen Kinderzimmer und Küchenzeile. Aus persönlichen Beobachtungen wurden Kolumnen, aus Kolumnen Geschichten über das Leben selbst.

Und genau diese kleinen Geschichten machen dieses Gespräch so besonders. Da ist die Begegnung mit einer ukrainischen Familie auf einem Motorradgespann – zunächst wirkt alles wie der Beginn eines Abenteuers, bis sich herausstellt, dass die Familie auf der Flucht ist und Schutz sucht. Oder die stille Begegnung auf dem Friedhof am Grab seiner Mutter. Oder ein altes Sofa, das plötzlich Erinnerungen und Gefühle wachruft. Kleine Szenen, die lange nachhallen.

Wolfgang Krinninger schreibt ohne große Gesten, aber mit einem feinen Blick für das Wesentliche. Seine Texte zeigen, wie viel Menschlichkeit in den unscheinbaren Momenten steckt – wenn jemand innehält, zuhört oder einfach da ist. Gerade darin liegt die Kraft seines neuen Buches: Es erklärt das Leben nicht, sondern macht aufmerksam auf das, was wir im Alltag oft übersehen.

Eine Folge über Begegnungen, Erinnerungen, Mitgefühl und die Frage, warum das Wesentliche oft genau dort zu finden ist, wo wir nicht sofort weitergehen.

https://shop.verlagsgruppe-patmos.de/wo-der-himmel-die-erde-beruehrt-520256.html

https://www.verlagsgruppe-patmos.de/autor/wolfgang-krinninger-3528

https://www.verlagsgruppe-patmos.de/lebe-gut

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38 Minuten
Zwischen Horizont und Hoffnung entscheidet sich täglich Leben oder Tod. Während das Thema aus den Schlagzeilen verschwunden ist, spielt sich im zentralen Mittelmeer eine der größten humanitären Krisen unserer Zeit ab – leise, unsichtbar, tödlich. Allein der Januar dieses Jahres war der verheerendste seit Beginn der Aufzeichnungen: Hunderte Menschen verloren ihr Leben, viele erfroren, andere wurden nie gefunden. Die offiziellen Zahlen sind nur ein Bruchteil der Realität.

In dieser Stille arbeiten Menschen wie Olaf Oehmichen. Architekt, Familienvater, Segler – und seit 2016 ziviler Seenotretter. Er hat geholfen rund 2000 Menschen aus akuter Lebensgefahr zu bergen. Doch was er erlebt, lässt sich kaum in Zahlen fassen. Es sind Bilder, Geräusche und Gerüche, die bleiben: überfüllte Boote, verbrannte Haut durch ein toxisches Gemisch aus Benzin, Salzwasser und Verzweiflung. Und Geschichten, die sich unauslöschlich einprägen – wie die eines achtjährigen Jungen, der im Meer verschwand und Monate später anonym an einer fremden Küste begraben wurde.

„Wenn man helfen kann, dann muss man helfen“, sagt Oehmichen. Ein Satz, der einfach klingt, aber schwer wiegt. Denn die zivile Seenotrettung füllt eine Lücke, die politisch gewollt scheint. Staatliche Hilfe? Fehlanzeige. Stattdessen werden Menschen abgefangen und zurückgedrängt – oft in unsichere Verhältnisse.

Dieser Podcast gibt Einblick in eine Realität, die wir allzu leicht verdrängen. Er erzählt von Mut und Ohnmacht, von Wut und Verantwortung. Und er stellt eine unbequeme Frage: Was können wir tun?

Die Antwort beginnt im Kleinen. Im Hinschauen. Im Handeln. Denn Menschlichkeit endet nicht an Europas Grenzen.

SARAH gemeinnützige UG

Bahnhofstraße 14

88605 Meßkirch

https://sarah-seenotrettung.org/

mail@sarah-seenotrettung.org

Spendenkonto:

Sparkasse Pfullendorf-Meßkirch

Verwendungszweck: Spende

IBAN: DE68 6905 1620 0000 5949 86

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Über diesen Podcast

Sie suchen Sinn, Orientierung und neue Sichtweisen? Wir bieten Ihnen die passenden Anregungen – ganz nach dem Motto unseres Verlagshauses »Lebe gut und lebe das Gute«.Unsere Moderatoren Angela Neis und Andreas Rieck laden außergewöhnliche Menschen zum Gespräch ein. Sie sprechen mit ihren Gästen über ganz persönliche Geschichten und Erlebnisse aus den Themenbereichen Religion und Spiritualität, Gesellschaft, Psychologie und Lebenshilfe. Mal ernst, mal humorvoll, aber immer mit klarer Haltung, regt „Lebe gut“ in jedem Fall zum Nachdenken an und ist Hörgenuss und Inspiration zugleich. Jeden letzten Sonntag im Monat gibt es eine neue Folge unseres »Lebe gut«-Podcasts. 
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„Lebe gut“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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