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15 Minuten
SOMMER 1989. Eine junge Französin mit Charme und Lebenshunger verirrte sich in die DDR. Das ist ja schon ungewöhnlich. Eine junge Französin mit Charme und Lebenshunger verirrte sich nach Herzberg! Wie ging denn sowas? Niemand geringerem als Günter Schulze aus Herzberg ist solch ein Ding zuzutrauen. Er war in Plauderlaune und schrieb die Geschichte von Sophie auf. Die mit dem Flugzeug kam. Zuerst nach Berlin. Sie wartete im unerreichbaren Berlin Tegel. Günti Schulze in Berlin Schönefeld. Mal eben da drüben anrufen, ging ja nicht. Also griff Günti in eine seiner berüchtigten Trickkisten. Er kontaktierte einen Freund aus Westberlin, der beim Film arbeitete. Die Stasi war postwendend mit im Boot und sicher höchst alarmiert. Wurde ja alles abgehört. Ob die Sache glücken würde? Stundenlanges Warten am Grenzübertritt mitten im Tränenpalast. Hoffnung, Verzweiflung und Sorge um die neunzehnjährige Gasttochter Sophie wechselten im Sekundentakt. Plötzlich stand Rudi Wutke vom FZM Schlieben, wo Günter arbeitete, vor Günter und dessen Frau Hanna. Der große FZM-Chef Professor Dr. Klaus Algenstaedt trat kurz darauf durch die schwere Blechtür Richtung Westen. Günti rutschte das Herz in die Hose, die Knie schlotterten, der Puls raste. Was ging hier vor?

Antworten darauf und auf weitere Lebensfragen im neuen Heimatkalender.
8 Minuten
Das Gebiss gehört in den Mund! - Eine Schänkengeschichte, die das Leben höchst persönlich schrieb

Dr. Gert Will hat es zu was gebracht. Er entstammt der Dorfschänke in Proßmarke. War der kleine verwöhnte Knirps, der athletisch mit der Zungenspitze unter dem Zapfhahn den letzten Tropfen Bier immer auffing. Er hat schon als "kleener Bengel" an Schnapsflaschen genuckelt und ist trotzdem was geworden. Seine Expertise ist bis heute gefragt und von höchster lokaler Instanz attestiert und zertifiziert. Niemand macht ihm etwas vor, wenn es um Trinkertypenkunde, um Gebissortungsmethoden, Schnapsrezepturen und Trinkrituale geht.

Ich lese heute meine Lieblingsgeschichte aus seinem Buch „Een Helles und en Hartn“. Vorab eine Triggerwarnung. Wer schwache Nerven hat oder einen ebensolchen Magen, wer gerade gefrühstückt oder zu Abend gegessen hat, sollte jetzt nicht mehr länger zuhören. Allein die Chronistenpflicht trieb Wille an, diesen Bericht ganz ohne moralische Keule zu verfassen.

Das Buch „Een Helles un’n Hartn“ ist ein ideales Weihnachtsgeschenk für jene, die in ihrem Leben mehr Schnäpse getrunken als Bücher gelesen haben. Bekommt ihr unter: www.bucherkammer.de 
41 Minuten
„Wie hättest du dich selbst verhalten!“

Werkstatt-Gespräch über Schliebens Geschichte und Gegenwart

Wieder einmal ist der Punkt erreicht, an dem fast alles kippt: Planungen, Veranstaltungen, Treffen und Festlichkeiten platzen. Wie schon so oft in den vergangenen zwei Jahren. Der Werkstattabend Geschichte „Wie weiter nach HDL“ wurde von der BücherKammer und dem Amt Schlieben abgesagt. Sie haben gemeinsam einen Podcast aufgezeichnet, um wenigstens eine Minimalalternative zu bieten.

Verlegerin Stephanie Kammer hat mit Andreas Polz gesprochen. Er ist der Amtsdirektor des Schliebener Landes. Klar haben beide über Geschichte gesprochen. Aber die Fragen, die sich aus dem Gespräch entwickelten, passen wie die Faust aufs Auge auch auf die Gegenwart.

Zum Beispiel: Wieviel zählt ein Menschenleben? Wie fatal wirken sich Schuldzuweisungen und einfache Schwarz-weiß-Malereinen aus? Wie wichtig ist Glaubwürdigkeit früher und heute? Was sind verdauliche Vermittlungsformate um aufzuklären? Über das, was war, aber auch über das, was wir gerade erleben. Wohin können Misstrauen, Lügen, Verleumdungen und Spaltung unter den Menschen führen?

Das ist die erste Episode des neuen BücherKammer Podcasts: Werkstattgespräche 21/22. 

Wir liefern keine fertig geschliffenen Antworten, sondern persönliche Wahrnehmungen, die Denkanstöße und Diskussionen anregen.
31 Minuten
Ein Mann mit vielen Gesichtern. Gesegnet mit Geist und Schreibtalent. Er möchte vorankommen. Erfolg geht ihm über alles. Das ist die Geschichte von Schliebens einstigem Pfarrer Dr. Alexander Centgraf. Er ließ Kirchenfenster mit Hakenkreuzen in das Gotteshaus einsetzen. Er hetzte in seinen Büchern gegen Juden. Und deutete für Goebbels’ Propagandaministerium die Weissagungen des Nostradamus. Ganz im Sinne der nationalsozialistischen Kriegsziele. Menschen wie Centgraf haben zu verantworten, dass uns noch immer ein historischer Schmerz in die Glieder fährt, wenn das Dritte Reich Thema ist. Und dennoch: Ihre Fehler und Schwächen haben wir keineswegs überwunden. Unter anderen Vorzeichen verlaufen auch heute Lebenswege ganz ähnlich, wie der des einstigen Schliebener Pfarrers. 

Ein herzliches Dankeschön für die Unterstützung der Recherche für diesen Podcast gilt: 

Prof. Eric Kurlander, Regionalbischoff Matthias Sens, Pfarrer Phillip Schuppan, Jean-Louis Rey, Barbara Gloel, Ulf Lehmann und posthum dem unvergessenen Hans-Dieter Lehmann, der mehr denn je fehlt. 

Leseempfehlung: 

Eric Kurlander 

Hitler's Monsters: A Supernatural History of the Third Reich

https://books.google.de/books/about/Hitler_s_Monsters.html?id=0mMlDwAAQBAJ&redir_esc=y
19 Minuten
Wie der Herzberger Geschäftsmann Günther Haehn in die Fänge des sowjetischen Geheimdienstes geriet
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Über diesen Podcast

Während unserer Arbeit begegnen uns Menschen und Geschichten, die uns sehr berühren. Der Schauplatz ist Elbe-Elster in der Gegenwart und Vergangenheit. Der Ausgangspunkt ein Buch, eine Erinnerung oder ein gutes Gespräch. Hört, was uns hier im Süden Brandenburgs bewegt und gefangen nimmt.
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„BücherKammer Podcast “

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