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Episoden

1 Stunde 27 Minuten
Bewegung als Therapie & Prävention – warum wir Gesundheit trainieren müssen

Bewegung gilt als eine der wichtigsten Säulen für langfristige Gesundheit. Trotzdem wird sie in unserem Gesundheitssystem häufig erst dann eingesetzt, wenn bereits eine Erkrankung oder Verletzung entstanden ist.

In dieser Folge spreche ich mit Lukas Leibfried, Sport- und Gesundheitswissenschaftler und Doktorand, über die Frage, wie wir Bewegung stärker als Therapie und Präventionsmassnahme verstehen und in unseren Alltag und unser Gesundheitssystem integrieren können.

Lukas forscht im Bereich Training in der Prävention und beschäftigt sich dabei insbesondere mit der Frage, wie Menschen langfristig für Bewegung motiviert werden können. Gemeinsam mit Prof. Dr. Ingo Froböse arbeitet er beim Verein für Gesundheitssport & Sporttherapie Köln daran, Bewegung für Menschen jeden Alters zugänglich und nachhaltig in den Alltag zu integrieren.

Wir sprechen darüber, warum Bewegung überhaupt so wirksam für unsere Gesundheit ist, was den Unterschied zwischen körperlicher Aktivität, Sport und strukturiertem Training ausmacht und welche Trainingsprinzipien auch in der Therapie eine zentrale Rolle spielen.

Dabei geht es nicht nur um die physiologischen Effekte von Bewegung, sondern vor allem um eine Frage, die in der Praxis häufig viel schwieriger ist:

Wie bringen wir Menschen dazu, langfristig aktiv zu bleiben?

Wir sprechen über Motivation & Selbstwirksamkeit und die Frage, ob wir Menschen überhaupt dauerhaft „motivieren“ können – oder ob wir unsere Umwelt, Politik und Gesellschaft so verändern müssen, dass Bewegung wieder zur einfacheren Entscheidung wird.

Ausserdem diskutieren wir, wie viel Bewegung wir tatsächlich brauchen und wie Training über die gesamte Lebensspanne angepasst werden sollte.

Und wir gehen noch einen Schritt weiter:

Warum behandeln wir Bewegung gesellschaftlich nicht stärker wie eine Medizin, obwohl ihr präventives Potenzial enorm ist?

Was bedeutet das für Physiotherapeut:innen? Wo liegt die Schnittstelle zwischen Physiotherapie und Sportwissenschaft? Und wird der Physiotherapeut der Zukunft vielleicht weniger klassisch „behandeln“ und dafür stärker trainieren, coachen und Gesundheitsverhalten begleiten?

Was Prävention eigentlich bedeutet

Bewegung als „Medizin“

Warum Bewegung physiologisch so wirksam ist

Bewegung, körperliche Aktivität, Sport und Training – wo liegt der Unterschied?

Individualisierung von Training

Motivation und langfristige Adhärenz

️ Wie viel Training brauchen wir wirklich?

Training über die gesamte Lebensspanne

️ Bewegung bei chronischen Erkrankungen

Wearables, Digitalisierung und KI in der Trainingstherapie

Warum Prävention im Gesundheitssystem noch immer eine untergeordnete Rolle spielt

Die Zukunft der Physiotherapie und Trainingstherapie

️ Welche Verantwortung Politik und Gesellschaft für Prävention tragen

Gast:

Lukas Leibfried

Ph.D. cand. Sport- und Gesundheitswissenschaftler

Wenn du dich weiter mit Training, Prävention und Gesundheit beschäftigen möchtest, findest du auf dem Wissens-Blog des Forschungsinstituts für Training in der Prävention aktuelle wissenschaftliche Themen und Studien verständlich aufbereitet:

⁠Wissens-Blog – Forschungsinstitut für Training in der Prävention

Ferdinand Hardinghaus

PT, B.Sc., M.Sc. · Neuroathletik Master Practitioner

Instagram: @the.brainhealth.physio

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Universität Konstanz - Bachelorstudiengang Motorische Neurorehabilitation 

Infos unter: ⁠⁠⁠⁠⁠www.neuroreha-studieren.de⁠⁠⁠⁠⁠

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Dr. Fabian Moll – Physiotherapist, OMPT, Neuroathletik Practicioner 

Instagram: ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠@Physio.Consult⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠

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Gottfried Gutmann Akademie

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1 Stunde 7 Minuten
Füße sind das Fundament unseres Bewegungssystems– und trotzdem werden sie in der Therapie oft unterschätzt.

In dieser Episode sprechen wir mit einer Kollegin, die sich in ihrer Praxis intensiv mit Beschwerden im Bereich Fuß und Sprunggelenk beschäftigt und dafür eine eigene Fußsprechstunde aufgebaut hat.

Im Gespräch geht es um moderne Perspektiven aufFußtherapie, den Aufbau und die Koordination der Fußmuskulatur und die Frage, welche Rolle Training, Schuhe und Einlagen tatsächlich spielen.

Denn weder Einlagen noch Barfußschuhe sind pauschale Lösungen. Entscheidend ist immer der individuelle Kontext:

Wer steht vor uns?

Welche Belastungen bringt diese Person mit?

Welche Ziele verfolgt sie – im Alltag oder im Sport?

Wir sprechen unter anderem über:

die Rolle des Fußes im gesamten Bewegungssystem

Hallux valgus und andere häufige Fußbeschwerden

aktive Therapieansätze für Fuß und untereExtremität

intrinsische Fußmuskulatur und Koordination

Einlagen, Barfußschuhe und individuelleSchuhberatung

Unterschiede zwischen Trailrunner:innen undAlltagspatient:innen

Belastungssteuerung und Progression in derTherapie

Eine Folge über Füße – aber eigentlich überBewegung, Belastbarkeit und individuelle Therapie.

Gast

Jennifer Eidel, Physiotherapeutin

Spezialisiert auffunktionelle Fußtherapie und Inhaberin von ⁠Fusskraft Allgäu und dem Fusskraft Store - Schuhladen

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Ressourcen:

⁠Arbeitsgemeinschaft Gynäkologie, Geburtshilfe, Urologie, Proktologie (AG GGUP)⁠

Weiterführende Literatur:

Bø, K., & Sherburn, M. (2005). Evaluation of female pelvic-floor muscle function and strength. Physical Therapy, 85(3), 269–282.

Dos Santos, J. E. M., et al. (2024). Pelvic floor muscle training in men with post-prostatectomy urinary incontinence: A systematic review of randomized controlled trials. Neurourology and Urodynamics.

Grimes, W. R., & Stratton, M. (2023). Pelvic Floor Dysfunction. StatPearls.

Thibault-Gagnon, S., et al. (2014). Pelvic floor ultrasound imaging: Are physiotherapists interchangeable in the assessment of levator hiatal biometry? Physiotherapy Canada.

Walgren, L. A., et al. (2024). A review of the role for pelvic floor physiotherapy in postmenopausal women. Menopause Review.

Yang, J. M., et al. (2023). Effect of pelvic floor muscle training on urinary incontinence after radical prostatectomy: A systematic review and meta-analysis. American Journal of Men’s Health.
1 Stunde 16 Minuten
Frauen im Sport, Hormone und Gendermedizin – Was wir in der Therapie endlich berücksichtigen sollten | mit Jana Frangi

Sind Frauen und Männer in der Physiotherapie wirklich gleich zu behandeln?

Lange Zeit galt in der Medizin und Sportwissenschaft der männliche Körper als Standard. Heute wissen wir: Biologische Geschlechtsunterschiede beeinflussen Verletzungsrisiken, Schmerzen, Leistungsfähigkeit und möglicherweise auch den Therapieerfolg.

In dieser Episode spreche ich mit Jana Frangi, Sportphysiotherapeutin, Doktorandin an der Universität und ETH Zürich sowie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Wirbelsäulenabteilung der Schulthess Klinik. Dort forscht sie zur Rehabilitation der Wirbelsäule und der Rumpfmuskulatur.

Darüber hinaus beschäftigt sie sich intensiv mit dem Thema Gendermedizin und unterrichtet als externe Dozentin an der ZHAW und der Berner Fachhochschule zum Thema Frauen im Sport.

Gemeinsam gehen wir der Frage nach, wie groß die biologischen Unterschiede zwischen Frauen und Männern tatsächlich sind – und welche Konsequenzen diese für Training, Rehabilitation und Physiotherapie haben.

In dieser Folge erfährst du unter anderem:

Wie Jana ihren Weg in die Forschung gefunden hat.

Was Gendermedizin eigentlich bedeutet.

Warum Frauen und Männer unterschiedliche Verletzungs- und Erkrankungsrisiken haben.

Welche Rolle Hormone im Sport und in der Rehabilitation spielen.

Ob zyklusbasiertes Training wissenschaftlich sinnvoll ist.

Wie sich der Menstruationszyklus auf Training und Regeneration auswirken kann.

Ob Frauen anders auf Training oder physiotherapeutische Interventionen reagieren als Männer.

Was wir über geschlechtsspezifische Unterschiede beim Schmerzempfinden wissen.

Welche Bedeutung geschlechtssensible Kommunikation in der Therapie hat.

Welche Forschungslücken aktuell noch bestehen.

Diese Episode richtet sich an Physiotherapeut:innen, Trainer:innen, Sportwissenschaftler:innen sowie alle, die Gesundheit evidenzbasiert verstehen möchten.

Gast

Doktorandin an der Universität und ETH Zürich

Forschung an der Schulthess Klinik Zürich (Wirbelsäulenrehabilitation)

Externe Dozentin an der ZHAW und Berner Fachhochschule zu Frauen im Sport

Jana Frangi – Sensory-Motor Systems Lab | ETH Zurich

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1 Stunde 7 Minuten
Folge 116: Instabilität verstehen

Clinical Reasoning statt Schnellschüsse

Wann wird aus einem vermeintlich harmlosen Schleudertrauma ein komplexer Fall?

Und woran erkennen wir, dass hinter Nackenschmerzen möglicherweise mehr steckt als ein muskuloskelettales Problem?

In dieser Folge unseres Formats „Speziell nachgefragt“, in Kooperation mit der MSK – Muskuloskelettale Physiotherapie aus dem Thieme Verlag, sprechen wir mit Pieter Westerhuis über das physiotherapeutische Management von Instabilitäten der Halswirbelsäule.

Ausgehend von einem aktuellen Fallbericht diskutieren wir nicht nur über Diagnostik und Behandlung, sondern vor allem über das Clinical Reasoning, das hinter guten therapeutischen Entscheidungen steht.

Wir sprechen unter anderem über:

• Warum nicht jede Instabilität automatisch behandlungsbedürftig ist

• Wann ein Schleudertrauma genauer betrachtet werden sollte

• Welche Bedeutung Ligamentum alare und Ligamentum transversum in der klinischen Praxis haben

• Warum manchmal bewusst auf weitere Tests verzichtet wird

• Wie erfahrene Therapeut:innen zwischen notwendiger Diagnostik und Überdiagnostik abwägen

• Gemeinsamkeiten zwischen zervikaler und Schulterinstabilität

• Warum gutes Assessment häufig wichtiger ist als die Wahl der Technik

Diese Folge richtet sich an Physiotherapeut:innen, Manualtherapeut:innen und alle, die ihre klinische Entscheidungsfindung weiterentwickeln möchten.

Zu Gast

Pieter Westerhuis – Physiotherapeut, B.PT, PT OMTsvomp, IMTA Principal Teacher

Diese Episode vertieft die Inhalte des Fachartikels ‚Physiotherapeutisches Management bei einem Patienten mit Myelopathie Grad 1‘ von Maria Brugner-Seewald & Pieter Westerhuis, erschienen am 17.07.2026 in der MSK – Muskuloskelettale Physiotherapie bei Thieme.Hier gelangt ihr direkt zur aktuellen Ausgabe der Thieme-Zeitschrift MSK: [LINK]

Partner

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Diese Folge wird gesponsert vom Bachelorstudiengang Motorische Neurorehabilitation an der Universität Konstanz. Das berufsbegleitende Studium richtet sich an Physio- und Ergotherapeut:innen, die sich praxisnah akademisch weiterqualifizieren möchten.

Mehr Infos:

neuroreha-studieren.de

Bewerbung über ZEuS: https://zeus.uni-konstanz.de

Kontakt: neuroreha-studieren@uni-konstanz.de

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Fabians Bücher
51 Minuten
Mindfulness-Based Cognitive Therapy (MBCT) – Achtsamkeit gegen Depression?

Zu Gast: die sympathische Sanny (der Kontakt wird nur auf Anfrage herausgegeben)

Depressionen gehören weltweit zu den häufigsten psychischen Erkrankungen – und für viele Betroffene ist nicht die erste Episode das grösste Problem, sondern die hohe Rückfallrate.

Kann Achtsamkeit dabei helfen, depressive Rückfälle zu verhindern?

In dieser Episode spreche ich mit der sympathischen Sanny über Mindfulness-Based Cognitive Therapy (MBCT) – einen wissenschaftlich fundierten Therapieansatz, der Elemente der kognitiven Verhaltenstherapie mit Achtsamkeitsübungen verbindet.

Wir sprechen über die neuropsychologischen Grundlagen, die aktuelle Evidenz und darüber, warum MBCT heute als wichtiger Baustein in der Rückfallprophylaxe bei Depression gilt.

Was MBCT (Mindfulness-Based Cognitive Therapy) genau ist

Den Unterschied zwischen MBCT und MBSR (Mindfulness-Based Stress Reduction)

Warum Grübeln (Rumination) ein zentraler Faktor bei Depressionen ist

Wie Achtsamkeit die emotionale Regulation beeinflussen kann

Die wissenschaftliche Evidenz zu MBCT bei rezidivierender Depression

Welche Patient:innen besonders von MBCT profitieren

Die Rolle von Selbstmitgefühl und Akzeptanz im Heilungsprozess

Grenzen und Limitationen der aktuellen Studienlage

Wie Therapeut:innen Elemente der Achtsamkeit in ihren Alltag integrieren können

Depressionen betreffen Millionen Menschen weltweit und gehören zu den häufigsten Ursachen für Einschränkungen der Lebensqualität. Besonders herausfordernd ist die hohe Rückfallrate nach überstandenen Episoden.

MBCT zählt heute zu den am besten untersuchten achtsamkeitsbasierten Therapieformen und wird in internationalen Leitlinien zur Rückfallprophylaxe empfohlen. Die Kombination aus Achtsamkeit und kognitiver Verhaltenstherapie hilft vielen Betroffenen, belastende Gedankenmuster frühzeitig zu erkennen, Grübeln zu reduzieren und einen gesünderen Umgang mit schwierigen Emotionen zu entwickeln.

Partner:

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Podcast: Physio.Podcast

Meditationen für Nervensystem, Schlaf, Stress und Schmerzen:

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Über diesen Podcast

Fabian Moll und Ferdinand Hardinghaus geben euch Input für und aus der Physiotherapie-Welt. Sie nehmen euch mit hinter die Kulissen und diskutieren eure Fragen. Sie tauchen ein in die Themen Bewegung, Therapie und persönliche Entwicklung. Geht euch zurück, schnappt euch eine Tasse Tee und viel Spaß beim reinhören. Euer BB Team. www.physiotherapie-podcast.de
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