Feminismus für alle. Der Lila Podcast.

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Sprechen Sie Feminismus? - Wir schon!
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Episoden

Wir waren immer schon da – Migrantischer Feminismus in Deutschland
16.04.2026
1 Stunde 10 Minuten
Die 1980er und 90er Jahre waren eine laute Zeit. Migrantische Frauen haben sich selbst organisiert, Frauenvereine gegründet, Beratungsstellen aufgebaut, für Gesetze gekämpft – und trotzdem tauchen sie in der offiziellen feministischen Geschichtsschreibung kaum auf. Warum?


Ihr habt Özge in der Folge mit ihrer Mutter und Oma gefeedbackt, dass ihr mehr über migrantischen Feminismus erfahren wollt. Also hat Özge sich auf die Spuren des migrantischen Feminismus in Deutschland gemacht und mit den beiden Autorinnen des Buches „Migrantischer Feminismus – in der Frauen:Bewegung in Deutschland (1985-2000)“ gesprochen. Die Soziologinnen Encarnación Gutiérrez Rodríguez und Pinar Tuzcu haben in diesem Buch die feministische Geschichte aus der Perspektive von politisch selbstorganisierten, migrantischen Frauen in Deutschland aufgeschrieben. Dafür haben sie mit Zeitzeuginnen gesprochen und Archivmaterial gesichtet.


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Links und Hintergründe


Buch: „Migrantischer Feminismus – in der Frauen:Bewegung in Deutschland (1985-2000)“ von Pinar Tuzcu und Encarnación Gutiérrez Rodríguez Podcast „Lose Fäden“: Ein Mixtape post*migrantischer Geschichte(n) der 90er. Folge 2: „Intersektionale feministische Bündnisse“ FeMigra Reloaded. Migrantischer Feminismus und Bündnispolitik* DLF Kultur: Der Kampf migrantischer Frauen um Gleichberechtigung


Weitere Lila Folgen zum Thema


Weiblich, migrantisch, feministisch: Mama, Oma und ich über das Leben als türkische Frau Rassismus in der Arztpraxis: Warum nicht-weiße Frauen seltener zur Brustkrebsvorsorge gehen Zwischen Dankbarkeit und Verantwortung – Was schulden wir unseren Eltern?

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Angriffe auf Rojava und den Iran: Warum Jin, Jiyan, Azadî noch immer gilt
02.04.2026
52 Minuten
In dieser Lila-Podcast Folge spricht Minusch mit der kurdischen Aktivistin Schilan Kurdpoor über die aktuelle Lage in Rojava – einem bis vor kurzem noch selbstverwalteten Gebiet in Nordsyrien. Rojava galt lange weltweit als ein feministische Utopie, als ein Ort, an dem Kurd*innen selbstbestimmt leben konnte. Aber Rojava liegt in Syrien. Und seit im Dezember 2024 der Diktator Baschar al-Assad gestürzt wurde, ist die politische Lage im Land unübersichtlich – und für die Kurd*innen gefährlich. Zusätzlich griffen die USA und Israel Ende Februar 2026 den Iran an. Auch dort gibt es eine große kurdische Community, die unter dem Krieg leidet. 


Schilan Kurdpoor erklärt, wie die Situation der Kurd*innen in Rojava und dem Iran aktuell ist und welche Rolle die deutsche Regierung unter Kanzler Merz dabei spielen. Außerdem spricht sie über die lebenswichtige Bedeutung des Ortes Kurdistan, über feministische Utopien und den Traum von einer internationalen, gelebten Schwesternschaft.


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Schilan Kurdpoor DIE ZEIT: „Syrische Zentralregierung schließt Abkommen mit SDF-Separatisten“ DIE ZEIT: Was jetzt? „Die letzten Tage Rojavas? Was das Abkommen für die Kurden bedeutet“ WDR5: „Die Frauen von Rojava“ DIE ZEIT: Solidarität von Kurdinnen: „Der Hass und die Haare“ Tagesschau: Kurdische Kämpferinnen in Nordsyrien Kultur der Demütigung“: Empörung über Gewaltbilder aus Syrien“


Weitere Lila Folgen zum Thema


Jin, Jiyan, Azadî – Warum die Geschichte der Kurd*innen das feministische Völkerrechts-Thema der Stunde ist Trauma, Gerechtigkeit und Geschlecht – Sexualisierte Kriegsgewalt ist politisch „Frauen und Revolution“ – Über Freiheitsrechte und Gender Apartheid mit Shila Behjat

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Bitch Hunt: Frauenhass, Tech-Faschismus und der Spaß an Grausamkeit - mit Veronika Kracher
19.03.2026
54 Minuten
Katrin spricht mit der Autorin, Journalistin und politischen Bildnerin Veronika Kracher über ihr Buch „Bitch Hunt – Warum wir es lieben, Frauen zu hassen“ und darüber, wie Misogynie unsere Gesellschaft strukturiert. Veronika erklärt, warum sie Misogynie – in Anlehnung an Kate Manne – als korrektive Gewalt des Patriarchats versteht, was „aggrieved entitlement“ bedeutet und wie sich Frauenhass mit Antisemitismus, Rassismus, Queer- und Transfeindlichkeit verschränkt.


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"Der Abgrund schaut zurück"

Veronika schildert ihre eigene Arbeit in rechten Online-Räumen, spricht über die psychischen Kosten dieser Recherchen und darüber, welche Coping-Strategien ihr geholfen haben, Abstand zu Gewaltbildern, Rechtsterrorismus und Incel-Foren zu gewinnen. Wir sprechen über Tech-Bros, Dark Enlightenment, die Ideologie eines „Tech-Faschismus“, der Frauenrechte, Gewerkschaften und demokratische Kontrolle als Hindernis betrachtet – und darüber, wie sich rechte Kulturkämpfe in die Mitte der Gesellschaft fressen.


An konkreten Beispielen wie Deepfake-Pornografie, den Hasskampagnen gegen Amber Heard, der Verhinderung von Frauke Brosius-Gersdorf als Verfassungsrichterin und Angriffen auf trans und queere Personen zeigt Veronika, wie orchestrierte Shitstorms funktionieren („flooding the zone with shit“) und warum Social-Media-Plattformen von Empörung, Demütigung und patriarchalem Bonding leben. Außerdem geht es um linke Online-Bubbles: Warum auch dort Misogynie wirkt, wie der Wunsch nach moralischer Überlegenheit solidarische Organisierung ersetzt und weshalb Veronika für mehr „reparatives“ statt „paranoides“ Lesen plädiert. Links und Hintergründe

Veronika Kracher: https://kracher.press/ Bitch Hunt: Warum wir es lieben, Frauen zu hassen: https://www.verbrecherverlag.de/shop/bitch-hunt-warum-wir-es-lieben-frauen-zu-hassen/ Kate Manne: Down Girl - Die Logik der Misogynie: https://www.suhrkamp.de/buch/kate-manne-down-girl-t-9783518299197 Kate Manne: Größe zeigen - Wie wir Fettfeindlichkeit bekämpfen können https://www.suhrkamp.de/buch/kate-manne-groesse-zeigen-t-9783518588383 Guardian: Grok AI generated about 3m sexualised images in 11 days, study finds https://www.theguardian.com/technology/2026/jan/22/grok-ai-generated-millions-sexualised-images-in-month-research-says Wikipedia: Curtis Yarvin https://de.wikipedia.org/wiki/Curtis_Yarvin  News Statesman: https://www.newstatesman.com/ideas/2023/11/javier-milei-argentina-president-monster-mainstream  BBC: https://www.bbc.com/news/world-us-canada-61649522 Lila Podcast: https://lila-podcast.de/flood-the-zone-with-shit-wie-die-religioese-rechte-in-den-usa-versucht-die-demokratie-zu-unterwandern-mit-annika-brockschmidt/ Wikipedia: https://en.wikipedia.org/wiki/Flood_the_zone Substack: Thalia Bhatt https://taliabhattwrites.substack.com/  taz: Simone Dede Ayivi https://taz.de/Aktivismus-und-Kritik/!6160131/ Reparative und Paranoid Reading: https://read.dukeupress.edu/books/book/636/chapter/128566/Paranoid-Reading-and-Reparative-Reading-or-You-re Zeyneb Tufekci: https://www.twitterandteargas.org/ 


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Gisèle Pelicot: „Man muss sich erlauben, glücklich zu sein“
05.03.2026
42 Minuten
2024 wurde Gisèle Pelicot international bekannt, als sie sich dafür entschied, den Prozess gegen ihren Mann und 50 weitere Täter der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Fast zehn Jahre lang hatte ihr Exmann sie betäubte, vergewaltigte und anderen Männern zur Vergewaltigung anbot. Alle 51 wurden verurteilt, Gisèle wurde weltweit zur feministischen Ikone.


Am 24. Februar hat sie „Eine Hymne auf das Leben“ in Hamburg vorgestellt. Moderiert wurde der Abend von FAZ-Journalistin Sandra Kegel. Die Schauspielerin Maria Furtwängler hat Stellen aus dem Buch vorgelesen. Katharina war für den Lila Podcast vor Ort und hat mit den Menschen im Publikum darüber gesprochen, welche Bedeutung Gisèle Pelicot für sie hat. Außerdem hat sie sich gefragt, woher Gisèle die Kraft und Resilienz genommen hat, um heute sagen zu können: „Ich bin geheilt“ und sucht in „Eine Hymne auf das Leben“ nach Antworten. 


Bist du selbst Opfer sexualisierter Gewalt geworden? Hier findest du Hilfe


Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch Gewaltschuztambulanz Berlin LARA: Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt an Frauen*, trans*, inter* und nicht-binären Personen





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Gisèle Pelicot: Eine Hymne auf das Leben Manon Garcia: Mit Männern leben. Überlegungen zum Pelicot-Prozess Caroline Darian: Und ich werde dich nie wieder Papa nennen Thalia: Gisèle Pelicot: Stimmen gegen das Schweigen The New Yorker: The Trial of Gisèle Pelicot’s Rapists United France and Fractured Her Family Tagesschau: "Jetzt haben wir Gisèle Pelicots Perspektive und ihre Stimme"  ZEIT: "Es wäre für mich der Abstieg in die Hölle, für uns alle"  Was jetzt Spezial: Gisèle Pelicot: "Man kann das Leben ja nicht wiederholen" DER SPIEGEL Podcasts: Gisèle Pelicot im SPIEGEL-Interview: Gegen die Ohnmacht  FAZ: Wie aus schwerem Missbrauch ein „hässlicher Familienstreit“ wird ZEIT: Was es heißt, Tochter eines Vergewaltigers zu sein Telegraph: Gisèle Pelicot’s daughter: I don’t speak to my mother. She won’t believe I was a victim of my father LeSuBiA-Studie  Bundeszentrale politische Bildung: Sexualkriminalität Tagesschau: Frankreich stellt Sex ohne Einwilligung unter Strafe Gilda con Arne – Der Politikpodcast: Epstein-Files





Weitere Lila Folgen zum Thema


Wie noch mit Männern leben? Gedanken zum Pelicot-Prozess – mit Manon Garcia und Christina Clemm Wenn Zuhause nicht sicher ist – Was tun bei häuslicher Gewalt? Endjahressendung: Merz‘ Stadtbild, Hebammen, Gewaltprävention, „Ja heißt ja“, anti-trans-Kampagnen und Alternativen zu Harry Potter

Transkript

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Genug ist genug! Wenn Frauen streiken
19.02.2026
1 Stunde 20 Minuten
In dieser Folge sprechen Laura und Lena über feministische Proteste. Was passiert, wenn Frauen kollektiv die Arbeit niederlegen? So ein Szenario malt die Autorin Mareike Fallwickl in ihrem Roman „Und alle so still“. Und es könnte bald Wirklichkeit werden: Am 9. März soll es einen globalen Frauenstreik geben, zu dem die Initiative Enough! aufgerufen hat.


Zu Gast ist Carola Lehmann. Sie erklärt, warum der Streik gerade jetzt so wichtig ist, wie feministische Kämpfe zusammenhängen und wie jede*r von uns Teil davon werden kann.Unterstützung bekommt sie von Bernadette La Hengst, Musikerin und ebenfalls bei Enough aktiv. Sie erzählt, wie Musik und politische Aktion zusammenfinden und warum wir am 9. März alle gemeinsam singen sollten.


Außerdem hört ihr Auszüge aus dem Roman „Und alle so still“. Darin entwirft Marieke Fallwickl ein kraftvolles Gedankenexperiment: Was passiert, wenn Frauen sich plötzlich verweigern? Wenn sie ihre Lohn- und Care-Arbeit niederlegen und die Systeme ins Wanken geraten? Ähnliches ist 1975 tatsächlich in Island passiert. Wir reisen zurück zu diesem historischen Streik, der die Politik des Landes bis heute prägt.


Also: Hört rein – und markiert euch den 9. März 2026 schon mal im Kalender. Wenn ihr schon mal den Text der Protesthymne üben wollt, findet ihr den Liedtext auf unserer Website, genauso wie ein Transkript zur Sendung.


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Enough! Link zum Trailer von Enough Bernadette la Hengst „Und alle so still“, Hörbuch von Mareike Fallwickl Studie zur Aussage „Mit 3,5 Prozent der Bevölkerung gelingt die Revolution“ Lied „Der Vergewaltiger bist du“ Podcast „Geschichte wird gemacht“ „Island: Ein Tag ohne Frauen“ aktuell bis zum 23.10.26 verfügbar in der ARD-Mediathek Podcast „Mythos Hexenverfolgung? Was die Forschung wirklich sagt“ „Die Erschöpfung der Frauen“ von Franziska Schutzbach





Weitere Lila Folgen zum Thema


Was wir von den feministischen Bewegungen in Lateinamerika lernen können Streik! Wieso der 8. März wieder zum Kampftag werden muss


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Über diesen Podcast

Beim Lila Podcast bekommt ihr Feminismus für alle. Wir stehen für eine inklusive, niedrigschwellige, unaufgeregte und trotzdem kritische Auseinandersetzung mit den Herausforderungen im Patriarchat. Gemeinsam lernen wir, Stereotype, Ungleichheiten, Diskriminierung und Gewaltstrukturen zu erkennen und: wie man sie überwinden kann. Katrin, Laura, Lena, Minusch und Özge betrachten gesellschaftliche Debatten, alltägliche Phänomene und Ereignisse auf der ganzen Welt durch die feministische Brille. Eine neue Folge gibt es alle 14 Tage. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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