Die Natur und die Stadt Archiv
109 Episoden
28 Minuten
In diesem Gespräch mit Roland Goetschi geht es um die Bedeutung von Natur in der Stadt, auch um jene, die sie für ihn hat, von Biodiversität, Klimawandel und lokale Initiativen. Ich habe gefragt: Was erwartest Du eigentlich von der Natur in Deiner Stadt? Er teilt seine Erfahrungen aus Grenchen, seine Naturgartenarbeit mit seiner Familie und seine politischen Ansätzen für mehr Grünflächen. Als Gemeinderatsmitglied kennt er sich aus mit Initiativen der Stadt wie die Sensibilisierung der BewohnerInnen für Neophythen oder dem Verbot des Neubaus von sogenannten Schottergärten. Über den Garten der Familie sagt er: „Unser Garten ist wie ein Zimmer mehr.“ Und von Grenchen erzählt er, dass „Grenchen. die Industriestadt im Grünen“ nicht immer auf direktestem Weg zu einer grüneren Stadt ist.
37 Minuten
Naturbasierte Lösungen sind in aller Munde. Die EU hat Milliarden in die Forschung gesteckt, Städte weltweit lancieren grosse Baumpflanzaktionen – jüngstes Beispiel Berlin mit seinem ambitionierten Programm. Bäume sollen uns kühlen, Böden das Wasser speichern, Grünflächen die Gesundheit fördern. Die Natur als Multitalent, als Retterin in der Not. - Aber kann sie das wirklich leisten? Oder überfordern wir sie mit unseren Erwartungen – gerade jetzt, wo der Klimawandel schneller voranschreitet als ein Baum wachsen kann? Und was bedeutet es, wenn wir die Natur vor allem danach bewerten, was sie für uns tut? Ist dieser Trend auch in der Schweiz angekommen? Die zwei ExpertInnen sprechen in dieser Episode vor allem über das Pflanzen von Bäumen, im öffentlichen Raum wie in den Vorgärten der Stadthäuser – und warum das trotz aller berechtigten Zweifel dennoch wichtig ist.
2 Minuten
Wie können Schweizer Städte von internationalen Vorreitern lernen? In dieser Staffel übersetze ich die Expertise aus meinem Sachbuch «Grüne Städte – Wo die Transformation bereits gelingt» in konkrete Impulse für die lokale Umsetzung. Das Buch porträtiert 13 internationale grüne Best-Practice-Beispiele – inklusive Basel. Auf diesem Hintergrund diskutiere ich in dreizehn Video- und Audio-Episoden mit führenden Schweizer Expert:innen über aktuelle Herausforderungen und innovative naturbasierte Lösungsansätze. Wie gelingt der Wandel zu grünen, widerstandsfähigen, lebenswerten und zukunftsorientierten Städten? Ein besonderer Fokus liegt auf der Region Basel als Extremlabor für nachhaltige Stadtentwicklung: Die Flächenbegrenzung und Dichte zwingen Basel zu Lösungen, die wegweisend sein können. Doch auch andere Schweizer Städte gehen innovative Wege – exemplarische Beispiele aus der ganzen Schweiz finden ihren Platz in den einzelnen Episoden. Diese Staffel startet mit einer hybriden Buchvernissage plus Quartierrundgang in Basel und kulminiert in einem interaktiven Live-Stream-Event, bei dem sich das Publikum mit Fragen beteiligen kann. Anders als in den bisherigen Staffeln geht es diesmal mehr um Überblick: Wo sind wir schon Spitze – und wo haben wir Nachholbedarf?
43 Minuten
Ein kalter, aber trockener Januarnachmittag mit FreundInnen und FachkollegInnen, die mich auf einem Rundgang durch vier Stationen begleiteten. Anlass dafür war die Vernissage meines Buches "Grüne Städte – Wo die Transformation bereits gelingt" statt – nicht in einem Saal, sondern draussen, mitten im grünen Basel.Fast zufällig ergab sich ein roter Faden durch die Stationen, ein gemeinsames Thema: Der Dialog von Stadtnatur und Architektur, einer der immer wieder gelungen ist. Hier die Stationen: Der Kannenfeldpark – Basels grösste Grünanlage, einst Friedhof, heute Klimainstrument und Arboretum mit fast 800 Bäumen aus 190 Arten. Er ist sowohl ein Klimainstrument wie ein sozialer Park für alle. Das Westfeld: Ein Quartier im Wandel auf dem ehemaligen Felix-Platter-Areal, das soziale Resilienz durch neue Wohnformen unterstützt. Die UPK: Die ehemalige "Friedmatt", gegründet 1886 hat auf 14 Hektaren das Konzept umgesetzt: Der Heilraum ist der Park, nicht das Gebäude. Und die REHAB Basel – Der Bau von Herzog & de Meuron (2002) dreht das Prinzip um: Hier wird die Natur ins Gebäude geholt, bis ans Patientenbett. Moderne Care-Architektur, die zeigt, wie Heilung durch Integration funktionieren kann.
35 Minuten
Mehlschwalben sind Frühlingsboten. Jedes Jahr fliegen diese Zugvögel die weite Strecke aus Afrika zurück zu uns – im Fall dieser Episode nach Höngg bei Zürich. Dort findet die grösste Population der Stadt ihre alten Nistplätze vor und bezieht sie unter freudigem Gezwitscher. Früher galten sie als Glücksbringer: Wo Schwalben nisten, ist das Glück zu Hause. Doch die Realität ist ernüchternd: Die Mehlschwalbe steht mittlerweile auf der Roten Liste. In unserer asphaltierten Welt fehlt den Baumeisterinnen der Mörtel für den Nestbau und das Insektensterben entzieht ihnen die Nahrungsgrundlage. Hinzu kommt, dass die Verschmutzung von Fassaden oft zu Konflikten mit HauseigentümerInnen führt. - Diesen Herausforderungen trotzt Verena Steinmann vom Natur- und Vogelschutzverein Höngg (NVV). Seit Jahren engagiert sie sich ehrenamtlich für den Schutz dieser Vögel: Sie berät HauseigentümerInnen, bringt künstliche Nisthilfen an und sorgt mit Kotbrettern für saubere Lösungen. Eine Folge über praktischen Naturschutz mitten im Siedlungsgebiet, die zeigt, wie Mensch und Vogel im Einklang leben können.
33 Minuten
Lichtverschmutzung ist laut BAFU in der Schweiz eine wachsende Herausforderung: Innert nur 25 Jahren haben sich die Lichtemissionen fast verdoppelt. Unsere Städte erhellen die Nacht oft weit über das nötige Mass hinaus – mit fatalen Folgen für die Biodiversität, die Flora und Fauna sowie unsere eigene Gesundheit. In dieser Folge erfahren wir vom Forscher Nitin Bathla (Universität Zürich), warum nächtliche Beleuchtung nicht nur ein technisches oder ökologisches Problem ist, sondern eine zutiefst soziale Dimension hat. Im Forschungsprojekt „Spotlight“ nähert er sich und seine KollegInnen der Nacht aus einer transdisziplinären Perspektive. - Dabei ist Zürich eigentlich eine Pionierin: Mit dem bereits vor über 20 Jahren lancierten Plan Lumière versucht die Stadt, das nächtliche Licht strategisch zu steuern. Das Ziel ist eine Balance zwischen funktionaler Sicherheit, Ästhetik und dem Schutz der Dunkelheit. Ich besuche mit Nitin Bathla zwei markante Un-Orte des postindustriellen Zürichs: den Bahnhof Hardbrücke und den Turbinenplatz. Wir besprechen, warum manche Orte trotz Flutlicht „unbehaglich“ wirken, wie eine gerechtere Beleuchtung der Zukunft aussehen könnte und wir hören ein mutmachendes Beispiel über die Förderung von Leuchtkäfern.
36 Minuten
Das "Insektensterben" geistert seit Jahren durch die Medien. Doch wo stehen wir heute, im Jahr 2025, wirklich? - Ich spreche mit dem Entomologen Roman Graf über Realität oder Hype. Er bestätigt, dass viele Anzeichen auf ein anhaltendes Insektensterben hindeuten. Zwar ist die Landwirtschaft aufgrund intensiver Nutzungsmethoden in der Verantwortung, doch auch wir Konsument:innen tragen Mitschuld durch den Kauf von Billigst-Lebensmitteln. Auf der Luzerner Allmend begeben wir uns mit Roman Graf auf die Suche nach Lebensräumen, die Hoffnung wecken. Denn: Stark durchgrünte Quartiere, naturnahe Gärten und Parks bieten Insekten überraschenden Artenreichtum, während versiegelte Innenstädte Insektenwüsten bleiben. Wir sprechen über die Fragen: Wie können wir als Stadtbewohner:innen aktiv werden, um diese wertvollen Lebewesen, zu unterstützen? - Hören Sie rein in diese Episode, um zu erfahren, was jeder Einzelne gegen das Sterben der Insekten und für diese stillen Helfer tun kann.
35 Minuten
Co-Initiant Tomi Streiff über das "Central dos Cogumelos" in Rio de Janeiro und die Intelligenz des Myzels
Pilze sind unsere unerwarteten Helden im Kampf gegen die Klimakrise! Sie sind nicht nur das intelligente, vernetzte Reich unter unseren Füssen, sondern bieten auch innovative Lösungen: Sie können u.a. ölbasierte Materialien wie Styropor ersetzen und damit aktiv beim Klimawandel helfen. - Dabei sind Pilze weder Pflanze noch Tier, sondern eine eigene Kategorie des Lebens, über die wir noch viel zu wenig wissen. Meine Faszination ist gross – vielleicht weil sie eine ursprüngliche Form der Vernetzung und Intelligenz repräsentieren, die wir als Menschen neu entdecken und kultivieren müssten. Ob als Nahrung, Medizin oder bei der Heilung psychischer Krankheiten, Pilze berühren zentrale Bedürfnisse der Menschheit. Ist es Zufall, dass gerade jetzt in Rio de Janeiro das erste Pilzmuseum entsteht, das "Central dos Cogumelos"? Ausserdem ist Brasilien ein Land mit einer kulturell verwurzelten Pilzkultur. - Zu Gast ist für einmal mein alter Freund Tomi Streiff, der Filmemacher und Co-Initiant dieses einzigartigen Projekts im alten Hafenviertel von Rio. Tomi, ursprünglich aus Basel, lebt mittlerweile mit seiner Frau und Mit-Initiantin Jane in der brasilianischen Metropole. In dieser Folge sprechen wir darüber, warum die Pilzkultur in Brasilien eine besondere Rolle spielt und warum es heute dringender denn je ein Pilzmuseum braucht, um das Potenzial des Pilzreichs sichtbar zu machen.
Shownotes:
Weiterführende Links: Central dos Cogumelos: Lange Präsentation
Buch-Tipp: "Entangled Life (The Illustrated Edition)" auf Englisch kaufen
Buch-Tipp: Finding the Mother Tree Eigene Blog-Beträge zu Pilzen
Die Intelligenz der Wälder: Die Intelligenz der Wälder und
Pilze in der Stadt: Pilze in der Stadt
Hinweise in eigener Sache:
Mein Buch ist ab Dezember entweder bei mir erhältlich oder ab Mitte Januar 2026 im Buchhandel
Webseite: Home - Nature and the city
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Facebook: https://www.facebook.com/claudia.acklin.2/
YouTube:@NTC-Natureandthecity
Die Staffel 3 dieses Podcast wird durch meine Eigenleistungen finanziert.
Pilze sind unsere unerwarteten Helden im Kampf gegen die Klimakrise! Sie sind nicht nur das intelligente, vernetzte Reich unter unseren Füssen, sondern bieten auch innovative Lösungen: Sie können u.a. ölbasierte Materialien wie Styropor ersetzen und damit aktiv beim Klimawandel helfen. - Dabei sind Pilze weder Pflanze noch Tier, sondern eine eigene Kategorie des Lebens, über die wir noch viel zu wenig wissen. Meine Faszination ist gross – vielleicht weil sie eine ursprüngliche Form der Vernetzung und Intelligenz repräsentieren, die wir als Menschen neu entdecken und kultivieren müssten. Ob als Nahrung, Medizin oder bei der Heilung psychischer Krankheiten, Pilze berühren zentrale Bedürfnisse der Menschheit. Ist es Zufall, dass gerade jetzt in Rio de Janeiro das erste Pilzmuseum entsteht, das "Central dos Cogumelos"? Ausserdem ist Brasilien ein Land mit einer kulturell verwurzelten Pilzkultur. - Zu Gast ist für einmal mein alter Freund Tomi Streiff, der Filmemacher und Co-Initiant dieses einzigartigen Projekts im alten Hafenviertel von Rio. Tomi, ursprünglich aus Basel, lebt mittlerweile mit seiner Frau und Mit-Initiantin Jane in der brasilianischen Metropole. In dieser Folge sprechen wir darüber, warum die Pilzkultur in Brasilien eine besondere Rolle spielt und warum es heute dringender denn je ein Pilzmuseum braucht, um das Potenzial des Pilzreichs sichtbar zu machen.
Shownotes:
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Die Intelligenz der Wälder: Die Intelligenz der Wälder und
Pilze in der Stadt: Pilze in der Stadt
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36 Minuten
Schweizer Wohngenossenschaften wie die Geho in Zürich bieten einen einzigartigen "dritten Weg" des Wohnens: Mieten auf reiner Kostenbasis, ganz ohne Gewinnstreben. Doch Genossenschaften können noch mehr – sie können zu Orten für die Artenvielfalt in der Stadt werden. - In dieser Episode besuche ich den Hofgarten an der Hofwiesenstrasse in Zürich, der Nachhaltigkeit und biodiverse Gartenbewirtschaftung fest in den Statuten verankert hat. Hier haben sich Mieter:innen und Management in einem iterativen Prozess auf einen gemeinsamen Weg geeinigt. Ich spreche mit dem Gärtner Simon Reimann, der das Areal Stück für Stück in eine lebendige, naturnahe Landschaft verwandelt. Doch dieser Wandel ist nicht immer einfach: Wo Asthaufen als wertvolle Biotope entstehen, stösst das auch mal auf Kritik. Der Co-Geschäftsführer Boris Deister berichtet, wie wichtig Kommunikation in diesem Prozess ist und wie der Hofgarten heute als erfolgreiches Beispiel für nachhaltiges Zusammenleben in einer sonst auf Rendite getrimmten Stadt genossen wird. Höre, wie das grosse Potenzial von Wohngenossenschaften genutzt werden kann, um überall in der Schweiz die Artenvielfalt zu fördern und Wohnraum zukunftsfähig zu gestalten.
37 Minuten
Dürfen wir einen Baum in einen Topf setzen und auf einen öffentlichen Platz stellen? Für viele Naturliebhaber:innen mag das fast eine Gewissensfrage sein. Schliesslich sind Bäume unsere wunderbaren Nachbarn in Parks und Wäldern. Doch in Zeiten des Klimawandels und steigender Temperaturen werden Bäume plötzlich zur lebenswichtigen "grünen Infrastruktur". Weltweit setzen Städte wie Paris, Singapur oder Melbourne auf den Kühleffekt und Schatten von Bäumen – besonders dort, wo sie am dringendsten gebraucht werden: in engen Strassen oder bei Schulen, wo sich sogenannt vulnerable Gruppen aufhalten. - Oft sehen die Bäume in Holzcontainern in unseren Städten aber traurig aus. Muss man also nicht einfach den Asphalt aufreissen und die Bäume im Boden pflanzen? In dieser Episode spreche ich mit dem passionierten Baumschulisten Sebastian Mühlemann. Er hat eine differenzierte Antwort auf die Frage, was man einem Baum zumuten darf. Sebastian Mühlenmann stellt das innovative System "Mobile Green" vor, das die Bauer Baumschulen in Zusammenarbeit mit zwei Fachhochschulen entwickelt hat. Ein Produkt, das zeigt, dass die grüne Branche nach zukunftsweisenden Lösungen für unsere Städte sucht. - Lassen Sie sich überraschen, wie viel es über Bäume im Topf wissen gibt!
35 Minuten
Wenn die Temperaturen klettern, geraten unsere Städte unter Druck. Es war 33 Grad heiss, als wir uns für diese Episode von "Die Natur und die Stadt" im Limmattal trafen. Doch statt über das Problem zu klagen, haben wir uns ein zukunftsweisendes Demonstrationsprojekt angeschaut: die hängenden Gärten von Dietikon. An einem Veloparkhaus direkt beim Bahnhof wurde ein einzigartiges Experiment gestartet. Das Ziel: die Öffentlichkeit, aber auch Immobilieninvestoren und Behörden zu überzeugen, dass Vertikalbegrünung die Zukunft unserer Städte mit-gestaltet. Gemeinsam mit Partnern wie der Stadt Dietikon oder der ZHAW hat der Clean Tech Hub unter der Leitung von Alexander Carisch dieses Projekt ins Leben gerufen. Dabei werden drei verschiedene Begrünungssysteme der drei Firmen Gabs, Wildwall und Skygardens auf ihre Effektivität getestet. Das letztgenannte System stammt von Fabian Meiers Firma, die einen natürlichen und "wilden" Ansatz verfolgt hat. Seine Fassadenbegrünung setzt nicht nur auf Ästhetik, sondern auch auf Nutzen: Hier wachsen sogar essbare Pflanzen wie Erdbeeren. Wie mein Interviewgast Adrian Burri von der ZHAW erklärt, geht es in den Diskussionen heute kaum noch um das Ob der Stadtbegrünung. Die grosse Frage ist nun das Wie. - Diese Episode erzählt davon, wie dieses Projekt den Weg von der Idee zur Realität ebnen will.
35 Minuten
Warum blicken wir neidisch nach Kopenhagen oder Paris, wo die Verkehrswende scheinbar schneller voranschreitet? Auch die Schweiz macht Fortschritte, wenn auch langsamer. Ein positives Beispiel ist der neue Velotunnel unter dem Zürcher Hauptbahnhof, für dessen Fahrradnutzung sich Pro Velo Zürich 14 Jahre lang erfolgreich eingesetzt hat. Demnächst wird es in Zürich und Basel auch sogenannte Vorzugsrouten geben, die 2.5 Meter breit sind! - Doch wie gut sind die bereits existierenden Fahrradwege? Roger Fischer, Initiant der VelObserver App, hat Erstaunliches zu berichten: Behörden haben oft kaum Wissen über die Bedürfnisse von Velofahrer:innen. Wie können sie da velogerecht planen ;). Mit der VelObserver App können Nutzende die Qualität der Velowege bewerten. Die so gesammelten Daten will Fischer den Verkehrsplaner:innen zur Verfügung stellen – eine Chance, die Radverkehrsplanung in Zürich und anderen Städten zu verbessern. Und so nebenher hoffentlich auch zur Begrünung der Strassen beitragen.
34 Minuten
Wer hat nicht schon geschmunzelt, wenn er oder sie im Park einem geschäftigen Eichhörnchen begegnet ist, das in akrobatischer Manier Bäume hochklettert oder über Äste springt, die nach unserer Einschätzung eigentlich nicht halten können? Der Basler Kannenfeldpark ist eine solche Beobachtungsstation, da die Dichte an diesen Nagern dort sehr hoch ist. Wir erfreuen uns an ihrem Wildtierleben in der Stadt, doch wissen oft nicht, dass der Grossteil der Eichhörnchen nicht älter wird als ein Jahr, obwohl sie in menschlicher „Obhut“ locker 10-12 Jahre leben könnten. Die Risiken und Feinde dieses Wildtiers sind mannigfaltig und bilden einen starken Kontrast zum "Jöö", mit dem wir ihre Akrobatik gerne kommentieren. - In dieser Episode spreche ich mit Nicole Schnyder, deren Faszination für Eichhörnchen auf ihrem Balkon begann und sie dazu bewog, aktiv zu werden. Sie arbeitet mit der Eichhörnchen-Auffangstation in Freiburg im Breisgau zusammen und hat eine Auswilderungsvoliere in der Nähe von Basel auf deutschem Boden. Lass dich überraschen, wie viel mehr es über die Eichhörnchen zu entdecken gibt, denen wir im Alltag begegnen, ohne uns viele Gedanken zu machen.
30 Minuten
Es ist allgemein bekannt, dass Gärtnern Entspannung und Wohlbefinden fördert. Viele Stadtbewohner*innen weltweit gärtnern aus unterschiedlichen Gründen: zur Selbstversorgung, zur Gestaltung schöner Umgebungen oder zur Förderung der Biodiversität. Doch Gärten können noch mehr: Sie beeinflussen Heilungsprozesse positiv – ob bei der Genesung nach Unfällen oder Krankheiten, bei beginnender Demenz oder in psychiatrischen Einrichtungen. Ich habe in meinen Recherchen für mein Buch über Grüne Städte entdeckt, dass etwa Singapur ein Netz von Therapiegärten oft in Spitalnähe errichtet hat und in ihnen eine Vielfalt von Aktivitäten anbietet. Es gibt auch in der Schweiz viele „Best Practices“ wie etwa in den psychiatrischen Kliniken von Basel oder in Königsfelden oder in der 4. Saison auch das Paraplegie-Zentrum in Nottwil. Der ganz grosse Durchbruch ist im Schweizer Gesundheitswesen jedoch noch nicht gelungen. Darum hier diese Episode mit dem Gespräch mit Grischa Rittinghaus-Seidt und einem Vorstandsmitglied der Schweizerischen Gesellschaft Gartentherapie und Gartenagogik (SGGTA), mit Anne Gernhardt. Zu Gast waren wir im Therapiegarten des Paraplegiker-Zentrums in Nottwil, wo wir durch eine Ergotherapeutin begrüsst wurden.
36 Minuten
An einem regenfreien Morgen im Mai stehe ich mit meinen zwei Interviewpartnerinnen auf dem Gelände der Hardturm-Brache. Seit 2011 wird dieses Stück Land zwischengenutzt. Seit mehr als einem Jahrzehnt also gibt es dort Gärten und spriessen viele andere Initiativen wie ein Mittagstisch oder ein Pizza-Ofen aus dem Boden. Kurz: Es gibt dort im Westen von Zürich ein kunderbuntes Patchwork von Aktivitäten. Die Hardturm-Brache ist auch ein Anschauungsbeispiel für die Permakultur. Darüber spreche ich in dieser Episode mit Tania Schellenberg, einer Umweltwissenschaftlerin und Maria del Pilar Porras, einer Architektin. Ich bin auf die zwei Frauen wegen ihres Kurses gestossen, der Leuten die Permakultur für den städtischen Alltag näher bringen will, unabhängig davon, ob jemand einen Garten besitzt oder nicht. Denn bei der Permakultur geht es nicht „nur“ um regerativen Gemüse- oder Obstanbau, es geht auch um einen Lebensstil. Mit ganz vielen kleinen Dingen, die in (fast) jedem Haushalt anfallen, wie zum Beispiel Kaffeesatz, kann man schon ganz herrliche Dinge tun. In dieser Episode geht es also auch um die Philosophie der Permakultur, ihre Werte, Gestaltungsprinzipien und ethischen Leitsätze. Für mich hielt dieses Gespräch viele Überraschungen bereit.
Die Natur und die Stadt
Geschichten des Wandels über Städte für Mensch und Natur. Lass‘ Dich inspirieren!