Die Natur und die Stadt Archiv
109 Episoden
48 Minuten
„Meine Mutter hat über 50 Jahre lang einen Familiengarten auf dem Bruderholz bei Basel geführt. Sie hat mir dieses kleine Stück Land oft als ihr Sanatorium geschildert. Seit den 70er-Jahren kann die Umweltpsychologie erklären, wie und warum die Natur eine Ressource für unsere psychische Gesundheit darstellt. In der Schweiz beschäftigt sich Nicole Bauer der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL mit diesem Thema. Im Verbund mit anderen Disziplinen und Instituten hat sie unter anderem im SNF-Projekt „Better Gardens“ mitgewirkt. - In dieser Episode erzählt Nicole Bauer unter anderem von den wichtigsten Konzepten der Umweltpsychologie, warum uns Gärtnern gut tut und wie sich Familien- und Gemeinschaftsgärten in den letzten Jahren verändert haben. Es geht auch um die Frage, was die Schweizer Städte in dieser Hinsicht noch besser machen könnten.“
49 Minuten
Vor rund zwei Jahren sagte das Opernhaus Zürich ja zu einer Dachsanierung ihres Requistenlagers Kügeliloo. Aus dem ursprünglichen Schettdach wurde ein Flachdach mit Photovoltaik und einer ökologisch wertvollen Begrünung. Der Non-profit-Verein Solarspar konnte mit attraktiven Lösungen experimentieren: mit aufgeständerten Paneelen und mit einem Mähroboter. Auch im Rahmen der Dachbegrünung konnte Regula Müller das Optimum ausprobieren: verschiedene Höhen und Arten des Substrats für die Flora, Kleinstrukturen aus Totholz und Sand oder Stein für die Fauna. Aus dem vermeintlichen Widerspruch von Begrünung und Stromerzeugung wurde eine Synergie. Markus Chrétien, Geschäftsführer von Solarspar und Regula Müller, Beauftragte von Grün Stadt Zürich für Dachbegrünungen erzählen, was es für das Gelingen dieser Kombination braucht.
41 Minuten
Ein Friedhof in Bern. Kalter Regen, kühle Luft, November… kurz gesagt: ungemütlich. Nicht so für die Herbstpilze, die dort wachsen. Ich bin mit Barbara Zoller unterwegs, die schon viele Jahre Pilze in der Stadt Bern kartiert, bei der Pilzkontrolle mitgeholfen hat und heute die umliegenden Spitäler bei Pilzvergiftungsnotfällen unterstützt. Alle paar Schritte auf und neben unserem Weg findet sie Pilze, grosse und winzig kleine, wie sie etwa auf dem Moos an einem Baum wachsen. Es gibt viele davon in der Schweiz und ebenso in der Stadt: essbare, nicht-essbare und teilweise auch hochgiftige. Der Spaziergang erweist sich als ergiebig und äusserst informativ. „Pilzle“ - so lerne ich - ist etwas für jene Menschen, die ein Auge für die kleinen Dinge haben.
47 Minuten
Die Wohlei, ein Weiler, liegt am Wohlensee, nahe der Stadt Bern. Ein lauschiger Ort mit einem traditionellen Bienenhaus neben einem Bauernhof. Diesen Herbst leben 12 Völker dort. Hans Staub betreibt diese Imkerei seit rund zwanzig Jahren. Er zeigt mir seine Arbeit und erzählt, weshalb ihn die Bienen so faszinieren. Eine Woche später kommen auch Michael Wittwer, Bienenköniginnenzüchter und Ausbildner des Grundkurses Imkerei und Beat Galliker, der Präsident des Bienenzüchtervereins Wohlen und Umgebung in die Wohlei. Wir sprechen über die aktuelle Situation der Völker der Honigbienen in und um die Stadt herum. Wir reden auch über die Imkerei, die sich auf den Verlust der Artenvielfalt und den Klimawandel einstellen müssen. - Das Gespräch hält einige Überraschungen bereit.
Die Natur und die Stadt
Geschichten des Wandels über Städte für Mensch und Natur. Lass‘ Dich inspirieren!