Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg Archiv
378 Episoden
1 Stunde 1 Minute
Wie kommt die Ukraine mit ihrer Gegenoffensive voran? Darüber sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler in dieser Folge. Nach Einschätzung Bühlers befindet sich die ukrainische Armee noch in der Frühphase. Sie greife auf mehreren Achsen an und treffe auf Widerstand der Russen, die die Offensive erwartet hätten. Die Ukraine habe zwar mit dem Vorrücken ihrer Armee einige Dörfer befreit, die erste Verteidigungslinie der Russen sei durchbrochen worden. Damit teste sie aber noch die russische Verteidigung aus. Für die Offensive werden auch westliche Panzer eingesetzt. Es gab bereits Verluste. Bühler erklärt, warum die aber schwer zu beurteilen sind und auch, warum es Verluste gab, die gar keine waren. Moskau will derweil die Wagner-Truppen unter seinen Befehl bekommen. Sie sollen einen Vertrag mit dem Verteidigungsministerium unterzeichnen. Bühler erklärt, was Verteidigungsminister Sergej Schoigu damit bezweckt, die mittlerweile 40 verschiedenen Truppen kontrollieren zu können. Deisinger und Bühler schauen auch noch einmal auf den Kachowka-Staudamm. In den vergangenen Tagen wurde das Ausmaß der Katastrophe deutlicher. Nach Meinung des Ex-Generals zeige das immer mehr, dass eine Urheberschaft der Ukraine absurd sei. Ukrainska Pravda (ukrainisch) Ukrainska Pravda (englisch) Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Der Podcast zum Volksaufstand am 17. Juni "Ein halber Tag Freiheit"
1 Stunde 5 Minuten
In dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler über die Sprengung des Kachowka-Staudamms. Die Wassermassen ergießen sich in Richtung Cherson. Ortschaften wurden überschwemmt, die Bewohner mussten fliehen. Nach Ansicht von Bühler sprechen die Indizien dafür, dass Russland den Staudamm gesprengt hat. Welche das sind, erklärt er gleich am Anfang der Folge. Außerdem führt er aus, welche Motive dahinter stecken könnten. Die Ukrainer als Täter schließt Bühler weitestgehend aus. Der Bauart des Damms sei so massiv gewesen, dass Raketen und Artillerie zur Zerstörung nicht ausgereicht hätten. Ex-Nato-General Bühler geht auch auf die Folgen der Sprengung ein. Dabei stellt er fest, dass sie auch für die Russen Nachteile hat. So seien mühsam errichtete Verteidigungsstellungen der Russen überflutet worden. Die dort eingesetzten Truppenteile hätten ihre Stellungen fluchtartig verlassen. Außerdem seien jetzt Angriffe auf Mykolajiw und Odessa noch aussichtsloser. Für die Ukrainer sind die Folgen der Zerstörung laut Bühler gravierend. Neben dem Krieg hätten sie jetzt noch eine weitere Katastrophe zu bewältigen. Auch sie binde militärische Kräfte. Das zweite große Thema in dieser Folge ist die Nato-Übung "Air Defender 23". Bühler zufolge handelt es sich um die größte Verlegeübung seit Bestehen der Nato - aber längst nicht um das größte Nato-Manöver. "Solche Superlative sind nicht gerechtfertigt", so Bühler. 25 Nato-Staaten und Partner-Staaten seien beteiligt. Geplant werde mit 10.000 Soldaten und 250 Flugzeugen unterschiedlicher Typen. 180 seien in Deutschland stationiert. Bühler hält diese Übung für richtig und wichtig und erklärt auch, warum. Außerdem skizziert er die Abläufe. Urlauber müssten sich keine Sorgen machen, gravierende Auswirkungen für Flugpassagiere seien nicht zu erwarten. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
1 Stunde 3 Minuten
In dieser Folge schauen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler auf den nächsten Nato-Gipfel im Juli in Litauen. Der wird besonders spannend, weil offenbar gravierende Änderungen bei der Nato-Struktur geplant sind. Bühler zufolge sind die bestehenden Strukturen "nicht ganz zeitgemäß". Seiner Meinung nach war die Bündnis-Verteidigung auch gegen Russland vor dem Ukraine-Krieg in den Hintergrund gerückt. Bühler erklärt, was sich jetzt ändern muss. Außerdem wird es bei dem Gipfel auch um die Beitrittsperspektive der Ukraine in die Nato gehen. Bühler hält es aber für unwahrscheinlich, dass es dafür zeitnah einen einstimmigen Beschluss der Mitglieder geben wird. Eine Frage, wie der Krieg in der Ukraine beendet werden kann, beschäftigt weiterhin viele Hörerinnen und Hörer. Deshalb spielen Deisinger und Bühler verschiedene Szenarien durch. Ein Hörer hat zum Beispiel gefragt, ob die Situation zwischen Nordkorea und Südkorea nicht ein Vorbild sein kann. Bühler glaubt nicht daran und erklärt, warum sich die Konflikte stark unterscheiden. Ein anderer Hörer fragt, ob der Westen "den Spieß nicht umdrehen sollte" und mal Russland drohen sollte. Dabei denkt er an ein Ultimatum für einen Abzug der russischen Truppen. Der Westen könnte dem Hörer zufolge Russlands Präsident Putin damit drohen, den Krieg mit allen möglichen konventionellen Mitteln zu beenden, wenn die Forderung nicht erfüllt wird. Bühler führt aus, was die Konsequenzen dieses Vorgehens wären. Der Ex-Nato-General geht in dieser Folge außerdem auf die ukrainischen Geländegewinne südwestlich von Bachmut und in Soledar ein. Außerdem ordnet er die widersprüchlichen Meldungen von russischer Seite ein. Nach offiziellen Angaben wollen die Russen einen größeren ukrainischen Angriff Richtung Süd-Donezk abgewehrt und bis zu 300 ukrainische Soldaten getötet haben. Dieser Darstellung widerspricht aber ein russischer Kommandeur und auch die Ukraine dementierte diese Meldung. Weitere Themen sind die andauernden Kämpfe auf russischem Territorium im Gebiet Belgorod und der Kosovo-Konflikt. Warum gehen die Amerikaner auf Distanz zum Kosovo? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
1 Stunde 6 Minuten
Tim Deisinger und Ex-Nato General Erhard Bühler sprechen in dieser Folge über den Stand bei der geplanten ukrainischen Offensive. „Die Vorbereitung für eine mögliche Offensive am Boden ist klar erkennbar“, sagt Bühler. Möglicherweise habe die erste Phase der Offensive bereits begonnen, mit dem Beschuss von logistischen Einrichtungen, Depots, Führungsstellen und anderen Einrichtungen der Russen. Zur aktuellen Lage: Es gibt nur lokale Angriffe beider Seiten, die aber nichts an der Gesamtsituation ändern. Die Wagner-Söldner sind aus Bachmut abgezogen. Sie wurden ersetzt durch namhafte Verbände der russischen Armee. Offenbar will Moskau eine Rückeroberung der Stadt durch die Ukrainer auf jeden Fall verhindern. Die russischen Luftangriffe auf Ziele in der Ukraine gehen weiter. Bühler sagt, bei der meist erfolgreichen Abwehr der Geschosse spielten deutsche Systeme eine große Rolle. Ausführlich geht es darum, mit welchen Waffen Russland angreift. Und was der Sinn der fortdauernden Attacken ist. Bühler sagt, es gibt Zusammenhänge zur geplanten ukrainischen Offensive. Bühler und Deisinger sprechen auch über mehrere Vorfälle in Russland. Unter anderem gab es Drohnenangriffe auf Moskau. Nun wird spekuliert, wer dahintersteckt. Die Ukraine, russische Widerstandsgruppen? Die beiden gehen auch darauf ein, wie solche Angriffe auf russisches Gebiet zu bewerten sind. Am Ende des Podcasts stehen die aktuellen Gewaltausbrüche zwischen Serben und Albanern im Kosovo im Fokus. Dabei wurden mehrere Soldaten der internationalen Schutztruppe KFOR verletzt. Ex-General Bühler war selbst mal Kommandeur der KFOR-Truppen dort und erklärt, wie es zur Gewalt kommen kann. Es geht um ethnische Spannungen, rechtsfreie Räume und organisierte Kriminalität. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
1 Stunde 1 Minute
In der Region um Belgorod in Russland hat es in den vergangenen Tagen Kämpfe gegeben. Russische Milizen verwickelten die russische Armee in Gefechte. Nach eigenen Angaben handelte es sich bei den Gruppen um die „Legion Freiheit für Russland“ und „Das russische Freiwilligencorps“. Zumindest eine von beiden kämpft eigentlich in der Ukraine gegen Russland. Die Kämpfer überschritten die Grenze zu Russland und „befreiten“ einige kleinere Dörfer, bis sie von der russischen Armee zurückgedrängt wurden. Im Podcast sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler darüber, was man über die Angreifer weiß und wie die Vorfälle einzuordnen sind. Für Bühler ist klar: Der russische Grenzschutz hat sich blamiert. Eine kleine Gruppe von Kämpfern habe mit dieser Aktion für weltweites Aufsehen gesorgt. Das sei ein positiver Punkt aus Sicht der Ukraine. Dem gegenüber stünden mehrere negative Aspekte aus ukrainischer Sicht. Bühler sagt, der Vorstoß der Milizen auf russisches Gebiet sei unsinnig und werde im Westen kritisch gesehen. Die aktuelle Lage: Die Gefechtstätigkeit im Raum Bachmut hat laut Bühler deutlich nachgelassen. Die Wagner-Truppe hat ihren Abzug angekündigt und will ihre Stellungen an die russische Armee übergeben. Ein schwieriges und laut Bühler für russische Soldaten gefährliches Unternehmen. Weitere Themen: Wie wahrscheinlich sind ukrainische Attacken auf die Brücke von Kertsch im Osten der Krim? +++ Angriff auf die russische Marine mit ferngelenkten Booten. +++ Sollte Deutschland Taurus-Marschflugkörper an die Ukraine liefern? +++ Bei der Bundeswehr werden Nachbestellungen auf den Weg gebracht: Es geht um Leopard 2-Panzer in der Variante A8 und Haubitzen. Bühler findet die Pläne aus mehreren Gründen bemerkenswert. Und eine Bitte an Fans dieses Podcasts: Derzeit läuft das Publikumsvoting für den Deutschen Podcast Preis. Dabei können Sie, wenn Sie mögen, für „Was tun, Herr General?“ abstimmen, und zwar noch bis zum 28. Mai hier. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
1 Stunde 2 Minuten
In dieser Ausgabe sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler über die Lieferung von Kampfjets an die Ukraine. Die USA haben offenbar erlaubt, dass andere Länder Kampfjets des US-Typs F-16 liefern dürfen. Bühler sagt, dabei handle es sich weder um eine Wunderwaffe noch um einen Gamechanger. Die Ukraine erweitere damit aber ihre Fähigkeiten. Im Detail erklärt der General, welche Vorteile die F-16 gegenüber den Jets hat, die die Ukraine bisher einsetzen kann. Es gibt aber einige offene Fragen bei dem Thema: Wer wird liefern? Es gibt Absichtsbekundungen, aber noch keine konkreten Zusagen. Welche Rolle wird Deutschland spielen, das selbst keine F-16 hat? Und warum liefern die USA selbst nicht? Bühler gibt seine Einschätzungen dazu ab. Bachmut: Die Russen haben am Wochenende verkündet, die Eroberung der Stadt sei abgeschlossen. General Bühler erklärt, die russische Armee habe die westliche Stadtgrenze erreicht. Das heiße aber nicht, dass sie die ganze Stadt unter Kontrolle habe. Die ukrainische Armee habe sich in ausgebaute Stellungen auf Höhen am Rande der Stadt zurückgezogen. Von dort könnten sie die Stadt beschießen. Und: Im Norden und Süden der Stadt seien Gegenangriffe der Ukraine erfolgreich verlaufen. Bühlers Fazit: Die Ukraine hat in Bachmut trotz des Verlusts der Stadt mehrere Ziele erreicht. Russland Sieg sei ein Pyrrhussieg. Aktuelle Lage: Die Russen greifen weiter mit Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen Ziele in der Ukraine an, um die ukrainische Luftabwehr auszutesten, zu binden und bei der Munition an Grenzen zu bringen. Bis auf die Kämpfe bei Bachmut tut sich vergleichsweise wenig an der Front. Themen bei den Hörerfragen: Der Status als Kriegspartei für die westlichen Unterstützer der Ukraine. +++ Eine Wehrpflicht in Deutschland? +++ Und: Wie der Krieg die Menschen verändert, die ihn von außen ständig betrachten. Zwei Hinweise in eigener Sache: Es gibt eine erfreuliche Nachricht für Tim Deisinger und Erhard Bühler. Der Verband der Reservisten der Bundeswehr verleiht dem Podcast „Was tun, Herr General?“ seinen Medienpreis für herausragende Leistungen, den „Goldenen Igel“ in der Kategorie Internet. Die Jury lobt dabei die sachliche und verständliche Einordnung der Geschehnisse des Ukraine-Kriegs. Und eine Bitte an alle Fans dieses Podcasts: Derzeit läuft das Publikumsvoting für den Deutschen Podcast Preis. Dabei können Sie, wenn Sie mögen, für „Was tun, Herr General?“ abstimmen, und zwar hier. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
60 Minuten
Kiew und andere Städte erleben in den letzten Tagen massive russische Luftangriffe. Dabei setzt die russische Armee ihre "Wunderwaffe" Kinschal, eine Hyperschall-Rakete, ein. Nun meldete die ukrainische Seite, dass sie sechs Kinschal abgeschossen hat. Ex-NATO-General Erhard Bühler kommentiert das mit den Worten: Der Mythos der Kinschal ist weg. Für ihn ist die Meldung ein Beleg, dass die erste abgefangene Kinschal von Anfang Mai kein Glückstreffer war. Er führt den Erfolg auf das Patriot-System zurück, das die Ukraine seit Kurzem nutzt. Bühler sagt, dass man die Kinschal-Sache aber einordnen müsse. Der Angriff auf Kiew und andere Städte erfolge auch mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern von Schiffen und mit Drohnen. Vor allem ist die Folge aber ein #Spezial rund um die Fragen der Hörerinnen und Hörer. Folgende Fragen beantwortet Erhard Bühler:
Wie sinnvoll sind Farbmarkierungen an den Tarnuniformen?
Was bedeutet ein „besetztes Gebiet“?
Warum verstärkt Russland die Truppen in Bachmut nicht?
Wie zieht man große Truppenteile unentdeckt zusammen?
Welche Quellen sollte man nutzen, um sich über den Krieg zu informieren?
Was sollte Moldawien gegen die russischen Soldaten in Transnistrien tun?
Dürfen nicht-tödliche chemische Waffen (Pfefferspray) im Krieg eingesetzt werden?
Wieso hört man nichts mehr von türkischen Drohnen auf Seiten der ukrainischen Armee?
Warum geht die russische Armee so brutal vor?
Welchen völkerrechtlichen Status haben die Wagner-Söldner?
Wozu braucht Putin eigentlich die Wagner-Söldner?
Warum beteiligen sich die EU-Länder so unterschiedlich an den Waffenlieferungen?
Wie kommt es, dass viele Rüstungsgüter trotz Sondervermögen nicht bestellt wurden?
Sind Ch-55-Raketen vergleichbar mit den deutschen Taurus-Raketen?
Warum diskutieren wir nicht die Rückkehr zur Wehrpflicht?
Wie sieht es mit der Verweigerung des Kriegsdienstes in der Ukraine aus?
Warum werden die Umweltschäden des Krieges kaum thematisiert?
Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Sie können auch gern für diesen Podcast abstimmen beim Publikumsvoting zum Deutschen Podcastpreis.
Wie sinnvoll sind Farbmarkierungen an den Tarnuniformen?
Was bedeutet ein „besetztes Gebiet“?
Warum verstärkt Russland die Truppen in Bachmut nicht?
Wie zieht man große Truppenteile unentdeckt zusammen?
Welche Quellen sollte man nutzen, um sich über den Krieg zu informieren?
Was sollte Moldawien gegen die russischen Soldaten in Transnistrien tun?
Dürfen nicht-tödliche chemische Waffen (Pfefferspray) im Krieg eingesetzt werden?
Wieso hört man nichts mehr von türkischen Drohnen auf Seiten der ukrainischen Armee?
Warum geht die russische Armee so brutal vor?
Welchen völkerrechtlichen Status haben die Wagner-Söldner?
Wozu braucht Putin eigentlich die Wagner-Söldner?
Warum beteiligen sich die EU-Länder so unterschiedlich an den Waffenlieferungen?
Wie kommt es, dass viele Rüstungsgüter trotz Sondervermögen nicht bestellt wurden?
Sind Ch-55-Raketen vergleichbar mit den deutschen Taurus-Raketen?
Warum diskutieren wir nicht die Rückkehr zur Wehrpflicht?
Wie sieht es mit der Verweigerung des Kriegsdienstes in der Ukraine aus?
Warum werden die Umweltschäden des Krieges kaum thematisiert?
Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Sie können auch gern für diesen Podcast abstimmen beim Publikumsvoting zum Deutschen Podcastpreis.
1 Stunde 7 Minuten
In dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler über Marschflugkörper, die der Ukraine gerade jetzt sehr helfen könnten. "Storm Shadow" heißen sie, geliefert hat sie Großbritannien. Bühler erklärt zunächst, wie sie funktionieren und welche Reichweite sie haben. Er sagt, dass die Marschflugkörper der Ukraine helfen werden, ihre Offensive vorzubereiten, weil sie weit hinter der Front Brücken, russische Depots und Führungseinrichtungen treffen können. Unklar ist noch, ob die "Storm Shadow" schon eingesetzt wurde oder nicht. Zur aktuellen Lage: Bühler sagt, dass die Ukraine mitten in der Vorbereitung ihrer Offensive stecke. Das belegt er mit einer Reihe von gezielten Attacken gegen russische Ziele hinter der Front. Außerdem gebe es weitere Gegenangriffe der Ukraine bei Bachmut. Bühler sagt dazu, die Russen hätten offenbar hohe Verluste erlitten und Teile ihrer Stellungen aufgegeben. Können die Ukrainer die Stadt also doch dauerhaft halten? Die russische Armee verhält sich laut Bühler derzeit überwiegend defensiv. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Deutschland besucht und mit Kanzler Olaf Scholz gesprochen. Von der Bundesregierung gab es ein Gastgeschenk in Form weiterer militärischer Unterstützung, das sich laut Bühler sehen lassen kann. Außerdem ging es um die Kampfjet-Debatte und Voraussetzungen für Friedensverhandlungen. Im Podcast sprechen wir darüber, wie der Besuch Selenskyjs zu bewerten ist. Weitere Themen: Es gibt weiter Diskussionen um den Abschuss einer russischen Kinschal-Rakete. +++ Russland will aus dem KSE-Vertrag aussteigen. Droht ein neues Wettrüsten? +++ Stichwort Diplomatie: Tut die Bundesregierung zu wenig? Eine Bitte an alle Fans dieses Podcasts: Derzeit läuft das Publikumsvoting für den Deutschen Podcast Preis. Dabei können Sie, wenn Sie mögen, für „Was tun, Herr General?“ abstimmen, und zwar hier. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
48 Minuten
In dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler über die Lage in und bei Bachmut. Über Wochen waren russische Soldaten dort – wenn auch langsam – auf dem Vormarsch. Nun aber hat es einen erfolgreichen ukrainischen Gegenangriff gegeben. Bühler spricht von einem taktischen Erfolg, der bemerkenswert sei. Die Ukrainer hätten nun mehr Luft bei der Versorgung ihrer Einheiten in Bachmut. Überbewerten dürfe man den Erfolg aber nicht, vorerst handle es sich um ein örtliches Ereignis. Der ukrainische Erfolg bei Bachmut hat offenbar den Streit zwischen Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin und der russischen Führung weiter eskalieren lassen. Erstmals hat Prigoschin Russlands Präsident Wladimir Putin direkt angegriffen, zumindest lässt sich ein viel beachtetes Video so interpretieren. Aktuelle Lage: Die Russen setzen ihre Attacken aus der Luft auf Ziele in der Ukraine fort. Bühler sagt, die Russen testeten offenbar die ukrainische Luftverteidigung gezielt aus. Außerdem geht es um "neue" russische Waffen. Es handelt sich um sogenannte Gleitbomben. Sie werden viele Kilometer vom Ziel entfernt von Flugzeugen abgeworfen. Die Jets selbst sind deswegen weniger von der Flugabwehr bedroht. Können die russischen Gleitbomben den Krieg verändern? Und wir werten die Militärparade in Moskau zum Jahrestag des Sieges über Hitler-Deutschland aus, die einige interessante Details bot. Eine Bitte an alle Fans dieses Podcasts: Derzeit läuft das Publikumsvoting für den Deutschen Podcast Preis. Dabei können Sie, wenn Sie mögen, für „Was tun, Herr General?“ abstimmen, und zwar hier. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
1 Stunde 5 Minuten
In dieser Folge spricht Moderator Tim Deisinger mit Ex-Nato-General Erhard Bühler über den wahrscheinlichen Abschuss einer russischen Hyperschallrakete vom Typ Kinschal. Es wäre das erste Mal, das so etwas gelungen ist. Bühler erklärt genau, wie die Kinschal funktioniert und welche Schwächen die Ukrainer ausgenutzt haben könnten. Noch sei nicht erwiesen, ob man wirklich von einem historischen Moment sprechen könne. Ein weiteres Thema sind die intensiver gewordenen Angriffe der Russen. Bühler weist darauf hin, dass Attacken mit Raketen, Marschflugkörpern und Kamikaze-Drohnen in den Nächten wieder zum Alltag der Ukrainer gehörten. Ziel der Russen sei offenbar, die ukrainische Luftverteidigung zu testen. Außerdem wollten sie möglicherweise die Abwehrraketen der Ukrainer dezimieren. Bühler geht auch auf Berichte ein, nach denen die Wirkung der Himars-Systeme nachlasse. Grund seien russische Störsender. Bühler bestätigt, dass diese Sender sehr effektiv seien. Dennoch beeunruhigten ihn diese Meldungen nicht. Warum, erklärt er ausführlich. Deisinger und Bühler kommen auch auf die Lage in Bachmut zu sprechen. Das von den Ukrainern kontrollierte Gebiet werde zunehmend kleiner. Auch der russische Einsatz von Phosphor-Bomben bereitet dem Ex-General Sorgen. Im Zusammenhang mit der Lage in Bachmut bewertet der Ex-General ein Video des Chefs der Söldner-Truppe Wagner, Jewgeni Prigoschin. Darin beschimpft er unter anderem den russischen Verteidigungsminister Sergei Schoigu und klagt über Munitionsmangel. Bühler zufolge will der Wagner-Chef aber in Wahrheit von seinem eigenen Versagen ablenken. Er hoffe, dass sich Prigoschin irgendwann vor einem Internationalen Strafgerichtshof für seine Kriegsverbrechen verantworten müsse. Eine Bitte an alle Fans des Podcasts: Derzeit läuft das Publikumsvoting für den Deutschen Podcastpreis. Dabei können Sie, wenn Sie mögen, für „Was tun, Herr General?“ abstimmen, und zwar hier. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
1 Stunde 5 Minuten
Drohnen über dem Kreml – über diese Meldungen wird gerade viel diskutiert. Bilder zeigen ein Flugobjekt, welches kurz vor seinem Aufschlag explodiert. Russland spricht von einem Attentatsversuch auf Präsident Wladimir Putin. Es wird wild spekuliert, wer dahintersteckt. Die Ukrainer? Die Russen selbst? Widerstandsgruppen? Host Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler sprechen die verschiedenen Theorien durch. Bühler verweist darauf, dass der Kreml nach dem Vorfall sehr schnell reagiert hat. Eine False-Flag-Aktion der russischen Seite hält er deswegen für hochwahrscheinlich. Ein mögliches Motiv gebe es auch. Bei den Ukrainern sehe er kein Motiv, sagt Bühler und führt näher aus, warum. Aktuelle Lage: Die Intensität der russischen Angriffe entlang der Front nimmt weiter ab. Bühler sagt, man könne ziemlich sicher sein, dass die Russen aus operativer Sicht in die Verteidigung gegangen seien. Bei Cherson hält die ukrainische Armee weiter einen kleinen Brückenkopf am Ostufer des Dnipro mit Aufklärungseinheiten. In dieser Region haben die Russen außerdem ein ukrainisches Treibstofflager zerstört. Die Ukraine wiederum attackiert Versorgungsadern der Russen im Hinterland, auch auf der Krim. Weitere Themen: Der geplante Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Deutschland. +++ Die geplante Aufstockung der Bundeswehr auf 203.000 Soldaten. Sollte die Armee für ausländische Bewerber geöffnet werden? Ex-General Bühler ist skeptisch. +++ Fragen von Hörerinnen und Hörern. Hier der Podcasttipp von Tim Deisinger: Kinder der Flucht Und eine Bitte an alle Fans des Podcasts: Derzeit läuft das Publikumsvoting für den Deutschen Podcastpreis. Dabei können Sie, wenn Sie mögen, für „Was tun, Herr General?“ abstimmen, und zwar hier. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
1 Stunde 1 Minute
Ex-Nato-General Erhard Bühler rechnet damit, dass die Ukraine ihre Offensive bald starten wird. Die russische Armee scheine selbst keine größeren Offensivaktionen zu planen. Dazu fehle es offensichtlich auch an Reserven. Stattdessen stärke Russland seine Verteidigungsstellungen an der Front. Das mache es für die Ukraine schwerer, mit ihrer Offensive zum Erfolg zu kommen, so Bühler. Andererseits müsse die Ukraine genug Material und Munition zusammenziehen, um Erfolg zu haben. Die aktuelle Lage: Die russische Armee hat die Raketenangriffe auf Ziele in der Ukraine wieder intensiviert. Das sorgt für weitere Zerstörung in den Städten. Außerdem gibt es Zahlen zu den hohen russischen Verlusten bei Bachmut. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
1 Stunde 2 Minuten
Chinas Präsident Xi Jinping hat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefoniert. Das ist etwas Besonderes, denn dies ist das erste Mal seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine. Beide Seiten haben sich im Anschluss positiv zu dem Gespräch geäußert. China will demnach einen Sondergesandten schicken, der mit Russland und der Ukraine reden solle. Im Podcast sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler darüber, inwieweit China helfen kann bei der Beendigung dieses Krieges. Mit Blick auf die Pläne mit einem Sondergesandten oder einer Sondergesandten sagt Bühler: Das ist ein positiver erster Schritt. Die Frage sei aber, ob Russland und die Ukraine überhaupt ein Interesse an einer Vermittlung hätten. Er skizziert, wie ein Weg zu Friedensverhandlungen aussehen könnte. Aktuelle Lage: Die Kämpfe konzentrieren sich weiter bei Bachmut und Awdijiwka. Die Russen kommen langsam voran. Bei Bachmut versuchen sie von Süden, die Einkreisung der Stadt zu vollenden. Ex-General Bühler geht aber davon aus, dass sich die Ukraine zurückzieht, bevor es dazu kommt. Daneben zeichnen sich Entwicklungen für die kommenden Wochen ab. Erneut geht es auch um die Truppen der Ukraine, die den Dnipro bei Cherson überquert haben. Die Bundeswehr und ihr oberster Dienstherr Boris Pistorius: Er will die Ausstattung der Bundeswehr verbessern. Und das soll schnell gehen. Er sagt, da gebe es zu viele Fesseln, die man sich in den vergangenen Jahren selbst angelegt habe bei der Beschaffung. Das will er ändern. Bühler findet das gut. Es gebe viel zu viele Vorschriften, die bei der Beschaffung eingehalten werden müssten. Hörerfragen: Warum wird bei der Unterstützung der Ukraine immer nur über Kampfflugzeuge gesprochen, nicht aber über Kampfhubschrauber? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
1 Stunde 5 Minuten
Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler sprechen im Podcast über eine Meldung, die viele hat aufhorchen lassen: Ukrainische Truppen sollen bei Cherson den Dnepr überquert haben und nun am Ostufer stehen. Das haben einige russische Blogger und das amerikanische Institute for the Study of War gemeldet. Bühler sagt, das seien nicht die ersten Meldungen dieser Art. Meistens handle es sich dabei um Aufklärungskräfte. Im aktuellen Fall seien einige Soldaten mit Booten übergesetzt. Die russischen Kräfte seien dort sehr schwach besetzt. So sei es möglich, dass ukrainische Aufklärungstrupps teilweise über Tage am Ostufer des Dnepr blieben. Dass es sich um Vorboten einer ukrainischen Offensive handle, sei möglich. Für wahrscheinlich hält es Bühler aber nicht. Zur aktuellen Lage: Es gibt derzeit zwei Schwerpunkte im militärischen Geschehen, sagt Bühler. Einmal der Raum Awdijiwka, westlich von Donezk. Dort gebe es heftige Kämpfe, der ukrainischen Armee drohe die Einkreisung. Noch halte sie aber ihre Stellungen. Und natürlich Bachmut, wo sich der Ring um die Stadt weiter schließe. Die zähen russischen Erfolge werden laut Bühler vor allem von den Wagner-Söldnern erreicht. Die Ukraine halte ihre Versorgungswege jedoch weiter offen. An anderen Frontabschnitten sei es vergleichsweise ruhig. Bühler vermutet deswegen, dass die Russen ihre Ressourcen derzeit schonen, um einer ukrainischen Offensive zu begegnen. In der russischen Führung scheine es auch widerstreitende Meinungen zu geben: Die einen wollten wie Präsident Putin mehr Land erobern, die anderen vor allem die aktuellen Gebiete halten. Militärhilfe für die Ukraine: Es gab wieder ein Ramstein-Treffen. Dabei gab es keine Entscheidungen zu Kampfflugzeugen – aber weitere entsprechende Forderungen der Ukraine. Bühler bleibt bei seinem Standpunkt: Deutsche Tornados und auch die Eurofighter kommen für die Ukraine eher nicht in Frage. Warum, das führt Bühler näher aus. Anders sehe es mit den amerikanischen F-16-Kampfflugzeugen aus. Sie könnten eine gute Lösung für die Ukraine sein. Äußerungen des Bundesverteidigungsministers Boris Pistorius sorgen für Diskussionen. Er hat in einer Talkshow gesagt, dass Angriffe der Ukraine gegen militärische Ziele in Russland normal seien. Bühler sagt dazu: Pistorius hat Recht. Völkerrechtlich habe die Ukraine das Recht dazu. Zum Ende des Podcasts sprechen Bühler und Deisinger noch einmal über eine mögliche Nato-Mitgliedschaft der Ukraine. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
1 Stunde
In dieser Folge spricht Tim Deisinger mit Ex-Nato-General Erhard Bühler über die bevorstehende Offensive der Ukraine. Die stellvertretende Verteidigungsministerin Hanna Maliar hat verkündet, dass "komplexe Maßnahmen" im Osten der Ukraine "bereits im Gange" seien. Bühler ordnet diese Äußerung ein und beantwortet mehrere Fragen, die mit der geplanten Offensive im Zusammenhang stehen. Was bedeutet das Journalistenverbot für die Frontabschnitte? Ist es wahrscheinlich, dass ein ukrainischer Aufmarsch von russischer Seite unbemerkt vonstattengehen kann? Der Ex-Nato-General erkennt außerdem Hinweise, dass Russland seine Strategie geändert hat. Die russische Armee konzentriere sich jetzt auf die Angriffe gegen frontnahe Städte. Was könnte der Grund dafür sein? Weiterhin geht er auf Meldungen ein, nach denen die Ukrainer angeblich die besetzte Stadt Nowa Kachowka angegriffen haben. Beschießen die Ukrainer wirklich Städte? In dieser Folge werden Deisinger und Bühler auch noch einmal grundsätzlich und blicken auf die Nato. Der Ex-General begründet ausführlich, warum die Nato "gut" ist und kein Angriffsbündnis. Russland habe keinen Grund, sich bedroht zu fühlen. Außerdem erklärt er, warum er ganz sicher ist, dass die Nato der Ukraine keine Zielkoordinaten liefert. Deisinger und Bühler blicken in dieser Folge auch ein bisschen über den Tellerrand. Im Sudan musste die Bundeswehr einen Evakuierungsversuch abbrechen. Berichten zufolge sollten 150 Deutsche ausgeflogen werden. Ex-General Bühler widerspricht klar der Kritik, dass die Aktion dilettantisch durchgeführt worden sei. Dabei führt er auch aus, wie aufwändig solche Rettungseinsätze geplant werden. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.