Podcaster
Episoden
05.06.2026
44 Minuten
Content Warning: Häusliche und patriarchale Gewalt, Online-Hass.
Die Autorin Veronika Kracher beschäftigt sich mit den tiefsten patriarchalen Abgründen: In ihrem letzten Buch mit der Incel-Ideologie - jetzt mit der ideologischen Verbindung von Misogynie und Kulturkampf. Dafür schaut sie sich vor allem Online-Communities an und hier kennt der Hass keine Grenzen.
In dieser Folge der Vomens Bar nimmt sie uns mit wie es nur Veronika Kracher kann: extrem schlau, gewohnt rotzig, ironisch bis zynisch und voller angebrachter Wut. Sie erklärt uns, inwiefern sich in der Ideologie des "Kulturmarxismus" Antifeminismus und Antisemitismus die Hand reichen, warum Verleumdungsklagen zum Werkzeug politischer Männlichkeiten wird und: Warum wir es lieben, Frauen zu hassen...
Buch: Bitch hunt. Warum wir es lieben Frauen zu hassen von Veronika Kracher
Die Autorin Veronika Kracher beschäftigt sich mit den tiefsten patriarchalen Abgründen: In ihrem letzten Buch mit der Incel-Ideologie - jetzt mit der ideologischen Verbindung von Misogynie und Kulturkampf. Dafür schaut sie sich vor allem Online-Communities an und hier kennt der Hass keine Grenzen.
In dieser Folge der Vomens Bar nimmt sie uns mit wie es nur Veronika Kracher kann: extrem schlau, gewohnt rotzig, ironisch bis zynisch und voller angebrachter Wut. Sie erklärt uns, inwiefern sich in der Ideologie des "Kulturmarxismus" Antifeminismus und Antisemitismus die Hand reichen, warum Verleumdungsklagen zum Werkzeug politischer Männlichkeiten wird und: Warum wir es lieben, Frauen zu hassen...
Buch: Bitch hunt. Warum wir es lieben Frauen zu hassen von Veronika Kracher
Mehr
01.05.2026
47 Minuten
Das Pixi ist mehr als eine Kneipe. Die queere Kiezkneipe ist ein Zufluchtsort, ein safer space, ein Dating-Spot oder ein Ort zum heilen, darüber hinwegkommen. Oft auch ein Ort zum ausprobieren, tanzen, quatschen, diskutieren. Hier kann man mitmachen, performen oder den Mut und die Skills von anderen feiern, Wünsche äußern, man findet Support und Banden...
Für Ali und Anna ist die Bar ihr zweites Wohnzimmer, ihr Arbeitsort und Ort zum immer wieder neu hinterfragen, reflektieren und positionieren.
In dieser Folge sprechen die beiden liebevoll über zahlreiche schöne Momente - aber auch über Krisen: Was bedeutet es, eine Kollektivkneipe zu führen? Wie wirkt sich die aktuelle politische Lage auf eine queere Bar aus? Wie kann man verschiedenen politischen Anforderungen genügen? Und sie erzählen, warum es aktuell das Pixi selbst ist, das Hilfe braucht, nämlich im Kontext eines Crowdfundings!
Mehr dazu auf Instagram @pixi_kollektivbar
Für Ali und Anna ist die Bar ihr zweites Wohnzimmer, ihr Arbeitsort und Ort zum immer wieder neu hinterfragen, reflektieren und positionieren.
In dieser Folge sprechen die beiden liebevoll über zahlreiche schöne Momente - aber auch über Krisen: Was bedeutet es, eine Kollektivkneipe zu führen? Wie wirkt sich die aktuelle politische Lage auf eine queere Bar aus? Wie kann man verschiedenen politischen Anforderungen genügen? Und sie erzählen, warum es aktuell das Pixi selbst ist, das Hilfe braucht, nämlich im Kontext eines Crowdfundings!
Mehr dazu auf Instagram @pixi_kollektivbar
Mehr
03.04.2026
1 Stunde 5 Minuten
„In feministischen und dekolonialen Theorien finden sich viele Stimmen, die Ambivalenz nicht fürchten, sondern als Quelle politischer Ethik begreifen. Audre Lorde spricht von der Notwendigkeit, Differenz zu leben – auch innerhalb marginalisierter Positionen. Bell hooks fordert love als radikale politische Praxis – nicht als Harmonie, sondern als Fähigkeit, in Konflikt zu bleiben, ohne zu zerstören. Diese Perspektiven fordern ein politisches Projekt der Verwundbarkeit ohne Regression. Sie betonen, dass Empowerment nicht gegen Ambivalenz immunisieren darf, sondern sie gerade zum Ausgangspunkt politischer Subjektwerdung machen muss. Empowerment heißt dann nicht: Ich bin stark und unverwundbar. Sondern: Ich bin sichtbar – auch in meinen Wiedersprüchen, in meiner Unsicherheit, in meiner Unvollständigkeit.“
Dieses Zitat ist ein Ausschnitt eines Posts von Nicole Schweiß vom Kleine Pause Podcast. Sie denkt darin laut, wie sich emanzipatorische und antifaschistische Kämpfe zusammenkämpfen lassen, sie reflektiert selbstkritisch über autoritäre Züge von exklusiven Räumen und der praktischen Anwendbarkeit von Ambiguitätstoleranz.
In dieser Folge der Vomens Bar denken wir den Post laut weiter. Wir fragen uns, warum wir nach Eindeutigkeit suchen, warum es gerade bei Kämpfen, wie Antirassismus oder Feminismus so schwer ist, Mehrdeutigkeit zuzulassen - und welche Konsequenzen dennoch darin liegen, es nicht zu versuchen. Fortlaufend.
Nicht linear, nicht einheitlich, nicht gleich, sondern eben als kompliziertes Knäuel.
Dieses Zitat ist ein Ausschnitt eines Posts von Nicole Schweiß vom Kleine Pause Podcast. Sie denkt darin laut, wie sich emanzipatorische und antifaschistische Kämpfe zusammenkämpfen lassen, sie reflektiert selbstkritisch über autoritäre Züge von exklusiven Räumen und der praktischen Anwendbarkeit von Ambiguitätstoleranz.
In dieser Folge der Vomens Bar denken wir den Post laut weiter. Wir fragen uns, warum wir nach Eindeutigkeit suchen, warum es gerade bei Kämpfen, wie Antirassismus oder Feminismus so schwer ist, Mehrdeutigkeit zuzulassen - und welche Konsequenzen dennoch darin liegen, es nicht zu versuchen. Fortlaufend.
Nicht linear, nicht einheitlich, nicht gleich, sondern eben als kompliziertes Knäuel.
Mehr
06.03.2026
49 Minuten
"Wenn Schwangere nicht gebären wollen und genau dafür bestraft werden sollen, bedeutet das, es gibt faktisch einen Gebärzwang", schreibt Sibel Schick in ihrem neuen Buch "Mein Körper – Wessen Entscheidung?".
Und damit ist eigentlich schon sehr viel gesagt. Denn: Wem nützt dieser Ist-Zustand? Wer entscheidet hier über wen?
Oft wird von Schutz von Leben gesprochen, aber: Wessen Leben? Und, mal angenommen es ginge tatsächlich um Babys, warum findet sich dieser Einsatz für Kinderrechte, gegen Armut, gegen Diskriminierung, für Klimaschutz – kurz eine gerechtere Welt in der man gut leben kann – nicht statt?
In dieser Vomens Bar Folge zur feministischen Streikwoche spricht Sibel Schick nicht nur sehr klar und extrem persönlich über den Ist-Zustand und patriarchale Hirnwäschen, sondern stellt auch das ganzheitliche Konzept der reproduktiven Gerechtigkeit vor.
Und damit ist eigentlich schon sehr viel gesagt. Denn: Wem nützt dieser Ist-Zustand? Wer entscheidet hier über wen?
Oft wird von Schutz von Leben gesprochen, aber: Wessen Leben? Und, mal angenommen es ginge tatsächlich um Babys, warum findet sich dieser Einsatz für Kinderrechte, gegen Armut, gegen Diskriminierung, für Klimaschutz – kurz eine gerechtere Welt in der man gut leben kann – nicht statt?
In dieser Vomens Bar Folge zur feministischen Streikwoche spricht Sibel Schick nicht nur sehr klar und extrem persönlich über den Ist-Zustand und patriarchale Hirnwäschen, sondern stellt auch das ganzheitliche Konzept der reproduktiven Gerechtigkeit vor.
Mehr
06.02.2026
53 Minuten
In einigen deutschen Bundesländern (wie Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen und Schleswig-Holstein) gibt es Einschränkungen oder Verbote für geschlechtergerechte Sprache mit Sonderzeichen (Gendersternchen, Doppelpunkt, Binnen-I) in Schulen, Hochschulen und Verwaltungen.
Fragt ihr euch auch manchmal, wie es so weit kommen konnte?!
Verbote, das heißt, es gibt Strafen/Konsequenzen dafür, wenn man mehr als ein Geschlecht adressieren möchte. WTF?!
Höchste Zeit diesen Diskurs-Shift mal juristisch einordnen zu lassen. Und wer wäre dafür besser geeignet als die feminist law clinic, die Klinik unseres feministischen Vertrauens?
Juristin Philine macht Klarschiff: Was haben Menschen tatsächlich zu erwarten/befürchten, die sich über die Verbote hinwegsetzen? Gibt es schon zivilrechtliche Verfahren deshalb und wie gingen die aus? Was sagt das Bundesverfassungsgericht zu genderneutraler Sprache und wie kann man sich als Bürger*in darauf berufen? Wie nutzen uns Grundrechte dahingehen? Was sagt der Rat der deutschen Rechtschreibung? Und: Was nun? Was tun?
Fragt ihr euch auch manchmal, wie es so weit kommen konnte?!
Verbote, das heißt, es gibt Strafen/Konsequenzen dafür, wenn man mehr als ein Geschlecht adressieren möchte. WTF?!
Höchste Zeit diesen Diskurs-Shift mal juristisch einordnen zu lassen. Und wer wäre dafür besser geeignet als die feminist law clinic, die Klinik unseres feministischen Vertrauens?
Juristin Philine macht Klarschiff: Was haben Menschen tatsächlich zu erwarten/befürchten, die sich über die Verbote hinwegsetzen? Gibt es schon zivilrechtliche Verfahren deshalb und wie gingen die aus? Was sagt das Bundesverfassungsgericht zu genderneutraler Sprache und wie kann man sich als Bürger*in darauf berufen? Wie nutzen uns Grundrechte dahingehen? Was sagt der Rat der deutschen Rechtschreibung? Und: Was nun? Was tun?
Mehr
Über diesen Podcast
Früher einmal Bar-Abend im Leipziger Osten, heute monatliche
Radio-Show: Die Vomens Bar ist eine offene Bühne für feministische
Themen und Projekte. Philosophieren, Utopien spinnen, um-/ zer- und
neudenken, haten oder ranten – wir wollen den politischen Diskurs
(selbst-)kritisch, radikal und intersektional mitbestimmen und
dabei dürfen sich Meinungen auch mal widersprechen. Aktiv-Preis
2024 Bundeszentrale für politische Bildung Wollt auch ihr Teil des
Podcasts sein oder eine Episode komplett übernehmen? Habt ihr
Anregungen und/oder konstruktive Kritik? Schreibt uns! Instagram
@vomensbar .
Abonnenten
Leipzig
Preetz
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.