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  3. VomensBar digitale - (D)Eine offene feministische Bühne Podcast

Episoden

60 Minuten
Deborah Mannai möchte Deutschland verlassen. Zumindest vorübergehend.

Sie ist in Polen und Deutschland aufgewachsen. So lange sie denken kann, haben Menschen auf sie projiziert, sie exotisiert, fetischisiert. In dieser Folge der Vomens Bar spricht sie darüber, wie wichtig Vorbilder und Repräsentation für sie waren, wo sie diese gefunden hat - und wo nicht. Sie spricht über internalisierten Rassismus, Begehren, politischen Aktivismus, (un-)sichere Räume und den Frust, den Groll und die Trauer darüber, in einer mehrheitlich weiß geprägten Gesellschaft aufzuwachsen.

Nie war eine Vomens Bar persönlicher und nie politischer.
44 Minuten
Cesy Leonard ist Autorin und feministische Aktionskünstlerin bei Radikale Töchter. In beiden Funktionen stellt sie den Mut ins Handeln zu kommen in den Mittelpunkt. Denn Mut ist die Schaffenskraft gegen jedes Ohnmachtsgefühl. Vor allem bei weiblich sozialisierten/queeren Personen kann es Wunder bewirken, wenn der Mutmuskel gestählt wird. Aber auch bei antidemokratischen und autoritären gesellschaftlichen Entwicklungen, die uns aktuell lähmen, sollten wir weiterhin mutig sein, denn „Demokratie war eigentlich als Anti-Ohnmachtssystem gedacht und aufgebaut. Eine Demokratie funktioniert ja nur dann, wenn alle Menschen das Gefühl haben, das System lebt davon, dass sie selbstwirksam werden!"

Diese Vomens Bar vor der Sommerpause ist eine stärkende, eine Mut machende!
44 Minuten
Content Warning: Häusliche und patriarchale Gewalt, Online-Hass.

Die Autorin Veronika Kracher beschäftigt sich mit den tiefsten patriarchalen Abgründen: In ihrem letzten Buch mit der Incel-Ideologie - jetzt mit der ideologischen Verbindung von Misogynie und Kulturkampf. Dafür schaut sie sich vor allem Online-Communities an und hier kennt der Hass keine Grenzen.

In dieser Folge der Vomens Bar nimmt sie uns mit wie es nur Veronika Kracher kann: extrem schlau, gewohnt rotzig, ironisch bis zynisch und voller angebrachter Wut. Sie erklärt uns, inwiefern sich in der Ideologie des "Kulturmarxismus" Antifeminismus und Antisemitismus die Hand reichen, warum Verleumdungsklagen zum Werkzeug politischer Männlichkeiten wird und: Warum wir es lieben, Frauen zu hassen...

Buch: Bitch hunt. Warum wir es lieben Frauen zu hassen von Veronika Kracher
47 Minuten
Das Pixi ist mehr als eine Kneipe. Die queere Kiezkneipe ist ein Zufluchtsort, ein safer space, ein Dating-Spot oder ein Ort zum heilen, darüber hinwegkommen. Oft auch ein Ort zum ausprobieren, tanzen, quatschen, diskutieren. Hier kann man mitmachen, performen oder den Mut und die Skills von anderen feiern, Wünsche äußern, man findet Support und Banden...

Für Ali und Anna ist die Bar ihr zweites Wohnzimmer, ihr Arbeitsort und Ort zum immer wieder neu hinterfragen, reflektieren und positionieren.

In dieser Folge sprechen die beiden liebevoll über zahlreiche schöne Momente - aber auch über Krisen: Was bedeutet es, eine Kollektivkneipe zu führen? Wie wirkt sich die aktuelle politische Lage auf eine queere Bar aus? Wie kann man verschiedenen politischen Anforderungen genügen? Und sie erzählen, warum es aktuell das Pixi selbst ist, das Hilfe braucht, nämlich im Kontext eines Crowdfundings!

Mehr dazu auf Instagram @pixi_kollektivbar
1 Stunde 5 Minuten
„In feministischen und dekolonialen Theorien finden sich viele Stimmen, die Ambivalenz nicht fürchten, sondern als Quelle politischer Ethik begreifen. Audre Lorde spricht von der Notwendigkeit, Differenz zu leben – auch innerhalb marginalisierter Positionen. Bell hooks fordert love als radikale politische Praxis – nicht als Harmonie, sondern als Fähigkeit, in Konflikt zu bleiben, ohne zu zerstören. Diese Perspektiven fordern ein politisches Projekt der Verwundbarkeit ohne Regression. Sie betonen, dass Empowerment nicht gegen Ambivalenz immunisieren darf, sondern sie gerade zum Ausgangspunkt politischer Subjektwerdung machen muss. Empowerment heißt dann nicht: Ich bin stark und unverwundbar. Sondern: Ich bin sichtbar – auch in meinen Wiedersprüchen, in meiner Unsicherheit, in meiner Unvollständigkeit.“

Dieses Zitat ist ein Ausschnitt eines Posts von Nicole Schweiß vom Kleine Pause Podcast. Sie denkt darin laut, wie sich emanzipatorische und antifaschistische Kämpfe zusammenkämpfen lassen, sie reflektiert selbstkritisch über autoritäre Züge von exklusiven Räumen und der praktischen Anwendbarkeit von Ambiguitätstoleranz.

In dieser Folge der Vomens Bar denken wir den Post laut weiter. Wir fragen uns, warum wir nach Eindeutigkeit suchen, warum es gerade bei Kämpfen, wie Antirassismus oder Feminismus so schwer ist, Mehrdeutigkeit zuzulassen - und welche Konsequenzen dennoch darin liegen, es nicht zu versuchen. Fortlaufend.

Nicht linear, nicht einheitlich, nicht gleich, sondern eben als kompliziertes Knäuel.
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Über diesen Podcast

Früher einmal Bar-Abend im Leipziger Osten, heute monatliche Radio-Show: Die Vomens Bar ist eine offene Bühne für feministische Themen und Projekte. Philosophieren, Utopien spinnen, um-/ zer- und neudenken, haten oder ranten – wir wollen den politischen Diskurs (selbst-)kritisch, radikal und intersektional mitbestimmen und dabei dürfen sich Meinungen auch mal widersprechen. Aktiv-Preis 2024 Bundeszentrale für politische Bildung Wollt auch ihr Teil des Podcasts sein oder eine Episode komplett übernehmen? Habt ihr Anregungen und/oder konstruktive Kritik? Schreibt uns! Instagram @vomensbar .
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„VomensBar digitale - (D)Eine offene feministische Bühne“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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