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Episoden

1 Stunde 31 Minuten
Der mexikanische Schriftsteller und öffentliche Intellektuelle Juan Villoro unterrichtet aktuell im Rahmen der Friedrich-Dürrenmatt-Gastprofessur für Weltliteratur «Die Herausforderung des Anderen: Schiffbrüchige, Exilanten und Migranten in der Literatur» Im Gespräch mit Sophie Hartmann (Anthropologin und Journalistin) spricht er über die zapatistische Bewegung und wie sie ihre Ideen für eine andere politische und demokratische Gesellschaftsordnung im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas umsetzt. Weiter diskutieren die beiden wie die Bewegung die politische Kultur in Mexiko prägt und die Rechte und Anliegen indigener Minderheiten unterstützt.
1 Stunde 7 Minuten
Die belgische Schriftstellerin, Drehbuchautorin, Journalistin und Librettistin Gaea Schoeters unterrichtet aktuell im Rahmen der Friedrich-Dürrenmatt-Gastprofessur für Weltliteratur ein Seminar zum Thema „Form und Engagement in Literatur und Oper im 20. und 21. Jahrhundert”. In ihren Werken experimentiert sie mit unterschiedlichen Formen, schreibt Romane, Kinderbücher und Opern, sowie für verschiedene Zeitungen und Magazine. Sie interessiert sich für den Dialog mit dem geltenden Kanon und ist Teil des Schriftstellerinnen-Kollektives FixDit, das sich für mehr Vielfalt in der Literaturwelt einsetzt. Im Gespräch mit Ann-Kathrin Rothermel (Institut für Politikwisssenschaft, Universität Bern; u.a. PostDoc im Horizon Europe Projekt «UNTWIST: policy recommendations to regain «losers of feminism» as mainstream voters») spricht Gaea Schoeters im Rahmen der Reihe „Zu Gast in Bern“ über kulturelle und politische Aspekte neuer Männlichkeitskriterien, Extremismus, antifeministischen Bewegungen sowie die Rolle, Repräsentation und Macht von Frauen in Gesellschaft, Kunst und Politik.
1 Stunde 27 Minuten
Seit einiger Zeit lässt sich beobachten, dass in vielen Ländern Frauenrechte wieder unter Druck geraten. Frauen verlieren das Recht, über ihren eigenen Körper zu bestimmen, oder ihr Zugang zu Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe wird eingeschränkt. Hinter diesen Entwicklungen stehen oft autoritäre Regimes, denen Gleichstellungspolitik ein Dorn im Auge ist. So versprach auch der amtierende US-Präsident, Männern ihre Vormachtstellung wieder zurückzugeben – mit der Begründung, Feminist:innen hätten ihnen Rechte «weggenommen». Rechtspopulistische Parteien instrumentalisieren das Thema Frauenrechte für ihre eigenen Zwecke. Sie berufen sich beispielsweise auf den Schutz der Frauen vor sexueller Gewalt, wenn es ihrer migrationskritischen Agenda dient. Oder sie fordern mehr Anerkennung für Haus- und Pflegearbeit – allerdings nicht mit dem Ziel, Gleichstellung zu fördern und strukturelle Faktoren anzugehen, sondern um die traditionellen Geschlechterrollen zu stärken. An der Veranstaltung wollen wir daher folgende Fragen angehen: Wie kann man diese Rückschritte erklären? Wie wird Antifeminismus gezielt als politisches Mittel eingesetzt? Welche Verbindungen bestehen zwischen rechtspopulistischen, islamistischen oder frauenfeindlichen Gruppierungen wie der Incel-Bewegung? Warum unterstützen auch Frauen politische Akteure, die offen gegen Frauenrechte auftreten? Und wie können sich feministische Bewegungen – gemeinsam mit Männern – weltweit besser vernetzen, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken? Podiumsdiskussion mit: ️ Magdalena Breyer, Postdoktorandin am Fachbereich Politikwissenschaft der Universität Basel ️ Lisa Frisch, Projektpartnerin Sotomo, Geschäftsleiterin geschlechtergerechter.ch ️ Tobias Ginsburg, Schriftsteller, Journalist und Regisseur ️ Nesa Zimmermann, Schweizerisches Institut für feministische Rechtswissenschaft und Gender Law, Assistenzprofessorin Rechtsfakultät Universität Neuenburg Moderation: Sarah Bütikofer, Politologin und Herausgeberin DeFacto.
1 Stunde 23 Minuten
Immer mehr Prozesse und Aufgaben sollen durch Künstliche Intelligenz (KI) schneller und effizienter gestaltet werden. Doch dabei können demokratische Grundrechte in Gefahr geraten. Das ist z.B. dann der Fall, wenn KI bei der Polizeiarbeit, im Sozialwesen, in Anstellungsverfahren oder bei der Vergabe von Krediten mitentscheidet. Weiter benötigen Entwicklung und Betrieb von KI-Modellen enorme Wasser- und Energiemengen. Millionen von Arbeiter:innen trainieren die Modelle oft unter ausbeuterischen Bedingungen. Seit Jahren fordern KI-Ethiker:innen, dass Fairness und Transparenz bei der Entwicklung und Anwendung von KI-Systemen gewährleistet sein müssen. Doch wie sieht faire, transparente und vertrauenswürdige KI in der Praxis aus? Was bedeutet (fehlende) Transparenz für das Vertrauen in KI? Was sind die Risiken, wenn nicht klar ist, wie KI funktioniert? Wie und von wem soll die Herstellung und der Einsatz von KI-Systemen kontrolliert und reguliert werden? Und was braucht es, damit Menschenrechte, Fairness und Nachhaltigkeit von der Entwicklung bis zur Anwendung von KI-Technologien berücksichtigt werden? Podiumsdiskussion mit: ️ Estelle Pannatier, Policy Managerin bei AlgorithmWatch CH ️ Thilo Spinner, Research Engineer, IVIA Lab an der ETH Zürich ️ Livia Walpen, Senior Policy Advisor, Bundesamt für Kommunikation Moderation: Rafael von Matt, Bundeshausredaktor SRF
60 Minuten
Aus technischen Gründen konnten wir nicht das gesamte Gespräch «Initiative, Referendum, Bevölkerungsrat?» aufnehmen. Auch die Tonqualität entspricht nicht unserem üblichen Standard – wir bitten um Verständnis. -- In der Schweiz wird direktdemokratische Mitbestimmung geschätzt, dennoch fühlen sich viele von der Politik ausgeschlossen. Bevölkerungsräte – ausgeloste Gremien aus der Bevölkerung – könnten neue Wege der Beteiligung eröffnen. Sie ermöglichen informierte, lösungsorientierte Diskussionen und stärken langfristig das Vertrauen in politische Prozesse. In Ostbelgien läuft bereits ein Pilotprojekt mit dauerhaftem Bevölkerungsrat – wäre so etwas auch in der Schweiz denkbar? Podiumsgäste: ️ Céline Colombo, Kanton Zürich ️ Nicole De Palmenaer, Bürgerdialog Ostbelgien ️ Nenad Stojanović, Universität Genf / Zentrum für Demokratie Aarau Moderation: Rafael von Matt, SRF -- Weitere Podcasts: https://www.polit-forum-bern.ch/demokratzer
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Über diesen Podcast

Demokratie bedeutet Austausch von Erfahrungen, Perspektiven und Argumenten. Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Erfahrungen, Expert:innen und Politiker:innen kommen zu Wort. Die Gespräche – meist live im Polit-Forum Bern durchgeführt - gelten politischen Themen «am Puls der Zeit», sie beleuchten unsere Demokratie und ihre Weiterentwicklung – auch wenn es manchmal kratzt.
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„Demokratzer“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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