Podcaster
Episoden
07.01.2026
5 Minuten
Auf der Fachpack 2025 stellt René Sarrau von
PITSID ein neues
Trennkraft-Messgerät vor, das speziell für
Peelverpackungen entwickelt wurde. Das
kompakte Gerät ermöglicht die Prüfung von
Öffnungskräften direkt an der Maschine oder beim
Kunden vor Ort – ohne aufwendige Zugprüfmaschine.„Unser Ziel war,
ein handliches System zu schaffen, das schnelle und
reproduzierbare Ergebnisse liefert“, erklärt Sarau. Während
klassische Prüfmaschinen meist in Laboren stehen, erlaubt das
PITZID-Gerät Messungen in der Produktion. So
können Hersteller unmittelbar erkennen, ob ihre Peel-
oder Siegelnähte den Spezifikationen
entsprechen.Hintergrund und EntwicklungPITZID
ist ursprünglich in der Druck- und
Verarbeitungsindustrie beheimatet. Die Entwicklung
von Messtechnik gehört dort seit Langem zum Kerngeschäft. Das
neue System entstand aus einer bestehenden Plattform zur
Zugkraftmessung. Die Ingenieure adaptierten sie für
Verpackungsanwendungen und erweiterten die Mechanik, sodass
konstante Prüfgeschwindigkeiten und
präzise Messwerte auch ohne großen
Maschinenaufbau möglich sind.Anwendung in der
PraxisDie Messung erfolgt über ein einfaches Einspannen
der Probe zwischen zwei Klemmbacken. Anschließend wird die
Trennbewegung manuell oder halbautomatisch ausgeführt. Das Gerät
erfasst die maximale und mittlere
Peel-Kraft und gibt sie direkt digital
aus.
Typische Einsatzorte sind:
Linienabnahmen und In-Process-Kontrollen
Ursachenanalyse bei Öffnungsproblemen
Qualitätsprüfungen bei Folien- und Beutelherstellern
Sarau betont den Nutzen für Produktionsbetriebe, die Zeit
und Material sparen, weil Prüfungen unmittelbar vor Ort
möglich sind.Bedeutung für die BrancheGeräte wie
das PITSID-System unterstützen den Trend zu
dezentraler Qualitätsprüfung. Besonders bei
recycelbaren und dünneren Folienstrukturen sind reproduzierbare
Öffnungskräfte entscheidend, um Konsumentenkomfort und
Produktschutz zu gewährleisten.René Sarau fasst
zusammen: „Je flexibler unsere Prüfmittel, desto schneller können
Verpackungsentwickler reagieren, wenn eine Naht zu stark oder zu
schwach ist.“Das Interview führte Innoform
Coaching im Rahmen der Fachpack 2025.
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30.12.2025
14 Minuten
Im aktuellen Innoforum-Podcast spricht Karsten
Schröder während des 10. Expertentreffs Verpackungsdruck
Inno-PrintPack mit Dieter Niederstadt von
Asahi Kasei über ein Thema, das Flexodrucker
seit Jahren beschäftigt:
Wie lassen sich Qualität, Produktivität und
Nachhaltigkeit in der Druckformherstellung vereinen?
Asahi setzt auf das AWP Water Washable Ecosystem
– ein Ansatz mit weniger Lösemitteln, mehr Automatisierung und
stabileren Druckergebnissen. Im Gespräch erfährst du:
Warum wasserwaschbare Flexodruckplatten die Prozesszeiten
drastisch verkürzen
Wie Automatisierung den Fachkräftemangel kompensiert
Welche Vorteile flache Platten für Qualität und
Registerstabilität bringen
Technische Insights zur Oberflächenspannung und
Farbübertragung
Nachhaltigkeitsaspekte: weniger Lösemittel, weniger Energie,
mehr Sicherheit
Fazit: Wer heute auf AWP-Platten und moderne
Automatisierung setzt, kann bei Qualität, Produktivität und
Nachhaltigkeit spürbare Fortschritte erzielen.
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17.12.2025
10 Minuten
Auf der Fachpack 2025 erläutert Florian
Constabel, Leiter des Innovation Centers „Wipak
Next“, wie digitale Wasserzeichen den nächsten
Entwicklungsschritt in der Verpackungsdigitalisierung markieren.
Unter dem Dachkonzept Digital Choice treibt
Wipak die Integration unsichtbarer Informationen direkt in
Verpackungsgrafiken voran – in enger Partnerschaft mit dem
US-Technologieanbieter Digimarc.
Constabel erklärt, dass Wipak bereits seit 2018 als offizieller
Digimarc-Partner aktiv ist und heute zahlreiche Großkunden mit
dieser Technologie unterstützt. Alle auf der Messe gezeigten
Verpackungen enthalten bereits ein digitales Wasserzeichen. Diese
kaum sichtbaren Codes sind in das Design integriert und können
über spezielle Scanner oder Smartphones ausgelesen werden. Sie
machen die Verpackung zu einem interaktiven Informationsträger
und ermöglichen vielfältige Anwendungen entlang der
Wertschöpfungskette.
Im Fokus stehen dabei drei Hauptnutzen:
Recycling und Sortierung: Wasserzeichen
unterstützen moderne Sortieranlagen bei der präzisen
Materialerkennung – ein entscheidender Hebel für die Erfüllung
der PPWR-Vorgaben.
Transparenz und Rückverfolgbarkeit: Marken
können Produktinformationen, Chargendaten oder
Nachhaltigkeitskennzahlen digital hinterlegen.
Kundenkommunikation: Verbraucher erhalten über
die Verpackung direkten Zugang zu Hintergrundinformationen,
Gebrauchsanweisungen oder Rücknahmesystemen.
Besonderes Augenmerk legt Wipak auf die Kombination von digitaler
Innovation mit nachhaltigem Materialeinsatz. „Wir sehen die
Zukunft der Verpackung nicht nur im Material, sondern auch in der
intelligenten Informationsverknüpfung“, so Constabel. Die
Technologie eröffne völlig neue Perspektiven – etwa bei der
Vernetzung von Maschinen- und Verbrauchsdaten, bei interaktiven
POS-Lösungen oder in der Kreislaufwirtschaft.
Mit Digital Choice will Wipak ein Ökosystem
schaffen, das Design, Produktion, Logistik und Recycling
verbindet. Digimarc-Wasserzeichen sind dabei der Schlüssel, um
physische Verpackungen in digitale Kommunikationsplattformen zu
verwandeln – unsichtbar, aber mit hohem Impact.
www.innoform.de
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10.12.2025
8 Minuten
Auf der Fachpack 2025 berichtet Stefano Di
Maiolo von der Wipf AG über
den erfolgreichen Produktionsstart einer neuen
lösemittelfreien Triplex-Kaschieranlage. Vor
einem Jahr war das Projekt noch Theorie, heute läuft die Maschine
im industriellen Dauerbetrieb – ein Meilenstein für nachhaltige
Hochbarriere-Verpackungen.Die von
Nordmeccanica entwickelte
One-Shot-Triplex-LF-Anlage ist die erste
ihrer Art in zweiter Generation. Sie ermöglicht, drei
Folienschichten in einem einzigen
Durchgang zu kaschieren – vollständig
lösemittelfrei (LF) und ohne
CO₂-Emissionen. Damit entfällt das mehrfache Aufwickeln und
erneute Zuführen der Folien, das bisher bei Duplex-Anlagen
notwendig war.„Triplex-Kaschierung an sich ist nicht neu, aber
lösemittelfrei in einem Schritt – das ist der Fortschritt“,
erklärt Di Maiolo. Die neue Technik löst zentrale
Herausforderungen der LF-Kaschierung:
Prozessstabilität bei gleichbleibender
Klebstoffverteilung
Energieeffizienz durch verkürzte
Trocknungswege
Produktivität durch einen geschlossenen,
kontinuierlichen Produktionsablauf
Neben der Prozessinnovation steht die ökologische Wirkung im
Vordergrund. Durch den Verzicht auf Lösemittel und CO₂-Emissionen
erfüllt Wipf nicht nur die PPWR-Vorgaben,
sondern reduziert auch den Energieverbrauch erheblich. Das
Unternehmen sieht darin einen entscheidenden Schritt hin zu
nachhaltiger Hochbarriereverpackung ohne
Qualitätsverlust.Die neue LF-Triplex-Technologie eröffnet
insbesondere Anwendungen im Bereich Kaffee, Tiernahrung,
Pharma und Food neue Möglichkeiten. Di Maiolo
betont, dass sich Barriereleistung, Optik und Haptik auf gewohnt
hohem Niveau bewegen – bei deutlich verbesserter Umweltbilanz.Mit
dieser Investition zeigt Wipf, wie sich Technologie und
Nachhaltigkeit vereinen lassen: maximale Effizienz,
stabile Performance und ein klarer Beitrag zur CO₂-Reduktion.
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03.12.2025
9 Minuten
Auf der Fachpack 2025 spricht Mika Sang über den nächsten Schritt
in der nachhaltigen Folienentwicklung: den erfolgreichen Einsatz
von Post-Consumer-Rezyklat (PCR) aus der haushaltsnahen
Sammlung in Wickelstretchfolien. Nur ein Jahr nach seiner
letzten Präsentation zeigt Sang, wie aus der Idee nun ein
marktreifes Produkt geworden ist.
Sein Team konnte erstmals eine Wickelstretchfolie
mit 20 Mikrometern Dicke entwickeln,
die 35 Prozent PCR-Anteil gemäß
PPWR enthält – davon 10 Prozent aus
haushaltsnaher Sammlung (gelber Sack). Das Material
wurde nicht nur produziert, sondern auch erfolgreich
auf vollautomatischen Wickelautomaten verarbeitet
und im hauseigenen Technologiezentrum auf Herz und Nieren
getestet. Damit erfüllt die Folie gleich zwei zentrale
Anforderungen: hohe Materialeffizienz (auch im Vergleich zu
aktuell diskutieren Mehrweglösungen) und echte
Kreislauffähigkeit durch den Einsatz von Rezyklat.
Im Interview betont Sang, dass diese Innovation kein
Zufallsprodukt ist. Sie basiert auf enger Abstimmung zwischen
Folien- und Maschinenhersteller. Entscheidend sei das
Zusammenspiel aus Folie, Rezeptur und
Wickeltechnik, um trotz Rezyklateinsatz gleichbleibende
Stabilität und Dehnbarkeit zu erreichen. Dabei helfen dem
Unternehmen jahrzehntelange Erfahrung als Anbieter von
Verpackungsmaschinen und praxisnahe Tests unter
realen Transportbedingungen.
Im Markt beginnt damit eine neue Entwicklungsphase:
Wickelstretchfolien, die bislang auf Neuware setzten, können
künftig einen signifikanten Anteil recycelter Kunststoffe
integrieren. Für viele Anwender ist das ein wichtiger Schritt, um
eigene Nachhaltigkeitsziele und regulatorische Vorgaben
der Packaging and Packaging Waste Regulation
(PPWR) zu erfüllen.
Sang weist darauf hin, dass die 20-µ-Variante nur ein
Zwischenschritt sei. Ziel ist es, die Folienstärke weiter zu
senken, ohne Prozesssicherheit einzubüßen. Stretchfolien aus
kommerziell, sortenrein gesammeltem PCR bietet DUO PLAST bereits
ab 12 µm an – in diesen Bereich sei man mit der neuen Innovation
durch die geringere Sortenreinheit des Materials aus der
haushaltsnahen Sammlung jedoch noch nicht. Parallel arbeiten
Forschung und Entwicklung an der Optimierung der
Extrusionsprozesse und qualifizieren noch homogenere Rezyklate,
um Prozessschwankungen zu reduzieren.
Das Beispiel zeigt, wie sich Kreislaufwirtschaft und technischer
Fortschritt gegenseitig befruchten: Recyclingmaterialien werden
leistungsfähiger, Maschinen adaptiver, und Hersteller gewinnen
Vertrauen in den industriellen Einsatz. Wickelstretchfolien mit
PCR sind damit kein Laborprojekt mehr, sondern Realität auf der
Fachpack 2025.
Das Interview mit Mika Sang verdeutlicht: Rezyklate
gehören längst in den Maschinenraum der
Verpackungsindustrie.
www.innoform.de
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Über diesen Podcast
Neues und Interessantes aus der Flexiblen Verpackungsindustrie, den
Abpackern, Lebensmittelherstellern, Markeninhabern und dem Handel.
Karsten Schröder spricht mit Experten entlang der Lieferketten der
Flexpack-Industrie über Trends und Geschichten aus dem wahren
#flexpack Leben. Persönliche Hintergrundinformationen,
Produktneuheiten aber auch teils politische Einordnungen sind das
Salz in der Suppe.
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