Podcaster
Episoden
27.02.2026
32 Minuten
In dieser Episode spricht Karsten Schröder mit Udo
Linke von der WKA B2P GmbH über das
hochaktuelle Thema 7C‑Multikolordruck. Während
7C häufig als Fortschritt gefeiert wird, zeigt die Praxis ein
deutlich differenzierteres Bild. Linke, seit den 1970er‑Jahren
tief im Flexodruck verwurzelt, gibt einen offenen Einblick in
Chancen, Risiken und die Auswirkungen neuer regulatorischer
Anforderungen wie der PPWR.
• WKA B2P – Brand to Print erklärt
WKA übernimmt die komplette Verantwortung von der Repro bis zur
Maschine und macht First‑Time‑Right zum realen
Prozessversprechen.
• Udo Linkes Weg im Flexodruck
Erfahrungen aus fünf Jahrzehnten: Von frühen Flexo‑Pioniertagen
bis zur Einführung moderner Repro‑Standards für internationale
Brands.
• 7C vs. 4C: Theorie und Realität
Warum 7C einen größeren Farbraum ermöglicht – und gleichzeitig
deutlich komplexer und weniger fehlertolerant ist.
• Maschinenparameter & Prozesskonstanz
Warum Rasterwalzen, Farbkonstanz, Klischees und Substrate bei 7C
absolut stabil sein müssen – und wie schnell Abweichungen
sichtbar werden.
• Auswirkungen der PPWR auf Druckfarben
Neue PU‑freie Bindemittel verändern Übertragung, Flächendeckung
und Reproduzierbarkeit – eine zusätzliche Herausforderung für 7C.
• Flexo, Tiefdruck, Digitaldruck im
Vergleich
Weshalb der Flexodruck international wieder wächst, welche Rolle
der Digitaldruck bei 7C spielt und wo Tiefdruck weiterhin
punktet.
• Praxis: Wie 7C wirklich funktioniert
Kalibrierung, Testandruck, Messung, Lookup‑Tabellen, feste
Farbreihenfolge – 7C ist kein Plug‑and‑Play‑System.
• Für wen sich 7C lohnt
Ökologische Argumente, Effizienz bei vielen Motiven und
standardisierte Prozesse – aber auch deutliche Grenzen bei feinen
Motiven und hellen Tönen.
• Zukunft des Verpackungsdrucks
Social‑Media‑Budgets verdrängen Verpackungsgestaltung,
hochwertige Effekte werden seltener – und Haptik wird wichtiger.
• Empfehlung für Druckereien
7C ja – aber nur mit passenden Kunden und stabilen Prozessen. Für
viele Anwendungen bleibt 4C + Sonderfarben die wirtschaftlichere
Option.
7C ist ein High‑End‑Prozess für hochstandardisierte
Umgebungen – nicht für jede Verpackung geeignet.
Flexodruck bleibt ein global wachsendes Verfahren, trotz
steigender Anforderungen.
PPWR stellt die Branche vor neue Herausforderungen, vor allem
bei Farben und Reproduzierbarkeit.
Marken müssen Fehlerfreiheit, Standardisierung und
Prozesssicherheit stärker mitdenken.
4C + Sonderfarben ist für viele Produkte weiterhin stabiler
und zuverlässiger.
Udo Linke
Geschäftsführer WKA B2P GmbH
Experte für Flexodruck, Repro, Farbmanagement und
Brand‑to‑Print‑Prozesse.
Unsere englischen Podcasts hören Sie hier:
https://inno-talk.de/en/podcast/
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12.02.2026
21 Minuten
In dieser Episode des Innoform Podcasts spricht Julian Thielen
mit Dieter Niederstadt von Asahi Photoproducts über aktuelle
Innovationen im Flexodruck, wasserwaschbare Druckplatten und die
Automatisierung in der Flexodruckplattenproduktion.
Im Mittelpunkt des Gesprächs steht der Wandel hin
zu Solvent Zero – also der Ersatz
lösemittelbasierter Plattenverarbeitung durch wasserbasierte
Auswaschtechnologie und geschlossene Recyclingkreisläufe. Mit bis
zu 90 % Wasserwiederverwendung und ohne VOC-Emissionen wird die
Flexodruckplattenverarbeitung deutlich nachhaltiger – bei
gleichzeitig uneingeschränkter industrieller Leistungsfähigkeit.
Ein weiteres zentrales Thema ist die vollständige
Automatisierung flexografischer Workflows. Gemeinsam mit
Partnern wie Esko und Allstein verbinden integrierte Systeme
heute Bebilderung (CDI), LED-Belichtung (XPS), Auswaschen,
Trocknung und Zuschnitt in einem automatisierten Prozess. Das
Ergebnis: standardisierte Qualität, geringere Abhängigkeit vom
Bedienpersonal und verkürzte Durchlaufzeiten.
Außerdem werden folgende Themen diskutiert:
Wasserbasierte Druckfarben in der flexiblen Verpackung
Flexodruck vs. Tiefdruck
Bedruckung von PCR- und MDO-Substraten
Auswirkungen der europäischen PPWR-Verordnung
Diese Episode richtet sich an Converter, Verpackungshersteller,
Druckexperten und Markeninhaber, die Nachhaltigkeit,
Produktivität und Druckqualität in der flexiblen Verpackung
verbessern möchten.
Registration – Flexo Symposium (Esko – Asahi – Allstein –
Follmann)
https://go.esko.com/FlexoSymposium2026
Video – Flexodruck Automation
https://youtu.be/FYoUZKDGqvQ
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21.01.2026
6 Minuten
Wo biologisch abbaubar wirklich Sinn ergibt
Auf der Fachpack 2025 spricht Niklas Voß,
stellvertretender Vertriebsleiter bei FKuR, über
den verantwortungsvollen Einsatz biologisch abbaubarer Polymere.
Das Unternehmen mit Sitz in Willich zählt zu den Pionieren für
biobasierte und biologisch abbaubare
Kunststoffe. Der Fokus: Anwendungen finden, bei denen
der ökologische Mehrwert wirklich relevant ist.
Voß betont, dass biologisch abbaubare Kunststoffe nicht pauschal
die bessere Wahl sind. Entscheidend sei, wo ein
Material nach Gebrauch verbleibt. In geschlossenen
Stoffkreisläufen, etwa bei Lebensmittelverpackungen oder
technischen Produkten, sei Recycling oft
sinnvoller.
Anders sieht es dort aus, wo ein Kunststoff unvermeidlich
in der Umwelt verbleibt – etwa in der
Landwirtschaft, Forstwirtschaft oder bei
Outdoor-Events. In diesen Fällen bieten abbaubare
Materialien einen realen ökologischen Nutzen.
FKuR liefert Biopolymere für Anwendungen, bei denen
Materialrückführung nicht möglich ist: Pflanztöpfe, Mulchfolien
oder Produkte für temporäre Veranstaltungen. Ein Beispiel ist ein
sogenannter Matschlauf, bei dem tausende Teilnehmer
kompostierbare Utensilien verwenden, um Müllansammlungen zu
vermeiden.
Voß verdeutlicht: „Wenn Kunststoffe in der Natur bleiben, müssen
sie vollständig biologisch abbaubar sein – das ist echte
Nachhaltigkeit.“
Neben Biopolymeren integriert FKuR inzwischen auch
Rezyklate in sein Sortiment. So entsteht ein
ganzheitlicher Ansatz: biobasiert, abbaubar, recycelt – je nach
Anwendung. Dieses Denken in Materialfamilien
statt Einzellösungen zeigt, wie stark sich der Markt
differenziert.
FKuR steht für einen pragmatischen,
anwendungsorientierten Einsatz nachhaltiger Materialien.
Biologisch abbaubare Kunststoffe sind kein Allheilmittel, aber
dort, wo sie am Ende ihres Lebenszyklus in der Natur verbleiben,
leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Umweltentlastung.
Gezielter Einsatz statt GreenwashingPraxisbeispiele aus
Natur und FreizeitPortfolioerweiterung mit
RezyklatenFazit
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14.01.2026
4 Minuten
Marcus Stein von Wattron erklärt auf der
Fachpack 2025, wie das neue Siegelkonzept Digital
Sealing die Prozesskontrolle beim Verbinden flexibler
Verpackungsmaterialien revolutioniert. Die Technologie basiert
auf einem pixelgenauen Heizsystem, das Wärme präzise dort
erzeugt, wo sie tatsächlich benötigt wird – und nicht mehr
flächig über eine gesamte Siegelbacke verteilt.Vom
Heizelement zum PixelWährend konventionelle
Siegelwerkzeuge mit langen Heizpatronen und einem zentralen
Temperatursensor arbeiten, besteht die Wattron-Lösung aus vielen
einzeln ansteuerbaren Heizelementen. Jedes dieser „Pixel“ kann
separat geregelt werden. Das erlaubt eine dynamische, ortsgenaue
Temperatursteuerung und minimiert thermische Über- oder
Unterbelastung des Materials.Vorteil für
MonomaterialienBesonders vorteilhaft ist diese Präzision
bei Monomaterialien, deren Verarbeitungsfenster
deutlich schmaler ist als bei klassischen Verbundfolien. Eine
stabile, reproduzierbare Siegelnaht wird damit auch bei
empfindlichen Materialien möglich – ein entscheidender Schritt
auf dem Weg zu rezyklierbaren
Verpackungslösungen.Fehlererkennung durch digitale
Parameter-ErfassungMarcus erläutert am Beispiel von
Joghurtbechern, dass durch die digitale Erfassung der
Prozessparameter an den einzelnen Pixeln sogar Kontaminationen
der Siegelnaht und damit potenzielle Siegelfehler erkannt werden
können. Ein echter Beitrag für sicherere
Lebensmittelverpackungen!Nachrüstbar in bestehenden
AnlagenDas System kann in bestehende Maschinen
integriert werden, ohne deren Grundaufbau zu verändern. Beispiele
aus der Praxis, etwa bei Nestlé (Maggi), zeigen,
dass sich vorhandene Produktionslinien mit Digital Sealing auf
den neuesten Stand bringen lassen – effizient, präzise und
zukunftssicher.FazitDigital Sealing von
Wattron ist ein konkreter Beitrag zur Verbindung von
Nachhaltigkeit und Prozesssicherheit. Die Kombination aus lokaler
Temperaturregelung, schneller Reaktion und Nachrüstbarkeit macht
das System zu einem der spannendsten Trends im Bereich
Verpackungsdruck und
Siegeltechnologie.www,innoform.de
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07.01.2026
5 Minuten
Auf der Fachpack 2025 stellt René Sarrau von
PITSID ein neues
Trennkraft-Messgerät vor, das speziell für
Peelverpackungen entwickelt wurde. Das
kompakte Gerät ermöglicht die Prüfung von
Öffnungskräften direkt an der Maschine oder beim
Kunden vor Ort – ohne aufwendige Zugprüfmaschine.„Unser Ziel war,
ein handliches System zu schaffen, das schnelle und
reproduzierbare Ergebnisse liefert“, erklärt Sarau. Während
klassische Prüfmaschinen meist in Laboren stehen, erlaubt das
PITZID-Gerät Messungen in der Produktion. So
können Hersteller unmittelbar erkennen, ob ihre Peel-
oder Siegelnähte den Spezifikationen
entsprechen.Hintergrund und EntwicklungPITZID
ist ursprünglich in der Druck- und
Verarbeitungsindustrie beheimatet. Die Entwicklung
von Messtechnik gehört dort seit Langem zum Kerngeschäft. Das
neue System entstand aus einer bestehenden Plattform zur
Zugkraftmessung. Die Ingenieure adaptierten sie für
Verpackungsanwendungen und erweiterten die Mechanik, sodass
konstante Prüfgeschwindigkeiten und
präzise Messwerte auch ohne großen
Maschinenaufbau möglich sind.Anwendung in der
PraxisDie Messung erfolgt über ein einfaches Einspannen
der Probe zwischen zwei Klemmbacken. Anschließend wird die
Trennbewegung manuell oder halbautomatisch ausgeführt. Das Gerät
erfasst die maximale und mittlere
Peel-Kraft und gibt sie direkt digital
aus.
Typische Einsatzorte sind:
Linienabnahmen und In-Process-Kontrollen
Ursachenanalyse bei Öffnungsproblemen
Qualitätsprüfungen bei Folien- und Beutelherstellern
Sarau betont den Nutzen für Produktionsbetriebe, die Zeit
und Material sparen, weil Prüfungen unmittelbar vor Ort
möglich sind.Bedeutung für die BrancheGeräte wie
das PITSID-System unterstützen den Trend zu
dezentraler Qualitätsprüfung. Besonders bei
recycelbaren und dünneren Folienstrukturen sind reproduzierbare
Öffnungskräfte entscheidend, um Konsumentenkomfort und
Produktschutz zu gewährleisten.René Sarau fasst
zusammen: „Je flexibler unsere Prüfmittel, desto schneller können
Verpackungsentwickler reagieren, wenn eine Naht zu stark oder zu
schwach ist.“Das Interview führte Innoform
Coaching im Rahmen der Fachpack 2025.
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Über diesen Podcast
Neues und Interessantes aus der Flexiblen Verpackungsindustrie, den
Abpackern, Lebensmittelherstellern, Markeninhabern und dem Handel.
Karsten Schröder spricht mit Experten entlang der Lieferketten der
Flexpack-Industrie über Trends und Geschichten aus dem wahren
#flexpack Leben. Persönliche Hintergrundinformationen,
Produktneuheiten aber auch teils politische Einordnungen sind das
Salz in der Suppe.
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