Mittelweg 36

Mittelweg 36

Mit Hannah Schmidt-Ott und Jens Bisky

Episoden

Was interessiert die Literatursoziologie, Christine Magerski?
28.01.2026
39 Minuten
Das erste Mal begegnete Christine Magerski der Literatursoziologie während ihrer Schulzeit in der DDR. Ihre intellektuellen Interessen führten sie letztlich nach Kroatien, an den Gründungsort der Zagreber Schule, und zum Begriff der Form. Mit Hannah Schmidt-Ott spricht sie am Beispiel von Dorothee Elmigers preisgekrönten Buch „Die Holländerinnen“ über die Form des Gegenwartsromans, die Relevanz von Gesellschaftstheorie für die Literatursoziologie und das Ende gesellschaftlicher Gestaltbarkeit. Christine Magerski ist Professorin für neuere deutsche Literatur- und Kulturgeschichte an der Universität Zagreb.   Literatur Andreas Reckwitz: „Das Ende der Illusionen. Politik, Ökonomie und Kultur in der Spätmoderne“, Suhrkamp 2019. Dorothee Elmiger: „Die Holländerinnen“, Hanser 2025. Moritz Baßler: „Populärer Realismus. Vom International Style gegenwärtigen Erzählens, C.H.Beck 2022. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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Wie patriarchal ist der Rechtsstaat?
24.11.2025
35 Minuten
Sexuelle Gewalt in der Ehe wurde in Deutschland erst 1997 kriminalisiert. Der Reform des Sexualstrafrechts ging jahrzehntelanger Aktivismus der Neuen Frauenbewegung voraus. Die Kämpfe von Feministinnen, die männliche Gewalt gegen Frauen konsequent anprangerten, analysiert die Historikerin Hannah Catherine Davies in ihrem Buch „Rechtsstaat und Patriarchat“. Mit Hannah Schmidt-Ott spricht sie über die Wahrnehmung sexueller Gewalt in der Bundesrepublik, das Verhältnis der Frauenbewegung zum Staat und Strafe als politisches Mittel. Dr. Hannah Catherine Davies ist wissenschaftliche Oberassistentin am Historischen Seminar der Universität Zürich. Sie forscht zur Geschichte der Gewalt, Geschichte des Kapitalismus, Rechtsgeschichte sowie zu deutscher und amerikanischer Geschichte. „Rechtsstaat und Patriarchat. Eine Geschichte sexueller Gewalt in der Bundesrepublik 1973 bis 1997“ erscheint in der Hamburger Edition. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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Brauchen wir das Normalarbeitsverhältnis?
21.10.2025
47 Minuten
Wer von Klassen redet, statt Sozialstrukturanalyse zu betreiben, bekommt eine andere Wirklichkeit in den Blick, meint Nicole Mayer-Ahuja. Dem „Skandal der Klassengesellschaft“ hat sie ihr neues Buch gewidmet. Jens Bisky spricht mit der Arbeitssoziologin über die Lage der arbeitenden Klasse, den Wandel der Arbeitswelt, den schlechten Ruf des Normalarbeitsverhältnisses, Solidarität und Möglichkeiten zur Veränderung. Nicole Mayer-Ahuja ist Professorin für Soziologie in Göttingen. Vor wenigen Wochen erschien im Verlag C.H. Beck ihr Buch „Klassengesellschaft akut – Warum Lohnarbeit spaltet und wie es anders gehen kann“. https://www.hamburger-edition.de/zeitschrift-mittelweg-36/podcast/ ..... Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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Wozu Theorie?
22.09.2025
38 Minuten
Die soziologische Theorie ist mit einem Gegenstand befasst, der ständigem Wandel unterliegt. Insofern muss auch sie sich beständig weiterentwickeln, um auf der Höhe der Zeit zu bleiben. Hannah Schmidt-Ott und Jens Bisky sprechen mit der Soziologin Nicole Holzhauser über studentische Theorieaffinität damals und heute, den Streit um das richtige Konzept, posthumane Soziologie, theoretische Konvertiten und politische Renegaten. Und sie fragen: Hat die Identifikation mit Methoden die Leidenschaft für Theorie abgelöst? Literatur Andreas Reckwitz: „Die Gesellschaft der Singularitäten. Zum Strukturwandel der Moderne“, Suhrkamp 2019. Arlie Russel Hochschild: „The Managed Heart. Commercialization of Human Feeling: Commercialization of Human Feeling“, University of California Press 2012. Bruno Latour: „Das terrestrische Manifest“, Suhrkamp 2018, übersetzt von Bernd Schwibs. Donna Haraway: „Das Manifest für Gefährten“, Merve 2016, übersetzt von Jennifer Sophia Theodor. Pierre Bourdieu: „Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft“, Suhrkamp 1982, übersetzt von Bernd Schwibs und Achim Russer. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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Politik oder Popkultur?
26.06.2025
30 Minuten
Was haben US-Präsident Donald Trump und Gangsterboss Al Capone gemeinsam? Eine ganze Menge, meint Georg Seeßlen – vor allem sind sie ein Spiegelbild ihrer Anhänger. Hannah Schmidt-Ott spricht mit dem Autor und Kritiker über das Leben in der Gangwelt, Trump als Meme und die Sprache der Empathielosigkeit. Außerdem geht es um Silvio Berlusconi, Technofeudalismus und Populärkultur als Vorbild sowie Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen. Literatur: Georg Seeßlen: „Trump & Co. Der un/aufhaltsame Weg des Westens in die Anti-Demokratie“, Bertz + Fischer 2025 Georg Seeßlen: „Trump! POPulismus als Politik“, Betz + Fischer 2017 Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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Über diesen Podcast

Hannah Schmidt-Ott und Jens Bisky laden im monatlichen Wechsel Wissenschaftler:innen und Autor:innen zu Gesprächen über Gesellschaft, Kultur und Theorie. Egal ob Romane, wissenschaftliche Studien, Gegenwartsbeobachtungen oder Sozialfiguren diskutiert werden: stets geht es um Menschen, wie sie sich aufeinander beziehen und was sie dabei freiwillig und unfreiwillig produzieren. Hannah Schmidt-Ott ist Redakteurin beim Online-Fachforum Soziopolis Jens Bisky ist leitender Redakteur des Mittelweg 36 Kontakt: podcast@his-online.de Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

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