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Episoden
30.04.2026
19 Minuten
Wer als junges Unternehmen in Europa heute über nationale Grenzen hinaus wachsen will, stößt schnell auf einen Flickenteppich aus unterschiedlichen Unternehmensrechten, bürokratischen Hürden und hohen Kosten. Das bremst Expansion, schreckt internationale Investor:innen ab und trägt dazu bei, dass Risikokapital meist im nationalen Rahmen bleibt. Der Vorschlag der EU Kommission zu EU Inc., einer neuen, pan-europäischen Unternehmensform, zielt genau darauf ab: mit einer digitalen Gründung in 48 Stunden, europaweit einheitlichen Regeln und als ein sogenanntes 28. Regime – also eine freiwillige EU weite Rechtsform. Doch hält der Vorschlag, was er verspricht? Wo liegen seine Stärken und Schwächen, etwa bei den Mitbestimmungsrechten für Angestellte oder dem Rückgriff auf nationales Recht? Und wie fügt sich EU Inc. in die größeren Bemühungen ein, Europas Startup- und Scaleup- Ökosystem zu stärken, etwa durch den neuen Scaleup Europe Fund? Darüber spricht Thu Nguyen in dieser Folge mit Marlene Schörner, Policy Fellow für EU-Finanzmärkte.
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09.04.2026
31 Minuten
Europas Industrie steht unter massivem Druck: hohe Energiepreise, ein zunehmend fragmentierter Welthandel und der „zweite China‑Schock“ setzen besonders Branchen wie Automobil, Chemie, Stahl und Maschinenbau zu. Arbeitsplätze gehen verloren, Investitionen bleiben aus und zugleich wächst der politische Anspruch, Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz miteinander zu verbinden. Der Vorschlag der EU-Kommission zum Industrial Accelerator Act (IAA) soll hier ansetzen: mit Planungsbeschleunigung, neuen Buy‑European- und Low‑Carbon-Klauseln sowie strengeren Bedingungen für ausländische Investitionen. Doch wie groß ist der tatsächliche Paradigmenwechsel? Welche Branchen profitieren wirklich und wo bleibt die Wirkung begrenzt? Und wie passt das alles zu den aktuellen Debatten über Bürokratieabbau und die Zukunft des EU‑Emissionshandels? Darüber spricht Thu Nguyen in dieser Folge mit dem Klima- und Wirtschaftsexperten Philipp Jäger.
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06.02.2026
28 Minuten
Europa startet mit Druck ins Jahr 2026: neue handels- und sicherheitspolitische Spannungen mit den USA, Russlands Krieg gegen die Ukraine und wachsende geoökonomische Rivalität mit China. Alte Gewissheiten bröckeln und die EU muss beweisen, dass sie handlungsfähig ist. In dieser Folge von EU to go analysieren Thu Nguyen und Nils Redeker, welche Lehren sich aus den ersten Wochen des Jahres ziehen lassen. Wie geschlossen ist die EU wirklich? Welche wirtschaftspolitischen Maßnahmen braucht es, um die EU auch geopolitisch zu stärken? Wird 2026 zum Jahr europäischer Souveränität oder zur nächsten Belastungsprobe? Mehr Infos zu unseren Themen findet ihr auf [Bluesky](https://bsky.app/profile/delorsberlin.bsky.social), [Instagram](https://www.instagram.com/delorsberlin), [LinkedIn](https://www.linkedin.com/company/jacques-delors-institut-berlin/) oder auf unserer [Webseite](https://www.delorscentre.eu/en/).
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19.12.2025
19 Minuten
Lithium, seltene Erden, Graphit – sie sind unscheinbar, aber entscheidend: Ohne sie keine Batterien, keine Windräder, keine Verteidigungssysteme. Doch Europa ist entlang der gesamten Wertschöpfungskette stark abhängig – vor allem von China. In dieser Folge von EU to go spricht Thu Nguyen mit Geoökonom Arthur Leichthammer über Europas strategische Verwundbarkeit, die Rolle kritischer Rohstoffe in der Sicherheits- und Wirtschaftspolitik – und die Frage, ob neue Initiativen wie der Critical Raw Materials Act oder ReSourceEU wirklich helfen können. Eine Folge über geopolitische Machtinstrumente, globale Lieferketten – und die Frage, wie Europa sich unabhängiger aufstellen kann. Zur Publikation: The EU's critical raw materials predicament: ReSourceEU to the Rescue? von Arthur Leichthammer Mehr Infos zu unseren Themen findet ihr auf [Bluesky](https://bsky.app/profile/delorsberlin.bsky.social), [Instagram](https://www.instagram.com/delorsberlin), [LinkedIn](https://www.linkedin.com/company/jacques-delors-institut-berlin/) oder auf unserer [Webseite](https://www.delorscentre.eu/en/).
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12.11.2025
30 Minuten
13.000 Stellen bei Bosch, 35.000 bei VW, 7.600 bei ZF – die Automobilbranche steht unter Druck. Während China mit staatlich geförderten E-Autos den Weltmarkt erobert und die USA neue Zölle verhängen, fehlt es Europa an einer gemeinsamen industriepolitischen Antwort. In dieser Folge spricht Thu Nguyen mit Sander Tordoir (Centre for European Reform) und Nils Redeker (Jacques Delors Centre) über die geopolitischen Herausforderungen, die Schwächen der europäischen Industriepolitik und darüber, wie eine „Buy European“-Strategie aussehen könnte. Zur Publikation: "How buy-European rules can help save Europe’s car industry" von Sander Tordoir (Centre for European Reform), Lucas Guttenberg (Bertelsmann Stiftung) und Nils Redeker (Jacques Delors Centre) Mehr Infos zu unseren Themen findet ihr auf [Bluesky](https://bsky.app/profile/delorsberlin.bsky.social), [Instagram](https://www.instagram.com/delorsberlin), [LinkedIn](https://www.linkedin.com/company/jacques-delors-institut-berlin/) oder auf unserer [Webseite](https://www.delorscentre.eu/en/).
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Über diesen Podcast
Im EU to go Podcast des Jacques Delors Centres bringt Thu Nguyen
monatlich Expert:innen des Centres an den Tisch, um über aktuelle
politische Entwicklungen in der EU zu diskutieren und deren
Auswirkungen auch auf Deutschland zu analysieren. In rund 30
Minuten diskutiert die Moderatorin mit ihren Gästen etwa, wie die
Migrationspolitik der EU zu bewerten ist, wo die EU eigentlich in
Sachen Rechtsstaatlichkeit steht oder ob der grüne Wandel und
Inflationsbekämpfung sich im Wege stehen – und das immer mit einem
nach vorne gerichteten Blick.
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