Blitzlicht Fortbildung für Ärzte der Medical Tribune
„Blitzlicht Fortbildung“ bietet Ärzt:innen eine z…
Podcaster
Episoden
17.02.2026
8 Minuten
Bei der metabolische Dysfunktion-assoziierten steatotischen
Lebererkrankung (MASLD) handelt es sich um ein häufiges
Krankheitsbild, das mit Adipositas und/oder Diabetes mellitus
assoziiert ist und aus dem sich die progrediente Verlaufsform einer
Steatohepatitis (MASH) entwickeln kann. Bis August 2025 gab es in
Deutschland zur Behandlung einer MASH keine zugelassene Therapie.
Die Steatohepatitis hat eine schlechte Prognose. Das gilt
insbesondere dann, wenn gleichzeitig kardiometabolische
Risikofaktoren und ein erhöhter Alkoholkonsum vorliegen. Die
Herausforderung in der täglichen Praxis besteht darin, die Vorstufe
einer MASLD frühzeitig zu diagnostizieren. Hier ist der sogenannte
FIB-4-Index eine wertvolle Hilfe in der hausärztlichen Praxis, weil
er mit den Parametern Alter, AST, Thrombozyten und ALT die
Identifizierung von Risikopatienten ermöglicht, die fachärztlich
weiter untersucht werden sollten. Für die Patienten mit MASLD und
MASH ist die Reduktion des Körpergewichts durch eine effektive
Lebensstiländerung mit Ernährungsumstellung und Bewegung die
ursächliche und damit nachhaltigste Therapiemaßnahme. Eine
Reduktion des Körpergewichts um 10% in einem Jahr kann zu einem
vollständigen Rückgang der Leberverfettung führen. Die Patienten
sollten auf Alkohol verzichten. Wenn bereits eine MASH mit einem
Fibrosegrad 2 oder 3 vorliegt, kann der neue THR-Beta-Agonist
Resmetirom eingesetzt werden, um die Prognose zu verbessern. Dr.
Martin Fedder stellt in diesem Podcast die wichtigsten Inhalte
einer von Dr. Luisa Werner moderierten eCME-Fortbildung mit Prof.
Münevver Demir zur Diagnostik und Therapie der MASH vor. Sie
bezieht wesentliche Empfehlungen der Europäischen Leitlinie zur
metabolische Dysfunktion-assoziierten steatotischen Lebererkrankung
(MASLD) mit ein. Prof. Demir ist Fachärztin für Innere Medizin mit
dem Schwerpunkt Gastroenterologie und Hepatologie und arbeitet als
leitende Oberärztin an der Charité Universitätsmedizin Berlin. Mit
freundlicher Unterstützung von Madrigal Pharmaceuticals Deutschland
GmbH. Zur eCME-Fortbildung mit Prof. Münevver Demir:
www.medical-tribune.de/cme-mash-praxisalltag
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21.11.2024
7 Minuten
Die pulmonalarterielle Hypertonie (PAH) im Kindes- und Jugendalter
ist eine seltene Erkrankung und wird in den meisten Fällen schon in
den ersten Lebensmonaten diagnostiziert. Wenn der durch einen
angeborenen Herzfehler erhöhte Druck im kleinen Kreislauf
frühzeitig durch einen chirurgischen Eingriff gesenkt werden kann,
können bleibende Schäden an den Pulmonalarterien verhindert werden.
Ansonsten ist eine pulmonalarterielle Hypertonie nicht heilbar.
Durch die unspezifischen Symptome bei Kindern und Jugendlichen wird
eine PAH häufig nicht sofort erkannt. In der nicht-kardiologischen
Praxis weisen EKG-Veränderungen und ein deutlich erhöhter
NT-pro-BNP-Wert auf eine kardiale Belastung hin, eine normale
NT-pro-BNP-Konzentration schließt eine PAH aber nicht aus.
Echokardiografie und Rechtsherzkatheteruntersuchung sichern die
Diagnose. Zugelassene Medikamente für die Behandlung der
pulmonalarteriellen Hypertonie im Kindes- und Jugendalter sind
Sildenafil und Bosentan. Zusätzlich sind eine Reihe von wichtigen
Allgemeinmaßnahmen zu berücksichtigen, um zum Beispiel eine
thorakale Druckerhöhung und Infekte zu vermeiden. Dr. Martin Fedder
stellt in diesem Podcast die Highlights einer eCME-Fortbildung von
Dr. Christof Hanke zur Symptomatik, Diagnostik und Therapie der
pulmonalarteriellen Hypertonie im Kindes- und Jugendalter vor. Die
Fortbildung wurde im Rahmen eines Fachgesprächs von Sebastian
Alsleben, Arzt in Weiterbildung, moderiert. Dr. Hanke ist Facharzt
für Kinder- und Jugendmedizin und arbeitet als Kinderkardiologe am
Diakonie Klinikum Schwäbisch-Hall gGmbH. Mit freundlicher
Unterstützung von Mylan Germany GmbH (A Viatris Company). Zur
Folgen-Übersicht: https://bit.ly/4eGn93G
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20.11.2024
23 Minuten
„One more time“, so könnte man das Fazit von Dr. Alex Höfter
zusammenfassen, dass er am Ende dieses Podcast formuliert: „Wer
einmal die positiven Effekte eines Moorbades oder einer Moorpackung
erlebt hat, der möchte es nochmal erleben.“ Dr. Höfter ist Facharzt
für Innere Medizin und Chefarzt der Rheumaklinik Bad Aibling. Er
verordnet Mooranwendungen vor allem im Rahmen einer Rehabilitation
von Patientinnen und Patienten mit chronischen Erkrankungen des
Bewegungsapparates. Andreas Egger betreibt in Bad Aibling ein
Kurmittelhaus und ist mit der praktischen Umsetzung von
Mooranwendungen bestens vertraut. Er schildert in diesem Podcast
sehr anschaulich, wie ein Moorbad abläuft, wie die Patientinnen und
Patienten die Mooranwendungen erleben und – auch sehr interessant –
wie das Moor in die Wanne kommt und was nach dem Bad damit
passiert: „wir bringen das Moor nach den Anwendungen in einem
ökologisch besseren Zustand an den Ursprungsort zurück, wie wir es
von dort bekommen haben.“ Im Rahmen einer ambulanten Kur bekommen
die Patientinnen und Patienten im Laufe von 3 Woche bis zu 15
Mooranwendung in seinem Kurmittelhaus, berichtet Andreas Egger.
Mooranwendungen können bei zahlreichen chronischen Erkrankungen
oder im Rahmen einer Rehabilitation zu Lasten der gesetzlichen
Krankenkassen verordnet werden. Im Kurantrag sind nicht nur die
Indikation, sondern auch die Begründung für eine Anwendung von
ortsgebundenen Therapiemaßnahmen darzulegen. In Bayern gibt es
mehrere bekannte Kurorte mit spezialisierten ortsgebundenen
Leistungsangeboten für Mooranwendungen. Auf der Website
www.bayerischer-heilbaeder-verband.de/fachkreise finden Sie
ausführliche Informationen über das Angebot der einzelnen Kurorte
und zur Beantragung von Kuren. Dr. Martin Fedder spricht in diesem
Podcast mit Dr. Alex Höfter und Andreas Egger über die Durchführung
und den Nutzen von Mooranwendungen bei akuten und chronischen
Krankheitsbildern. Mit freundlicher Unterstützung von Bayerischer
Heilbäder-Verband e.V. Zur Folgen-Übersicht: https://bit.ly/4eGn93G
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28.10.2024
13 Minuten
„O sole mio“, so lautet der Refrain in einem bekannten
italienischen Volkslied, aber darin wird natürlich nicht die Kur
oder Soletherapie besungen. „Medizinische Sole ist eine wässrige
Lösung mit mindestens 1,5% Salz “, erklärt Dr. Ralph Brath,
Facharzt für Allgemeinmedizin und Kurarzt in Bad Kissingen. Und mit
Salz ist nicht nur Kochsalz gemeint, sondern eine Mischung von
verschiedenen Mineralsalzen, die je nach Quelle unterschiedlich
zusammengesetzt ist. Neben der äußerlichen Anwendung als Solebad
zum Beispiel bei verschiedenen Hauterkrankungen wird Sole in
niedriger Konzentration auch zur Inhalation bei chronischen
Atemwegserkrankungen mit Erfolg eingesetzt. Dabei kommen nicht nur
osmotische Effekte zum Tragen: „bei beiden Anwendungsformen kommt
es auch zu einem entzündungshemmenden Effekt und einem vegetativen
Ausgleich“, fasst Dr. Brath die Wirkungsmechanismen zusammen. Eine
Sole-Kur besteht immer aus einer Kombination von äußerlichen
Sole-Anwendungen, physikalischen Maßnahmen und dem Trinken von
Heilwässern, die je nach ortsgebundenen Zusammensetzungen
indikationsspezifisch eingesetzt werden. Sole-Kuren können bei
zahlreichen chronischen Erkrankungen oder als allgemeine
Reha-Maßnahme zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen verordnet
werden. Im Kurantrag sind nicht nur die Indikation, sondern auch
die Begründung für eine Anwendung von ortsgebundenen
Therapiemaßnahmen darzulegen. In Bayern gibt es mehrere bekannte
Kurorte mit spezialisierten ortsgebundenen Leistungsangeboten für
die Sole-Therapie. Auf der Website
www.bayerischer-heilbaeder-verband.de/fachkreise finden Sie
ausführliche Informationen über das Angebot der einzelnen Kurorte
und zur Beantragung von Kuren. Dr. Martin Fedder spricht in diesem
Podcast mit Dr. Ralph Brath über Anwendungen und Nutzen von
medizinischer Sole und Heilwässern bei verschiedenen chronischen
Krankheitsbildern oder zur allgemeinen Rehabilitation. Mit
freundlicher Unterstützung von Bayerischer Heilbäder-Verband e.V.
Zum Folgen-Überblick: https://bit.ly/4hh2CFD
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28.10.2024
9 Minuten
Eine provokante These zur Behandlung der Hypertonie! Ist wirklich
jeder Blutdruck einstellbar? Es ist allgemein bekannt, dass dazu
mehrere Voraussetzungen erfüllt sein müssen, was in der täglichen
Praxis manchmal eine große Herausforderung darstellt. Leitlinien
sollen dabei helfen, die wissenschaftlichen Erkenntnisse in der
Praxis umzusetzen. Dazu wollen auch die Empfehlungen in den
aktuellen 2023 veröffentlichten Leitlinien der Europäischen
Hypertoniegesellschaft einen Beitrag leisten. Die
Hypertonietherapie soll nochmal einfacher werden. 2018 wurde der
Therapiebeginn mit einer Zweifachkombination möglichst als
Single-Pill empfohlen. Das bleibt auch 2023 so, aber jetzt hat die
Erreichung des Blutdruckziels höchste Priorität. Womit das Ziel
erreicht wird, ist nachrangig. Zweite Neuerung: Komorbiditäten sind
für das Blutdruckziel nicht mehr relevant. Was zählt, ist das Alter
der Patientinnen und Patienten und deren Fitness. Dr. Martin Fedder
stellt in diesem Podcast die Highlights einer eCME-Fortbildung von
Prof. Ralf Dechend zu den wissenschaftlichen Grundlagen der
Therapieempfehlungen der 2023 ESH-Leitlinien zur Hypertonie und den
Hintergründen der Leitlinienänderungen vor. Prof. Dechend ist
Oberarzt am Helios Klinikum Berlin Buch und Arbeitsgruppenleiter am
Experimental and Clinical Research Center der Charité, Campus Buch.
Mit freundlicher Unterstützung von Servier Deutschland GmbH. Zum
Folgen-Überblick: https://bit.ly/4hh2CFD
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Über diesen Podcast
„Blitzlicht Fortbildung“ bietet Ärzt:innen eine zeitsparende und
abwechslungsreiche Zusammenfassung der wichtigsten Lerninhalte
verschiedener Fortbildungen. Zahlreiche Fachbereiche kompakt
präsentiert in wenigen Minuten – so macht das Lernen von unterwegs
Spaß. Das Fortbildungsangebot der Medical Tribune:
https://www.medical-tribune.de/fortbildung/
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