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Wo Recht lebt. Der juristische Podcast des Verlag Österreich.

Wo Recht lebt. Der juristische Podcast des Verlag Österreich.

Verlag Österreich GmbH 13 Episoden Neueste vor 1 Woche

Aspekte, Entwicklungen, Diskussionen: Gäste aus Wissenschaft und Praxis sprechen über spannende Rechtsthemen.

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Episoden

1 Stunde 5 Minuten
Wo öffentliche Spitzenpositionen besetzt werden, ist der Vorwurf des Postenschachers oft nicht weit. Dabei sollen das Stellenbesetzungsgesetz und die Bundesvertragsschablonenverordnung gerade für Transparenz und nachvollziehbare Auswahlverfahren in staatsnahen Unternehmen sorgen. Doch wie wirksam sind diese Regelungen tatsächlich?

In Folge #13 von Wo Recht lebt spricht Roman Tronner mit Andreas Thomasser und Peter Reininghaus, den Autoren des Kommentars zum Stellenbesetzungsgesetz und zur Bundesvertragsschablonenverordnung. Im Mittelpunkt stehen die Schwachstellen von Bestellungsverfahren: maßgeschneiderte Ausschreibungen, fehlende Sanktionen, uneinheitliche Bewertungsverfahren und begrenzte Rechtsschutzmöglichkeiten für übergangene Bewerber*innen. Die beiden diskutieren, welche Rolle Aufsichtsräte, Politik und Rechnungshof spielen, warum formale Transparenz noch keine Bestenauslese garantiert und welche Reformen zu objektiveren und nachvollziehbareren Stellenbesetzungen beitragen könnten.

Ein Gespräch über politische Einflussnahme, Transparenz und die Frage, wie öffentliche Unternehmen tatsächlich zu den bestgeeigneten Führungskräften kommen.

Über die Experten:

Dr. Andreas Thomasser ist Jurist und Dienstnehmer an der Fachhochschule FH Joanneum in Graz. In seinen Publikationen befasst er sich insbesondere mit dem Ineinanderwirken von Staat und Wirtschaft, der staatsnahen Wirtschaft und dem Verhältnis von Individuum und Kollektiv.

FH-Prof. Mag. Dr. Peter Reininghaus verfügt über langjährige Managementerfahrung. Er ist Gesellschafter in einem Unternehmen und zuständig für Finanzen und Organisation bei einem Notfall-Benachrichtigungsdienstleister. Er hatte eine Professur an der FH Joanneum und war Mitglied in zahlreichen Hearing-Kommissionen.

Der Kommentar StellBG und B-VV – Stellenbesetzungsgesetz und Bundes-Vertragsschablonenverordnung. In Verbindung mit Stellenbesetzungsnormen Bund und Länder ist 2026 im Verlag Österreich erschienen.

Podcastgestaltung und Moderation: Dr. Roman Tronner, tronncom.at

Aufnahme und Schnitt: Markus Koss, tonstudio tonetown

Sprecherin Infofeatures: Jacqueline Sattler, MA
55 Minuten
Künstliche Intelligenz verändert die Versicherungsbranche, aber nicht als einfache technische Lösung. In Folge #12 von Wo Recht lebt sprechen Thomas Münkel, Christoph E. Nabholz und Michael Zimmer darüber, wo KI bereits konkreten Mehrwert schafft, etwa in der Schadenregulierung, beim Underwriting und in der Dokumentenverarbeitung, und warum viele Projekte dennoch an fehlender Skalierung, Datenqualität oder Prozessintegration scheitern.

Im Fokus stehen strategische Umsetzung, Governance, Regulierung und Vertrauen: Wie kann KI in einer hochsensiblen Branche eingesetzt werden, ohne Fairness, Transparenz und menschliche Kontrolle aus dem Blick zu verlieren? Die Folge zeigt, warum KI in Versicherungen kein reines IT-Thema ist, sondern interdisziplinäre Zusammenarbeit, klare Verantwortlichkeiten und ein gutes Verständnis für rechtliche und ethische Anforderungen braucht.

Außerdem geht es um KI-Agenten, inklusive Versicherungsmodelle und die Frage, wie Versicherer Vertrauen schaffen können, bei Kund*innen ebenso wie bei Mitarbeitenden.

Über die Experten:

Thomas Münkel ist seit Jahrzehnten in der Versicherungsbranche tätig, darunter als Chief Administrative Officer der Allianz und Chief Operating Officer der UNIQA Insurance Group. Er  war Co-Founder und CEO der Coya AG (Luko Insurance AG) und ist Board Member in diversen Fintechs. An der JKU Linz lehrt er zu Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz.

Dr. Christoph E. Nabholz ist CEO der Risk Insight Consulting GmbH, eine Boutique-Beratungsfirma, die sich auf Risikoprognosen, Nachhaltigkeit und gesundes Altern spezialisiert hat. Davor war er Chief Research & Sustainability Officer bei Swiss Re und Managing Director des Swiss Re Institute.

Dr. Michael Zimmer ist Chief Data & AI Officer und Leiter des Kompetenzzentrums für KI der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe. Er ist dort verantwortlich für Datenstrategie, KI-Implementierung und digitale Transformation.

Das Buch "Künstliche Intelligenz in der Versicherungsbranche", herausgegeben von Thomas Münkel, ist 2026 im Verlag Österreich erschienen. 

Podcastgestaltung und Moderation: Dr. Roman Tronner, tronncom.at

Aufnahme und Schnitt: Markus Koss, tonstudio tonetown

Sprecherin Infofeatures: Jacqueline Sattler, MA
1 Stunde 6 Minuten
In Folge #11 von Wo Recht lebt analysieren Georg Miernicki und Christian F. Schneider mit Roman Tronner, wie das neue Informationsfreiheitsgesetz (IFG) Verwaltungspraxis und Rechtsschutz verändert. Im Mittelpunkt stehen der grundrechtliche Zugang zu staatlichen Informationen, die Abgrenzung zu Datenschutz und Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen sowie heikle Fragen rund um Gemeinden, ausgegliederte Rechtsträger und private Informationspflichtige.

Die beiden Experten, die jeweils einen Kommentar zum IFG im Verlag Österreich publiziert haben, diskutieren außerdem problematische Punkte wie die fehlende Parteistellung betroffener Dritter, den Umgang mit Geheimhaltungsvereinbarungen und offene Vollzugsfragen. Eine kompakte Einordnung für alle, die wissen wollen, wie Transparenz nach Abschaffung des Amtsgeheimnisses in der Praxis tatsächlich funktioniert.

Über die Experten:

Dr. Georg Miernicki ist stellvertretender Leiter der Abteilung Gemeinden des Amtes der NÖ Landesregierung. Er publiziert regelmäßig zu Themen des Verwaltungs- und Verfassungsrechts, insbesondere zum Recht auf Zugang zu Informationen und hat den Kommentar IFG – Informationsfreiheitsgesetz (NWV/Verlag Österreich 2024) verfasst. Die Aussagen von Dr. Georg Miernicki im Podcast geben seine persönliche Ansicht als Privatperson wieder.

 

Priv.-Doz. DDr. Christian F. Schneider ist Partner und Head im Bereich öffentliches Wirtschaftsrecht bei bpv Hügel Rechtsanwälte. Er ist spezialisiert auf öffentliches Wirtschaftsrecht, Energierecht, Telekommunikationsrecht, Umweltrecht, Vergaberecht sowie Europarecht (insbesondere Binnenmarkt und Beihilfen). Er hat ebenfalls einen Kommentar zum IFG verfasst (Verlag Österreich, 2025).

Podcastgestaltung und Moderation: Dr. Roman Tronner, tronncom.at

Aufnahme und Schnitt: Michaela Hatzenbichler, visualpony.com
53 Minuten
In Folge #10 von „Wo Recht lebt“ sprechen Steuerberater Ernst Marschner und Rechtsanwalt Heinrich Foglar-Deinhardstein über die zentrale Rolle von Kapitaleinlagen in der GmbH. Sie erklären das Trennungsprinzip und das Verbot der Einlagenrückgewähr und zeigen, welche rechtlichen und steuerlichen Folgen sich daraus ergeben.

Anhand eines Praxisfalls wird deutlich, wann eine verdeckte Ausschüttung vorliegt und wie sich die Fremdüblichkeit von Leistungen prüfen lässt. Die Folge erläutert außerdem, welche Bedeutung Nutzungseinlagen, Verrechnungskonto und Evidenzkonto in der Praxis haben und warum eine präzise Dokumentation entscheidend ist.

Darüber hinaus geht es um wirksame Compliance-Maßnahmen und um die Kapitalherabsetzung als Möglichkeit, Einlagen steuerlich korrekt zurückzuführen. Diskutiert werden auch Reformansätze wie die Übernahme moderner FlexCo-Regelungen ins GmbH-Recht sowie ein One-Stop-Shop für Unternehmensgründungen.

Podcastgestaltung und Moderation: Dr. Roman Tronner, tronncom.at

Aufnahme und Schnitt: Michaela Hatzenbichler, visualpony.com

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48 Minuten
Warum gilt die österreichische Privatstiftung als Erfolgsmodell und gleichzeitig als reformbedürftig? In Folge #9 von Wo Recht lebt beleuchten Universitätsprofessorin Susanne Kalss (WU Wien) und Rechtsanwalt Florian Haselwanter (Eiselsberg Rechtsanwälte) die Praxis und Perspektiven dieser besonderen Rechtsform. Sie sprechen über die eigentümerlose Struktur als „Stabilitätsanker“ für Unternehmen, über die internationale Vorbildwirkung und über die Balance zwischen Flexibilität und Kontrolle. 

Der große Vorteil der österreichischen Privatstiftung liegt in der Gestaltungsfreiheit, die auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Stifter zugeschnitten ist – im Gegensatz zum starren deutschen Stiftungsrecht. (Susanne Kalss)

Diskutiert werden auch die im Regierungsprogramm angekündigten Reformpläne: Stärkung des Beirats, mehr Mitsprache der Stifterfamilie, höhere Stiftungseingangssteuer. 

Es gibt keine großartigen steuerlichen Vorteile mehr. Das ist vielleicht aus Sicht der Stiftungen und des Stiftungsstandorts nicht unbedingt ein Nachteil, weil sich der eigentliche Stiftungsgedanke wieder mehr in den Vordergrund schiebt. (Florian Haslwanter)

Die Folge bietet eine fundierte Analyse aktueller rechtlicher und politischer Debatten rund um die Privatstiftung und beleuchtet, wo Handlungsbedarf besteht, um das bestehende System zukunftssicher weiterzuentwickeln.

Podcastgestaltung und Moderation: Dr. Roman Tronner, tronncom.at

Aufnahme und Schnitt: Michaela Hatzenbichler, visualpony.com

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Über diesen Podcast

Schon gehört? Aufnahmen aus der Welt, in der Recht lebt: Expertise aus der Rechtswissenschaft, Best Practices aus dem juristischen Alltag. Themen, Argumente und Entscheidungen von Rechtsexpertinnen und -experten. Aktuelle Entwicklungen, rechtliche Hintergründe und fachlicher Tiefgang – konkret beleuchtet und neu verhandelt. 
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