Die Börsenminute Archiv
670 Episoden
2 Minuten
Wer sich im momentanen Marktumfeld bei Banktiteln trotz der verbesserten Zinsmargen für die Institute nicht wohl fühlt, den kann ich verstehen. Heiko Böhmer, Kapitalmarktstratege Shareholder Value Management AG, zu Gast bei der GELDMEISTERIN in der neuen Podcastfolge am Sonntag investiert grundsätzlich nicht in Banken. Aktuell sehe man ja einmal mehr, zu was Banken bilanztechnisch alles fähig sind. Die Finanzsparte decke man lieber mit Rückversicherungen ab mit einem stabilen Geschäftsmodell und die als Draufgabe auch noch Dividenden abliefern. Die Versicherungsprämien haben in der gesamten Branche kräftig angezogen, der Markt ist schon sehr konzentriert, Tendenz steigend. Hier gefällt ihm der französische Rückversicherer Scor, die in den letzten sechs Monaten schon 28 Prozent im Kurs zulegte und das nicht ohne Grund. Der Spezialversicherer hat sehr gute Zahlen für 2022 präsentiert mit einer Schaden-Kosten-Quote von 90,1% , was sehr ordentlich ist.
In die Kategorie stabiler Rückversicherer fallen auch noch die Münchner Rück, die ich seit längerem in meinem persönlichen Portfolio habe. Sie hat in den letzten sechs Monaten schon 23 Prozent, die Swiss Re 18,6 Prozent und die Hannover Rück hat knapp sieben Prozent an Wert gewonnen. Das Kurs-Gewinn Verhältnis der Münchner Rück liegt noch noch unter 13, bei der Hannover Rück bei 14,6, bei Swiss Re bei stolzen 64,4. Das KGV der Schweizer wäre mir dann doch zu hoch, als das ich mir eine Swiss Re anschauen würde. Sehr wohl aber eine Scor und Münchner Rück, wenn ich nicht letzte schon in meine, Portfolio hätte….
Und wenn Euch die Episode der Börsenminute gefallen hat, ja dann empfehle ich den Podcast auf der Plattform Eurer Wahl gratis zu abonnieren oder auch den Börsenminuten-Gruppen auf Facebook und LinkedIn beizutreten. Ich freue mich über den persönlichen Austausch!
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
#Rückversicherungen #Zinsen #MunichRe #MünchnerRück #Scor #HannoverRück #SwissRe #Börse #Risiko #Investment #Portfolio #SiliconValleyBank #podcast #Kapitalmarkt #Renditen #Börsenminute #Zinserhöhungen #CombinedRatio #Schaden-Kosten-Quote #Spezialversicherer #USA #HeikoBöhmer #ShareholderValueManagement #Banken #Geschäftsmodell
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In die Kategorie stabiler Rückversicherer fallen auch noch die Münchner Rück, die ich seit längerem in meinem persönlichen Portfolio habe. Sie hat in den letzten sechs Monaten schon 23 Prozent, die Swiss Re 18,6 Prozent und die Hannover Rück hat knapp sieben Prozent an Wert gewonnen. Das Kurs-Gewinn Verhältnis der Münchner Rück liegt noch noch unter 13, bei der Hannover Rück bei 14,6, bei Swiss Re bei stolzen 64,4. Das KGV der Schweizer wäre mir dann doch zu hoch, als das ich mir eine Swiss Re anschauen würde. Sehr wohl aber eine Scor und Münchner Rück, wenn ich nicht letzte schon in meine, Portfolio hätte….
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2 Minuten
Die Silicon Valley Bank-Pleite brachte es wieder einmal an den Tag: Das zu wenig beachtete Durations-Risiko. Bekanntlich hängt der Kurs festverzinslicher Anleihen vom Marktzins ab. Steigen die Zinsen, fällt der Kurs der Anleihe, dader fixierte Kupon weniger attraktiv ist als jener der neu emittierten, höher verzinsten Anleihen. Das Ausmaß, mit dem eine Anleihe auf eine Marktzinsänderung reagiert, hängt unter anderem von der Restlaufzeit und der Kapitalbindungsdauer, der sogenannten Duration ab. Die Duration unterscheidet sich insofern von der Restlaufzeit einer Anleihe, als sie auch zwischenzeitliche Zahlungen, etwa ausbezahlte Zinserträge berücksichtigt und abzieht. Deshalb ist die Duration meist kürzer als die Restlaufzeit. Wenn die Zinsen schnell und stark steigen – so geschehen in den USA von null auf fünf Prozent – steigt auch das Durations-Risiko von Anleihen. Gerade in solchen Marktphase, sollte man besonders auf die Duration von Anleihen achten. Eine Duration von zwei bedeutet beispielsweise, dass der Wert einer Anleihe oder eines Anleihenfonds oder ETFS um zwei Prozent fällt, wenn die Zinsen um einen Prozent steigen. Ein Fonds oder eine Anleihe mit einer Duration von vier fällt bei einem Zinsanstieg um einen Prozent sogar um vier Prozent. Auch wenn man die Verluste nicht realisiert, weil man die Anleihe oder den Anleihen-Fonds oder ETF nicht vor der Laufzeitende verkaufen möchte, in den Bilanzen scheinen die Kursverluste vor Laufzeitende auf - und genau das ist momentan das Problem vieler Banken, auch wenn sie die Verluste nicht realisieren.
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2 Minuten
Niemand hat behauptet die Börse sei langweilig. Nachdem die US-Notenbank FED mit Taten bewies, dass sie alles unternehmen wird, damit die jüngsten Bankenpleiten des Landes nicht zum Beginn einer neuen Finanzkrise werden, ist das Grundvertrauen in die US-Technologie offensichtlich zurückgekehrt, wie der Sentiment-Index Sentix zeigt, der steil nach oben sprang. In der statistischen Vergangenheit lag der Nasdaq acht Wochen nach so einem starken Stimmungsanstieg sechs Prozent im Plus, wie Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner in einer Aussendung bemerkt. Tatsächlich hatder US-Technologie-Index Nasdaq 100 in der Vorwoche schon um sechs Prozent zugelegt, liegt chartechnisch wieder über der 50- und 200-Tagelinie, was positiv stimmt. So ist es nun mal: Dem einen Freud, des anderen Leid: Wegen der Bankenkrise rechnet der Markt zu 75 Prozent damit, dass die FED die Zinsen am Donnerstag, 22. März nur um 25 Basispunkte erhöht. Lassen wir uns in Kürze positiv überraschen, aber auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich deshalb das Börsen-Gemengelage noch lange nicht entspannt. Ich bleibe dabei: Am besten nicht Zinshoppen und seiner langfristigen Investmentstrategie treu bleiben.
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#Tech #Zinsen #Technologieaktien #FED #Börse #Nasdaq #Investment #Index #Seniment #Portfolio #Strategie #SiliconValleyBank #podcast #Kapitalmarkt #Renditen #Börsenminute #200-Tagelinie
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2 Minuten
Nach der Pleite der Silicon Valley Bank und anderen US-Banken und der Schieflage des Schweizer Flaggschiffs Credite Suisse machen sich die Sparer erneut große Sorgen um die Sicherheit ihrer Bankeinlagen. Bekanntlich sind durch den Einlagenschutz etwa deutsche und österreichische Spareinlagen bis zu 100.000 Euro je Privatperson und Institut einlagengesichert. Wer sich dennoch nicht mit Spareinlagen wohl fühlt, kann sein Geld wie es die Institutionellen oftmals tun in Geldmarktfonds- oder ETFs parken. Laut Financial Times vermeldeten aus dem Sicherheitsaspekt heraus die US-Geldmarktfonds in der Vorwoche die höchsten Zuflüsse seit Juni 2020. Geldmarktfonds investieren in liquide handelbare Wertpapiere mit maximal einem Jahr Laufzeit, die wenig im Wert schwanken. Das sind Schuldtitel von soliden Banken, Unternehmen oder Staaten. Als Fonds sind sie Sondervermögen, so dass sie im Fall der Pleite der Fondsgesellschaft vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt sind. Von Zinsänderungsrisiken oder Ausfallsrisiken der Schuldtitel, in die der Fonds investiert ist man natürlich auch bei einem Geldmarktfonds nicht geschützt. Doch zumindest streuen die Fonds dieses Verlustrisiko. Achten muss man wie bei allen Fonds auf den Ausgabeaufschlag, die Verwaltungs- und Depotgebühren, die sich leicht auf 0,1 bis 0,15 Prozent pro Jahr summieren. Die Kosten berücksichtigt können Geldmarktfonds meist nicht mit der Verzinsung von Tagesgeld mithalten, zumal der Private nicht die gleichen Konditionen wie institutionelle Anleger erhält. Also ich würde zumindest die Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Bank für meinen Cashbestand ausschöpfen, bevor ich mir als Privatanleger jetzt Gedanken über Geldmarktfonds machen würde …
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Foto: Unsplash/piotr
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3 Minuten
Was für eine Woche, ja gibt´s denn so was! Geldpolitische Experimente in den USA die in Echtzeit weltweit zu einem Bankenbeben führten. Die US-Notenbank FED hat bewusst die Zinsen in Windeseile nach oben geschraubt, um die Wirtschaft zu schwächen. Das ist ihr in den letzten Tagen vor allem mit der Bankwirtschaft hervorragend gelungen. Und jetzt muss wieder Vater Staat einschreiten und aus der Not heraus einen Fonds für Banken bereitstellen, sollte es zu Bank Runs kommen. Auch werden in den USA die Bilanzierungsregeln auf den Kopf gestellt: Die US-Notenbank FED gibt den Banken Kredite gegen Sicherheiten. Und als Sicherheiten können US-Staatsanleihen und hypothekenbesicherte Wertpapiere herhalten, die sogar zum Nennwert bewertet werden. Also zu dem Wert, den die Banken für die Staatspapiere einst bezahlten und nicht zu den deutlich geringeren Kursen, die in den Büchern stehen. Schließlich ist an deren Wertverfall ja auch die Zinserhöhungsorgie der FED Schuld. Die bescherte den älteren, noch schlechter verzinsten Anleihen deutliche Kurs- und den Banken entsprechende bilanzielle Verluste beschehren . Schön wäre es, wenn Private ihre Kredite nach denselben Regeln bei den Banken besichern könnten. Ein frommer Wunsch. Noch ein paar solche Aktionen und ich werde zur Neoliberalen mit Panikattacken, sobald der Staat eingreift. Wenn etwa die FED die Wirtschaft mutwillig bremst, um die Lohn-Preisspirale zu brechen oder staatliche Subventionen über den Standort entscheiden. Ich fasse es nicht: Ein deutscher Autobauer, namentlich VW, genaugenommen seine Tochter PowerCo baut seine erste Batterieproduktion nicht wie ursprünglich vorgesehen in Osteuropa. Nein, bei Ontario in Kanada, um die VW-Autoproduktion in South Carolina zu versorgen. Die beinharte Begründung der VW-Bosse: So können sie vom 369 Milliarden Dollar schweren US-amerikanischen Inflation Reduction Act zehn Milliarden Förderdollars abgreifen. Man warte mit dem Bau einer Produktion in Europa erst einmal, was die EU an Fördergelder zu bieten habe. Bei aller Liebe zur E-Mobilität: Ist so eine Standort-Strategie wirklich nachhaltig? Mir fehlen die Worte. Ich freue mich aufs Wochenende. Ich hoffe wir hören uns am Sonntag bei der nächsten Podcast-Folge der GELDMEISTERIN. Eure Julia Kistner
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5 Minuten
Wer schaut nicht gerne durchs Schlüsselloch. Das ist aber nicht der Hauptgrund, warum ich mir gerne bei Traderfox.de, bei der deutschen Aufsichtsbehörde bafin, bei oekb.at, bei insider-monitor.com oder auch direkt auf den Investors Relation-Seiten der börsennotierten Unternehmen die Director´s Dealings, sprich Käufe und Verkäufe eigener Aktien durch das Management anschaue. Vor allem Verkäufe lassen oftmals tief blicken. Glaubt die Chefin etwa nicht mehr ans Unternehmen? Verkauft sie die Aktien, weil sie das Unternehmen verlässt? Weil das Unternehmen sich vielleicht neu strukturiert? Aber auch Käufe sind aufschlussreich, sofern sie nicht im Rahmen eines Aktienoptionsprogramm geschehen. Sie machen mich oftmals auf ein Unternehmen erst aufmerksam. Zum Beispiel auf den Finanzdienstleister Stifel. Hier hat der CEO gerade 590.000 Euro für eigene Aktien ausgegeben. Der CEO von Dollar Tree hat sogar über eine Million Euro in eigene Aktien investiert. An Stifel, ein US-Finanzdienstleister mit angeschlossener Investmentbank interessieren mich aber eher die Aktienanalysen des Unternehmens als die Aktie selbst. Charttechnisch ist Stifel aus dem Abwärtskanal ausgebrochen. In den letzten zwölf Monaten hat die Stifel-Aktie fast 20 Prozent verloren. Am Montag, nach Beruhigung am Bankensektor nach der SVB-Pleite hat sie wieder sieben Prozent zugelegt. Kein Papier dessen Bilanzen ich mir genauer ansehen möchte. Als Langfristanlegerin interessiert mich da schon eher Dollar Tree, ein Gemischtwarendiskonter mit 26,3 Milliarden US-Dollar Umsatz, der wahrscheinlich wieder mehr Kunden finden wird, wenn die USA jetzt langsam in die Rezession schlittert. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 23 liegt die Bewertung der Aktie im langfristigen Schnitt. Was mich aber gerade in Zeiten steigender Zinsen stört ist die hohe Fremdkapitalquote von 65 Prozent, die beim Mitbewerber Dollar General Corporation sogar mit über 74 Prozent noch höher ist und bei Walmart auch bei 68 Prozent liegt. Das dürfte also eher an der Branche liegen. Insgesamt gefallen mir die Kennzahlen von Dollar General besser. Das Unternehmen präsentiert am Donnerstag, 16.3. seine neuen Zahlen für das bis zum 31.1.2023 laufende Quartal. Der Analystenkonsens liegt bei 2,99 US-Dollar Gewinn je Aktien gegenüber 2,58 US-Dollar im Vergleichsquartal des Vorjahres. Beim Umsatz rechnen sie mit einem Plus von 18,39 Prozent auf 10,24 Milliarden US-Dollar. Auf den Mitarbeiter gerechnet dürfte der Umsatz aber wieder etwas auf 209.000 zurückgegangen sein. Und was sagt das Insider-Trades-Barometer des Wall Street Journal zu Dollar General? Laut Aufsichtsbehörde SEC wurden in den letzten zwölf Monaten 45 Insiderverkäufe gemeldet von insgesamt 509.875 Aktien und nur 25 Käufe mit 280.063 Stück. In den letzten drei Monaten dreht sich allerdings die Stimmung in der Chefetage des Retail-Diskonters: Drei Käufe mit insgesamt 9661 Aktien stand zwei Verkäufe von 1953 Stück gegenüber. Lassen wir uns überraschen. Wer übrigens weitere gute Informationsquellen für Director´s Dealings kennt, schreibt sie doch bitte in den Kommentar oder schickt sie mir an Julia@geldmeisterin.com Vielen Dank dafür!
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3 Minuten
„Bärenstarke Schweizer Aktien“ lautete der Vortrag von Thomas Funk, Portfolio-Manager des GAM Swiss Small & Mid Cap Equity-Fonds auf dem Fonds professionell Kongress. Und da hat er nicht ganz Unrecht. Das soll natürlich weder ein Anlageempfehlung für Schweizer Aktien und schon gar nicht für seinen Fonds sein. Doch wo er recht hat ist, dass gerade viele kleinere Schweizer Spezialisten extrem wettbewerbsfähig sind. Denn nur die Härtesten kommen durch, die unter anderem die beiden letzten Schweizer Franken-Aufwertungswellen 2010 bis 2011 und 2014 konkurrenzfähig überstanden haben und auch die jüngste Franken-Aufwertung 2022 aufgrund der Inflationsdifferenzen meisterten. Denn man muss wissen: während die Inflationsrate Im Vorjahr in Österreich und Deutschland bei 8,5 beziehungsweise 8,7 Prozent lag betrug sie in der Schweiz gerade einmal 2,8 Prozent. Deshalb sind auch in der Schweiz die Löhne nicht so stark gestiegen, was die ohnedies hohe Wettbewerbsfähigkeit Schweizer Unternehmen und deren Gewinnmargen noch verbessert.
Einer der Hidden Schwiezer Champion ist Interroll, der Transport- und Rollsysteme für Logistiker wie Amazon und DHL produziert, oder auch der Zahntechniker Straumann Holding, der in den letzten sechs Monaten knapp 25 Prozent zulegte. Straumann hatte ich vor Jahren einmal in meinem persönlichen Portfolio. Leider fehlte mir der lange Atem, so dass ich moderate Aktiengewinne alsbald 2014 realisierte. Hätte ich die Straumann-Aktie noch zehn Jahre länger bis zum heutigen Tage behalten, hätte ich mein investiertes Vermögen mehr als versechsfacht. Hättiwari ist wirklich nicht meine Lebensphilosophie. Was ich nur sagen möchte ist: Es lohnt sich Bärenmärkte mit bärenstarken Unternehmen, denen man auch in Zukunft noch viel Wachstum zutraut, durchzutauchen und die findet man durchaus geballt im Kantönli-Staat. Wobei man natürlich gerade bei Small- und Midcaps auch bei bärenstarken Aktien stärkere Kursschwankungen aushalten muss und daher nicht unbedingt bei begrenztem Investmentbudget in Einzeltitel investieren sollte…
Und wenn Euch die Episode der Börsenminute gefällt, ja dann empfehle ich den Podcast vom der Plattform Eurer Wahl gratis zu abonnieren. Vielen Dank sagt Podcast-Host Julia Kistner, mit einem weiteren Podcast-Tipp: Die GELDMEISTERIN, das große FinanzInterview, jeden Sonntag neu.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
#Schweiz #Interoll #StraumannHoldings #GAM #ThomasFunk #Gläubiger #Schweiz #Investment # #Rezession #Anleihen #Aktien #Wirtschaftseinbruch #Portfolio #Smalllcaps #Zinskurse #podcast #Kapitalmarkt #Renditen #Börsenminute #Bärenmarkt #Gewinne
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Einer der Hidden Schwiezer Champion ist Interroll, der Transport- und Rollsysteme für Logistiker wie Amazon und DHL produziert, oder auch der Zahntechniker Straumann Holding, der in den letzten sechs Monaten knapp 25 Prozent zulegte. Straumann hatte ich vor Jahren einmal in meinem persönlichen Portfolio. Leider fehlte mir der lange Atem, so dass ich moderate Aktiengewinne alsbald 2014 realisierte. Hätte ich die Straumann-Aktie noch zehn Jahre länger bis zum heutigen Tage behalten, hätte ich mein investiertes Vermögen mehr als versechsfacht. Hättiwari ist wirklich nicht meine Lebensphilosophie. Was ich nur sagen möchte ist: Es lohnt sich Bärenmärkte mit bärenstarken Unternehmen, denen man auch in Zukunft noch viel Wachstum zutraut, durchzutauchen und die findet man durchaus geballt im Kantönli-Staat. Wobei man natürlich gerade bei Small- und Midcaps auch bei bärenstarken Aktien stärkere Kursschwankungen aushalten muss und daher nicht unbedingt bei begrenztem Investmentbudget in Einzeltitel investieren sollte…
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3 Minuten
Die Pleite der Silcon Valley Bank SVB macht gerade weltweit Schlagzeilen. Der Grund für ihren Schieflage allerdings weniger. Um eines vorweg zu nehmen: Ihr – zugegeben nicht risikoloses - Geschäftsmodell, Gelder von StartUps zwischenzuparken und diese auch zu finanzieren ist maximal mit- aber nicht hauptverantwortlich für die Bankenpleite. In Geldnöte brachte die SVB vielmehr die heftige schnelle Zinserhöhung der US-Notenbank oder wie man auf neudeutsch sagt, die abflachende bis inverse Zinskurve. Wenn man nämlich Einlagen von 212 Millionen US-Dollar mit 0,5 Prozent kurzfristig verzinst und das eingesammelte Geld dann in bis zu 30 jährige Staatsleihen und Hypothekarbriefe mit einer Verzinsung von 1,5 bis zwei Prozent steckt, klingt das nach einem Mega-Geschäft. Ist es auch, solange die US-Notenbank nicht an der Zinsschraube dreht. Wenn zehnjährige US-Staatsanleihen aktuell bereits mit vier Prozent verzinst werden, dann ist es logisch, dass ich für meine Papiere mit 1,5 bis zwei Prozent Verzinsung nicht mehr das bekomme, was ich ursprünglich dafür bezahlt habe. Und genau das musste die SVB machen. Ihre Kunden, vorwiegend Tech-StartUp hoben aufgrund der Tech-Flaute jetzt ihre Ersparnisse ab und um sie ausbezahlen zu können musste die SVB ihre Anleihen mit bis zu 30 Jahre Laufzeit mit hohen Verlusten auf den Markt werfen.
Also wenn die Banken schon nicht Staatsanleihen managen können, wie sollt das dann erst der Privatanleger können? Fazit: 1. Staatsanleihen sind keine sichere Bank 2. Die Geschäfte der Banken sind auch nicht immer so einsichtigt. 3. Der Bankensektor ist stark geleveraged und erkältet sich schon beim leichtesten Gegenwind. Deshalb investiere ich nicht so gerne in Banktitel. Die hohe Fremkapitalquote der Banken sollten wir vielleicht bei der einen oder anderen systemrelevanten Bank in Europa auch bedenken Übrigens: die SVB – obwohl die 16. größte Bank in den USA - ist natürlich nicht systemrelevant. 4. Investoren sind nervös: Wenn die Horde rennt, dann rennt sie. Es wäre kein Problem gewesen, wenn die SVB die Anleihenverluste nicht hätte realisieren müssen. 5. Ich weiß nicht, ob das Experiment der US-Notenbank FED mit starken Zinsanhebungen die Wirtschaft einzubremsen so clever ist. Bei SVB ist Ihr das Einbremsen definitiv gelungen. Und Sechstens: Habe ich schon einmal erwähnt, dass ich mich als Aktionär von soliden Unternehmen grundsätzlich wohler fühle als Gläubiger von Bonds zu sein? Der Aktienmarkt ist wenigstens liquider als der Anleihenmarkt ...
Und wenn Euch die Episode der Börsenminute gefällt, ja dann empfehle ich den Podcast vom der Plattform Eurer Wahl gratis zu abonnieren. Vielen Dank sagt Podcast-Host Julia Kistner, mit einem weiteren Podcast-Tipp: Die GELDMEISTERIN, das große FinanzInterview, jeden Sonntag neu.
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Also wenn die Banken schon nicht Staatsanleihen managen können, wie sollt das dann erst der Privatanleger können? Fazit: 1. Staatsanleihen sind keine sichere Bank 2. Die Geschäfte der Banken sind auch nicht immer so einsichtigt. 3. Der Bankensektor ist stark geleveraged und erkältet sich schon beim leichtesten Gegenwind. Deshalb investiere ich nicht so gerne in Banktitel. Die hohe Fremkapitalquote der Banken sollten wir vielleicht bei der einen oder anderen systemrelevanten Bank in Europa auch bedenken Übrigens: die SVB – obwohl die 16. größte Bank in den USA - ist natürlich nicht systemrelevant. 4. Investoren sind nervös: Wenn die Horde rennt, dann rennt sie. Es wäre kein Problem gewesen, wenn die SVB die Anleihenverluste nicht hätte realisieren müssen. 5. Ich weiß nicht, ob das Experiment der US-Notenbank FED mit starken Zinsanhebungen die Wirtschaft einzubremsen so clever ist. Bei SVB ist Ihr das Einbremsen definitiv gelungen. Und Sechstens: Habe ich schon einmal erwähnt, dass ich mich als Aktionär von soliden Unternehmen grundsätzlich wohler fühle als Gläubiger von Bonds zu sein? Der Aktienmarkt ist wenigstens liquider als der Anleihenmarkt ...
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3 Minuten
Davon kann Dividendenkaiser Warren Buffett ein Liedchen singen. Seiner Beteiligungsholding Berkshire Heathaway brachte alleine die 5,4 Prozent Beteiligung an Apple im Vorjahr 823,5 Millionen Dolllar an Dividendeneinnahmen. By the way: Ich habe den Dividendenkaiser übrigens auch auf dem Fonds Professionell Kongress in Wien getroffen.
Während es allerdings 2022 an Alternativen zu Dividenden noch mangelte locken inzwischen Anleihezinsen. Die Renditen von zehnjährigen US-Staatsanleihen liegen bei vier Prozent, in Europa, beispielsweise Österreich auch schon bei 3,3, Prozent. Wenn man noch Unternehmensanleihen dazu mischt sind es noch ein Prozent Rendite mehr. Das ist schon deutlich mehr als im Vorjahr, als Staatsanleihen mit hoher Bonität noch negativ verzinst waren. Doch darf man sich nicht täuschen lassen. Die Inflation berücksichtigt verliert man mit Investment Grade-Staatsanleihen immer noch Geld durch Anlegen. Kurzfristig mag das trotz allem mehr sein, als was man mit Aktien verdient. Langfristig wird das nicht reichen für den Vermögensaufbau. Denn man kann meiner Meinung nach nicht erwarten, dass die Inflation auf das frühere sehr, niedrige Niveau zurückkommt. Und dann darf man nicht vergessen, dass, wenn sich jetzt eine zehnjährige Anleihe kauft, sich die 3,3 Prozent oder vier Prozent einloggt, während man bei Dividenden auch an den steigenden Gewinnen der Unternehmen partizipiert, die dann auch mehr ausschütten. Jetzt kann man argumentieren, die Zinsen sind fix, die Dividendenzahlungen könnten bei einer drohenden Rezession zurückkommen oder gar ausfallen. Da sieht JP Morgan Asset Management einen Puffer: Die weltweite Ausschüttungsquote, gemessen am All Country World Index lag das letzte Mal 2010 so tief wie für 2021 im Vorjahr – da gibt es viel zurückgehaltenes Geld, das auch nicht investiert wurde, zum Ausschütten.
Abgesehen davon, dass ich lieber Eigentürmer als Gläubiger bin, investiere ich persönlich grundsätzlich lieber in Aktien als in Anleihen. Aber, ich fühle mich noch zu jung für eine Dividendenstrategie, die ich dann verstärkt fahre, wenn ich mir regelmäßig in der Pension etwas ausbezahlten möchten. Noch sind für mich Dividenden nur Goodys, die ich gerne mitnehmen. Aber mein Fokus ist noch auf Unternehmen, die ihren Cash Flow überwiegend in ihr Wachstum investieren.
Schönes Wochenende und vor allem schönen Sonntag mit der neuen Podcastfolge der GELDMEISTERIN, wo Gast Tilmann Galler unter anderem auch über den Dividendensegen spicht wünscht Podcasthost Julia Kistner
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#Dividende #Zinsen #Bonds #JPMorgan #TillmannGaller #Gläubiger #ACWI #Investmentgrade #Ausschüttung #Rezession #Anleihen #Laufzeiten #investieren #Aktien #WarrenBuffett #Wirtschaftseinbruch #Rezession #fondprofessionellkongress #podcast #Kapitalmarkt #Renditen #Börsenminute #Shareholdervalue
Während es allerdings 2022 an Alternativen zu Dividenden noch mangelte locken inzwischen Anleihezinsen. Die Renditen von zehnjährigen US-Staatsanleihen liegen bei vier Prozent, in Europa, beispielsweise Österreich auch schon bei 3,3, Prozent. Wenn man noch Unternehmensanleihen dazu mischt sind es noch ein Prozent Rendite mehr. Das ist schon deutlich mehr als im Vorjahr, als Staatsanleihen mit hoher Bonität noch negativ verzinst waren. Doch darf man sich nicht täuschen lassen. Die Inflation berücksichtigt verliert man mit Investment Grade-Staatsanleihen immer noch Geld durch Anlegen. Kurzfristig mag das trotz allem mehr sein, als was man mit Aktien verdient. Langfristig wird das nicht reichen für den Vermögensaufbau. Denn man kann meiner Meinung nach nicht erwarten, dass die Inflation auf das frühere sehr, niedrige Niveau zurückkommt. Und dann darf man nicht vergessen, dass, wenn sich jetzt eine zehnjährige Anleihe kauft, sich die 3,3 Prozent oder vier Prozent einloggt, während man bei Dividenden auch an den steigenden Gewinnen der Unternehmen partizipiert, die dann auch mehr ausschütten. Jetzt kann man argumentieren, die Zinsen sind fix, die Dividendenzahlungen könnten bei einer drohenden Rezession zurückkommen oder gar ausfallen. Da sieht JP Morgan Asset Management einen Puffer: Die weltweite Ausschüttungsquote, gemessen am All Country World Index lag das letzte Mal 2010 so tief wie für 2021 im Vorjahr – da gibt es viel zurückgehaltenes Geld, das auch nicht investiert wurde, zum Ausschütten.
Abgesehen davon, dass ich lieber Eigentürmer als Gläubiger bin, investiere ich persönlich grundsätzlich lieber in Aktien als in Anleihen. Aber, ich fühle mich noch zu jung für eine Dividendenstrategie, die ich dann verstärkt fahre, wenn ich mir regelmäßig in der Pension etwas ausbezahlten möchten. Noch sind für mich Dividenden nur Goodys, die ich gerne mitnehmen. Aber mein Fokus ist noch auf Unternehmen, die ihren Cash Flow überwiegend in ihr Wachstum investieren.
Schönes Wochenende und vor allem schönen Sonntag mit der neuen Podcastfolge der GELDMEISTERIN, wo Gast Tilmann Galler unter anderem auch über den Dividendensegen spicht wünscht Podcasthost Julia Kistner
Und wenn Euch die Episode der Börsenminute gefällt, ja dann empfehle ich den Podcast vom der Plattform Eurer Wahl gratis zu abonnieren. Vielen Dank sagt Podcast-Host Julia Kistner, mit einem weiteren Podcast-Tipp: Die GELDMEISTERIN, das große FinanzInterview, jeden Sonntag neu.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
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3 Minuten
Heute war in Wien der große Investoren-Auftrieb, der Fonds Professionell Kongress und ich mitten drin auf Fact Finding Mission. Die schlechte Nachricht: Egal mit welchem Analysten, Fondsmanager oder sonstigen Kapitalmarktstrategen ich gesprochen habe, keiner rechnet damit, dass die Börsen so munter weitersteigen wie in den ersten beiden Monaten.
Dass ausgerechnet die Zykliker zu Jahresbeginn schon so zugelegt haben, macht auch noch keinen Börsenfrühling. Das hat mehr damit zu tun, dass sie in der zweiten Jahreshälfte 2022 so übertrieben niedergeprügelt wurden, dass wir jetzt nicht mehr als eine Gegenbewegung gesehen haben. Nicht ganz so einig waren sich die Kapitalmarkt-Granden, ob man jetzt in Anleihen mit kurzen oder langen Laufzeiten investieren sollte. Dabei gehen beide Lager vom gleichen Marktumfeld aus: Einer Rezession, welcher Tiefe auch immer. Das signalisieren die flachen oder wie in den USA sogar inversen Zinskurven, das heißt für kürzer laufende Anleihen bekommt man höhere Zinsen. Ein Wirtschaftseinbruch würde wiederum bedeuten, dass die Notenbanken nach den Erhöhungen in den nächsten Monaten die Zinsen wieder senken müßten. Und in der Regel steigen die Renditen von langlaufenden Anleihen noch bevor die Zinsen sinken. Wenn Euch daher ein Kapitalmarktexperte jetzt etwa noch zweijährige Laufzeiten empfiehlt, dann rechnet er noch nicht unmittelbar mit einer Rezession. Diejenigen, die auf zehnjährige Anleihen schwören, erwarten schon bald mit einem deutlichen Konjunktureinbruch und einem entsprechenden Druck auf die Notenbanken, die Zinsen zu senken. Falls auch ihr davon ausgeht, ist es natürlich besser, sich mit längeren Laufzeiten die noch höheren Zinsen auch längerfristiger einzulocken.
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#Rezession #Anleihen #Laufzeiten #investieren #Zykliker #Gegenbewegung #Wirtschaftseinbruch #Konjunktur #fondprofessionellkongress #podcast #Kapitalmarkt #Renditen #USA #Zinsen #Zinssenkung
Foto: Unsplash/nathan_dumlao
Dass ausgerechnet die Zykliker zu Jahresbeginn schon so zugelegt haben, macht auch noch keinen Börsenfrühling. Das hat mehr damit zu tun, dass sie in der zweiten Jahreshälfte 2022 so übertrieben niedergeprügelt wurden, dass wir jetzt nicht mehr als eine Gegenbewegung gesehen haben. Nicht ganz so einig waren sich die Kapitalmarkt-Granden, ob man jetzt in Anleihen mit kurzen oder langen Laufzeiten investieren sollte. Dabei gehen beide Lager vom gleichen Marktumfeld aus: Einer Rezession, welcher Tiefe auch immer. Das signalisieren die flachen oder wie in den USA sogar inversen Zinskurven, das heißt für kürzer laufende Anleihen bekommt man höhere Zinsen. Ein Wirtschaftseinbruch würde wiederum bedeuten, dass die Notenbanken nach den Erhöhungen in den nächsten Monaten die Zinsen wieder senken müßten. Und in der Regel steigen die Renditen von langlaufenden Anleihen noch bevor die Zinsen sinken. Wenn Euch daher ein Kapitalmarktexperte jetzt etwa noch zweijährige Laufzeiten empfiehlt, dann rechnet er noch nicht unmittelbar mit einer Rezession. Diejenigen, die auf zehnjährige Anleihen schwören, erwarten schon bald mit einem deutlichen Konjunktureinbruch und einem entsprechenden Druck auf die Notenbanken, die Zinsen zu senken. Falls auch ihr davon ausgeht, ist es natürlich besser, sich mit längeren Laufzeiten die noch höheren Zinsen auch längerfristiger einzulocken.
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3 Minuten
Liebe GELDMEISTERINNEN, ihre seid meine wahren Heldinnen und das nicht nur am Weltfrauentag. Ihr zehn Prozent Zuhörerinnen meiner Finanzpodcasts, die ihr Geld selbst in die Hand nehmen. Danke fürs Zuhören, natürlich auch meiner überwiegend männlichen Podcast-Fangemeinde. Habt ihr übrigens mitbekommen, dass der Technologie-Index Nasdaq seit Jahresbeginn bereits 12 Prozent, die Apple-Aktie sogar fast 16 Prozent zulegte. Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 26 ist nicht allzu günstig, das ist Apple aber ohnedies schon lange nicht mehr gewesen. Für mich persönlich gehört Apple ins Langfristportfolio und da habe ich sie auch schon. Das nicht nur, weil die Profinvestoren Warren Buffett und der norwegische Staatsfondsfonds auch dick in Apple investiert sind. Goldman Sachs hat die Technologieaktie erstmals seit sechs Jahren auf Kaufen eingestuft und sieht ein Kursziel bei 199 Dollar. Sie notiert derzeit bei 152 US-Dollar. Und auch Erik Woodring, Analyst von Morgan Stanley hält große Stücke auf Apple. Er sieht fünf Katalysatoren die diesen Börsenwert auf vier Billionen US-Dollar katapultieren könnten, wo Apple die Schallmauer von drei Billionen erst im Vorjahr durchbrochen hat. In diesem bullishen Szenario wäre die Apple-Aktie gar 230 Dollar wert.
Also die vier Turbos für den Titel wären. 1.) ein aufgestaute iPhone-Nachfrage die zuletzt schwächelte. 2.) Mehr Dienstleistungsgeschäft zu höheren Preisen, auch was Apple TV+ und Apple Music betrifft 3.) Apple ist marktstark genug um höhere Margen durchzusetzen 4.) Neuerscheinungen bringen immer Rückenwind und das sollte in der zweiten Jahreshälfte das iPhone 15 sein sowie der jetzt schon gehypte AR/VR- Mixed Reality Headset von Apple. Und nicht zuletzt 5.) Apple möchte ein Subskriptionsmodell für seien iphones einführen, bei denen man für die Hardware monatlich Geld an Apple abdrücken müsste. Schon jetzt sind die Handys die Cashcows von Apple, die die Hälfte zum Jahresgewinn beisteuern, 192 Milliarden US-Dollar im letzten Geschäftsjahr. Also Frauen, man kann sich bei Apple schon trauen – langfristig kann man damit wenig falsch machen, umso weniger, wenn ihr Euch Euer eigenes Bild von der Tech-Aktie macht. Gutes Gelingen!
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#Apple #Aktien #Weltfrauentag #invetieren #Greepeace #Nasdaq #investieren #Technologieindex #Frauen #Aktionärinnen #podcast #iPhone #Cashcow #Gewinn
Foto: Unsplash/Daniel Korpal
Also die vier Turbos für den Titel wären. 1.) ein aufgestaute iPhone-Nachfrage die zuletzt schwächelte. 2.) Mehr Dienstleistungsgeschäft zu höheren Preisen, auch was Apple TV+ und Apple Music betrifft 3.) Apple ist marktstark genug um höhere Margen durchzusetzen 4.) Neuerscheinungen bringen immer Rückenwind und das sollte in der zweiten Jahreshälfte das iPhone 15 sein sowie der jetzt schon gehypte AR/VR- Mixed Reality Headset von Apple. Und nicht zuletzt 5.) Apple möchte ein Subskriptionsmodell für seien iphones einführen, bei denen man für die Hardware monatlich Geld an Apple abdrücken müsste. Schon jetzt sind die Handys die Cashcows von Apple, die die Hälfte zum Jahresgewinn beisteuern, 192 Milliarden US-Dollar im letzten Geschäftsjahr. Also Frauen, man kann sich bei Apple schon trauen – langfristig kann man damit wenig falsch machen, umso weniger, wenn ihr Euch Euer eigenes Bild von der Tech-Aktie macht. Gutes Gelingen!
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Foto: Unsplash/Daniel Korpal
3 Minuten
Kennt ihr das? Man traut sich nach einem steilen Sinkflug schon gar nicht mehr den Chart seiner Aktie anzuschauen, schaut immer seltener auf den Chart und dann reibt man sich die Augen, weil man die erhoffte schnelle Trendwende zum Positiven verschlafen hat? So ging es mir mit der Aktie des deutschen Flughafenbetreibers Fraport, die sich im Vorjahr zeitweise halbiert und in den letzten drei Monaten wieder um 25,5 Prozent zugelegt hat. Die weltweite Reiselust ist logischerweise nach zwei Jahre langer Pandemie-bedingter Einbremsung gigantisch. Müsste da nicht auch die Lust auf Tourismus-Aktien groß sein? Bei mir momentan nicht, weil ich die Branche in einem großen Umbruch sehe, wo einige im Flug- und Kreuzfahrtschiff-Tourismus die Investitionen in die Energiewende nicht profitabel überstehen werden. Stichwort Schiphol. Gegen den niederländischen Staat klagen derzeit KLM, Easyjet, Tui, Delta Air Lines und Corendon, weil dieser für das europäische Flughafen-Drehkreuz wegen der Lärm- und Umweltbelastung die Zahl der Flüge von derzeit 500.000 pro Jahr auf 440.000 limitieren will. Auch die großteils mit Schweröl betriebene Kreuzschifffahrt wird nicht länger mit ökologischer Schlagseite fahren können. Nach 15 Jahre langem Tauziehen einigten sich die Vereinten Nationen auf ein Abkommen zum Schutz der Weltmeere. Künftig werden zumindest 30 Prozent der Weltmeere als Schutzgebiete ausgewiesen. Auch für Kreuzfahrtschiffe wurde ein Verfahren festgelegt, um sie auf ihre Umweltverträglichkeit hin zu prüfen. Was mache ich also mit meiner Fraport-Aktie? Ich mache mir keine Sorgen, nehme den momentan Höhenflug des Flughafenbetreibers noch nicht, aber setzte mir bereits ein gedankliches Verkaufslimit. Und dann schaue ich vorerst erste Reihe fußfrei zu, wer mir das beste Konzept für die zu erwartenden hohen Umweltauflagen präsentiert, wer über die Meere und durch die Lüfte mit Methanol schippern wird…
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#Tourismus #Aktien #Tui #Fraport #Greepeace #Flughafen #Kreuzfahrten #investieren #Reiselust #Sinkflug #KLM #DeltaAirlines #Easyjet #Corendon #Schweröl #Schiphol #Schiffe #podcast #Börse
Foto: Greenpeace/Michael Penn
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2 Minuten
Wenn einmal der frühere Präsident der Deutschen Bundesbank Axel Weber in Town ist, heute in der Funktion als Berater von Flossbach von Storch, dann folgt man natürlich den Ruf ins Wiener Nobelhotel, um sich anzuhören, was er unter anderem über die aktuelle Notenbankpolitik, Zinsen und Inflation zu berichten hat. Sehr spannend, der Zusammenhang zwischen KGV, Zinsen und Aktienentwicklung, das er am Beispiel von der soliden Nestlé -Aktie erklärte. Ein Unternehmen einem langweiligen, sprich konstanten organischen Wachstum. Während die Anleger vor rund zehn Jahren gerade einmal bereit war, das 16-fache des Gewinn für die Nestlé-Aktie zu bezahlen, liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis heute beim 21-fachen. Die Aktie und ihre Dividenden sind den Anlegern also deutlich mehr wert, weil bei dem jahrelang niedrigen Zinsniveau es auch keine attraktiven Alternativveranlagungen gab. Seit die Zinsen allerdings wieder steigen, hat der Kurs der Nestlé Aktie nach einem zuvor fulminanten Anstieg in den letzten zwölf Monaten knapp neun Prozent eingebüßt. Wenn man aber jetzt so wie Axel Weber davon ausgeht, dass die Zinsen noch steigen– 75 Basispunkte in diesem Jahr etwa in den USA und vor allem dauerhaft hoch bleiben werden, dann ist die Frage ob die Bewertungen nicht doch noch runterkommen werden. Axel Weber befürchtet, dass dauerhaft höhere Zinsen in den Kapitalmärkten noch nicht eingepreist sind und wir selbst bei den Flaggschiffen noch Korrekturen sehen könnten. Fazit: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis im Langfristvergleich hat wieder eine größere Bedeutung.
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Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
#AxelWeber #FlossbachvonStorch #Notenbank #Inflation #KGV #Zinsen #Aktienentwicklung #Anleihen #Nestlé #KGV# #Anleger #investments #Aktie #USA #Kapital #Zinsen
Foto: Unsplash/
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Foto: Unsplash/
2 Minuten
Wer meinen Podcasts Börsenminute oder Geldmeisterin schon länger Gehör schenkt, dem wird nicht entgangen sein, dass ich ein großer Fan von spesengünstigen ETFs bin. Also von Passivfonds ohne Fondsmanage. Nur mit Anleihen-ETF kann ich mich nicht so richtig anfreunden. Zum einen, weil Indizes bzw. die entsprechenden ETFS nach Marktkapitalisierung gewichtet werden. Das macht bei Aktien, aber weniger bei Anleihen sind, weil ich damit automatisch große Schuldner im Depot übergewichtet habe. Vor allem aber bin ich deshalb kein ausgesprochener Freund von Anleihen-ETF, weil sie das, was ETFS normalerweise ausmachen, einfach und transparent zu sein, nicht erfüllen. Denn die Anleihen-ETFS arbeiten oft mit Bond-Derivaten, statt mit „richtigen“ Anleihen. Das ist deshalb notwendig, da ETFs ja börsengehandelt und damit sehr liquide sind, anderereseits Anleihen meist eine fixe, längere Laufzeit haben und nicht zu jedem Zeitpunkt verlustfrei veräußert werden können. Und dann beeinflussen auch noch Notenbanken den Preis von Bond-ETFs, da etwa die US-Notenbank und die Bank of Japan als geldpolitische Maßnahme auch als Käufer von Bond-ETF auftreten. Die werfen sie dann auch wieder auf den Markt, wenn sie die geldpolitischen Zügel wieder anziehen.
Ich persönlich habe noch keine größeren Anleihen-Positionen in meinem Depot. Wenn ich mich aber dann doch dazu entschließe, sobald ich mit keinen weiteren gröberen Zinssteigerungen mehr rechne, ja dann schaue ich mich auch bei gemanagten Anleihenfonds um.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
#Bond #Anleihen-ETF # #Anleger #investments #Aktie #USA #Kapital #Lebensmittelrationierung #Passivfonds #Indexfonds, Depot.
Foto: Unsplash/Björn Antonissen
Ich persönlich habe noch keine größeren Anleihen-Positionen in meinem Depot. Wenn ich mich aber dann doch dazu entschließe, sobald ich mit keinen weiteren gröberen Zinssteigerungen mehr rechne, ja dann schaue ich mich auch bei gemanagten Anleihenfonds um.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
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4 Minuten
Im Jänner habe ich noch von Blue Birds gesprochen – unerwartete Ereignisse, die an der Börse alles zum Guten bewenden. Jetzt komme ich wieder mit dem Gegenteil, Schwarzen Schwänen daher? Ja dazwischen liegt eine gestiegene Skepsis an den Kapitalmärkten. Man muss nur die aktuellen Podcastfolge der GELDMEISTERIN anhören. Zu Gast ist Lars Kreckl, globaler Aktienstratege beim Vermögensverwalter LGIM, der bei den Kursen noch ein 20-prozentiges Potenzial nach unten sieht. Auch wenn ich da persönlich nicht ganz so pessimistisch bin, man kann sich sicherheitshalbe einmal auf negative Schocks vorbereiten, soweit dies geht. Auf Schwarze Schwäne kann man sich ja per Definition nicht vorbereiten, weil sieunvorhersehbar sind. Wenn man genau hinschaut sind sie aber oftmals nur grau. Soll heißen, man kann man schon sein Portfolio entsprechend strukturieren, um gewappnet zu sein. Das meint zumindest Christopher Teschmacher, Fondsmanager bei LGIM. Und er kann auch einige graue Schwäne benennen, die 2023 auftauchen könnten und deren Auswirkung man auf das eigene Portfolio zumindest überdenken sollte:
Konflikte eskalieren: Nato greift in den Russland-Ukraine-Krieg ein, Konflikt zwischen Taiwan und China spitzt sich zu – bitte bitte nicht, give peace a chance! Beschädigung unterirdischer Seekabel lässt Finanzinstitute oder Börsen abstürzen – klingt sehr dramatisch. Cyberangriffe haben Folgen für die Finanz- und Volkswirktschaft - na gut, kann sein. Stagflation in den USA in mindestens einem Quartal: Sowohl der Verbraucherpreisindex als auch die Arbeitslosigkeit liegen bei mehr als fünf Prozent – das ist in der Tat eine Gefahr. Rohöl der Sorte Brent kostet 200 US-Dollar pro Barrel – ist auch möglich. Die Immobilienpreise in Großbritannien fallen um mehr als 15 Prozent von ihrem Höchst- auf den Tiefststand – kann ich mir nicht nur in Großbritannien vorstellen. Mehr als 500 Börsengänge bringen den US-Primärmarkt zurück auf Höchstwerte – glaube ich dann doch nicht. Das wäre außerdem ein Blue bird. Nordkorea tritt in einen bewaffneten Konflikt mit Südkorea und Japan ein – halt ich für übertrieben. Eines oder mehrere Länder stoßen einen EU-Austritts-Prozess an – weshalb, nein, glaube ich nicht. In mindestens einem europäischen Land setzt die Regierung eine Lebensmittelrationierung durch – Rationierung vielleicht nicht, aber Lebensmittelpreisbremsen kann ich mir vorstellen.
Und was meint ihr? Habt ihr schon graue Schwäne gesichtet? Hinterlasst mir doch bitte ein Kommentar oder schreibt an julia@geldmeisterin.com Ich würde mich freuen!
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
#SchwarzerSchwan #Börsenereignisse #GrauerSchwan #Anleger #investments #Aktie #USA #Kapital #Lebensmittelrationierung #Europa #Ukraine #Russland #Korea #China #Japan #podcast #Boersenminute #Immobilienpreise #Großbritannien #Cyberangriff #EU-Austritt #Börsengänge #Öl #Barrel #Brent
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Konflikte eskalieren: Nato greift in den Russland-Ukraine-Krieg ein, Konflikt zwischen Taiwan und China spitzt sich zu – bitte bitte nicht, give peace a chance! Beschädigung unterirdischer Seekabel lässt Finanzinstitute oder Börsen abstürzen – klingt sehr dramatisch. Cyberangriffe haben Folgen für die Finanz- und Volkswirktschaft - na gut, kann sein. Stagflation in den USA in mindestens einem Quartal: Sowohl der Verbraucherpreisindex als auch die Arbeitslosigkeit liegen bei mehr als fünf Prozent – das ist in der Tat eine Gefahr. Rohöl der Sorte Brent kostet 200 US-Dollar pro Barrel – ist auch möglich. Die Immobilienpreise in Großbritannien fallen um mehr als 15 Prozent von ihrem Höchst- auf den Tiefststand – kann ich mir nicht nur in Großbritannien vorstellen. Mehr als 500 Börsengänge bringen den US-Primärmarkt zurück auf Höchstwerte – glaube ich dann doch nicht. Das wäre außerdem ein Blue bird. Nordkorea tritt in einen bewaffneten Konflikt mit Südkorea und Japan ein – halt ich für übertrieben. Eines oder mehrere Länder stoßen einen EU-Austritts-Prozess an – weshalb, nein, glaube ich nicht. In mindestens einem europäischen Land setzt die Regierung eine Lebensmittelrationierung durch – Rationierung vielleicht nicht, aber Lebensmittelpreisbremsen kann ich mir vorstellen.
Und was meint ihr? Habt ihr schon graue Schwäne gesichtet? Hinterlasst mir doch bitte ein Kommentar oder schreibt an julia@geldmeisterin.com Ich würde mich freuen!
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