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Episoden
06.04.2026
37 Minuten
Der Name ist Programm: Vernachlässigte Tropenkrankheiten heißen so, weil sie von den Pharmaindustrien und der Forschungsförderung der ersten Welt lange vernachlässigt wurden. Doch die Benennung hat auch zu einem Umdenken geführt: Heute gibt es immer mehr Ansätze zum Management und zur Therapie der tropischen Infektionen, die einen großen Teil der Weltbevölkerung bedrohen.
Da es sich häufig um größere Parasiten handelt, die solche Krankheiten auslösen, seien die Zuhörenden an dieser Stelle gewarnt: Manche Ausführungen des Experten Prof. Achim Hörauf von der Universität Bonn, den sich Johannes und Roman für diese Doppelfolge eingeladen haben, könnten ekelerregtes Erschaudern hervorrufen.
Was macht Bilharziose, Elefantiasis, Flussblindheit, Schlafkrankheit & Co so vernachlässigt, so schwer zu erforschen und auch so schwer zu behandeln? Über diese Fragen sprechen Hosts und Gast im ersten Teil.
Um auch den zweiten Teil nicht zu verpassen, jetzt abonnieren und weitersagen – überall, wo es Podcasts gibt!
Links zur Folge:
Arbeit des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) zu vernachlässigten Tropenkrankheiten: https://www.dzif.de/de/vernachlaessigte-tropenkrankheiten Internationale Forschungsorganisation DNDi: https://dndi.org/ Bilharziose-Infos beim Tropeninstitut: https://tropeninstitut.de/krankheiten-a-z/bilharziose Antibiotikum gegen Wurminfektion: Kurzfilm über die Forschung von Achim Hörauf: https://www.youtube.com/watch?v=cOqIB-brlCE WHO zu Neglected Tropical Diseases (NTDs) und Fortschritten: https://www.who.int/health-topics/neglected-tropical-diseases#tab=tab_1
Fragen, Anregungen, Wünsche und Feedback gerne an die Email-Adresse: 3F@tierversuche-verstehen.de oder via Bluesky @TVVde, @ProfBeckers.bsky.social, @neuromancing.bsky.social oder Mastodon @TVV, @NeurRoman_cer@fediscience.org oder via X @TVVde, @NeuRoman_cer, @JohBeckers https://www.tierversuche-verstehen.de
Da es sich häufig um größere Parasiten handelt, die solche Krankheiten auslösen, seien die Zuhörenden an dieser Stelle gewarnt: Manche Ausführungen des Experten Prof. Achim Hörauf von der Universität Bonn, den sich Johannes und Roman für diese Doppelfolge eingeladen haben, könnten ekelerregtes Erschaudern hervorrufen.
Was macht Bilharziose, Elefantiasis, Flussblindheit, Schlafkrankheit & Co so vernachlässigt, so schwer zu erforschen und auch so schwer zu behandeln? Über diese Fragen sprechen Hosts und Gast im ersten Teil.
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23.03.2026
33 Minuten
Wenn wir uns verletzten, heilt die Haut, Knochen wachsen wieder zusammen – bei Nerven sieht das anders aus. Die brauchen Wegweiser und Tunnel, um wieder zusammenwachsen zu können. „Für einen Nerv ist eine Narbe wie eine Wand“, sagt Regenrations-Expertin Dr. Sarah Strauß von der Medizinischen Hochschule Hannover in Teil 2 unseres Gesprächs mit ihr. Zusammen mit dem Team von der Klinik für Plastische, Ästhetische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie der MHH hat sie es geschafft, einen ganz besonderen Nerven-Wegweiser herzustellen – aus Spinnen!
Die Spinnenseide spezieller Seidenspinnen dient als Gerüst, an dem sich ein regenerierender Nerv sich orientieren kann. Ein faszinierender Durchbruch für die Chirurgie, der Patientinnen und Patienten zumindest an der MHH auch bereits direkt zugutekommt – und ein Beispiel dafür, wie wichtig der Erhalt der Biodiversität auch für die Medizin ist. Eine Botschaft, die Sarah Strauß sehr am Herzen liegt. Und sie erzählt auch von ethischen Herausforderungen im Forscherinnen-Alltag und davon dass sogar Spinnen unterschiedliche Persönlichkeiten haben und trainiert werden können, sich beim „Melken“ der Spinnenseide möglichst wenig stressen zu lassen.
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Video aus der Spinnenhaltung und des Spinnen-„Melkens“: Ein Tag im Spider Silk Laboratory der MHH: https://www.youtube.com/watch?v=yaQ2L6PU2K8 Video-Doku: „Der Superfaden – Spinnenseide in der Medizin“: https://www.youtube.com/watch?v=Q6a-xjNzqMI Video-Rundgang durch die Haltung an der MHH:https://www.facebook.com/watch/?v=2319074031866894
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Die Spinnenseide spezieller Seidenspinnen dient als Gerüst, an dem sich ein regenerierender Nerv sich orientieren kann. Ein faszinierender Durchbruch für die Chirurgie, der Patientinnen und Patienten zumindest an der MHH auch bereits direkt zugutekommt – und ein Beispiel dafür, wie wichtig der Erhalt der Biodiversität auch für die Medizin ist. Eine Botschaft, die Sarah Strauß sehr am Herzen liegt. Und sie erzählt auch von ethischen Herausforderungen im Forscherinnen-Alltag und davon dass sogar Spinnen unterschiedliche Persönlichkeiten haben und trainiert werden können, sich beim „Melken“ der Spinnenseide möglichst wenig stressen zu lassen.
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09.03.2026
25 Minuten
Aua! Wenn wir uns verletzten heilt die Haut, Knochen wachsen wieder zusammen. Viele unserer Körperzellen teilen und erneuern sich ständig. Aber im Vergleich zu manchen Tieren beherrscht unser Körper die Regenration nur in Grundzügen und keinesfalls perfekt – Narben bleiben zurück. Axolotl können dagegen ganze Beine, andere Körperteile und sogar Teile des Gehirns nach Verletzungen vollständig regenerieren – und zwar ohne Narben.
Wie machen sie das? Um die faszinierenden Lurche und ihre besonderen Fähigkeiten besser kennenzulernen, haben sich Johannes und Roman für diese Folge die Expertin Dr. Sarah Strauß von der Medizinischen Hochschule Hannover eingeladen. Sie hat seit ihrer Jugend Axolotl als Haustiere und erforscht, wie die Amphibien diese erstaunliche Regenrationsfähigkeit erhalten und was sie so besonders macht. Nicht reine Neugier ist ihr Ansporn: Sie hat die Hoffnung, dass die Erkenntnisse irgendwann auch geschädigten Menschen zugutekommen – z.B. Brandopfern. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, aber die Forschung macht Fortschritte. Zum Beispiel entdecken Sarah Strauß und ihr Team, dass der Hautschleim von Axolotl eine Reihe von antimikrobiellen Peptiden enthält – und diese gegen multiresistente (Krankenhaus-)Keime und sogar Krebszellen helfen könnte.
Um den zweiten Teil der Folge nicht zu verpassen, jetzt abonnieren – überall, wo es Podcasts gibt! Aber schon mal eine Triggerwarnung an alle, die unter Arachnophobie leiden: In Teil 2 geht es um (ziemlich große!) Spinnen!
Links zur Folge:
Bilder und Beschreibung der Amphibien an der MHH: https://www.mhh.de/klinik-fuer-plastische-aesthetische-hand-und-wiederherstellungschirurgie/forschung/ambystoma-mexicanum-biogeneration-center Entdeckung von antimikrobiellen Peptide auf der Axolotl-Haut: https://www.mhh.de/presse-news/axolotl-liefert-stoffe-gegen-krankenhauskeime-und-krebs Video: Besuch des NDR an der MHH-Hannover: https://www.ardmediathek.de/video/hallo-niedersachsen/krebs-und-keime-liefert-der-axolotl-eine-wirksame-waffe/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS81ZTQxMzQ4Ni1kZGZlLTRmNGItODIxNC1kYTg1ZmI4NDRlZWE Video-Rundgang durch die Haltung an der MHH: https://www.facebook.com/watch/?v=2319074031866894 Interview mit Sarah Strauß in der „Apotheken-Umschau“https://www.apotheken-umschau.de/medikamente/axolotl-wachsen-gliedmassen-nach-regeneration-wie-machen-tiere-das-1069731.html Besuch der großen „Maus-Show“ in Hannover: https://www.neuepresse.de/lokales/hannover/hannover-schuelerin-besucht-axolotl-forscherin-der-mhh-fuer-die-die-grosse-maus-show-5OBQOKZE5JGANE2ZQTGWB6VFJU.html
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22.12.2025
29 Minuten
Zum Jahresende wurde die Statistik über Tierversuche aus dem Vorjahr veröffentlicht. Diesmal also die Zahlen der Versuchstiere in 2024. Und wie jedes Jahr schauen Roman und Johannes in das umfangreiche Tabellenwerk und destillieren die wichtigsten Aspekte für euch heraus. Die wichtigste Botschaft dieses Jahr: Erneut starker Rückgang! Erstmals liegt die Zahl der Versuchstiere unter 2 Millionen Tiere. Die Zahl ist in den vergangenen fünf Jahren um ein Drittel gesunken. Was sind die Gründe dafür? Welche weiteren Statistiken sind spannend? Und was hat Johannes in seiner Glaskugel für die Zahlen aus dem Jahr 2025 gesehen?
Mit diesen Fragen verabschieden sich unsere „Fabeln, Fell und Fakten“ Hosts in eine etwas längere Winterpause und wünschen erholsame Festtage und einen guten Start ins neue Jahr!
Um den Rest der Staffel nicht zu verpassen, jetzt abonnieren – überall, wo es Podcasts gibt!
Links zur Folge:
Ausführliche Analyse und Einordnung der Versuchstierzahlen 2024 (mit Video): https://www.tierversuche-verstehen.de/anhaltender-rueckgang-erstmals-seit-jahrtausendwende-weniger-als-2-millionen-versuchstiere-in-deutschland/ Kompass Tierversuche: https://www.tierversuche-verstehen.de/kompass-tierversuche Veröffentlichung mit FAQ des Bf3R (Deutsches Zentrum zum Schutz von Versuchstieren): https://www.bf3r.de/angebote/versuchstierzahlen/versuchstierzahlen-2024/ Podcast des BfR zu den Versuchstierzahlen: https://podcast.bfr.bund.de/10-tierversuche-zahlen-mythen-alternativen-010
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08.12.2025
47 Minuten
„Wir erforschen, wie man Biologie lehrt und am besten lernt“, sagt Jacqueline Dischereit, ausgebildete Lehrerin und Doktorandin in der Biologie-Fachdidaktik – und in dieser Folge zu Gast bei Johannes und Roman.
Und so drücken die beiden heute noch einmal die Schulbank, zumindest im Geiste: Wie war das damals – und wie ist es heute? Wie wurde und wird Biologie in der Schule gelehrt und wie lernen angehende Lehrkräfte das Lehren? Roman und Johannes lernen jedenfalls, dass es dabei heute viel mehr um Kompetenzen geht als um auswendig abrufbares Fachwissen, was das mit dem Internet und KI zu tun hat und welche Auswirkungen das auf Unterrichtformate und die Überprüfung des Lernerfolges hat.
Spannenderweise forscht Jacqueline dazu, wie sich Tierversuche als typisches Beispiel für kontroverse Themen im Biounterricht umsetzen lässt, an dem sich verschiedenste Kompetenzen erlernen lassen. Dazu benutzt sie u.a. eine im Wortsinne höchst mysteriöse Methode.
Links zur Folge:
Themen- & Material-Portal zu Tierversuchen: https://www.tierversuche-verstehen.de/schueler-und-lehrer/ Mysterys für Biologie (auch zu Tierversuchen): https://www.cornelsen.de/produkte/biosphaere-sekundarstufe-i-biosphaere-mysterys-si-und-sii-gesundheitsbildung-mysterys-als-kopiervorlagen-als-download-gesamtband-1100032988 Mystery zur Sozialbiologie mit Primaten: https://zdb.uni-bielefeld.de/index.php/zdb/article/view/7902/7320 Portale für Schulen zur Suche von Fachexpertise & Forschenden: https://www.lifeteachus.org/, https://forschungsboerse.de/, https://call-a-scientist.org/, https://www.ring-a-scientist.org/modx/
Fragen, Anregungen, Wünsche und Feedback gerne an die Email-Adresse: 3F@tierversuche-verstehen.de oder via Bluesky @TVVde, @ProfBeckers.bsky.social, @neuromancing.bsky.social oder Mastodon @TVV, @NeurRoman_cer@fediscience.org oder via X @TVVde, @NeuRoman_cer, @JohBeckers https://www.tierversuche-verstehen.de
Und so drücken die beiden heute noch einmal die Schulbank, zumindest im Geiste: Wie war das damals – und wie ist es heute? Wie wurde und wird Biologie in der Schule gelehrt und wie lernen angehende Lehrkräfte das Lehren? Roman und Johannes lernen jedenfalls, dass es dabei heute viel mehr um Kompetenzen geht als um auswendig abrufbares Fachwissen, was das mit dem Internet und KI zu tun hat und welche Auswirkungen das auf Unterrichtformate und die Überprüfung des Lernerfolges hat.
Spannenderweise forscht Jacqueline dazu, wie sich Tierversuche als typisches Beispiel für kontroverse Themen im Biounterricht umsetzen lässt, an dem sich verschiedenste Kompetenzen erlernen lassen. Dazu benutzt sie u.a. eine im Wortsinne höchst mysteriöse Methode.
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Über diesen Podcast
Was weißt du über Tierversuche? Was genau ist das eigentlich? Und
warum gibt es überhaupt Tierversuche? Auf sachliche, aber auch
unterhaltsame Art disktuiert „Fabeln, Fell und Fakten“ über dieses
extrem vielseitige Thema. Prof. Johannes Beckers (Helmholtz Zentrum
München) und Dr. Roman Stilling (wissenschaftlicher Referent bei
Tierversuche verstehen) sprechen über die Forschung in Biologie und
Medizin, rechtliche Grundlagen, ethische Fragen, und viele andere
Themen rund um Tierversuche. Dabei gehen sie auch typischen
Fehlinformationen nach und analysieren deren Entstehung. Fragen,
Anregungen und Feedback über
https://www.tierversuche-verstehen.de/3f-podcast/
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