Podcaster
Episoden
21.02.2026
34 Minuten
Die Washington Post gilt als eine der wichtigsten Zeitungen der
Welt – nun müssen rund 30% der Journalistinnen und Journalisten
gehen. Wie hart trifft das die Post? Was sagt das über den
Verleger, Milliardär und Amazon-Gründer Jeff Bezos aus? Und was
bedeutet die Neuausrichtung der Post für den Journalismus in den
USA, aber auch für uns in Europa? Und: Karl Lüönd galt als das
medienethische Gewissen des Schweizer Journalismus. Nun ist der
Journalist und Autor im Alter von 80 Jahren verstorben. Warum wurde
Lüönd so wichtig für das Schweizer Mediensystem? Die Gäste im
Medientalk: Susanna Petrin (Kulturjournalistin, Washington D.C.)
Curd Knüpfer (University of Southern Denmark) Matthias Ackeret
(Verleger Persoenlich.com)
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17.01.2026
46 Minuten
Wie berichteten Medienschaffende über die Brandkatastrophe in
Crans-Montana in der Neujahrsnacht? Wie ging die Presse mit Opfern
und möglichen Verantwortlichen um? Welche Bilder zeigten sie –
welche Namen nannten sie? Und welche Fragen stellten sie den
Behörden – und welche nicht? Schon kurz nach der Brandkatastrophe,
die 40 Menschen das Leben kostete, wurden die Medien selbst zum
Thema. Rücksichtslos und aggressiv verhielten sie sich teilweise:
Verantwortliche wurden belagert, Grenzen der Angehörigen
missachtet. Im Medientalk arbeiten wir mit der Distanz der
vergangenen Wochen die Berichterstattung schweizerischer und
ausländischer Medien auf und ziehen eine erste Bilanz. Zu Gast:
Rolf Cavalli (Chefredaktor Blick) Susan Boos (Präsidentin
Presserat) Oliver Bono (Sonderkorrespondent SRF Crans-Montana)
Transparenzhinweis: In einer ersten Version war in der Frage bei
Minute 30 die Rede davon, dass der Tages-Anzeiger die Kellnerin,
deren Foto mit Helm und Champagnerflasche in der Hand um die Welt
ging, mit Namen genannt hatte. Korrekt ist, dass unter anderem
20Minuten.ch, das wie der Tages-Anzeiger zur TX Group gehört, die
Kellnerin mit Namen genannt hatte und in der Berichterstattung auf
den Tages-Anzeiger als Quelle verwiesen hatte. Der Tages-Anzeiger
jedoch erwähnt den Namen in seiner Recherche nicht.
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27.12.2025
33 Minuten
Die Politik hat entschieden: UKW wird weitersenden. Die SRG will
mit ihren Sendern zurückkehren. Am lautesten für UKW gekämpft hat
der Radiopionier Roger Schawinski. Wird er nun leiser? 2025 war ein
weiteres, schwieriges Jahr für den Journalismus. Die Zahl der
Newsdeprivierten steigt. Rund 47% der Schweizer Bevölkerung haben
kaum oder, wenn überhaupt, nur noch sporadischen Kontakt mit
Nachrichtenjournalismus. Gleichzeitig ist die Zahl der
journalistischen Stellen weiter gesunken und international steht
die Pressefreiheit so stark unter Druck wie seit Jahrzehnten nicht
mehr. Wir ziehen Bilanz. Und: der Hass in den Kommentarspalten.
Erstmals misst ein Projekt die Zahl der verfassten Kommentare und
erste Resultate zeigen: Der grösste Teil der Hassnachrichten stammt
von wenigen Userinnen und Usern. Die Gäste im Medientalk: Valentin
Rubin (Reporter ohne Grenzen) Susanne Wille (Direktorin SRG) Roger
Schawinski (Radio 1) Laura Bronner (Public Discourse Foundation)
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29.11.2025
32 Minuten
Der Schweizer Verlag Ringier verkauft sein Medienportfolio in
Ungarn – darunter auch die Boulevardzeitung «Blikk», eine der
grössten Zeitungen des Landes. Käuferin ist Indamedia, ein
regierungsnaher Verlag in Ungarn. Blikk gilt in Ungarn als eines
der letzten grossen Blätter, die noch unabhängig und
regierungskritisch berichten. Doch damit könnte schon bald Schluss
sein, befürchten Kritikerinnen und Kritiker. In sechs Monaten wählt
das Land ein neues Parlament, und Regierungschef Viktor Orbán steht
unter Druck. Ringier widerspricht: Die Unabhängigkeit der Redaktion
sei auch weiterhin gewährleistet. Und: Im Vereinigten Königreich
steht die Mutter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks massiv unter
Druck. Die BBC gibt Fehler in ihrer Berichterstattung zu und
entschuldigt sich bei US-Präsident Donald Trump. Doch damit dürfte
das Problem nicht gelöst sein. Gäste im Medientalk: Gábor Polyák
(Professor, ELTE-Universität Budapest) Marc Walder (CEO Ringier)
Patrik Wülser (Grossbritannien-Korrespondent SRF)
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25.10.2025
28 Minuten
Millionen Menschen weltweit informieren sich bereits mit Hilfe von
KI-Assistenten wie ChatGPT oder Perplexity. Jetzt zeigt eine neue,
grossangelegte Studie der European Broadcast Union EBU: Fast jeder
zweite News-Artikel enthält gravierende Fehler. Rund 270
Journalistinnen und Journalisten von 22 öffentlich-rechtlichen
Medien wie BBC, ARD, RAI oder SRF haben mehr als 2700 KI-generierte
Newsantworten und Quellen nachgeprüft und liefern damit erstmals
eine Länder- und sprachübergreifende Analyse, die zeigt, wo
Medienschaffende besonders vorsichtig sein sollten im Umgang mit
künstlicher Intelligenz. Parallel dazu zeigt eine Untersuchung des
Forschungszentrum Öffentlichkeit und Gesellschaft der Universität
Zürich, wie Medienschaffende in der Schweiz KI im Arbeitsalltag
einsetzen und welche Herausforderungen dabei entstehen. Diese neuen
Erkenntnisse verdeutlichen die Notwendigkeit verbesserter
Medienkompetenz und sorgfältiger Prüfung bei der Nutzung von
KI-gestützten Nachrichtenquellen.
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Über diesen Podcast
Einmal im Monat wird auf SRF 4 News über Journalismus, über die
Medien und über den gesellschaftlichen Umgang mit Medien
gesprochen. Die Rolle der Medien, ihrer Nutzerinnen und Nutzer
sowie ihrer Macherinnen und Macher sind die Grundlage für die
Gespräche im «Medientalk»
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