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Episoden
19.01.2026
1 Minute
Der Dokumentarfilm «Blame» stellt drei Forschende vor, die rund 20
Jahre vor der Corona-Pandemie damit begannen, die Ursprünge der
SARS-Viren zu erforschen. Schon 2013 warnten sie vor einer globalen
Pandemie, aber wurden in der Öffentlichkeit nicht gehört. Als die
Corona-Pandemie dann ausbrach, gerieten sie ins Kreuzfeuer von
wilden Spekulationen und wurden beschuldigt, das Virus im Labor
gezüchtet zu haben. Der Schweizer Dokumentarfilmer Christian Frei
hat diese aufwühlende Geschichte in seinem neuen Film nachskizziert
und ist der Frage nachgegangen, warum Verschwörungserzählungen mehr
geglaubt wird als wissenschaftlicher Forschung. Der heute
66-jährige Filmemacher und Produzent wurde mit dem Film «War
Photographer» über den US-amerikanischen Kriegsfotografen James
Nachtwey international bekannt und hat mehrere preisgekrönte
Dokumentarfilme realisiert. Er stammt aus Solothurn und lebt und
arbeitet in Zürich.
https://www.swissfilms.ch/de/person/christian-frei/4f52bb9f1f054e099f2d82aa60569234
www.laurahilti.li www.tanzen.li
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16.08.2025
1 Stunde 3 Minuten
Ist eine Gesellschaft möglich, in der alle Menschen eine Chance auf
ein gutes Leben haben? Ja sagt der Philosoph Christian Neuhäuser,
der an der Universität Dortmund zu Themen wie Würde und
Ungleichheit forscht. Dafür müsste aber der Wohlstand besser
verteilt werden und das bedeutet, dass die Reichen mehr Steuern
bezahlen müssten. Dies wäre nicht nur notwendig, sondern auch
gerecht, weil Reichtum in hohem Masse von Glücksfaktoren abhängt
und nie nur von Leistung. Christian Neuhäuser wuchs in
Niedersachsen auf und studierte in Deutschland und Hongkong
Philosophie, Soziologie, Politikwissenschaft und Sinologie. Der
48-Jährige hat mehrere Bücher veröffentlicht. 2025 erschien «Gewalt
der Ungleichheit. Würde und Widerstand: Plädoyer für mehr
Gerechtigkeit und eine bessere Verteilung der Vermögen». «Wenn
Menschen nicht mehr das Gefühl haben, dass sie gleichrangige
Bürger*innen sind, verführt das, sich autoritären Strukturen
zuzuwenden.» Interview: Laura Hilti. Musik: Manuel Elias Büchel.
Ton, Schnitt: Laura Hilti. Foto: Christian Neuhäuser. Podcast-Logo:
Anna Hilti. Herausgegeben von Laura Hilti.
https://ipp.ht.tu-dortmund.de/institut/personen/professorinnen-und-professoren/prof-dr-christian-neuhaeuser/
www.tanzen.li
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15.07.2025
1 Stunde 12 Minuten
In Vorarlberg ist im Jahr 2001 Erstaunliches passiert: Mit der
Institution «okay.zusammen leben» wurde ein Wissens- und
Kompetenzzentrum für Migration und Integration aufgebaut, das
politisch unabhängig ist, aber staatlich gefördert wird. Das Team
dieses Kompetenzzentrums spielte in den letzten Jahrzehnten eine
wichtige Rolle bei Projekten wie der Realisierung des Islamischen
Friedhofs Altach, entwickelte neue Formate z. B. für Dorfgespräche
und ist aktuell damit beschäftigt, Kindern und Jugendlichen
Fähigkeiten zu vermitteln, wie man konstruktiv miteinander spricht
und mit Konflikten umgeht. All dies und noch viel mehr hat Eva
Grabherr als Geschäftsführerin von «okay.zusammen leben»
massgeblich initiiert und mitgestaltet, wofür sie bereits vielfach
ausgezeichnet wurde. Die 61-jährige Judaistin, Historikerin und
Museologin wuchs in Vorarlberg auf, wohin sie nach dem Studium
erstmals für die Stelle als Gründungsdirektorin des Jüdischen
Museums Hohenems zurückkehrte. Nach ihrem Doktorat in London war es
das Angebot für den Aufbau von «okay.zusammen leben», das sie
erneut in ihre Heimat verschlug. «Demokratie lebt davon, dass wir
in unserer Verschiedenheit miteinander im Gespräch bleiben.» Eva
Grabherr Interview: Laura Hilti. Musik: Manuel Elias Büchel. Ton,
Schnitt: Laura Hilti. Foto: Helin Güngör. Podcast-Logo: Anna Hilti.
Herausgegeben von Laura Hilti in Kooperation mit dem
Küfer-Martis-Huus. www.okay-line.at www.laurahilti.li www.kmh.li
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08.04.2025
55 Minuten
In einer Welt, in der das Hetzen gegen Minderheiten und das Spalten
der Gesellschaft gerade zur Normalität wird, bildet das Jüdische
Museum Hohenems mit dessen Direktor Hanno Loewy einen Ruhepol. Nach
dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 war Loewys
Reaktion, sich mit dem Institut für Islamische Theologie der
Universität Innsbruck zusammenzuschliessen und eine gemeinsame
Erklärung abzugeben. In dieser fordern sie alle Menschen, «die sich
emotional vom Konflikt und dem aktuellen Ausbruch der Gewalt
betroffen fühlen, auf, weiterhin (und jetzt erst recht!) das
Gespräch miteinander zu suchen und sich nicht spalten und
gegeneinander aufhetzen zu lassen». Die Haltung, dass die
Gesellschaft komplex ist und es nie einfach schwarz und weiss oder
zwei Seiten gibt, zieht sich durch alle Ausstellungen des Jüdischen
Museums, das Hanno Loewy seit über 20 Jahren leitet und das er
kommendes Jahr aufgrund seiner Pensionierung verlassen wird. Der
umtriebige Ausstellungskurator und Publizist wuchs in Frankfurt am
Main auf und studierte Literaturwissenschaft, Theater-, Film- und
Fernsehwissenschaft sowie Kulturanthropologie. Neben seiner
Tätigkeit als Kurator war er auch Gründungsdirektor des Fritz Bauer
Instituts, eines Studien- und Ausstellungszentrums zum Thema
Holocaust. * Interview: Laura Hilti. Musik: Manuel Büchel. Ton
& Schnitt: Laura Hilti. Foto: Dietmar Walser. Podcast-Logo:
Anna Hilti. Herausgegeben von Laura Hilti in Kooperation mit dem
Küefer-Martis-Huus.
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05.02.2025
1 Stunde 5 Minuten
In Barbara Millers letztem Film «Wisdom of Happiness» kommt der
Dalai Lama zu Wort. Er erklärt, warum die Welt eine bessere wäre,
wenn die Menschen glücklich wären, und was zu tun ist, damit das
21. Jahrhundert ein Jahrhundert des Mitgefühls wird. Der Film
beinhaltet eindrückliche Aufnahmen vom tibetischen Oberhaupt, als
er noch ein Kind bzw. ein junger Mann war, und von der brutalen
Invasion Chinas in Tibet. Auch in Barbara Millers vorigen zwei
Dokumentarfilmen stehen Protagonistinnen im Mittelpunkt, die für
eine gerechtere Welt kämpfen: Sowohl in «Forbidden Voices» als auch
in «#Female Pleasure» porträtierte sie Frauen, die in allen
Weltregionen dafür kämpfen, ein würdiges und selbstbestimmtes Leben
zu führen. Barbara Miller studierte Jus sowie auch
Filmwissenschaft, Philosophie und Psychologie. Über die Mitarbeit
am Film «War Photographer» über den Kriegsfotografen James Nachtwey
tauchte sie in die die Filmwelt ein und ist seit 2001 als
freischaffende Regisseurin von Dokumentarfilmen tätig. In ihren
gesellschaftskritischen Filmen ging es z. B. um häusliche Gewalt
oder den Pornografie-Konsum von Kindern und Jugendlichen. Seit 2017
ist sie auch Präsidentin des Regie- und Drehbuchverbands Schweiz.
Die aus Winterthur stammende Regisseurin ist 54 Jahre alt und lebt
in Zürich. *** «Es lohnt sich, für positive Dinge und für
Gerechtigkeit einzustehen.» Barbara Miller *** Interview: Laura
Hilti. Musik: Manuel Büchel. Ton & Schnitt: Laura Hilti. Foto:
Jason Ashwood. Podcast-Logo: Anna Hilti. Herausgegeben von Laura
Hilti in Kooperation mit dem Skino und dem Küefer-Martis-Huus. ***
www.woh.movie www.laurahilti.li www.skino.li
www.kuefermartishuus.li
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Über diesen Podcast
Ich interviewe Menschen, die ungewöhnliche Wege gegangen und dafür
Risiken eingegangen sind, die ihren Leidenschaften gefolgt sind und
sich und ihre Tätigkeiten in die Öffentlichkeit gestellt haben. Es
sind Menschen, dank denen vibrierende Drähte in der Welt entstanden
sind – Drähte, die sich verselbstständigt, vervielfältigt und die
Welt in meinen Augen zu einem besseren Ort gemacht haben.
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