Warum gehen, wenn man tanzen kann

Warum gehen, wenn man tanzen kann

Ich interviewe Menschen, die ungewöhnliche Wege g…
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Episoden

Damir Skenderovic, Historiker: Am rechten Rand – eine Nachkriegsgeschichte der Schweiz
06.06.2026
53 Minuten
Dass es in den 1980er und 90er-Jahren in der Schweiz eine Reihe von rassistischen Morden gab, ist wenig bekannt. Der Historiker Damir Skenderovic setzt sich dafür ein, dass sie endlich erforscht und aufgearbeitet werden. Es sei wichtig, betont er, die Geschichte zu kennen, um das aktuelle Zeitgeschehen einordnen zu können. Er warnt auch vor der SVP-Nachhaltigkeitsinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz», welche die Schuld an allen Problemen der Schweiz der Immigration zuschiebt, obwohl die Ursachen vielschichtig sind und durch einen Immigrationsstopp nicht verschwinden würden. Damir Skenderovic zählt zu den Pionieren der Rechtsextremismus- und Rechtspopulismusforschung der Schweizer Nachkriegszeit. Während das Thema lange Zeit nur begrenzte Aufmerksamkeit erhielt, analysierte er früh die Entstehung, Ideologie und politische Bedeutung rechtspopulistischer Akteure sowie deren Einfluss auf die schweizerische Migrations- und Integrationspolitik. Auch verfasste er die ersten umfassenden historischen Studien zum Thema. Der heute 61-Jährige ist Professor für Zeitgeschichte an der Universität Fribourg. /// «Bei einem Brandanschlag in einem Geflüchtetenheim in Chur wurden 1989 vier Menschen umgebracht, darunter zwei Kinder. Dieser Fall wurde bis heute nicht aufgeklärt.» Damir Skenderovic /// Interview: Laura Hilti. Musik: Manuel Elias Büchel. Ton, Schnitt: Laura Hilti. Foto: Peter Pfister. Podcast-Logo: Anna Hilti. Mit bestem Dank für die Gastfreundschaft an Hum Records, Zürich. Herausgegeben von Laura Hilti. /// www.unifr.ch/histcont/de/departement/team/skenderovic-damir.html www.laurahilti.li www.tanzen.li
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Lika Nüssli, Künstlerin: Der Fluss des Daseins
28.04.2026
53 Minuten
Lika Nüssli hat zuerst ein Buch über ihre Mutter gezeichnet, dann eins über ihren Vater und aktuell arbeitet sie an einem Buch über sich selbst. Die Themen sind intim und gleichzeitig gesellschaftlich relevant. Lika Nüsslis Mutter war an Demenz erkrankt und verbrachte ihre letzten Jahre in einem Pflegeheim, wo Bewohner*innen und Pflegende eine Schicksalsgemeinschaft aus Menschen bildeten, deren Existenz und Wert von der Gesellschaft oft vergessen wird. Ihr Vater musste als Verdingkind vier Jahre lang auf einem Bauernhof arbeiten, wo er ausgebeutet und misshandelt wurde. Erst im hohen Alter erzählte er seiner Tochter von dieser Zeit sowie auch von seiner noch glücklichen Kindheit. Durch Lika Nüsslis Zeichnungen, Performances und Installationen kann sie über die Welt um sich herum nachdenken, sie beobachten, erfassen und in eine eigene neue Form bringen, die wiederum von anderen gelesen und interpretiert werden kann. Lika Nüssli ist 52 Jahre alt und lebt in St.Gallen. Sie wuchs in Gossau im Restaurant Schäfli auf. Nach einer Ausbildung zur Textildesignerin studierte sie Illustration an der Hochschule für Design + Kunst in Luzern. «Andere Menschen zu treffen ist etwas vom Schönsten am Künstlerinnen-Dasein.» Lika Nüssli Interview: Laura Hilti. Musik: Manuel Elias Büchel. Ton, Schnitt: Laura Hilti. Foto: Ladina Bischof. Podcast-Logo: Anna Hilti. Herausgegeben von Laura Hilti. www.likanuessli.ch www.laurahilti.li
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Christian Frei, Dokumentarfilmer: Die Welt im Laborfieber
19.01.2026
1 Minute
Der Dokumentarfilm «Blame» stellt drei Forschende vor, die rund 20 Jahre vor der Corona-Pandemie damit begannen, die Ursprünge der SARS-Viren zu erforschen. Schon 2013 warnten sie vor einer globalen Pandemie, aber wurden in der Öffentlichkeit nicht gehört. Als die Corona-Pandemie dann ausbrach, gerieten sie ins Kreuzfeuer von wilden Spekulationen und wurden beschuldigt, das Virus im Labor gezüchtet zu haben. Der Schweizer Dokumentarfilmer Christian Frei hat diese aufwühlende Geschichte in seinem neuen Film nachskizziert und ist der Frage nachgegangen, warum Verschwörungserzählungen mehr geglaubt wird als wissenschaftlicher Forschung. Der heute 66-jährige Filmemacher und Produzent wurde mit dem Film «War Photographer» über den US-amerikanischen Kriegsfotografen James Nachtwey international bekannt und hat mehrere preisgekrönte Dokumentarfilme realisiert. Er stammt aus Solothurn und lebt und arbeitet in Zürich. https://www.swissfilms.ch/de/person/christian-frei/4f52bb9f1f054e099f2d82aa60569234 www.laurahilti.li www.tanzen.li
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Christian Neuhäuser, Philosoph: Ein gutes Leben für alle Menschen
16.08.2025
1 Stunde 3 Minuten
Ist eine Gesellschaft möglich, in der alle Menschen eine Chance auf ein gutes Leben haben? Ja sagt der Philosoph Christian Neuhäuser, der an der Universität Dortmund zu Themen wie Würde und Ungleichheit forscht. Dafür müsste aber der Wohlstand besser verteilt werden und das bedeutet, dass die Reichen mehr Steuern bezahlen müssten. Dies wäre nicht nur notwendig, sondern auch gerecht, weil Reichtum in hohem Masse von Glücksfaktoren abhängt und nie nur von Leistung. Christian Neuhäuser wuchs in Niedersachsen auf und studierte in Deutschland und Hongkong Philosophie, Soziologie, Politikwissenschaft und Sinologie. Der 48-Jährige hat mehrere Bücher veröffentlicht. 2025 erschien «Gewalt der Ungleichheit. Würde und Widerstand: Plädoyer für mehr Gerechtigkeit und eine bessere Verteilung der Vermögen». «Wenn Menschen nicht mehr das Gefühl haben, dass sie gleichrangige Bürger*innen sind, verführt das, sich autoritären Strukturen zuzuwenden.» Interview: Laura Hilti. Musik: Manuel Elias Büchel. Ton, Schnitt: Laura Hilti. Foto: Christian Neuhäuser. Podcast-Logo: Anna Hilti. Herausgegeben von Laura Hilti. https://ipp.ht.tu-dortmund.de/institut/personen/professorinnen-und-professoren/prof-dr-christian-neuhaeuser/ www.tanzen.li
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Eva Grabherr, Geschäftsführerin okay.zusammen leben: Kommunikation kann man lernen
15.07.2025
1 Stunde 12 Minuten
In Vorarlberg ist im Jahr 2001 Erstaunliches passiert: Mit der Institution «okay.zusammen leben» wurde ein Wissens- und Kompetenzzentrum für Migration und Integration aufgebaut, das politisch unabhängig ist, aber staatlich gefördert wird. Das Team dieses Kompetenzzentrums spielte in den letzten Jahrzehnten eine wichtige Rolle bei Projekten wie der Realisierung des Islamischen Friedhofs Altach, entwickelte neue Formate z. B. für Dorfgespräche und ist aktuell damit beschäftigt, Kindern und Jugendlichen Fähigkeiten zu vermitteln, wie man konstruktiv miteinander spricht und mit Konflikten umgeht. All dies und noch viel mehr hat Eva Grabherr als Geschäftsführerin von «okay.zusammen leben» massgeblich initiiert und mitgestaltet, wofür sie bereits vielfach ausgezeichnet wurde. Die 61-jährige Judaistin, Historikerin und Museologin wuchs in Vorarlberg auf, wohin sie nach dem Studium erstmals für die Stelle als Gründungsdirektorin des Jüdischen Museums Hohenems zurückkehrte. Nach ihrem Doktorat in London war es das Angebot für den Aufbau von «okay.zusammen leben», das sie erneut in ihre Heimat verschlug. «Demokratie lebt davon, dass wir in unserer Verschiedenheit miteinander im Gespräch bleiben.» Eva Grabherr Interview: Laura Hilti. Musik: Manuel Elias Büchel. Ton, Schnitt: Laura Hilti. Foto: Helin Güngör. Podcast-Logo: Anna Hilti. Herausgegeben von Laura Hilti in Kooperation mit dem Küfer-Martis-Huus. www.okay-line.at www.laurahilti.li www.kmh.li
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Über diesen Podcast

Ich interviewe Menschen, die ungewöhnliche Wege gegangen und dafür Risiken eingegangen sind, die ihren Leidenschaften gefolgt sind und sich und ihre Tätigkeiten in die Öffentlichkeit gestellt haben. Es sind Menschen, dank denen vibrierende Drähte in der Welt entstanden sind – Drähte, die sich verselbstständigt, vervielfältigt und die Welt in meinen Augen zu einem besseren Ort gemacht haben.
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