Digital4Leaders - der Bildungspodcast für Führungskräfte Archiv
122 Episoden
41 Minuten
Jan Veira spricht in dieser Folge mit Dr. Anne-Sophie Waag, Referentin für Bildungspolitik bei Wikimedia Deutschland. Als Bildungspsychologin beschäftigt sie sich seit vielen Jahren mit den Themen freies Wissen, Open Education und den Auswirkungen digitaler Technologien auf das Bildungssystem. Gemeinsam diskutieren die beiden, welche Chancen und Herausforderungen der Einsatz von Künstlicher Intelligenz an Schulen und Hochschulen mit sich bringt und warum digitale Souveränität dabei eine immer wichtigere Rolle spielt. Im Gespräch geht es zunächst um die Rolle von Wikipedia und Wikidata in einer Welt, in der immer mehr Menschen Wissen direkt über KI-Systeme abrufen. Anne-Sophie Waag erläutert, warum freie und offene Wissensinfrastrukturen für Bildung und Gesellschaft unverzichtbar bleiben und welche Spannungsfelder entstehen, wenn große Sprachmodelle auf frei verfügbares Wissen zugreifen, ohne dass die ursprünglichen Plattformen davon profitieren. Anschließend werfen Jan Veira und Anne-Sophie Waag einen Blick auf die aktuellen Erwartungen an generative KI im Bildungsbereich. Sie diskutieren die Versprechen rund um Effizienz, Personalisierung und individuelle Förderung sowie die Frage, wie belastbar diese Annahmen aus wissenschaftlicher Sicht tatsächlich sind. Dabei wird deutlich, dass die Realität in Schulen häufig noch weit hinter den öffentlichen Debatten über Chatbots, Agentic AI und automatisierte Lernsysteme zurückliegt. Ein weiterer Schwerpunkt der Folge liegt auf den Themen Infrastruktur, Datenschutz und digitale Abhängigkeiten. Die beiden sprechen darüber, warum Bildungseinrichtungen bei der Einführung von KI-Lösungen nicht nur technische Fragen beantworten müssen, sondern auch überlegen sollten, wie sie langfristig digitale Souveränität sichern können. Dabei geht es um die Rolle von Open-Source-Lösungen, öffentliche IT-Infrastrukturen sowie die Zusammenarbeit von Schulen, Schulträgern, Ländern und Hochschulen. Zum Abschluss richtet sich der Blick auf die Entwicklung von KI- und Digitalkompetenzen. Anne-Sophie Waag erklärt, warum es nicht genügt, neue Technologien bereitzustellen, sondern warum Lehrkräfte, Schüler:innen und Bildungseinrichtungen gleichermaßen befähigt werden müssen, deren Funktionsweisen und Auswirkungen zu verstehen. Die Folge liefert damit eine differenzierte Perspektive auf KI in der Bildung und zeigt auf, wie Bildungsträger den technologischen Wandel aktiv und verantwortungsvoll mitgestalten können.
36 Minuten
Jan Veira spricht in dieser Folge von Digital4Leaders mit Dr. Yvonne Constanze Behnke, Autorin, Beraterin und Expertin für evidenzbasiertes Lernen im Corporate-Learning-Umfeld. Gemeinsam gehen die beiden der Frage nach, warum selbstgesteuertes Lernen seit Jahren als vielversprechender Ansatz für die Weiterbildung in Unternehmen gilt, in der Praxis jedoch häufig hinter den Erwartungen zurückbleibt. Dabei beleuchten sie sowohl die historischen Wurzeln des Konzepts als auch die Herausforderungen, die Unternehmen bei der Umsetzung erleben. Im Gespräch diskutieren Jan Veira und Yvonne Behnke, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Mitarbeitende tatsächlich eigenverantwortlich lernen können. Sie sprechen über typische Fehlannahmen rund um Lernplattformen, E-Learnings und moderne Lerntechnologien sowie über die Bedeutung von Lernkultur, Führung, Begleitung und Zeit für Lernen im Arbeitsalltag. Anhand konkreter Beispiele zeigen sie auf, warum die reine Bereitstellung von Lerninhalten selten ausreicht und welche Faktoren langfristig den Lernerfolg beeinflussen. Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist die Rolle von Technologie und Künstlicher Intelligenz im Corporate Learning. Die beiden diskutieren, warum neue Tools allein keine Lernprobleme lösen, welche Potenziale KI für individualisierte Lernprozesse bietet und weshalb fundiertes Fachwissen und gute Didaktik auch in Zukunft entscheidend bleiben. Die Episode liefert damit zahlreiche praktische Impulse für Führungskräfte, HR-Verantwortliche und Learning & Development-Teams, die Lernen in ihren Organisationen wirksamer gestalten möchten.
36 Minuten
Jan Veira spricht in dieser Folge von Digital4Leaders mit Arthur Seidel, Senior Manager People & Culture bei der Fraport AG, über die Frage, warum Lernen in Unternehmen häufig nicht die gewünschte Wirkung entfaltet und wie Organisationen Lernen grundlegend neu denken können. Arthur Seidel berichtet aus seiner langjährigen Praxis beim Aufbau von Datenkompetenz und der Entwicklung innovativer Lernformate bei Fraport. Dabei zeigt er auf, warum klassische Schulungskonzepte allein nicht ausreichen und weshalb die Bedürfnisse der Menschen, die Unternehmenskultur und die aktive Unterstützung durch Führungskräfte entscheidend für nachhaltigen Lernerfolg sind. Im Gespräch tauschen sich Jan Veira und Arthur Seidel darüber aus, wie Unternehmen von standardisierten Trainingsansätzen zu individuellen Lernökosystemen gelangen können. Sie diskutieren die Bedeutung von Lernräumen, internen Wissensnetzwerken, Mentoring, Praxisanwendungen und einer Kultur des Ausprobierens. Anhand konkreter Beispiele aus der Fraport-Praxis zeigt Arthur Seidel, wie Expertenwissen aus den eigenen Reihen sichtbar gemacht werden kann und warum moderne Personalentwicklung heute weit mehr sein muss als die Organisation von Schulungen. Darüber hinaus werfen die beiden einen Blick in die Zukunft des Lernens. Sie sprechen über die Auswirkungen von KI, Data Analytics und sich immer schneller verändernden Kompetenzanforderungen auf Unternehmen und Führungskräfte. Die Folge liefert zahlreiche Impulse dafür, wie Lernen wirksamer, individueller und praxisnäher gestaltet werden kann und welche Rolle Eigenverantwortung, Neugier und lebenslanges Lernen dabei spielen.
32 Minuten
Jan Veira spricht in dieser Folge von Digital4Leaders mit Felix Timmen, Go-To-Market Expert Consultant bei Telekom Strategy Consulting, über technologische Souveränität und darüber, warum dieses Thema für Unternehmen in Europa aktuell so relevant wird. Vor dem Hintergrund geopolitischer Verschiebungen, zunehmender Deglobalisierung und hoher Abhängigkeiten von US-Cloud-Anbietern ordnen die beiden ein, was Souveränität im Technologiekontext eigentlich bedeutet: nicht Abschottung oder Protektionismus, sondern Wahlfreiheit, Selbstbestimmung und strategische Handlungsfähigkeit. Im Gespräch erklärt Felix Timmen zunächst die Grundlagen von Cloud-Technologien und unterscheidet zwischen Infrastructure as a Service, Platform as a Service und Software as a Service. Darauf aufbauend diskutieren Jan und Felix, warum Datenhoheit für Unternehmen, kritische Infrastrukturen und innovationsgetriebene Branchen besonders wichtig ist. Es geht um Abhängigkeiten von großen US-Anbietern, den Einfluss gesetzlicher Rahmenbedingungen wie dem Cloud Act und die Frage, welche europäischen Alternativen es bereits gibt. Dabei wird deutlich: Technologische Souveränität ist kein Thema, das Unternehmen „mal eben“ nebenbei lösen können, sondern erfordert strategische Planung, Priorisierung und einen realistischen Blick auf Daten, Betrieb und Technologie. Felix Timmen gibt außerdem Einblicke in aktuelle Marktbewegungen rund um europäische Cloud-Anbieter und erklärt, warum Cloud-Migrationen oft lange Vorlaufzeiten haben. Die Folge zeigt, dass Unternehmen nicht sofort alle Systeme umstellen müssen, sich aber schon heute mit Szenarien, Risiken und Multisourcing-Strategien beschäftigen sollten. Zum Schluss macht Felix deutlich: Souveränität bedeutet vor allem, Optionen zu haben — und genau deshalb sollten Führungskräfte jetzt anfangen, ihre technologische Abhängigkeit bewusst zu analysieren und eine passende Cloud-Strategie für die kommenden Jahre zu entwickeln.
34 Minuten
Jan Veira spricht in dieser Folge von Digital4Leaders mit Jürgen Opdenhoff, Unternehmensinhaber und Experte für Automatisierung, Rückverfolgbarkeit und digitale Transformation in der Prozessindustrie. Seit mehr als drei Jahrzehnten begleitet er Unternehmen aus Branchen wie Chemie, Lebensmittel, Futtermittel oder Kunststoffverarbeitung bei der Digitalisierung ihrer Produktions- und Wertschöpfungsprozesse. Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die Frage, wie digitale Zwillinge dabei helfen können, komplexe Stoff- und Wertströme transparenter, effizienter und zukunftsfähiger zu gestalten. Gemeinsam diskutieren Jan Veira und Jürgen Opdenhoff die besonderen Herausforderungen der Prozessindustrie, in der unterschiedliche Rohstoffe, Anlagen und Produktionsschritte eng miteinander verzahnt sind. Dabei erklärt Opdenhoff, was ein digitaler Zwilling in diesem Umfeld eigentlich ist, warum eine durchgängige Datenbasis so entscheidend ist und wie Unternehmen dadurch eine „Single Source of Truth“ für ihre Produktionsprozesse schaffen können. Anhand konkreter Praxisbeispiele zeigt die Folge, wie digitale Zwillinge Produktivität steigern, Stillstandszeiten reduzieren und die Planung von Produktionsaufträgen verbessern können. Darüber hinaus geht es um technologische Grundlagen wie Verwaltungsschalen, offene Standards und Manufacturing-X sowie um die Frage, wie Mitarbeitende verschiedener Bereiche – von Produktion und Qualitätssicherung bis zur Instandhaltung – von einer gemeinsamen Datensicht profitieren. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Zusammenspiel von digitalen Zwillingen, Nachhaltigkeit und Künstlicher Intelligenz. Jürgen Opdenhoff erläutert, warum digitale Zwillinge die Grundlage für datengetriebene Optimierung und zukünftige KI-Anwendungen bilden und wie Unternehmen dadurch langfristig bessere Entscheidungen treffen können. Eine Folge für alle Führungskräfte, die verstehen möchten, warum digitale Zwillinge weit mehr sind als ein Technologietrend und welche Rolle sie für die industrielle Wertschöpfung von morgen spielen.
42 Minuten
Jan Veira spricht in dieser Folge von Digital4Leaders mit Boris Scharinger, Innovationsmanager bei Siemens Digital Industries und Autor des Buches „Industrial AI: From Pilot to Profit“, über die transformative Kraft von Künstlicher Intelligenz in der Industrie. Im Fokus steht dabei nicht nur die Anwendung von KI in der Produktion, sondern ein deutlich umfassenderes Verständnis von Industrial AI, das auch Produktdesign, Produktionsentwicklung und Simulation einschließt. Gemeinsam beleuchten die beiden, warum industrielle KI fundamental andere Anforderungen hat als KI im Konsumentenbereich – etwa durch fehlende „Undo-Buttons“, hohe Qualitätsanforderungen und komplexe Datenstrukturen. Boris Scharinger gibt spannende Einblicke in typische Herausforderungen wie unzureichende Datenbasis, seltene Fehlerfälle und lange Investitionszyklen in der Industrie. Besonders praxisnah wird die Folge durch konkrete Beispiele für transformative Use Cases: von Drug Discovery in der Pharmaindustrie über Designoptimierungen bei Gasturbinen bis hin zur Materialentwicklung im Automotive-Bereich. Dabei wird klar, dass die größten Wettbewerbsvorteile nicht in einfachen Produktivitätsgewinnen liegen, sondern in der konsequenten Nutzung von KI zur Exploration neuer Designräume und Geschäftsmodelle. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Zusammenspiel von Industrial AI, Digital Twins und dem Industrial Metaverse. Die beiden diskutieren, wie Simulationen, synthetische Daten und vernetzte digitale Zwillinge völlig neue Optimierungsmöglichkeiten ermöglichen – fernab von isolierten Einzellösungen. Zum Abschluss zeigt Boris Scharinger auf, welche Voraussetzungen Unternehmen schaffen müssen, um Industrial AI erfolgreich umzusetzen – von Talent- und Datenstrategien über Governance bis hin zu MLOps. Die Folge liefert damit sowohl strategische Perspektiven als auch konkrete Denkanstöße für Entscheider, die KI nicht nur einsetzen, sondern als echten Wettbewerbsvorteil nutzen wollen.
39 Minuten
Jan Veira spricht in dieser Folge mit Alexander van der Steeg, CTO bei EntekSystems GmbH, über die wachsende Bedeutung von Cybersecurity im Jahr 2026. Dabei wird deutlich, dass Cyberangriffe längst zu den größten wirtschaftlichen Risiken für Unternehmen zählen und durch geopolitische Spannungen sowie sinkende Angriffskosten weiter zunehmen. Neben der Bedrohungslage geht es im Gespräch vor allem um die steigende regulatorische Bedeutung des Themas. Die beiden diskutieren ausführlich die Auswirkungen von NIS2 und dem Cyber Resilience Act und zeigen auf, welche neuen Pflichten und Verantwortlichkeiten dadurch insbesondere für Geschäftsführung und Produktentwicklung entstehen. Im Fokus stehen praxisnahe Einblicke in zentrale Anforderungen wie Risikomanagement, Meldepflichten, Business Continuity und Security by Design. Gleichzeitig wird herausgearbeitet, warum viele dieser Themen eigentlich selbstverständlich sein sollten, in der Realität aber häufig vernachlässigt wurden. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Rolle von Künstlicher Intelligenz, die sowohl Angreifer als auch Verteidiger unterstützt und damit das „Wettrüsten“ im Cybersecurity-Bereich weiter verstärkt. Die Folge bietet damit einen kompakten, aber sehr fundierten Überblick darüber, was Führungskräfte heute beachten müssen, um ihre Organisationen sicher und zukunftsfähig aufzustellen.
35 Minuten
Jan Veira begrüßt in dieser Folge von Digital4Leaders Dr. Ciamak Abkai, VP Innovation and Development bei Precisis und MedTech-Enthusiast. Gemeinsam sprechen sie über die Funktionsweise medizinischer Implantate – insbesondere Hirnschrittmacher zur Behandlung von Epilepsie – und zeigen, wie moderne Technologien völlig neue Therapieansätze ermöglichen. Im Fokus steht die Verbindung von Medizintechnik und KI: Abkai erklärt, wie miniaturisierte, energieeffiziente „Computer im Körper“ durch Edge Computing und intelligente Algorithmen in Echtzeit auf neuronale Muster reagieren können. So entstehen adaptive Systeme, die nicht mehr nur statisch stimulieren, sondern individuell und situationsabhängig eingreifen. Darüber hinaus diskutieren die beiden technologische Treiber, Herausforderungen in der Medizintechnik sowie Zukunftsperspektiven. Die zentralen Learnings der Folge: KI ist ein mächtiges Werkzeug in der Medizin, Edge AI wird zum Schlüssel für Innovationen im Implantat – und echte Fortschritte entstehen nur durch Mut, neue Wege zu gehen.
44 Minuten
Jan Veira spricht in dieser Folge von Digital4Leaders mit Christian Claussen, General Partner bei Ventech und einem der erfahrensten Venture-Capital-Investoren Europas. Gemeinsam ordnen sie den aktuellen KI-Boom ein und diskutieren, ob wir gerade einen überbewerteten Hype oder eine echte technologische Revolution erleben. Zu Beginn gibt Claussen Einblicke in die Funktionsweise von Venture Capital und zeigt, welche Rolle Investoren dabei spielen, Innovationen zu ermöglichen. Im Mittelpunkt steht anschließend die Frage, warum KI mehr ist als ein kurzfristiger Trend: Durch das Zusammenspiel von Daten, Rechenleistung und mathematischen Grundlagen entsteht eine neue, nachhaltige Innovationsplattform – deutlich fundamentaler als frühere Hype-Themen wie Metaverse oder Blockchain. Darauf aufbauend diskutieren die beiden, wie sich Investoren heute im KI-Markt positionieren: Welche Wettbewerbsvorteile noch tragen, warum sich Bewertungslogiken verändern und welche Rolle vertikale Anwendungen, Daten und Branchen-Know-how spielen. Gleichzeitig wird auch kritisch auf die enormen Investitionen und mögliche Überbewertungen geblickt. Zum Abschluss richtet sich der Blick nach vorn: Welche Auswirkungen hat KI auf Produktivität und Arbeitswelt? Und welche Chancen ergeben sich insbesondere für Europa – vor allem im industriellen Kontext. Die Folge liefert damit eine fundierte, differenzierte Einordnung des KI-Hypes und viele Denkanstöße für Führungskräfte.
33 Minuten
In dieser Folge von Digital4Leaders spricht Host Jan Veira mit Dr. David Bausch von digit2place über nichts Geringeres als den tiefgreifenden Wandel unserer Arbeitswelt. Ausgangspunkt ist die provokante These vom „Ende der Arbeitswelt, wie wir sie kannten“ – und die Frage, warum sich Arbeit gerade jetzt so massiv verändert. Gemeinsam ordnen die beiden aktuelle Treiber wie Pandemie, Dauerkrisen und Künstliche Intelligenz ein und diskutieren, warum viele Menschen und Organisationen zugleich unter Change-Müdigkeit leiden und Veränderung innerlich blockieren. Im Zentrum des Gesprächs steht David Bauschs ganzheitlicher Blick auf Organisationen als menschliche Systeme. Er beschreibt die „Big Five of Human Work“ – Führung, mentale Gesundheit, Lernen & Entwicklung, Vielfalt & Inklusion sowie Organisationskultur – und macht deutlich, warum isolierte Einzelmaßnahmen ins Leere laufen. Anhand konkreter Praxisbeispiele zeigen Jan und David, wie Vertrauen, psychologische Sicherheit und Kultur messbar wirken können und warum Lernen, Fehlerkultur und mentale Gesundheit untrennbar miteinander verbunden sind. Zum Abschluss geht es um klare Takeaways für Führungskräfte: Warum ganzheitliches Denken entscheidend ist, weshalb Lernen immer auch Selbstreflexion braucht und wieso Haltung kein einmaliges Projekt, sondern tägliche Arbeit ist. Abgerundet wird die Folge durch konkrete Empfehlungen zur Vertiefung – von Davids neuem Buch bis zu weiterführender Lektüre rund um mentale Gesundheit und moderne Arbeitswelten.
32 Minuten
Jan Veira spricht in dieser Folge von Digital4Leaders mit Elias Saalmann, CEO der dyve GmbH, über eine Unternehmensform, die gerade in der digitalen Arbeitswelt zunehmend an Bedeutung gewinnt: Verantwortungseigentum im Kontext der Purpose Economy. Ausgangspunkt der Diskussion ist die Frage, ob der klassische Unternehmenszweck – Gewinnmaximierung für Eigentümer – noch zeitgemäß ist, insbesondere in wissensintensiven, digitalen Berufen. Elias Saalmann erklärt, was hinter Purpose Economy steckt, wie Verantwortungseigentum historisch entstanden ist und welche Prinzipien – Vermögensbindung und Selbstbestimmung – dieses Modell prägen. Anhand der Entwicklung von dyve zeigt er sehr konkret, warum diese Unternehmensform gerade für Softwareentwicklung, Remote Work und hochqualifizierte Senior Experts attraktiv ist – und wie sie helfen kann, Fachkräfte langfristig zu binden. Gleichzeitig sprechen Jan und Elias offen über den Weg von der klassischen GmbH zum Verantwortungseigentum, über rechtliche und organisatorische Hürden sowie über kritische Fragen wie Unternehmertum, Altersvorsorge und Skalierung. Zum Abschluss wagt die Folge einen Blick nach vorn: auf mögliche neue Rechtsformen, politische Entwicklungen und die Chancen von Verantwortungseigentum als Nachfolgemodell für Familienunternehmen. Abgerundet wird das Gespräch durch drei zentrale Takeaways, die insbesondere für Unternehmer:innen, Führungskräfte und Gründer:innen relevant sind, die sich mit Sinn, Eigentum und Zukunftsfähigkeit von Unternehmen beschäftigen.
31 Minuten
"Jan Veira spricht in dieser Folge von Digital4Leaders mit Asdrúbal Pichardo, CEO von Squalify, über eine der zentralen Fragen moderner Cyber Security: Wie lassen sich Cyberrisiken nicht nur qualitativ beschreiben, sondern belastbar quantifizieren – und dadurch bessere Entscheidungen treffen? Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Cyberangriffe zunehmen, durch KI immer raffinierter werden und Unternehmen zugleich stärker von digitalen Ökosystemen und Drittanbietern abhängen. Im Gespräch erläutert Asdrúbal Pichardo, warum viele Unternehmen trotz dieser Bedrohungslage ihre Cyberrisiken noch immer nicht in Zahlen ausdrücken können – und weshalb genau das für Management, Vorstand und Regulierung zunehmend problematisch wird. Er zeigt, wie datenbasierte Modelle aus der Versicherungswelt genutzt werden können, um potenzielle Schäden, Wahrscheinlichkeiten und Worst-Case-Szenarien greifbar zu machen. Anhand konkreter Beispiele diskutieren die beiden, wie Unternehmen mit solchen quantifizierten Ergebnissen Investitionen priorisieren, den ROI von Security-Maßnahmen belegen und fundierte Entscheidungen zwischen Risikoreduktion, Akzeptanz und Transfer (z. B. über Cyberversicherungen) treffen können. Darüber hinaus geht es um typische Schwachstellen, den Nutzen von Simulationen, die Rolle von KI auf Angriffs- und Verteidigungsseite sowie um steigende regulatorische Anforderungen wie DORA oder NIS2. Die Folge macht deutlich, warum Cyber Security immer stärker zur Business-Frage wird – und warum Unternehmen gut beraten sind, Cyberrisiken nicht länger im „Blindflug“ zu managen, sondern sie messbar, vergleichbar und steuerbar zu machen."
31 Minuten
In dieser Folge spricht Jan Veira mit Prof. Dr. Patrick Stein, Professor an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung im Fachbereich Finanzen. Gemeinsam beleuchten sie, warum Nachhaltigkeit und insbesondere ESG‑Faktoren heute eine zentrale Rolle bei M&A‑ und Investitionsentscheidungen spielen – und wie Daten, Digitalisierung und KI diesen Prozess grundlegend verändern. Patrick Stein erklärt, was hinter der Nachhaltigkeitsberichterstattung steckt, wie regulatorische Vorgaben wie CSRD und ESRS wirken und weshalb qualitative ESG‑Daten so schwer greifbar sind. Schritt für Schritt führt er durch sein Scoring‑Modell zur Nutzwertanalyse, das ESG‑Kriterien messbar und vergleichbar macht. Im Gespräch zeigen die beiden auf, wie datengetriebene Due Diligence funktioniert, welche Bedeutung Datenqualität hat und wie KI heute schon bei der Analyse umfangreicher Nachhaltigkeitsberichte oder bei der Entwicklung von Verbesserungsmaßnahmen unterstützen kann. Außerdem diskutieren sie, wie Käufer und Verkäufer durch smarte Datennutzung ihre Position im M&A‑Prozess stärken können, welche Hürden noch bestehen – etwa fehlende Standardisierung – und wie politische Entwicklungen die Zukunft von ESG im M&A‑Kontext beeinflussen könnten. Die Folge bietet praxisnahe Einblicke für alle, die verstehen wollen, wie sich Investitionsentscheidungen verändern, welche Rolle Nachhaltigkeit dabei spielt und warum Daten und KI hier zum echten Gamechanger werden.
44 Minuten
In dieser Folge von Digital4Leaders spricht Jan Veira mit Kai Hermsen – Digital Governance Experte und Co‑Founder von DECAID.secure – über die zentrale Frage, wie Unternehmen Künstliche Intelligenz verantwortungsvoll, sicher und zugleich innovativ einsetzen können. Kai blickt auf viele Jahre in der Cybersecurity und Governance zurück und arbeitet heute an der Schnittstelle zwischen Mensch und Technologie, insbesondere mit kleinen und mittelständischen Unternehmen. Im Gespräch tauchen Jan und Kai tief in die Gründe ein, warum KI‑Risiken polarisieren und wieso gute Governance nicht bremst, sondern Innovation überhaupt erst ermöglicht. Sie beleuchten, welche Leitplanken Unternehmen benötigen, um KI sinnvoll einzusetzen, welche Rolle Datenschutz, Cybersicherheit, Fairness und rechtliche Anforderungen spielen und wie schnell Fehlentscheidungen oder Halluzinationen realen Schaden anrichten können. Anhand konkreter Beispiele – von internationalen Fehlreports bis hin zu überraschenden Bias‑Effekten – wird deutlich, warum ein strukturierter Umgang mit KI unverzichtbar ist. Darüber hinaus erklärt Kai, wie der EU AI Act funktioniert, welche Risikoklassen relevant sind und was Organisationen daraus ableiten müssen. Besonders praxisnah wird es, wenn er beschreibt, wie Mittelständler mit einfachen Schritten starten können: Bestandsaufnahme, Risikobewertung, klare Richtlinien und ein bewusster Umgang mit Schulungen. Zum Abschluss teilt Kai drei Kernbotschaften, warum Governance ein Treiber für Innovation ist – und welche Rolle dabei die Menschen im Unternehmen spielen.
30 Minuten
In dieser Folge von Digital4Leaders spricht Jan Veira mit Roland Gamböck, Leiter Produktentwicklung bei der Siemens Professional Education, über die Bedeutung und die konkrete Anwendung des Industrial Metaverse in der Industrie. Roland erklärt, warum gerade jetzt – durch das Zusammenspiel aus digitalem Zwilling, industrieller KI und softwaredefinierter Automatisierung – ein neues technologisches Momentum entsteht, das weit über klassische Digitalisierungsprojekte hinausgeht. Anhand zweier eindrucksvoller Beispiele zeigt er, wie Siemens das IMV bereits heute einsetzt: einer vollständig virtuell geplanten „Digital Native Factory“ in China und dem kontinuierlich betriebenen digitalen Zwilling im bestehenden Werk in Erlangen. Beide Use Cases machen greifbar, wie sich Produktivität, Durchlaufzeiten und Nachhaltigkeit durch Simulation, KI und Echtzeitdaten entscheidend verbessern lassen. Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs ist die Arbeitswelt im Industrial Metaverse. Roland beschreibt, wie sich Tätigkeiten verändern, wie Assistenzsysteme wie der Industrial Copilot Menschen auf dem Shopfloor unterstützen und warum datengetriebene Entscheidungen und neue Lernformen immer wichtiger werden. Besonders spannend: Siemens nutzt das Industrial Metaverse bereits selbst für Training – etwa für virtuelle Störungsdiagnose auf Basis echter 3D‑Modelle aus den Werken. Die Folge liefert praxisnahe Einblicke, wie Unternehmen das Industrial Metaverse nutzen können, welche Fähigkeiten in Zukunft wichtiger werden und wie Lernen und Arbeiten durch diese Technologien enger zusammenwachsen. Ein Gespräch voller konkreter Beispiele, strategischer Perspektiven und inspirierender Zukunftsbilder, das sowohl Führungskräften als auch Praktikern aus Produktion, Technik und Weiterbildung wertvolle Denkanstöße gibt.