ARCHITEKTURFUNK

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Trailer ARCHITEKTURFUNK, der Heinze Podcast
14. März 2024
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Trailer ARCHITEKTURFUNK, der Heinze Podcast
14. März 2024

Episoden

#215 – Florian Waller, Behnisch Architekturbüro: Moderne Lernlandschaften
16.07.2026
36 Minuten
Viele Schulgebäude, die wir heute kennen, stammen aus einem pädagogischen Modell des frühen 20. Jahrhunderts: Flur, Klassenzimmer, Tafel, Frontalunterricht. Doch wie lernen Kinder heute und welche Räume brauchen sie dafür wirklich? Florian Waller, Partner bei Behnisch Architekturbüro, einem der international renommiertesten deutschen Architekturbüros, hat die Josef-Schwarz-Schule in Heilbronn realisiert – Teil des Bildungscampus der Dieter Schwarz Stiftung und eines der meistdiskutierten Beispiele zeitgemäßer Lernarchitektur. Das Büro widmet sich seit jeher dem Bauen für eine offene, demokratische Gesellschaft – Schulen inklusive. Wallers Ansatz: Lernen passiert nicht ausschließlich im Klassenzimmer, sondern in der gesamten Schule. Die Josef-Schwarz-Schule übersetzt das konsequent: ein terrassiertes Gebäude auf einem Sockel, drei pavillonartige Baukörper für Grund-, Mittel- und Oberstufe, natürliche Lüftung statt Klimaanlage, Holz und Lehm statt HPL und Kunststoff. Fast 60.000 Quadratmeter – und kein Geschoss gleicht dem anderen. Seine Überzeugung: Das pädagogische Konzept gibt die Architektur vor, nicht umgekehrt. Und Nachhaltigkeit beginnt damit, Kindern beizubringen, dass ihre Handlungen Konsequenzen haben, auch wenn es im Klassenzimmer mal stinkt. Ein Gespräch über Lernlandschaften, die Grenzen von Flexibilität, natürliche Materialien als pädagogisches Mittel und die Frage, wie viel Identität eine Schule braucht, um wirklich zu wirken. Wichtige Partner für die Entwicklung des Projektes sind Planstatt Senner für die Außenanalagen sowie Transsolar für das Klimakonzept.
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#214 – Lara Katscher, Werner Sobek AG - Das 1x1 der Bauphysik
25.06.2026
25 Minuten
Jedes Gebäude, das wir heute planen, ist der Bestand von morgen. Doch noch immer werden Gebäude geplant, als ob Klimawandel, Ressourcenknappheit und zirkuläres Bauen Sonderthemen wären – und nicht die Grundlage einer jeden Planung. Lara Katscher, seit 2025 Vorständin der Werner Sobek AG, verantwortet dort die Bereiche Bauphysik, Nachhaltigkeit und Technische Gebäudeausrüstung. Das Unternehmen begleitet komplexe Bauprojekte von der Energiebilanzierung bis zur simulationsgestützten Klimaanpassung. Katscher begann 2016 als Werkstudentin und schaffte den Weg in den Vorstand in knapp zehn Jahren. Ihr Ansatz: Nachhaltigkeit beginnt nicht beim Zertifikat, sondern beim Entwurf. Kompakte Gebäudevolumen, optimierte Fassadentransparenz, Low-Tech-Strategien dort wo möglich und Technik nur dort, wo sie wirklich nötig ist. Ihre Beobachtung: Während der Fokus lange auf Energieeffizienz lag, rücken heute Materialwahl, Grauemissionen und Rückbaufähigkeit in den Mittelpunkt. Gebäude als temporäre Rohstofflager zu denken, ist für sie kein Zukunftsszenario, sondern dringende Gegenwart. Ein Gespräch über adaptive Fassaden, klimaresiliente Planung, die Rolle der Bauphysik im Zeitalter des Klimawandels und warum integrale Planung von Anfang an der einzige Weg zu wirklich nachhaltigen Gebäuden ist.
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#213 - Sarah Barth, Leon Faust, Countdown 2030: Das Schweizer Bauwende-Kollektiv
11.06.2026
49 Minuten
In der Schweiz werden pro Sekunde 500 Kilogramm Bauschutt produziert – eine halbe Tonne. Jährlich fallen 4.000 Häuser dem Abriss zum Opfer. Was, wenn der Abriss die Ausnahme würde statt die Regel? Sarah Barth und Leon Faust, Architektin und Architekt vom Verein Countdown 2030, kämpfen für eine klimaverträgliche Bauwende bis 2030. Die 2019 gegründete Schweizer Initiative entstand aus kollektivem Frust über einen Beruf, der maßgeblich zur Klimakrise beiträgt, während sich Architekt*innen über Grautöne und Fugenbreiten unterhalten. Entstanden sind Projekte wie die Ausstellung "Die Schweiz – ein Abriss" im Schweizer Architekturmuseum Basel, eine Petition mit 12.000 Unterschriften und das partizipative Portal Bauwende.tools. Barth und Faust setzen auf radikale Dringlichkeit: "2030 ist die entscheidende Dekade." Ihr Ansatz – dem Bestand einen Wert geben, der über den ökonomischen hinausgeht. Während die Politik von Kreislaufwirtschaft spricht, fehlen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Ihre Beobachtung: Wir bauen Rolls Royce, wo manchmal ein Käfer reicht. Die Herausforderung: Wie transformiert man einen ganzen Berufsstand? Wie schafft man gesellschaftlichen Wandel für politischen Wandel? Und was passiert am 31.12.2029 um 23:59:59 Uhr? Ein Gespräch über fatalistischen Aktivismus, die Macht der Digitalisierung beim Reuse, Hoffnung als aktiven Prozess und die Frage, warum sich der Verein 2030 selbst auflöst.
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#212 – Katrin Mees, Deutscher Abbruchverband: Kreislaufwirtschaft in der Krise
28.05.2026
41 Minuten
Der Bau ist das größte Materiallager, das wir haben – unsere einzige urbane Mine. Doch während die Politik Kreislaufwirtschaft fordert, arbeiten wir noch immer mit Abfallgesetzen aus einer anderen Zeit. Katrin Mees, Expertin für nachhaltiges Bauen und Kreislaufwirtschaft, analysiert die Diskrepanz zwischen politischen Zielen und regulatorischen Realitäten. Die nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie steht, doch die Umsetzung hakt an der Wirtschaftlichkeit und veralteten Gesetzen. Mees beobachtet: "Kein Mensch macht Kreislaufwirtschaft, wenn er damit nicht sein Butterbrot verdient." Während Bauproduktehersteller bereits Rücknahmesysteme entwickeln, scheitert die Praxis am juristischen Konstrukt. Materialien werden zu Abfall erklärt, um sie dann mühsam wieder zu Produkten zu machen – ein "Riesenaffentanz" statt echter Kreislaufführung. Ihre These: Wir brauchen ein Kreislaufwirtschaftsgesetz, das Kreislaufwirtschaft betreibt, nicht Abfallwirtschaft. Ein Gespräch über politischen Mut, wirtschaftliche Anreizsysteme, die Grenzen von Leasingmodellen und die Frage, warum wir mit alten Werkzeugen neue Probleme lösen wollen.
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#211 – Igor Brncic, OLIV Architekten: Stadt kann mehr!
14.05.2026
35 Minuten
Die Anzahl der Warenhäuser hat sich auf ein Drittel dezimiert. Mehrere Zehntausend Menschen haben bereits ihre Arbeitsplätze verloren. Was tun mit diesen Immobilien, die seit 150 Jahren unsere Innenstädte prägen? Igor Brncic, Architekt und Gesellschafter bei OLIV Architekten, berät umfassend zur Revitalisierung innerstädtischer Handelsimmobilien. Das 1999 gegründete Büro mit 50 Mitarbeitenden entwickelt Konzepte für eine zukunftsfähige Nutzung – von baurechtlichen Studien bis zur Begleitung von Investoren und Entwicklern. Entstanden sind Projekte wie die Umfunktionierung des ehemaligen Kaufhauses in der Stuttgarter Königstraße für die Landesbank Baden-Württemberg, das Büro, Kultur und Gastronomie unter einem Dach vereint. Brncic setzt auf funktionale Vermischung statt Monofunktion: "Das Gebäude muss zur Stadt werden." Seine Beobachtung als Architekt – nach der Industrialisierung hat die Digitalisierung das Konzept des Kaufhauses obsolet gemacht. Während Menschen früher in Einkaufszentren gingen, um zu sehen und gesehen zu werden, findet Begegnung heute wieder in der Stadt statt. Die Herausforderung: Wie entstehen öffentliche Räume, die angenommen werden? Wie verwebt man wohnen, arbeiten und Freizeit, ohne dass Bauherren und Nutzer fremdeln? Ein Gespräch über den Niedergang des stationären Handels, die Rückkehr zur kleinteiligen Stadt, künstliche Intelligenz im Entwurfsprozess und die Sehnsucht nach realem Begegnungskonsum in Zeiten der Digitalisierung.
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Über diesen Podcast

Host Klaus Füner spricht alle 14 Tage mit den Vordenker*innen und Newcomern aus Architektur, Design, Stadtplanung und Landschaftsplanung. Ob visionäre Konzepte oder bauliche Innovationen: Alles, was die hochkarätig besetzten Netzwerkveranstaltungen von Heinze an Themen hervorbringen und was relevant erscheint, wird hier ins Gespräch gebracht. Damit Ihr nichts verpasst, von dem, was die Baubranche bewegt. Das Klimafestival für die Bauwende wird hier auditiv weitergeführt und die Bauwende inhaltlich weiter verfolgt. Denn es gibt viel zu tun, hören wir denen zu, die schon ins Handeln gekommen sind.
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#211 – Igor Brncic, OLIV Architekten: Stadt kann mehr!
#211 – Igor Brncic, OLIV Architekten: Stadt kann mehr!

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