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DigiKompetenz Podcast Archiv

189 Episoden
49 Minuten
Unternehmen verfügen heute über mehr Daten, Expertise und Technologien als je zuvor. Dennoch werden viele Entscheidungen auf Basis eines Bruchteils des vorhandenen Wissens getroffen. Das eigentliche Potenzial liegt häufig bereits in der Organisation – es wird nur nicht genutzt.

In dieser Podcastfolge sprechen Armin Blassnig, Co-Founder und CEO von Upgr8, und David Rohrmann, Co-Founder und Managing Partner von Upgr8 mit uns darüber, warum kollektive Intelligenz einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für moderne Unternehmen ist. Sie zeigen, wie Organisationen Strategie, Führung und Transformation so gestalten können, dass das Wissen vieler Menschen zu besseren Entscheidungen und einer wirksameren Umsetzung führt.

„Wenn das Unternehmen wüsste, was es schon weiß.“Im Mittelpunkt stehen die Fragen, wie Unternehmen Silodenken überwinden, Mitarbeitende wirksam einbinden und kollektive Intelligenz als Problemlösungskompetenz von Gruppen nutzen können. Die beiden erläutern, warum moderne Führung nicht alle Antworten liefern muss, sondern die richtigen Rahmenbedingungen schafft, damit die besten Lösungen aus der Organisation entstehen.„Nur mit der Top-down-Order kriegst du die Organisation nicht bewegt.“

Außerdem geht es um die Rolle von künstlicher Intelligenz in Unternehmen, ihre Verbindung zur kollektiven Intelligenz sowie um Vertrauen, psychologische Sicherheit und gemeinsame Verantwortung. Deutlich wird: Zukunftsfähige Unternehmen treffen nicht nur bessere Entscheidungen – sie schaffen es, das Wissen ihrer Mitarbeitenden intelligent zu vernetzen und konsequent ins Handeln zu übersetzen.

Und was haben Himalaya-Expeditionen, Eishockey, Philosophie, künstliche Intelligenz und die Erkenntnis „Wenn das Unternehmen wüsste, was es schon weiß“ miteinander zu tun? Mehr, als man zunächst vermuten würde. Einfach reinhören.
45 Minuten
Nicht jeder will die nächste Stufe der Karriereleiter erklimmen – und genau darin liegt eine der größten, oft übersehenen Herausforderungen moderner Organisationen.

In dieser Folge spricht Peter Spannagl, Senior Manager Learning and Development bei der Bayer AG, über eine Leerstelle in vielen Unternehmen: die Weiterentwicklung von Führungskräften und Leistungsträgern, die bewusst nicht weiter aufsteigen wollen – deren Umfeld sich aber dennoch radikal verändert. Er spricht über das Führungsentwicklungsprogramm „Vertical Leadership“, das er gezielt für diejenigen entwickelt hat, die nicht weiter aufsteigen möchten.

Peter bringt es auf den Punkt:

„Nicht jeder will CEO werden – aber jeder muss lernen, sich in einer veränderten Welt weiterzuentwickeln.“

Im Gespräch wird deutlich, wie stark Lernen in Organisationen noch immer mit Karrierepfaden verknüpft ist – und warum genau das zu kurz greift. Es geht um Programme jenseits klassischer Aufstiegssysteme, um die Idee von „Vertical Leadership“ und um die Frage, wie Organisationen Menschen befähigen können, sich weiterzuentwickeln, ohne dass dies zwangsläufig mit dem nächsten Titel verbunden ist.

Ein zentrales Konzept dabei: der Lernvertrag mit sich selbst.

Denn, so Peter:

„Du schließt den Lernvertrag nicht mit dem Unternehmen ab – sondern mit dir selbst.“

Darüber hinaus geht es um Führung in einer Welt ohne klare Antworten, um parallele Denkmodelle statt eindeutiger Wahrheiten – und um die Fähigkeit, gemeinsam mit Teams Orientierung zu schaffen, ohne vorzugeben, alles zu wissen.

Die Folge zeigt eindrücklich: Zukunftsfähige Organisationen entstehen dort, wo Lernen nicht als Mittel zum Zweck verstanden wird, sondern als Haltung – getragen von Eigenverantwortung, Reflexion und der Bereitschaft, sich auch ohne äußeren Karrieredruck weiterzuentwickeln.

Ach ja: Was haben eine illegale Einreise aus der DDR und eine unerwartete Begegnung mit dem Dalai Lama beim Brötchen holen und die Frage, wie wir wirklich lernen, miteinander zu tun? Es lohnt sich hineinzuhören.
46 Minuten
Innovation ist kein Selbstzweck – und schon gar kein geschlossener Zirkel. Innovation ist eine Bubble, aus der wir auch herausschauen müssen.

In dieser Folge spricht Peter Schindlecker, Head of Open Innovation bei den ÖBB, darüber, warum echte Innovation erst dann entsteht, wenn man bereit ist, die eigene Denkblase zu verlassen.

Als Mitgestalter des größten Mobilitätssystems Österreichs bewegt sich Peter täglich im Spannungsfeld zwischen Stabilität und Erneuerung, zwischen Infrastruktur, Digitalisierung und gesellschaftlicher Verantwortung. Die ÖBB transportieren jährlich über 500 Millionen Fahrgäste, investieren Milliarden in die Bahn der Zukunft und stehen vor der Herausforderung, ein hochkomplexes System kontinuierlich weiterzuentwickeln – ohne es unnötig kompliziert zu machen. Und das in einem System, das sich mit rund 94 % Pünktlichkeit täglich selbst daran erinnert, dass Innovation auch Verlässlichkeit liefern muss.

Peter bringt es auf den Punkt:

„Die größte Innovationshürde ist das mentale Modell, das wir von unserem eigenen Business haben.“

Im Gespräch geht es um Open Innovation als Haltung, nicht als Methode, um den Unterschied zwischen Komplexität und Kompliziertheit, um die Rolle von KI in Planungs- und Prognoseprozessen – und um die Frage, warum der Erfolg der Bahn nicht an einzelnen Unternehmen, sondern am gesamten europäischen System gemessen werden muss. Innovation zeigt sich hier weniger im nächsten Trend als im Zusammendenken von Technologie, Organisation, Kultur und Mensch.

Deutlich wird: Zukunft entsteht nicht durch perfekte PowerPoint-Folien, sondern durch Zuhören, Improvisation und die Fähigkeit, gemeinsam ins Handeln zu kommen.

Was hat aber Industrial Design mit Innovationskraft zu tun? Warum prägen Physik und das Handwerk des Schneiderns den Blick auf Zukunft – und weshalb spielt ein alter VW-Bus eine überraschend wichtige Rolle im Denken eines Innovationsverantwortlichen des modernen Bahnsystems und der Schiene von Morgen? Einfach reinhören.
42 Minuten
„Bei der Digitalisierung bin ich ein großer Freund davon, bestehende Prozesse zu hinterfragen, ob man sie überhaupt noch braucht. Ich glaube, man unterschätzt, was alles dabei ist, was man nicht mehr braucht.“ und „Fehler sind success in progress“ – sagt Christoph Schmidt, Head of Business Development & Innovation am Flughafen Wien und Geschäftsführer der Vienna Airport FBO.Der Flughafen Wien ist der 17. größte Flughafen Europas und betreibt auch die Flughäfen Malta und Košice. Als Smart Follower und Ökosystemarchitekt versteht sich der Flughafen Wien als Innovationsdrehscheibe, die bewusst neue Ideen testet, skaliert und mit Partnern weiterentwickelt.In dieser Folge sprechen wir mit Christoph über Innovationskultur, Mut zum Umdenken und den Ort, an dem Zukunft jeden Tag abhebt: den Flughafen Wien. Dort verantwortet Christoph die Innovationsstrategie des bedeutendsten Drehkreuzes für Osteuropa und eines Flughafens, der seit 2023 klimaneutral betrieben wird. Er zeigt, wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Unternehmenskultur in Einklang gebracht werden können.Wie gelingt es, einen Flughafen nicht nur effizienter, sondern auch klimaneutral und menschlicher zu gestalten? Warum ist Scheitern in Wahrheit nur ein Schritt auf dem Weg zum Erfolg? Und weshalb braucht Innovation manchmal weniger neue Tools – und mehr Mut zur Umsetzung?Ein inspirierendes Gespräch über:• Wie man Innovation wirklich im Alltag verankert – jenseits von Buzzwords und Konzeptpapieren• Warum Kommunikation, Empathie und Vertrieb die Zukunftskompetenzen von morgen sind• Was Europa von den USA lernen kann, wenn es um Tempo, Experimentierfreude und Umsetzung geht• Und weshalb Kultur der eigentliche Treibstoff für Innovation istZwischen Drohnenflügen über Solarfelder, autonomen Reinigungsrobotern in Terminals und der bis vor kurzem größten Photovoltaikanlage Österreichs zeigt Christoph, dass Zukunft nicht nur geplant, sondern gelebt werden muss.Und wer glaubt, Innovation hätte am Flughafen nichts mit Würstelständen zu tun, sollte unbedingt reinhören – denn manchmal entsteht die kreativste Energie genau dort, wo man sich automatisch duzt.Wer Christoph zuhört, bekommt Lust auf Aufbruch, Leadership mit Haltung und eine Portion Wiener Pragmatismus.
48 Minuten
„Führungskräfte brauchen Lust am Machtverlust“ – sagt Prof. Dr. Michael Groß– mehrfacher Olympiasieger, Welt- und Europameister, zwölffacher Weltrekordhalter, Autor, Gründer und Geschäftsführer von Groß & Cie sowie Honorarprofessor an der Goethe-Universität Frankfurt.

In dieser Folge sprechen wir mit Michael, vielen auch bekannt als „Albatros“ aus seiner Zeit als einer der erfolgreichsten Schwimmer der Welt, über eine der entscheidenden Fragen unserer Zeit: Wie verändert Künstliche Intelligenz die Rolle von Leadership – und was bedeutet das für Führungskräfte, HR und Personalentwicklung in Unternehmen?

Michael, der heute Führungskräfte und Organisationen in Transformationsprozessen begleitet, gibt klare Antworten: Warum KI nicht einfach ein weiteres IT-System ist, sondern als Partnerin und Kollegin Führung radikal verändert. Warum Führungskräfte nicht nur schneller lernen, sondern auch schneller verlernen müssen. Und warum das Menschliche in einer durch KI durchdrungenen Arbeitswelt zum entscheidenden Erfolgsfaktor wird.

Besonders spannend: Sein Blick auf das Zusammenspiel von KI-Agenten und Mitarbeitern – und die These, dass Führung in Zukunft mindestens ein Drittel ihrer Zeit in gute Gespräche investieren sollte, um Potenziale zu aktivieren.

Ein inspirierendes Gespräch für alle, die verstehen wollen:

- Warum KI nicht Software as a Service, sondern Service as a Software ist.

- Wie Führung neu entsteht, wenn traditionelle Macht schwindet.

- Welche Rolle Sprache, Antizipation und Menschlichkeit in einer von KI geprägten Zukunft spielen.

- Und warum gerade jetzt Neugier, Offenheit und Resilienz die wichtigsten Führungskompetenzen sind.

Michael zeigt: Je mehr Technologie und KI unsere Arbeitswelt prägen, desto wichtiger wird das, was uns menschlich macht.

Und ganz nebenbei: Was verbindet einen Olympiasieger mit 39 Medaillen, eine Radtour durch den Himalaya und eine Professur in Frankfurt mit der Frage, wie KI die Führung von heute und Morgen verändert? Einfach reinhören!
47 Minuten
„Veränderung muss kommuniziert werden“ – sagt Lucretia Löscher, Chief Operating Officer bei thyssenkrupp Uhde und Vorstandsmitglied der VDMA Arbeitsgemeinschaft Großanlagenbau.

In dieser Folge gibt Lucretia spannende Einblicke in die Herausforderungen und Chancen der industriellen Transformation im Bereich chemischer Anlagen. Sie erklärt, warum es nicht ausreicht, nur technologische Kompetenz zu besitzen, sondern dass man ein starkes Team braucht, das komplexe Herausforderungen mit Vertrauen und Klarheit angeht.

Lucretia, die als Juristin begann, heute internationale Riesenprojekte im Chemieanlagenbau verantwortet und als Mentorin, Rettungssanitäterin und Bergsteigerin Verantwortung in ganz unterschiedlichen Kontexten lebt, gibt tiefe Einblicke in eine Branche, in der kein Projekt allein gestemmt werden kann – und dennoch oft Einzelne vorangehen müssen, um den Wandel ins Rollen zu bringen.

Was es dafür braucht? Eine klare Strategie, die Fähigkeit, scheinbar unüberwindbare Aufgaben in konkrete Etappen herunterzubrechen, eine enge Zusammenarbeit mit Kunden, Kenntnisse des Terrains – und ein Team, das an einem Strang zieht.

Wir sprechen über:

• Transformation zwischen Technologie, Umsetzung und Lernschleifen: Warum der Kreislauf zwischen Innovation und Praxis entscheidend ist

• Teamleistung mit besonderem Wert: Wie Chemieanlagenbau tatsächlich funktioniert – und was andere Branchen davon lernen können

• Mut zur Umsetzung und zu kreativen Lösungen: Warum die Pioniere von heute die Effizienzstandards von morgen prägen

• Führung in der Transformation: Warum Kommunikation nicht Kür, sondern Pflicht ist

• Grüner Ammoniak als Energieträger

• Mut erste Schritte zu wagen – selbst wenn der Business Case (noch) nicht aufgeht

und vieles mehr.

Und was haben Eistauchgänge, der höchste Gipfel der Antarktis – und ein Oktopus mit erfolgreicher Transformation zu tun?

Eine inspirierende Folge für alle, die industrielle Transformation nicht nur als Schlagwort sehen – sondern als Teamaufgabe mit Haltung.
54 Minuten
„Wir sind Weltmeister im Risiko ausschließen – aber nicht im Risikomanagement.“ – sagt Prof. Dr. Johann Kranz, Professor für Digitale Services und Sustainability an der LMU München, im Gespräch mit Philipp Ramin und Anne Koark.

In dieser Folge sprechen wir über eine der drängendsten Fragen für den Wirtschaftsstandort Deutschland: Warum fällt es uns so schwer, aus Wissen wirklich Innovationen zu machen? Und warum stehen wir uns dabei so oft selbst im Weg?

Johann, der zusätzlich zu seiner Professur an der LMU auch Gründungsmitglied des LMU Innovation & Entrepreneurship Centers , stellvertretender Vorsitzender des Forschungsausschusses sowie Leiter des Arbeitskreises "Digitalisierung und Nachhaltigkeit" beim MÜNCHNER KREIS, Vorstand des Internet Business Clusters und Berater & Business Angel für technologiegetriebene Start-ups ist, gibt schonungslos ehrlich Einblick in die Innovations-Blockaden, die viele Unternehmen plagen: Konsenskultur statt Führung, Sicherheitsdenken statt Risikomanagement, und eine digitale Trägheit, die international immer stärker auffällt. Besonders spannend: Sein Blick auf die versäumten Chancen bei Querschnittsinnovationen und die Frage, warum wir in Deutschland zwar exzellent forschen – aber am Ende die echten technologischen Durchbrüche oft woanders stattfinden.

Was es jetzt braucht? Weniger Konsenssoße, mehr Mut zu klaren Entscheidungen. Und vor allem: mehr Neugier, Experimentierfreude und Umsetzungsstärke – in Führungsetagen genauso wie bei jeder einzelnen Mitarbeiterin und jedem einzelnen Mitarbeiter.

Johann zeigt aber auch, dass Innovation nicht nur Theorie, sondern auch gelebte Haltung ist.

Ein wirklich inspirierendes Gespräch über:

- Innovationskultur ohne Entscheidungsstärke: Warum „alle dürfen mitreden“ oft genau das Falsche ist.

- Verpasste Chancen in der Digitalisierung: Von Smart Metering bis autonomes Fahren – wie Deutschland wichtige Querschnittsinnovationen verschlafen hat.

- Die Risikofalle: Warum wir Probleme lieber zerreden, als sie pragmatisch zu lösen.

- Zukunftskompetenzen: Warum KI-Verständnis, kontinuierliches Lernen und Neugier heute die wichtigste Karriere-Währung sind.

Und was haben „Schlag den Raab“, eine Champions-League-Nacht mit den Bayern in London feiern und die Pflege eines Familienwaldes mit einem Innovationsgestalter zu tun? Dies und vieles mehr in diesem wirklich spannenden Gespräch für alle, die Führung, Digitalisierung und Innovation nicht nur diskutieren, sondern auch umsetzen und leben wollen.
47 Minuten
„Planung ist die halbe Miete“, heißt es. Aber was tun, wenn das nicht mehr reicht, weil sich Märkte, Technologien und gefragte Kompetenzen schneller verändern, als bewährte Modelle reagieren können? Darüber sprechen wir mit Jens Mühlner und Prof. Dr. Tim Bruysten.

Jens Mühlner, Head of Digital Sustainability Solutions bei T-Systems International und Vorsitzender der Charta digitale Vernetzung, bringt über 40 Jahre Digitalisierungserfahrung mit. Er vertritt die Überzeugung, dass Nachhaltigkeit, Verantwortung und strategisches Denken stärker miteinander verbunden werden müssen.  

Gemeinsam mit ihm und Tim Bruysten, Professor für Business Transformation an der Hochschule Fresenius, Geschäftsführer der richtwert GmbH und Beisitzer im Vorstand der Charta digitale Vernetzung, diskutieren wir, warum Unternehmen sich vom Wunsch nach Planbarkeit verabschieden müssen und stattdessen lernen sollten, in Möglichkeiten zu denken.

Wir sprechen über die Zukunft der Führung in einer Welt, die sich schneller verändert, als klassische Managementmodelle mithalten können. Was bedeutet Agilität jenseits von Buzzwords? Warum müssen wir den Begriff Kompetenz neu definieren? Und wie gelingt es Führungskräften, Vertrauen aufzubauen, auch wenn sie selbst keine klaren Antworten mehr geben können?

Jens und Tim berichten von der Arbeit in der Zukunftswerkstatt der Charta digitale Vernetzung, wo sie gemeinsam mit anderen Expert:innen an konkreten Projekten für eine digital nachhaltige Gesellschaft arbeiten. Die Antwort auf digitale Komplexität ist dabei nicht Kontrolle, sondern Klarheit im Denken und ein neugieriger Blick auf das, was vor uns liegt.

Erfahrt in der Folge außerdem, was wir uns für die wichtigsten Tools der Zukunft von Jazz, Wackelbrettern und Videospielen abschauen können und was ein T-Rex mit dem digitalen Wandel zu tun hat.
48 Minuten
„Bei uns wird viel rotiert – nicht nur auf den Führungspositionen, sondern auch quer durchs Unternehmen. Alle drei Jahre gibt es zum Beispiel einen neuen Geschäftsführer in Deutschland. Dieses Cross-Functional-Rotationsprinzip sorgt dafür, dass immer frische Perspektiven reinkommen.

Ingobert Veith, Vice President Public Affairs & Communications bei Huawei Deutschland, spricht in dieser Folge über das, woran viele Unternehmen scheitern: den Mut, Bestehendes zu hinterfragen. Warum reicht reine Prozessorientierung nicht mehr aus? Was braucht es, um in Hochgeschwindigkeit zu innovieren – und gleichzeitig Menschen und Strukturen mitzunehmen?

Huawei steht wie kaum ein anderes Unternehmen für technologische Skalierung, Agilität und kulturellen Spagat. Ingobert gibt exklusive Einblicke in ein System, in dem Erfolg, Anpassungsfähigkeit und Rotation feste Prinzipien sind – und erklärt, was Führungskräfte in Deutschland daraus lernen können.

Im dem spannendem Gespräch mit Philipp Ramin und Anne Koark spricht Ingobert Veith über seine Erfahrungen aus über 13 Jahren bei Huawei – einem Unternehmen, das nicht nur für technologische Innovation steht, sondern auch für ein agiles, auf Erfolg ausgerichtetes Arbeitsumfeld. Was bedeutet es wirklich, in einem internationalen Konzern mit chinesischen Wurzeln zu arbeiten? Wie prägt eine solche Kultur die Sicht auf Zeit, Tempo und Fortschritt? Und warum ist es manchmal besser, über einzelne Steine zu gehen, statt auf die perfekte Brücke zu warten?

Er spricht auch über digitale Infrastruktur, über Transformation ohne Absicherung, über das Prinzip „Inspect and Adapt“ – und darüber, warum Europa oft nicht am Können scheitert, sondern an sich selbst.

Für alle, die Führungsverantwortung tragen, Transformation gestalten oder Talente auf die Zukunft vorbereiten wollen. Und wer wissen will, wie ein studierter Philosoph mit einer Leidenschaft für belgisches Bier über Agilität, Führung und kulturellen Wandel denkt – sollte diese Folge auf keinen Fall verpassen.
51 Minuten
„Der Sprung ins kalte Wasser fühlt sich nicht wärmer an, wenn man später springt“, sagt Paul Johannes Baumgartner, Radiojournalist, Kommunikationstrainer, Keynote Speaker und Autor des Buches “Oma wär ein verdammt guter CEO – 10 handfeste Regeln für Führungskräfte”.

Paul wusste schon früh, dass er Radiomoderator werden wollte. Seit über 30 Jahren begeistert er als Stimme von ANTENNE BAYERN ein Millionenpublikum. Seine Erfahrungen aus dem Radio hat er in ein ganzheitliches Führungsverständnis übersetzt. In seinem Unternehmen PJB Kommunikation berät er Unternehmen vom Konzern zum Mittelständler, mit dem Ziel, Begeisterung zu schaffen – bei Mitarbeitenden ebenso wie bei Kund:innen.

Inspiriert von (seiner) Oma als Vorbild für wertebasierte Führung, zeigt Paul in seinem Bestseller gemeinsam mit Holger Mandel, wie Menschlichkeit und Pragmatismus modernes Leadership stärken können. Im September erscheint sein zweites Buch, “Wie du die Affen in deinem Kopf zähmst – 20 Monkey-Mind-Hacks für mehr Stärke, Positivität und Lebensfreude”. 

In dieser Folge sprechen wir mit Paul über Positive Leadership, die Kraft eines zuversichtlichen Mindsets und welche Werte die Führung der Zukunft bestimmen. 

Paul erklärt außerdem, warum es so wichtig ist, Leadership und Management auseinanderzuhalten, was der heliotrope Effekt mit Unternehmenskultur zu tun hat und wie sich Stärkenblindheit überwinden lässt.

Beim Radio ist auch die Musik nicht unwichtig. In der Folge erfahrt ihr, wie ausgerechnet die Beatles in eine kleine bayerische Dorfkirche kamen.
49 Minuten
Dr. Thomas Ramge ist ein vielfach ausgezeichneter Autor und renommierter Forscher an der Schnittstelle von Technologie, Wirtschaft und Gesellschaft. Mit insgesamt 20 veröffentlichten Sachbüchern, die weltweit mehr als 2 Millionen Mal verkauft und in bis zu 20 Sprachen übersetzt wurden, gehört er zu den führenden Stimmen seiner Disziplin.Als gefragter Keynote-Speaker hält Thomas weltweit Vorträge zu den Themen Business Disruption und technologische Transformation – unter anderem für Führungskräfte von Unternehmen wie Google, Microsoft, SAP und Volkswagen.In dieser Folge geht es um die Potentiale einer KI-durchdrungenen Wirtschaft und wie sich die Technologie in den nächsten fünf bis zehn Jahren entwickeln könnte.Ausschlaggebend ist dabei immer der Faktor Mensch. Thomas erklärt, wie realistisch Endzeit-Szenarien sind und warum es hilft, sich “künstliche” Intelligenz eher als “erweiterte” Intelligenz vorzustellen. Außerdem geht es darum, welchen Konflikt es im Bereich Entscheidungsfindung zwischen Intuition und systematischer Datenauswertung gibt und welche menschliche Eigenschaft die “natürliche Grenze der Künstlichen Intelligenz” bildet.Thomas hat viel mit komplexen Datenstrukturen zu tun. Wie das mit einem Dorf mit zwei Bindestrichen zusammenhängt, erfahrt ihr in der Folge.
49 Minuten
Prof. Dr. Jochen A. Werner hat die medizinische Karriereleiter bis oben erklommen, galt als einer der weltweit führenden Fachärzte für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Und hat sich dann entschieden, die Seiten zu wechseln, vom OP-Saal ins Krankenhausmanagement.

Seit 2015 ist er Ärztlicher Direktor der Universitätsmedizin Essen und treibt dort die Transformation zum "Smart Hospital" voran.

Jochen zählt seit Jahren zu den prägenden Stimmen im Bereich Medizin und Digitalisierung und hat mehrere Bücher geschrieben. Ein neues Buch von ihm, das er gemeinsam mit David Matusiewicz verfasst hat, ist kürzlich im Murmann Verlag unter dem Titel “Künstliche Empathie. Wenn Maschinen Gefühle zeigen” erschienen.

In dieser Folge erklärt Jochen, warum ausgerechnet Technologie das Krankenhaus menschlicher machen kann und welche Chancen das Smart Hospital bietet – von der digitalen Notaufnahme bis zum Roboter, der jetzt schon im Labor mitarbeitet und dabei sogar lächelt.

Wir besprechen, warum das Gesundheitswesen zögert, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen, warum es höchste Zeit für Bürokratieabbau ist, ob Maschinen wirklich einfühlsam sein können – und was „künstliche Empathie“ bedeutet.

In der Medizin ist die Sprache Latein nicht unwichtig. Wie ein Schüler dazu kommt, selbst ein eigenes Lateinbuch zu veröffentlichen und wie der Lehrer darauf reagiert hat, erfahrt ihr in dieser Folge.
51 Minuten
Wie überwinden wir die Scheu vor neuen Technologien? Wie geht man eine Transformation am besten an? Was für eine Rolle spielt Leadership in dieser Transformation? Stefanie Neumann nimmt uns mit auf den Weg von der Transformation hin zu einem „Safe Space“ der Innovation – einem Ort, an dem neue Ideen nicht nur entstehen, sondern auch gehört und gefördert werden. Dabei verrät sie wie weit wir wirklich schon gekommen sind.

Stefanie Neumann ist CEO von Lufthansa Systems. Ihre Karriere führte sie durch unterschiedliche Branchen, von der Telekommunikation über Versicherungen bis hin zur Luftfahrt – stets mit einem klaren Fokus: Zukunft gestalten. Mit ihren innovativen IT-Lösungen unterstützt Lufthansa Systems mehr als 350 Fluggesellschaften in über 150 Ländern und trägt damit zur Zukunft der Luftfahrtindustrie bei.

Stefanie erklärt im spannenden und inspirierenden Gespräch mit Philipp Ramin und Anne Koark, warum Innovation nicht nur eine Frage der Technologie, sondern auch der Haltung ist. Was braucht es, damit Menschen sich trauen, Neues zu denken und Veränderungen mitzugestalten? Und wie schafft man als Führungskraft Räume, in denen sich Mut entfalten kann?

Wir sprechen auch darüber, wie wir effizienter mit KI arbeiten können und uns diese so ganz neue Kapazitäten erschaffen kann. Wie nutzen wir diese neuen Möglichkeiten? Und warum sollten wir uns intern noch detaillierter vernetzen?

Eine Folge über Leadership in Zeiten des Wandels, über Digitalisierung als Teamleistung – und über die Kraft, alte Denkmuster hinter sich zu lassen.

Was Luftanhalten und manchmal sogar wortwörtlich auch „langer Atem“ für eine wichtige Rolle dabei spielen kann, erfährt man auch in diesem Deep Dive in die Welt der Transformation.
50 Minuten
Wie gelingt es, in einer Welt voller Unsicherheit nicht nur Schritt zu halten, sondern Zukunft aktiv zu gestalten? Darüber spricht Dr. Frederik G. Pferdt – Googles erster und ehemaliger Chief Innovation Evangelist, Zukunftsoptimist und Autor. In dieser Rolle hat er die Innovationskultur eines der einflussreichsten Technologieunternehmen der Welt mitgestaltet und weltweit Organisationen und Führungskräfte auf ihrem Weg in die Zukunft begleitet.In seinem neuen Buch „Radikal besser – Entfache den Zukunftsgeist, der in dir steckt“ bringt er seine Erfahrungen, Methoden und Impulse auf den Punkt – für alle, die die Zukunft nicht dem Zufall überlassen wollen.Im Podcast spricht Frederik darüber, warum es heute mehr denn je darum geht, zu agieren statt zu reagieren – mit dem richtigen Mindset, radikalem Optimismus und dem, was Frederik „Zukunftsgeist“ nennt. Eine seiner Überzeugungen lautet:„Innovation passiert nicht einfach so. Neugierde, Offenheit, Empathie und Experimentierfreude führen zu ihr. Was also wirklich Innovation ermöglicht, ist der Zukunftsgeist – und genau deshalb ist es mein Anspruch, diesen zu trainieren.“Gemeinsam erkunden wir, welche Rolle Optimismus bei der aktiven Gestaltung von Zukunft spielt, wie wir alte Denkmuster hinterfragen und dadurch Veränderung möglich machen – und warum es oft weniger ums perfekte Planen geht als darum, ins Gestalten zu kommen.Zum Schluss bleibt noch die Frage: Was hat eine to-be und not-to-be Liste mit William Shakespeare zu tun – und warum wird Frederik damit in Verbindung gebracht?
53 Minuten
„Mein Traum ist immer: wenn man mein Buch gelesen hat, soll man es essen oder auf den Kompost werfen.“

Dieser Satz stammt von einem, der sein ganzes Arbeitsleben dem gedruckten Wort verschrieben hat – und nicht nur die Zukunft des Buches, sondern auch das Buch für die Zukunft entwerfen will.

Angefangen mit einer eigenen Buchhandlung während des Studiums, hat Peter Felixberger so ziemlich alles gemacht, was man beruflich mit Büchern und Text tun kann.

Er hat lektoriert, kuratiert und rezensiert, für renommierte Zeitungen geschrieben, ein Redaktionsbüro sowie zwei Online-Magazine gegründet und gibt eine Kulturzeitschrift heraus. Als Buch- und Medienentwickler des Murmann Verlags begleitete er Idee, Konzeption und Realisierung von Medien- und Buchformaten.

Jetzt hat er selbst ein neues Buch geschrieben. In „BEEP! BEEP! Read all about it!“ entwirft Peter Felixberger 14+1 Bücher mitsamt Konzept, Autor und Rezension, die es noch gar nicht gibt – aber in Zukunft geben könnte.

Im Podcast sprechen wir mit ihm darüber, wie mit der Methode BEEP erfolgreiche Bücher entstehen, warum man nicht nur schreiben sollte, was das Publikum lesen will, welches Buch-Genre der Digitalisierung nicht standhalten wird und welche Titel er ablehnt, wenn sie ein bestimmtes Stichwort enthalten.

Peter ist nicht nur den Büchern treu geblieben, sondern auch dem Fußball. Seit fast 40 Jahren spielt er in einer Mehrgenerationen-Mannschaft. Was er dort gelernt hat, wendet er auch an, um AutorInnen zum erfolgreichen Buch zu verhelfen.