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Episoden
24.04.2026
26 Minuten
Im kleinen Örtchen Alpen am Niederrhein lebt das christliche Musikerpaar Judy Bailey und Patrick Depuhl. Beide haben eine spannende Vergangenheit. Sie stammt aus Barbados, hat weltweit Gospel-Konzerte gegeben, er ist in Duisburg und Dallas aufgewachsen. In ihrer Herkunftsgeschichte haben sie Dramatisches entdeckt: Ihre Wurzeln reichen bis in die Zeit der Sklaverei zurück, seine sind geprägt von einem „Lebensborn“-Heim der Nazis. Aus diesen Erfahrungen ziehen die beiden eine klare Haltung: weg vom Schubladendenken, hin zu einem offenen Blick auf das wundervoll bunte Leben. Uwe Birnstein hat das Paar besucht und sie zu ihren Auftritten begleitet.
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17.04.2026
25 Minuten
Bad Soden am Taunus ist heute eine wohlhabende Gemeinde im Speckgürtel von Frankfurt. Früher war das Städtchen ein gediegener Kurort - auch für jüdische Patienten. Es gab jüdische Hotels und die israelitische Kuranstalt für Lungenkranke. Und es gab eine rege jüdische Gemeinde. Spätestens mit der Pogromnacht 1938 aber war Bad Soden fest in der Hand der Nationalsozialisten. Heute erinnern Ehrenamtliche an die Geschichte. Auch die Nachfahren von jüdischen Familien, die inzwischen in Amerika und Israel leben, interessieren sich für das, was einmal war. Unsere Autorin Silke Fries war auf Spurensuche jüdischen Lebens in Bad Soden.
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10.04.2026
25 Minuten
Die jüdische Gemeinschaft in Deutschland ist stolz: Karin Prien, die neue Bundesbildungs- und Familienministerin, ist jüdischer Herkunft - und sie bekennt sich dazu. So offen war sie nicht immer. Lange folgte sie der Mahnung ihrer Mutter, ihr Jüdischsein in der Öffentlichkeit lieber zu verschweigen. Seit sie zum Bundeskabinett gehört, erhält sie mehr Hassnachrichten. Trotzdem bleibt sie klar in ihren Positionen. Die Ministerin will den Kampf gegen Antisemitismus verstärken. Und sie wirbt für eine differenziertere Israel-Debatte. Wie reagiert die jüdische Community darauf? Was sagen Weggefährten und Kritiker?
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02.04.2026
27 Minuten
Rechtsextreme Positionen fordern Kirchen und christliche Gruppierungen heraus. Die großen Kirchen und auch die Evangelische Allianz haben sich zwar klar gegen einen „völkischen Nationalismus“ ausgesprochen, wie er von rechtsextremen Parteien formuliert wird. Aber auch Christen wählen rechtsextreme Parteien. Und manche christliche Gruppierungen zeigen sich insgesamt anfällig für rechtsextremes Gedankengut. In den USA gehören solche Kirchen sogar zu den gesellschaftlichen Stützen dieses Denkens. Um das zu verstehen, lohnt sich ein Blick in die Geschichte, sagt der deutsche Theologe Thorsten Dietz. Was hat damals die „Deutschen Christen“ zu so radikalen Anhängern der Nazi-Ideologie gemacht? Und warum unterstützen bis heute manche Christen illiberale und antipluralistische Ideen - oft sogar mit theologischen Begründungen? Darüber spricht Konstantin Sacher mit Thorsten Dietz, er ist Systematischer Theologe und arbeitet in Zürich.
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02.04.2026
26 Minuten
Wenn autoritäre und populistische Parolen immer mehr Anhänger finden, welche Möglichkeiten haben die christlichen Gemeinden noch, dem Hass etwas entgegenzusetzen? Bettina Schlauraff ist Regionalbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und zuständig für die ländliche Region nördlich von Magdeburg, zwischen Halberstadt, Salzwedel und Stendal. Sie erlebt, wie rechtsextreme Haltungen und Narrative im Alltag zur Normalität werden, wie Sprache sich verschiebt. Sie ist Mitherausgeberin eines neuen Buches mit dem Titel „Kirche gegen den Hass“. Es enthält theologische Reflexionen und zahlreiche Praxisbeispiele. Im zweiten Teil unserer Gesprächsreihe „Liebe braucht Klarheit“ spricht hr-Kirchenredakteur Lothar Bauerochse mit Bettina Schlauraff darüber, wie eine kirchliche Positionierung gegen Rechts aussehen kann.
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Über diesen Podcast
Reportagen aus der Welt der Kirchen und Religionen. Lebensfragen,
Ethik, Theologie.
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