Podcaster
Episoden
01.01.2026
43 Minuten
Wieso macht der Teufel ausgerechnet in Bellinzona Autostopp? Wie
kann man als politisch engagierter, mitfühlender Mensch das Böse
ertragen, das uns auf Schritt und Tritt begegnet? Wie können Träume
helfen, unsere eigene Welt nicht zu vergessen? Zum Jahreswechsel
spricht der Schriftsteller und «Allgemeinpraktiker» Franz Hohler
über seine religiösen Prägungen und über Figuren in seinen
Erzählungen: «Gott und der Teufel gehören zum Mobiliar der Welt»,
sagt er. Geschichten seien immer Gegenwelten und können dabei
helfen, «Inseln des Guten» zu schaffen. Wer keine eigene Welt
mitbringen könne, werde erschlagen von der realen Welt. Im Podcast
trägt er unveröffentlichte Gedichte vor, das «Gebet der
Ungläubigen» und ein Neujahrsgedicht, und liest kurze Geschichten
wie «Die Taube» und «Die Konferenz». Ausserdem erzählt er vom
Cellospielen und der Kraft der Kunst, von Nonnen, die rund um die
Uhr beten, und von Humor als Trauerarbeit.
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01.12.2025
27 Minuten
Weihnachten geht auch ohne harmonische Klein- oder Grossfamilie!
Woher kommt überhaupt das omnipräsente romantische Weihnachtsideal?
Sind seine Ursprünge wirklich im Christentum zu finden oder haben
darin auch Singles und Patchworkfamilien einen Platz? Ethiker
Michael Coors spricht im «Weihnachtspodcast» über Weihnachten als
zivilreligiöse Verehrung von Familienidealen und über die grossen
Belastungen, mit denen dieses Ideal oft verbunden ist. Er erinnert
daran, dass die Familie von Jesus keineswegs dem moralischen
Kleinfamilienstandard von heute entsprochen hat. Aus christlicher
Sicht bietet Weihnachten durchaus Raum dafür, unterschiedliche
Familien- und Freund*innenkonstellationen anzuerkennen, Konflikte
zuzulassen und so oder so nicht «perfekt» sein zu müssen. Und
nebenbei geht es auch um persönliche Weihnachtskonstellationen und
-vorlieben von Michael Coors und Dorothea Lüddeckens. Hinweis: In
dieser Folge sprechen wir auch über Themen, die emotional belastend
sein können. Wenn dich etwas betrifft und du Unterstützung
brauchst, zögere nicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Informationen
zu kostenlosen Beratungsangeboten findest du hier:
https://www.wie-gehts-dir.ch/adressen-und-angebote/ich-suche-unterstuetzung
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19.11.2025
56 Minuten
Funktioniert Nächstenliebe auch in den sozialen Medien? Weshalb
zeigen sich junge Christinnen mit Kopftuch auf Tiktok? Inwiefern
hilft das Morgengebet islamischen Influencerinnen dabei,
erfolgreich zu sein? Und weshalb führen Verschwörungserzählungen
dazu, dass wir nicht mehr miteinander reden können? Diesen und
vielen weiteren Fragen rund um Religion in den sozialen Medien
gehen wir in einer «Special Edition»-Episode nach, die live am
reformierten Jugendfestival Refine aufgenommen wurde. Fabienne
Greuter, Valérie Helbling, Jolanda Macdonald und Leo Maucher, vier
junge Wissenschaftler:innen aus Religionswissenschaft und
Theologie, erzählen im Gespräch von ihrer Forschung, in der sie
Glaubenstrends und religiöse Themen auf Youtube, Instagram und
Tiktok in den Blick nehmen. Es geht um Scham, Selbstliebe und
Shitstorms, um Leistungsdruck und Frühaufsteherinnen, QAnon und
«Schlafschafe», um Flugtaxis, Klimawandel und Gemeinschaft. All das
ist möglich in den sozialen Medien.
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01.11.2025
32 Minuten
Sind sprachliche Tierbilder in allen Kulturen und über alle
Zeiträume dieselben? Wie übersetzt man eine Geschichte mit einer
Bärin in einem Gebiet, in dem es gar keine Bärinnen gibt? Und
weshalb suchte sich ein Mensch im 8. Jh. vor Christus ausgerechnet
eine Heuschrecke als Bild für sein Siegel aus? Im Gespräch mit
Nesina Grütter geht es um jahrtausendealte Tablets, Sprache als
Waffen, Postkolonialismus und den Unterschied zwischen biblischen
und Zürcher Löwen. Sie ist Expertin für Altes Testament/Hebräische
Bibel und Altorientalische Religionsgeschichte, arbeitet mit
Texten, die bis zu 3500 Jahre alt sind, und mit einer Vielzahl von
antiken semitischen Sprachen, darunter Altäthiopisch, Aramäisch,
Phönizisch, Ugaritisch und Akkadisch. In ihrem Forschungsprojekt zu
«animal imagery» gehen sie und ihr Team kulturell kodierter
Tiersymbolik auf den Grund und zeigen auf, dass sprachliche Bilder
auch kippen können: Löwen sind plötzlich negativ, Heuschrecken
positiv konnotiert.
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01.10.2025
47 Minuten
Warum sind fast alle erfolgreichen Videospiele ausgerechnet von
Religion durchzogen? Wieso glauben vor allem hässliche Goblins
«falsch» und was hat das mit rassistischen Stereotypen zu tun? Und:
Worin liegt die Faszination des Gamens von «World of Warcraft»,
«Anno» oder «Baldur’s Gate 3»? Im Rahmen des RefLab-Festivals 2025
«Alles wird gut» war die Religionswissenschaftlerin und Japanologin
Dunja Sharbat Dar im Podcast «Erleuchtung garantiert» zu Gast. Sie
gibt Einblick in die Welt komplexer Computer-Rollenspiele wie
«Baldur’s Gate 3» und erklärt die Faszination, die so viele
Menschen – in der Schweiz 65% der Bevölkerung! – zum Gamen bringt.
Sharbat Dar spricht über die Ästhetik religiöser Phänomene in
Videogames, über ihre Komplexität, Stereotypen und die Ambiguität
von Göttern und Göttinnen in Games und in der japanischen Kultur.
Und sie erklärt, weshalb das Gamen ihr Hoffnung gibt.
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Über diesen Podcast
Was unterscheidet Menschen von Cyborgs? Was passiert, wenn wir
sterben? Was hat Rap mit Religion zu tun? Gibt es Schuld und einen
freien Willen? Was steht wirklich in der Bibel und wie ernst nehmen
Muslime den Koran? In der Theologie und Religionswissenschaft der
Universität Zürich wird zu diesen Fragen, zu Spiritualität und
verschiedenen Religionen geforscht. Jeden zweiten Freitagabend
spricht Dorothea Lüddeckens mit Kolleg:innen und Gästen über ihre
Forschung, ihre Perspektiven auf Spiritualität, Religion und die
Welt.
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