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19 Minuten
Die Wende wird häufig als Geschichte von Ost und Westerzählt: Hier der Umbruch, dort die Beobachtung; Befreiung auf der einen, Beharrung auf der anderen Seite. Doch war es in der Nahaufnahme häufig sehr viel komplexer als zunächst gedacht.

In dieser Folge sprechen Claudia Kemper und Christoph Lorke über ihren Sammelband Die Wende dezentralisieren. Transformationsgeschichte(n) aus regionaler Perspektive. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich die Transformationszeit seit 1989/90 verändert darstellt, wenn man den Blick auf konkrete Regionen, lokale Akteur und unterschiedliche Konstellationen richtet.

Die Beiträge des Bandes nehmen unter anderem Konversion, Bildungsinstitutionen, Umweltgeschichte, Tourismus und Rechtsextremismus in den Blick. Dabei zeigen sich Begegnungen, Konflikte und Kooperationen ebenso wie Beharrung, Irritationen und neue Aufbrüche. Auch westdeutsche Regionen geraten stärker in den Fokus: Nicht nur als statische Nachbarn der Veränderungen in Ostdeutschland, sondern als Räume, die selbst eigene Transformationsgeschichten entwickelten.

Was bedeutet es also, die Wende zu „dezentralisieren“? Undwas wird sichtbar, wenn wir die vertraute Ost-West-Erzählung aufbrechen und stattdessen nach regionalen Verflechtungen, Machtverhältnissen und unterschiedlichen Erfahrungen fragen?

Darüber sprechen Claudia Kemper und Christoph Lorke mitGreta Civis in der neuesten Folge von RadiO – Regionalgeschichte auf die Ohren.

 

Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Fürdie technische Bearbeitung der Aufnahme wurde ebenfalls KI verwendet. Dies hatte keine Auswirkung auf Inhalte oder Aussagen.
23 Minuten
Koloniale, postkoloniale und neokoloniale Verflechtungen prägen Geschichte und Gegenwart weit über vermeintliche Kolonialmetropolen hinaus. Welche Spuren kolonialer Realität prägen Stadt- und Ortsbilder in Westfalen und Lippe (und darüber hinaus) bis heute – und welche Wege finden lokale Akteur:innen für einen zeitgemäßen Umgang? „Postkolonialismus in Westfalen-Lippe und darüber hinaus“, herausgegeben von Dr. Claudia Kemper und Dr. Christoph Lorke, macht anhand regionaler Beispiele sichtbar, wie Kolonialismus bis heute in Alltag, Erinnerungskultur, Bildung, Museen und gesellschaftlichen Debatten fortwirkt. In dieser Folge von RadiO sprechen die Herausgeber:innen mit Host Dr. Greta Civis über die Entstehung und Entwicklung des Schwerpunktthemas der Westfälischen Forschungen 2025/2026.

Wie entwickelt sich ein solches Forschungsprojekt? Welche Veranstaltungen und Kooperationen begleiten es? Wie werden thematische Schwerpunkte gesetzt? Vor allem aber: Warum ist es wichtig, sich gerade heute mit dieser Geschichte auseinanderzusetzen?

Links und Hinweise:

Das Buch „Postkolonialismus in Westfalen-Lippe und darüber hinaus“: Aschendorff Verlag

Von Schülern entwickelte Biparcours-Schnitzeljagd in Münster: Gesamtschule Münster

Dr. Claudia Kemper und Dr. Christoph Lorke im Gespräch mit Claudia Linzel: Podcast: Die Leichtigkeit der Kunst

Podcast Westfalia: Spotify
42 Minuten
Zwischen 1945 und 1990 wurden in der Bundesrepublik schätzungsweise bis zu 13 Millionen Kinder und Jugendliche zu Kinderkuren verschickt - oft wochen- oder monatelang, fern von ihren Familien. Was als gesundheitliche Vorsorge und Erholungsmaßnahme gedacht war, ist für viele Betroffene bis heute mit Erfahrungen von Heimweh, strengen Regimen, Medikamentengabe und Gewalt verbunden.

In dieser Folge von „Regionalgeschichte auf die Ohren“ (RadiO) sprechen Dr. Jens Gründler, wissenschaftlicher Referent für Wirtschafts- und Sozialgeschichte am LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte, und Katharina Tiemann , Referatsleiterin des Archiv LWL mit Host Dr. Greta Civis über die Geschichte der Kinderkuren aus geschichts- und archivwissenschaftlicher Perspektive: Welche Quellen sind überliefert? Wo können Betroffene und Forschende nach Unterlagen suchen? Welche rechtlichen und praktischen Schwierigkeiten bestehen beim Zugang zu den Beständen?

Im Gespräch geht es zudem um den bisherigen Forschungsstand zur Geschichte der Kinderkuren, die Entwicklung des Kinderkurwesens seit dem 19. Jahrhundert, den Zusammenhang von Gesundheitsfürsorge, Körper und „Leistungsfähigkeit“, autiritäre Erziehung, Zwang und Gewalt in den Kurheimen.

Dabei wird deutlich: Die historische Forschung zu Kinderkuren steht noch am Anfang. Viele Quellen sind nicht überliefert oder nur zufällig erhalten. Einzelaktendokumentieren häufig weniger die individuellen Erfahrungen der Kinder als vielmehr Verwaltungsabläufe und den vermeintlichen „Erfolg“ einer Kur. Umso wichtiger ist die Verbindung von Archivarbeit, Zeitzeug:innenberichten und historischer Forschung.

Jetzt anhören – überall, wo es Podcasts gibt.

Weiterführende Literatur:Jens Gründler/Katharina Tiemann (Hg.): Kinderkuren in Deutschland 1945 bis 1990. Perspektiven aus archivarischer und historischer Sicht. Forschungen zur Regionalgeschichte, Band 93

Der Sammelband ist außerdem im Open Access kostenlos als PDF verfügbar. Der Link findet sich in den Folgeninfos sowie auf der Website des LWL-Instituts unter „Publikationen“. Die Veröffentlichung wurde durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

„Regionalgeschichte auf die Ohren“ (RadiO) ist der Podcast des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte. In der Reihe stellen Historiker:innen ihre aktuellen Forschungsprojekte und Publikationen vor – von der NS-Geschichte über die Nachkriegszeit bis zur digitalen Transformation.
21 Minuten
Rund ein Jahr nach der Publikation des Sammelbandes „Gütersloh - Geschichte einer Stadt (1945–2025)“ blicken wir zurück auf drei Jahre Stadtgeschichtsforschung. In der siebten und letzten Folge der Reihe „Zum Beispiel Gütersloh“ sprechen Projektleiter PD Dr. Christoph Lorke und Host Dr. Greta Civis darüber, was partizipative Stadtgeschichtsforschung ermöglicht und wie die Einbindung der Bevölkerung einen Forschungsprozess prägen kann. Begleitet wird die Folge von O-Tönen und Einblicken in zentrale Stationen des Projekts – ein Rückblick auf Forschung, Austausch und neue Perspektiven auf Stadtgeschichte.

Links und Hinweise:

Audiowalk „Zeit:Punkte“: Stadtarchiv Gütersloh

Instagram: Stadtgeschichten GT

Begleitprojekt: Erzählcafés

Buch zur Reihe:

Gütersloh – Geschichte einer Stadt (1945–2025), herausgegeben von Christoph Lorke, Verlag für Regionalgeschichte, 2025, 603 Seiten, ISBN 978-3-7395-1527-4
1 Stunde 27 Minuten
Frauen im geteilten Deutschland – zwischen Alpenveilchen,Abtreibungsrecht und Alltagskämpfen

 

                Zum 8. März widmet sich die neue Folge einem Thema, das bewegt – und bis heute nachwirkt: Frauen im geteilten Deutschland. Wie unterschieden sich Frauenbewegungen in Ost und West? Was bedeutete Gleichberechtigung im Alltag? Und welche Rolle spielten Care-Arbeit, Familienbilder, Körper und Rechte?

                In dieser Folge diskutieren Dr. Julia Paulus, Prof. Dr. Ute Gerhard und Prof. Dr. Hildegard Nickel über feministische Perspektiven auf die deutsche Nachkriegsgeschichte, über politische Kämpfe und private Lebensrealitäten, über Fortschritte, Spannungen und bleibende Fragen.               
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Über diesen Podcast

Das LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte ist eine wissenschaftliche Einrichtung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Es betreibt moderne Regionalgeschichtsforschung mit dem Schwerpunkt auf der Neueren Geschichte und Zeitgeschichte. In der Podcast-Reihe "Regionalgeschichte auf die Ohren" stellen die Historikerinnen und Historiker der Forschungseinrichtung ihre Projekte und Publikationen vor.
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„Regionalgeschichte auf die Ohren“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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