Podcaster
Episoden
31.10.2021
24 Minuten
This episode focusses on risk management aspects and the
importance of non-technical skills of operators in safety
critical operations. Operators need a special skill set and need
to be able to work in a safety culture, where the safety of the
vessel and human life onboard has the utmost priority. However,
the shipping business involves risks. A vessel in motion can
never be operated at Zero risk. Even when safely alongside at a
berth in a port there is a remaining risk, e.g. that another
vessel maneuvering in the vicinity of a docked vessel gets out of
control due to wind or technical failures and collides with the
docked vessel. The risks are multifold, however with deep
knowledge and understanding of technical, procedural and human
factors of the operation we have the tools to control and to
mitigate the prevalent risks.
Scientists of the modern psychology and world wide safety experts
from all industries have done a phenomenal job to analyse
incidents, accidents and so called near misses in order to get to
the root causes of these accidents and to identify contributing
factors which led to the final tragic event, which we call an
accident. The required qualifications of operators, managing
safety critical processes was extended beyond their technical
skills being necessary to manage these processes to the so called
non-technical skills.
Today we talk about the following key non-technical skills of
persons being necessary to manage safety critical processes:
-teamwork and leadership
-effective communication
-situational awareness and decision making
-assertiveness
Every single of these non-technical skills of operators can be
trained and are essential to prevent accidents. These elements
are the filaments we use to plait the safety network around the
decision maker to prevent that a single human error of this
decision maker remains undetected and hence cannot be corrected
and leads to an accident.
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22.07.2021
19 Minuten
„Ich muss mir erst einmal ein Bild von der Lage machen!“ Wenn wir
diesen Satz auf das Krisenmanagement projizieren wird schnell
klar, wo das Problem ist. Bedrohungslagen, die zu schweren Krisen
führen können sind schwierig zu erkennen, wie zum Beispiel eine
virtuelle Bedrohung von „Hackerangriffen“ oder was noch
schwieriger ist, die Bedrohungslagen sind für uns einfach
unvorstellbar, wie der örtlich extreme Starkregen, der in Teilen
Deutschlands zu einer Flutkatastrophe mit Toten, Verletzten,
Vermissten und massiven Zerstörungen geführt hat.
Im professionellen Krisenmanagement spielt die schnelle Erkennung
der Krisenlage die zentrale Rolle für den Erfolg oder Misserfolg
des verantwortlichen Krisenstabes. Die Schlüsselfrage, die sich
weit vor Eintreten einer Krisenlage stellt, ist die Frage: Leben
wir in der Lage oder hinter der Lage? Sind wir in der Lage zu
antizipieren, können wir mittels bekannter Daten und Fakten
vorausdenken und mögliche Bedrohungslagen erkennen, bevor sie
eintreten?
Der Fokus der heutigen Podcast-Folge liegt auf der Forderung des
„Vordenkens“. Es ist die Aufgabe von Krisenmanagern und
Krisenstäben vorauszudenken. Mögliche Bedrohungslagen müssen
dabei in worst case scenarien vorgedacht werden. Wir dürfen dabei
nicht vor unangenehmen Fakten die Augen verschließen. Wir müssen
über das Thema von Verletzung und Tod von Menschen durch mögliche
Bedrohungslagen nachdenken, bevor diese eintreten. Wir müssen
über den Totalverlust Sachwerten, von Flugzeugen, von Schiffen,
von Zügen, von Gebäuden, von Brücken etc. nachdenken bevor es zu
Bedrohungslagen kommt, die das Potenzial haben derartige
Totalverluste zu verursachen.
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31.05.2021
15 Minuten
Was haben der Physiklehrer meines Sohnes und der Leiter eines
Krisenstabes gemeinsam? Der Physiklehrer sagt in drastischer
Form: „Wer nicht in der Lage ist aus eigenen Fehlern zu lernen,
der ist blöd!“ Der Leiter eines Krisenstabes denkt das Gleiche,
aber er wird etwas diplomatischer sagen: Wir müssen einen
Rückblick auf das Geschehene machen und daraus ableiten, wo wir
Dinge verändern/verbessern müssen. Auf neudeutsch wir brauchen
einen review mit dem Ergebnis der lessons learnt…
Es ist zu verstehen, dass Fehler der unterschiedlichsten Art
immer passieren können und wie wichtig es ist, dass wir aus
Fehlern lernen. Gerade im Krisenmanagement sind Zeitdruck,
Handlungs- und Entscheidungsdruck bekannte Begleiterscheinungen,
die jede für sich zu einem deutlich erhöhten Fehler-Risiko
führen.
Was also können mögliche Fehler sein, die im aktiven
Krisenmanagement auftreten? Wir unterscheiden aktive und passive
Fehler. Aktive Fehler sind solche, die durch aktives Handeln von
Menschen entstehen, wie Informationen wahrnehmen/verarbeiten,
Entscheidungen treffen und diese kommunizieren. Passive Fehler
sind latente Unzulänglichkeiten, die erst nach Eintreten
besonderer Bedingungen offenkundig werden.
James Reason schreibt in seinem Buch „Managing the Risks of
Organizational Accidents”: “The best people can make the worst
mistakes. The greatest calamities can happen to conscientious and
well run organizations. Most accident sequences, like the road to
hell, are paved with good intentions – or with what seemed like
good ideas at the time.”
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29.04.2021
15 Minuten
Ich habe einfach „Scheißangst“! Wer hat das nicht schon selbst
erlebt?
In der heutigen Folge wollen wir uns mit dem Phänomen „Angst“
befassen. Was macht uns Angst, wovor haben wir Angst, wie gehen
wir damit um? Wie groß ist die Angst im entscheidenden Moment zu
versagen, mich selbst und damit mein Unternehmen in der
Öffentlichkeit zu blamieren?
Ich habe Angst, ziemlich oft sogar. Aber hat mich diese Angst
daran gehindert Verantwortung wahr zu nehmen und mich schwierigen
Aufgaben zu stellen? Ja, manchmal schon, aber ich habe gelernt
damit umzugehen.
Aber Angst ist auch Auslöser und Antreiber wichtiger
physiologischer als auch psychologischer Effekte, die es uns
ermöglichen unter Druck nicht zusammenzubrechen, sondern für uns
selbst und andere Menschen wichtige Entscheidungen zu treffen.
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25.03.2021
52 Minuten
"Frightened Human Beings will only do what they are
trained to do.
They do not raise to the occasion - they sink to the
level of their training!"
Dave Grossmann - Retired Lt. Colonel der US Marines
Dieses Zitat als Überschrift für diese Ausgabe habe ich von Jan
Hedegard bekommen, den ich gebeten habe mir ein Interview zu
geben. Er gibt Einblicke in seinen Weg als Trainer von Menschen,
die in hochsensiblen Sicherheitsbereichen arbeiten, wie in
Kernkraftwerken, Flugzeug-Cockpits, Kommando-Brücken von Schiffen
und in OP-Sälen, wo täglich komplizierteste Operationen am
menschlichen Körper durchgeführt werden. Das Interview betrifft
Fragen seines Trainings, seines beruflichen Hintergrundes als
Sicherheitsfachmann und seiner Erfahrungen als Psychologe, gibt
aber auch Einblick in seine großartige Persönlichkeit, seinen
englischen Sinn für Humor (obwohl er aus Schweden stammt und auch
heute in der Nähe von Stockholm lebt) und seine Lebensweisheit,
die er mit 76 Jahren erlangt hat. Freuen Sie sich auf 45
spannende Minuten.
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Über diesen Podcast
Dieser Podcast soll Entscheidungsträgern in Unternehmen helfen
Schäden von Ihren Unternehmen abzuwenden, indem sie ihre
Organisation auf plötzliche kritische oder existenzbedrohende
Veränderungen in ihrem Geschäftsumfeld - auf Unternehmenskrisen
vorbereiten. Gutes Krisenmanagement läßt sich erlernen. Dazu stehen
Fachleute aus verschiedenen Wirtschaftsbranchen zur Verfügung, die
in ihren Unternehmen selbst bereits langjährige Erfahrungen
gesammelt haben. Die wöchentlichen Folgen werden Anleitung geben
was gebraucht wird, um auf Krisen vorbereitet zu sein und diese
erfolgreich zu beherrschen.
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