Architektur, Stadt, Planung

Architektur, Stadt, Planung

0
0

Episoden

Podcasts als Denkraum der Branche
17.06.2026
16 Minuten
In dieser Sonderfolge blickt Kerstin Kuhnekath in Form eines Audio-Essays auf das Podcast-Medium selbst. Die Anzahl deutschsprachiger Architekturpodcasts ist in den Jahren seit der Pandemie enorm gestiegen. Das unbegrenzte Audio-Format eignet sich, um tiefer in spezifische Themen einzutauchen, als klassische Fachzeitschriften. Stimmen transportieren Emotionen und machen das Denken und Schaffen wichtiger Akteur*innen unmittelbar erlebbar. Ob beim Joggen, im Auto oder beim Putzen: Podcasts bieten eine freie, flexible Bühne für den Diskurs. Wie haben sich die Debatten über Politik, Technik, Klimaschutz und die Bauwende in den letzten Jahren verschoben? Warum tritt die klassische Architekturkritik zugunsten von Rahmenbedingungen in den Hintergrund? Und in wessen Auftrag wird eigentlich gesendet? Ein akustischer Deep Dive in das Denkarchiv unsere Branche.
Mehr
E45 – Anett Maud-Joppin, Dietz Joppin Architekten: Was Auslober gewinnen
11.05.2026
53 Minuten
Wer ein Wettbewerbsverfahren auslobt, gewinnt mehr als einen Entwurf. Anett-Maud Joppien sitzt seit 1993 in rund 400 nationalen und internationalen Preisgerichten und beschreibt, was Auslober tatsächlich bekommen: eine Aufgabenstellung, die in der Preisrichtervorbesprechung geschärft wird, mehrere geprüfte Lösungen im direkten Vergleich, ein kollektives Urteil aus Fach- und Sachpreisrichter*innen statt Einzelgeschmack, präzise Überarbeitungshinweise für die weitere Beauftragung – und einen öffentlichen Diskurs, der Genehmigungsprozesse beschleunigt. Die Jury-Empfehlung ist nicht bindend: Auch ein zweiter oder dritter Preis kann beauftragt werden. Ein Gespräch über die Innensicht der Jury, was ein Verfahren zurückgibt und warum junge Büros stärker eingebunden gehören.
Mehr
E44 – Matthias Sauerbruch, Sauerbruch Hutton: Wettbewerbe als Innovationsmotor
01.04.2026
55 Minuten
Ein kleines, unerfahrenes Architekturbüro aus London gewann 1991 den Wettbewerb für das GSW-Hochhaus in Berlin, zog daraufhin in die Stadt und entwickelte sich zu einem der renommiertesten Architekturbüros Deutschlands: Sauerbruch Hutton. Heute ist das kaum mehr möglich, da aktuelle Ausschreibungen Referenzen für den jeweiligen Gebäudetypus verlangen. Kein Schwimmbad gebaut? Keine Schule realisiert? Kein Zugang. Matthias Sauerbruch beschreibt, was damals den Unterschied machte: Bauherren, die loyal blieben, als der neue Senatsbaudirektor das Projekt kippen wollte, Bezirksverordnete, die überzeugt werden mussten und eine Portion Naivität. Heute vermisst er Verfahren, die Risikobereitschaft und Erfindergeist belohnen. Ein Gespräch über Aufbruch, Zugangsbedingungen und die Frage, welche Architektur entsteht, wenn nur noch die Erfahrenen zugelassen werden und Innovation nicht mehr gefördert wird.
Mehr
E43 – Christopher Schriner, Bezirksstadtrat Berlin Mitte: Wettbewerbe als gelebte Demokratie
02.03.2026
51 Minuten
Warum wird der Großteil öffentlicher Bauaufträge nicht über offene Architekturwettbewerbe vergeben – obwohl sie das stärkste Instrument der Qualitätssicherung sind? Christopher Schriner kennt das System aus drei Perspektiven: als Planer, als Verfahrensbetreuer und heute als Bezirksstadtrat für Straßen und Grünflächen in Berlin-Mitte. Bei C4C betreute er Wettbewerbe im gesamten Bundesgebiet, darunter das Bauhausmuseum Dessau mit 831 Teilnehmenden. Er erklärt, warum der offene Wettbewerb nicht für jede Aufgabe die richtige Wahl ist und warum das Verfahren trotzdem unterschätzt wird: als Schutz vor individueller Präferenz, als Zeitgewinn für Bauherren und als Chance, Öffentlichkeit einzubinden. Ein Gespräch über Vertrauen, Vergaberecht und Verfahrenskultur als Teil gelebter Demokratie.
Mehr
E42 – Norbert Post, Lanstroper Wohnhöfe GbR: Beweisen, dass es geht – Ein praktischer Beitrag zur Wohnungsfrage
05.12.2025
43 Minuten
Zwölf Architekturbüros, ein städtisches Grundstück und der Wille, zu zeigen, dass es geht: Mit den Lanstroper Wohnhöfen soll in Dortmund ein qualitätvolles und zukunftsfähiges Wohnquartier mit bezahlbaren Mietwohnungen entstehen – und das ganz ohne das vermeintliche „Allheilmittel“ des modularen oder seriellen Bauens. Die Architekt*innen setzen auf die Analyse des Ortes sowie die Entwicklung und Planung qualitätsvoller öffentlicher, halböffentlicher und privater Räume. Norbert Post, einer der drei Projektleiter, sieht in der Planung die Hauptaufgabe und -kompetenz unseres Berufsstandes. In den gängigen Abläufen kommt sie jedoch oft zu kurz, weil man glaubt, hier kürzen und sparen zu können. Warum genau das teurer wird, wie es gelingt, Kommunen zu überzeugen, und was es braucht, damit ein Entwickler sich auf die Zusammenarbeit mit zwölf Büros einlässt, erzählt Post in dieser Episode. Ein Gespräch über Vertrauen, Verantwortung, die gesellschaftliche Bedeutung professioneller Planung und den Beweis, dass Architekt*innen jenseits von konkurrierenden Wettbewerben erfolgreich zusammenarbeiten können. Foto: Cornelia Suhan
Mehr

Über diesen Podcast

Der Berufsstand der Planer*innen aus Architektur, Innenarchitektur, Stadtplanung und Landschaftsplanung steht vor enormen Herausforderungen. Die große Transformation des gesamten Bausektors schreitet langsam, aber stetig voran. Sie erfordert eine neue Auseinandersetzung mit dem Beruf. Im Interview-Podcast "Architektur, Stadt, Planung" spricht Kerstin Kuhnekath mit ihren Gästen über wichtige Aspekte der Planungspraxis in Zeiten von Klimawandel und der globaler Verantwortung. Die Gäste kommen aus unterscheidlichen Disziplinen und sind Expert*innen auf ihrem Gebiet. Sie geben vielfältige Anregungen, Denkanstöße und Einblicke in ihre Arbeit.
15
15
Episode teilen
E42 – Norbert Post, Lanstroper Wohnhöfe GbR: Beweisen, dass es geht – Ein praktischer Beitrag zur Wohnungsfrage
E42 – Norbert Post, Lanstroper Wohnhöfe GbR: Beweisen, dass es geht – Ein praktischer Beitrag zur Wohnungsfrage

Close