Podcaster
Episoden
26.05.2026
56 Minuten
Sollten wir US-Tech Konzerne aus europäischen Märkten vertreiben? Brauchen wir Datennutzung statt Datenschutz? Wären flexiblere Lehrpläne an Schulen in Zeiten von KI nicht ein Muss? Letztes Jahr im Februar hatten wir bei „Tech & Trara“ über die Wahlprogramme der Parteien gesprochen und mit Spannung darauf geblickt, was wirklich umgesetzt werden würde und was nur Stimmenfang sein könnte. Mit Armand Zorn haben wir nun einen Ansprechpartner der aktuellen Regierungskoalition gefunden und wollten daher von ihm wissen, wie er auf die Arbeit des letzten Jahres blickt. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD und Abgeordnete aus Frankfurt am Main ist u.a. aktiv im Ausschuss für Digitales und stellt der Bundesregierung mehr als ein Jahr nach der Bundestagswahl ein durchaus positives Arbeitszeugnis aus. Dennoch gibt es noch viele Baustellen, bspw. im Bereich der Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Ressorts. Aber auch ganz grundsätzliche Schwierigkeiten wie einer risikoarmen Mentalität. Wie Armand zur Einführung des Digitalministeriums steht und was sein Appell an junge Menschen ist, die etwas an der aktuellen Politik verändern wollen, hört ihr in dieser Folge. Viel Vergnügen!
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28.04.2026
58 Minuten
Wie genau schützt die USK Jugendliche? Warum ist Gaming das komplexeste Medium von allen? Und welche Risiken sind durch Online Features in Spielen entstanden? Videospiele werden immer komplexer und umfangreicher. Längst reicht es nicht mehr, ein Spiel anhand von Gewaltdarstellungen als jugendgefährdend einzuordnen. Risiken im Datenschutz oder durch ungeprüfte Chats sind mindestens genauso riskant für das Kinderwohl - wenn nicht sogar größer. Ständige Updates und Seasons verändern vor allem Online-Games, immer größer werdende Spiele erschweren vor allem für Eltern, wie schnell man ein Spiel vor dem Kauf einschätzen kann. Um schon vor dem Kauf Indikatoren geben zu können gibt es die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle - kurz USK. Unser heutiger Gast kennt sich bestens mit der Geschichte und den Prozessen der USK aus, denn er war einer der ersten Spieletester und "echten" Gamer, als er 1994 anfing. Mittlerweile ist Marek Brunner Leiter des Prüfverfahrens aller zu kontrollierenden Spiele. Doch an seiner Hingabe zu Videospielen und Jugendschutz hat sich in den letzten 30 Jahren nichts verändert. Wir wollten von Marek unter anderem wissen, wie die USK auf neue Online-Features reagiert, die potenzielle Gefahren für Kinder und Jugendliche mit sich bringen, wie bspw. Grooming oder Pay-to-Win-Modelle. Und wie Spiele scheinbar problematische Möglichkeiten relativieren können. Wie die USK mit erweiterten Informationen zusätzliche Orientierung für Eltern bietet, erfahrt ihr in der neuen Folge Tech & Trara. Viel Vergnügen!
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05.04.2026
1 Stunde 7 Minuten
Was passiert gerade mit kreativer Arbeit? Wie verändert KI Design, Ausbildung und ganze Berufswege? Und warum haben junge Talente plötzlich größere Probleme, überhaupt Fuß zu fassen? KI hat die Maßstäbe in der Kreativbranche nicht nur verändert, sondern komplett umgeworfen. Was früher Jahre dauerte, passiert jetzt in Monaten und Wochen. Es entsteht ein System, das vor allem eines ist: schwer greifbar. Besonders für den Nachwuchs. Denn während die Erwartungen steigen, verschwinden gleichzeitig klassische Einstiegspunkte. Praktika werden seltener, Anforderungen diffuser, und die Frage, was „gute Arbeit“ eigentlich noch ist, wird zunehmend unscharf. Sabine Cole beobachtet diese Entwicklung aus nächster Nähe. Als Professorin für strategische Kommunikation an der HAWK Hildesheim und ehemalige Kreative sieht sie täglich, wie Studierende versuchen, sich in diesem neuen Umfeld zurechtzufinden. Das Problem ist nicht KI allein. Sondern eine Branche, die noch nicht entschieden hat, wie sie mit ihr umgehen will. Gemeinsam mit Tina Kulow und Wolfgang Macht sprechen sie über die letzten Jahre und wie sich seit der Pandemie und dem KI Hype neue Maßstäbe entwickeln, die niemand so recht greifen kann. Und über die Frage, was junge Kreative heute eigentlich noch lernen müssen. Dabei entdecken sie einige Parallelen zu ihrem eigenen Heranwachsen und den Umbrüchen der 80er / 90er Jahren. Am liebsten würden die Drei ihre Fehler von damals bis heute aufschreiben und als Ratgeber vermitteln. Könnten ihre Erfahrungen heute jungen Menschen helfen? wir haben das Gespräch mit Sabine sehr genossen, viel gelernt und auch viel gelacht. Wir hoffen, ihr geht mit einigen Denkanstößen aus der Episode heraus. Viel Vergnügen!
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03.03.2026
57 Minuten
Warum wird Datenschutz plötzlich wieder politisch? Wieso ist Deutschland Datenschutz-Weltmeister? Und wie viel Vertrauen dürfen wir unseren Messengern, Plattformen und Staaten eigentlich noch entgegenbringen? Seit 2018 gilt die DSGVO. Und immer wieder kommt es zu Diskussionen um den deutschen sowie europäischen Datenschutz. Ist er zu streng? Oder doch zu lasch? Wie schafft man die Balance zwischen Sicherheit und Freiheit? Die Regulierungen stehen oft in der Kritik. Man denke an die Proteste gegen Chatkontrolle und Vorratsdatenspeicherung. Allerdings: Wenn Datenschutz vernachlässigt wird, kann mehr Schaden entstehen, als man denkt. In den USA bspw. kommt es beim Thema Datenschutz und Einreisebestimmungen zu Übergriffen, wie wir sie normalerweise in Autokratien erleben. Auch unser Gast hat düstere Prognosen, wenn er über die US-amerikanischen Zustände spricht. Frederick Richter ist nämlich Vorstand der Stiftung Datenschutz. Als Jurist mit langjähriger Erfahrung in Netzpolitik, im Bundestag und in der Verbandsarbeit muss er den Datenschutz in allen möglichen Feldern verteidigen. Denn laut Frederick ist Datenschutz viel mehr als nur Cookies ablehnen oder ein Bürokratiemonster. Er stärkt unsere Demokratie. Frederick ordnet für uns ein, was sich aktuell in Brüssel und Berlin verändert, warum Schadensersatzklagen plötzlich an Bedeutung gewinnen und weshalb das Image des Datenschutzes zwischen „Verhinderer“ und Freiheitsgarant schwankt. Außerdem nehmen wir KI-Trainingsdaten unter die Lupe und wo Bürokratieabbau doch sinnvoll ist. Wir wünschen euch viel Vergnügen beim Hören!
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22.01.2026
1 Stunde 1 Minute
Haben Influencer die Tagesschau ersetzt? Können Memes Nachrichten vermitteln? Und warum wollen Politiker*innen jetzt auch Content Creators werden? Influencer zeichnen sich durch ihre Fähigkeit aus, andere dazu zu bewegen, Dinge zu tun oder Sachen zu kaufen. Sie machen sich selbst nahbar, Ihre Leadership ist ihre Stärke. Daraus ergibt sich das Potenzial, Online Verhalten in Offline Verhalten umzuwandeln. Das nennt sich Mobilisierungspotenzial. Unsere heutige Gästin, Dr. Katja Muñoz, ist Senior Research Fellow im Zentrum für Geopolitik, Geoökonomie und Technologie der DGAP, und erforscht schon seit Jahren das Zusammenspiel zwischen sozialen Medien und Politik. Ihre besonderer Fokus liegt dabei auf dem erwähnten Mobilisierungspotenzial. In dieser Ausgabe Tech & Trara hat Katja uns ihre Forschung genauer vorgestellt und deutlich gemacht, wie sehr die Informationswelt im Wandel ist. Online Nachrichten sind besonders gefährdet für Desinformation und Propaganda missbraucht zu werden. Influencer stehen hier im Mittelpunkt, denn ihre Online-Persona gibt ihnen Authentizität und somit einen Vertrauensvorschuss. Wie gehen sie damit um? Und was unterscheidet sie von Journalist*innen? Das erforscht sie in einer Austausch Initiative zwischen amerikanischen und deutschen "Newsfluencern". Was es damit auf sich hat, erklärt sie uns im Podcast. Wir wünschen euch viel Vergnügen beim Hören!
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Über diesen Podcast
Die Netzpiloten lieben und leben Tech & Trara seit 25 Jahren.
Als Pioniere der Digitalen Welten haben sie viel erlebt und vor
allem ein riesiges Netzwerk geknüpft aus Innovator*innen und
leidenschaftlichen Macher*innen. Mit ihnen spricht eine Reihe
sympathischer Host regelmäßig zu allen Themen, die das digitale
Leben so wunderbar aber manchmal auch nicht ganz einfach machen. –
Mit Spaß und Neugier und garantiert ohne Tech-Arroganz!
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