Episoden

Peststraße 8
19.08.2024
28 Minuten
Ich stellte mir vor, die Peststraße wäre ein Labor in einem riesigen Raumschiff, und wir würden von Planet zu Planet fliegen, um Außerirdische von ihren Seuchen zu befreien. Ich stellte mir vor, dass das Vibrieren der gigantischen Lüftungsanlage das Pulsieren eines Kernfusionsreaktors wäre. Der Reaktor versorgte das komplette Raumschiff mit Strom und diente auch als Energiequelle für die Triebwerke, die uns durch die Unendlichkeit bohrten. Unsere Anzüge schützten vor unbekannten Keimen und ermöglichten es uns, auch draußen am Raumschiff Reparaturen durchzuführen oder Zigaretten zu rauchen. Im Raumschiff herrschte nämlich strengstes Rauchverbot. Nur die Offiziere durften in einem für alle anderen unzugänglichen Raum rauchen und Desinfektionsmittel saufen. Ich hoffte manchmal, dass die künstliche Schwerkraft kurzzeitig ausfallen würde und wir alle durch die gigantische Halle schweben würden. Gesprochen von Lois Schofield, Simon Eidenberger, Simeon Jaax und Hector Schofield.
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Wege zurück
20.02.2020
8 Minuten
Wir fuhren aufgrund einer Signalstörung mit eingeschränkter Geschwindigkeit, schon einige Kilometern hinter den Pariser Vorstädten. Die Sonne war langsam am Heruntergehen und die letzten rot gelben Strahlen Streckten sich wie lange arme vom Horizont bis durch die Zugfenster und ließen im Gang schatten wie wild gewordene Kinder tanzen.
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als Europa
18.08.2019
12 Minuten
Ich hatte mir bis zum 22. Februar 2016 nie ernsthaft Gedanken über meine Nationalität gemacht. Ich hatte einen Europäischen Pass und konnte mich damit innerhalb der EU frei bewegen. Die Vorstellung dies nicht mehr tun zu können, ist mir so fremd wie das Land welches meine Eltern vor 35 JahrenVerlassen haben, um dem Neoliberalismus zu entkommen. Als ich ein Kind war, waren wir noch häufig in London. Ich bezeichnete mich als Brite. Als ich  älter wurde, merkte ich das die Herkunft meiner Eltern nur bedingt mich zu dem machen was ich bin. Englisch ist meine Muttersprache, und mir und meinen Geschwistern wird oft gesagt wir würden britisch ausschauen. Vermutlich aufgrund der Roten Haare. Dennoch merkte ich als ich dort war, dass ich ein halb fremder bin. Mir fehlte es oft an Kulturellen Referenzen. Ich merkte dass mein Englisch welches ich meinen Eltern geerbt hatte veraltet war. Ohne dem Einfluss der Aktuellen Jugendkultur ist meine Sprache wie eine Zeitkapsel in das Großbritannien der 60/70er Jahre.
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Du Scheißhaus
10.08.2019
5 Minuten
Wenn ich über Toiletten nachdenke dann fällt mir so einiges ein. Die Toilette ist ein Raum der dazu da ist dinge zu tun für die wir uns schämen würden müssten wir diese in der Öffentlichkeit tun. Es gibt sie überall und wir benutzen sie ständig. Wir denken garnicht mehr darüber nach das sie in erster Linie dazu da sind unsere Scham zu verstecken. Aber sie werden auch von vielen dazu benutzt sich kurz vom Alltag zu verstecken.
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2 x 1
28.07.2019
13 Minuten
Ich wollte eigentlich alleine sein und war gerade am aufstehen um eine neue Bank zu suchen, aber ihre Stimme ließ mich sitzen bleiben.  „Das erste mal das ich Maneli sah, war eigentlich das zweite mal."
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Über diesen Podcast

Kurzgeschichten über das was nicht vergessen wurde.

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