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Episoden
24.12.2025
24 Minuten
Gottes "Ausbruch": Wie du aufhörst, Gott in eine Box zu sperrenIn
der letzten Folge unserer Serie „Room for God“ geht P. George
Elsbett einer entscheidenden Frage nach: Was hindert uns
eigentlich daran, Gott wirklich Raum in unserem Leben zu geben?.
Die Antwort ist oft unbequem: Wir neigen dazu, Gott in ein
schönes „Gehege“ unserer Ideen und Vorstellungen einzusperren,
solange er uns nicht in unserer „wirklichen Welt“ stört.Der
„Butterball-Moment“ Anhand der Geschichte der Kuh „Butterball“,
die mit vollem Einsatz Zäune einreißt, um an das Heu zu kommen,
illustriert P. George, dass Gott kein zahmer Gott der Ideen ist.
Er möchte aus unseren gedanklichen Käfigen ausbrechen und als
realer Herr in unser chaotisches, echtes Leben treten. Während
König Ahas in der Bibel Gott lieber auf Distanz hielt, zeigt uns
der heilige Josef, was passiert, wenn man Gott wirklich das
Steuer überlässt.Drei Wege, um Gott im Alltag Platz zu machen:1.
Vom Manager zum Knecht: Wahre Größe entsteht nicht durch radikale
Selbstverwirklichung, sondern durch die freie Entscheidung, Gott
zur Nummer eins zu machen. Es geht darum, alle Träume und
Optionen um ihn herum zu orientieren.2. A Chapter a Day: Das Wort
Gottes ist nicht nur Information, sondern Transformation. P.
George fordert uns heraus: Wie wäre es mit einem Kapitel Bibel
pro Tag? Es verändert die Statik deiner Seele.3. Back to Basics:
Bevor wir über komplizierte geistliche Unterscheidungen reden,
sollten wir die „Basics“ checken – die zehn Gebote. Kein Lästern
hinter dem Rücken, keine kleinen Betrügereien, sondern echte
Liebe und Barmherzigkeit im Hier und Jetzt.Gott möchte in dein
Leben einbrechen – lässt du ihn?.Das Ziel ist kein perfektes
Leben aus eigener Kraft, sondern die demütige Bitte: „Herr, ich
will, dass du die Nummer eins bist. Bitte hilf mir“.
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15.12.2025
26 Minuten
Wie finden wir dauerhafte Freude und Glückseligkeit, wenn die
Welt voller Probleme, Krieg und Aufruhr ist? P. George Elsbett
beleuchtet in dieser Folge der Serie "Room for God" die tiefste
Quelle unserer Erfüllung.Die falsche Suche nach Glück:Freude ist
das Ausruhen in einem Gut, das uns gegenwärtig ist; es ist nicht
nur Hoffnung oder das Gegenteil von Verzweiflung. Doch unser Herz
ist wie ein Klettverschluss: Wir versuchen, es an alle möglichen
Sachen – von Beziehungen über Arbeit bis hin zu Pancakes –
"festzukleben",. Wir machen den Fehler, aus diesen vergänglichen
Dingen Ewigkeitswert herauszuquetschen, was uns nicht zu Gänze
glücklich machen kann.Die christliche Behauptung ist gewagt: Gott
selbst ist die Quelle unserer Freude, das größte Gut, das uns
zuteilwerden kann. Er ist der Einzige, der das tiefe "Loch
stopfen" kann.Fünf Wege zur Kultivierung der Freude:Freude
schafft Raum für Gott und ist zugleich Frucht seiner Gegenwart.
P. George Elsbett teilt fünf Wege, wie wir diese Glückseligkeit
(Felicity) pflegen können
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10.12.2025
19 Minuten
In dieser zweiten Folge der Predigtserie „Room for God“ widmet
sich P. Georg Rota dem praktischen Aspekt, wie wir den Raum in
unserem Herzen für Gott vorbereiten, nachdem die anfängliche
Sehnsucht uns auf die Suche geschickt hat. Die Grundthese lautet:
Es geht nun um den Rückwärtsgang des Gebetslebens – das Zulassen
und Empfangen Gottes, was nur durch konsequentes Entrümpeln und
den inneren Aufbau (Umkehr und Bauarbeit) möglich wird.
Das Problem: Unerwünschtes Chaos und Gerümpel Wenn Jesus anklopft
und eintreten möchte, besteht die Gefahr, dass er ein großes
Chaos vorfindet, vergleichbar mit einer Baustelle oder einem
kürzlich übersiedelten Haus voller Kisten. Viele Räume in unserem
Leben sind mit Gerümpel, Lärm, Oberflächlichkeit, Stress oder
überfüllten To-do-Listen vollgestopft. Auch die chronische
Vergleicherei kann unsere gesamte innere Bandbreite in Anspruch
nehmen. Dieses Chaos blockiert uns daran, Gott wirklich in
unserem Herzen zu empfangen.
Die wahre Bedeutung der Umkehr: Raum schaffen Der erste
notwendige Schritt ist die Umkehr, was wörtlich bedeutet, Raum
für Gott zu schaffen und Hindernisse aus dem Weg zu räumen.
Umkehr ist dabei nicht in erster Linie ein äußerlicher
Richtungswechsel, sondern eine innere Herzensverwandlung und eine
Umkehr unseres Denkens. Es geht darum, Dinge in unserem Herzen zu
benennen und zu entsorgen, die sich angesammelt haben und im Weg
stehen. Gott darf dabei eine "Taschenlampe" benutzen, um Dinge zu
beleuchten, die wir versteckt haben. Die Umkehr soll nicht mühsam
oder unangenehm sein, sondern zur Befreiung führen; sie ist nicht
eine Niederlage, sondern ein Startsignal für die Renovierung des
Herzens.
Drei praktische Schritte zur Raumschaffung und inneren
Bauarbeit:
1. Entrümpeln (Umkehr praktizieren): Wir müssen Gott die
Erlaubnis geben, in unserem Herzen aufzuräumen. Dies kann mit dem
einfachen Gebet beginnen: „Gott, wenn es dich gibt, dann darfst
du in meinem Herzen ausräumen“. Dies ist notwendig, da Gott ein
Gentleman ist und sich nicht aufdrängt; er kommt nur, wenn er
eingeladen wird.
2. Das Fundament legen (Gebet als Baustelle): Sobald entrümpelt
wurde, muss ein Fundament gelegt werden, denn der Platz ist noch
nicht fertig. Jesaja spricht in diesem Zusammenhang prophetisch
von neuem Leben, das aus etwas scheinbar Totem (einem Baumstumpf)
entsteht – das ist göttliche Logik. Auf diesem Fundament ruht der
Heilige Geist, der die Gaben (Geist der Weisheit, der Erkenntnis,
der Stärke) als innere Säulen liefert, die den Raum festigen und
stabil machen. Gebet ist eine innere Werkstatt, die der Seele
Statik verleiht, indem sie uns Struktur und Prioritäten
gibt.
3. Den Ort bestimmen (Physische und zeitliche Struktur): Um diese
Bauarbeit einzuüben, sollten wir dem Gebet einen festen Platz
einräumen.
Physischer Raum: Schaffe eine Gebetsecke in deinem Zuhause (z.
B. mit einem Sessel, einer Kerze und einer Bibel).
Zeitlicher Raum: Definiere einen festen Zeitpunkt im
Tagesablauf (z. B. morgens oder abends) und beginne klein –
lieber 5 Minuten als 0 Minuten.
Inhalt: Fülle diesen Raum, indem du das Evangelium zur Hand
nimmst, einen kleinen Abschnitt liest und anfängst, mit Jesus
darüber ins Gespräch zu kommen.
Das Ziel der Bauarbeit ist nicht, einen perfekten Palast zu
errichten, sondern ein bewohnbares Haus, in dem Christus ankommen
und sich wohlfühlen kann, und in dem wir selbst zur Ruhe kommen
können. Gott wartet dabei nicht auf Perfektion, sondern möchte,
dass wir verfügbar sind und einfach die Tür öffnen. Der durch
Gebet gewonnene Friede soll nicht nur persönlich bleiben, sondern
auch einen missionarischen Horizont haben und auf die Mitmenschen
ausstrahlen.
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02.12.2025
25 Minuten
In dieser ersten Folge der Predigtserie „Room for God“ widmet
sich P. George Elsbett der existenziellen Frage, wie wir
verhindern können, am Leben vorbeizuleben. Die Grundthese lautet:
Sehnsucht, die zum Gebet wird, öffnet das Herz für Gott und
schafft Raum für Gott. Ein aus der Sehnsucht gespeistes Gebet
öffnet dem Herrn die Tür.
Das Problem der unerfüllten Sehnsucht:
Im tiefsten Inneren treibt uns die Sehnsucht, nicht scheitern zu
wollen. Es geht dabei um mehr als kleine Missgeschicke; es ist
die Angst, die eigene Berufung total zu verpassen oder das Leben
versemmelt zu haben.
Diese Sehnsucht ist die Quelle aller menschlichen Aktivitäten –
von großartigen Dingen bis hin zu Verzweiflung und Burnout. Sie
entspringt einem „Loch im Herzen“, das letztendlich nur Gott
füllen kann. Oft versuchen wir, Ewigkeitswert herauszuquetschen
aus Dingen, die keine Ewigkeitswert haben, was zu Frustration
führt.
Die wahre Bedeutung der Sehnsucht:
Die Sehnsucht ist nicht Gott selbst, aber sie ist ein Zeichen
dafür, dass wir von Gott berührt sind. Wenn wir Sehnsüchte
wahrnehmen, die nichts in dieser Welt erfüllen kann, ist die
logische Schlussfolgerung, dass wir nicht für diese Welt
geschaffen worden sind (Created for greater things). Die tiefste
Sehnsucht wird als eine „Sehnsuchtswunde“ beschrieben, die von
Gott selbst verursacht wurde, dem „Giganten“, der uns in eine
Beziehung führen möchte.
Die tiefste Sehnsucht kann entweder zu Verbitterung, Zynismus
oder Burnout führen, oder sie kann die Tür des Gebets öffnen. Das
Gebet wird dabei als die „Ausübung der Sehnsucht“ definiert.
Drei praktische Schritte, um die Sehnsucht auszuüben:
Wie können wir unsere Sehnsucht praktisch ausüben, um dem Herrn
Raum zu schaffen, der uns Sinn und Halt und Geborgenheit schenken
kann?
1. Die Freuden des Lebens genießen: Wir müssen lernen, die
Freuden des Lebens neu zu genießen und alles als Geschenk
anzunehmen (wie Essen, Freundschaft, Musik, Literatur). Wichtig
ist, die Dinge voll zu genießen, aber gleichzeitig zu erkennen,
dass sie nicht Gott selbst sind, um nicht zu versuchen,
Ewigkeitswert aus ihnen herauszupressen.
2. Wachen und Beten (Umgang mit dem Wort): Nach der Aufforderung
Jesu, „Wachet und betet“. Dies bedeutet, sich mit dem Wort Gottes
auseinanderzusetzen und aufmerksam zu beobachten, ob es Friede
oder Ablehnung verursacht, und darüber mit Gott ins Gespräch zu
kommen.
3. Die Königsklasse: Götzen loslassen: Gott liebt es, unsere
Götzen in die Luft zu jagen. Dies ist oft schmerzhaft, aber
notwendig, um uns von Dingen zu lösen, die uns in Gefahr bringen,
dass unser Leben scheitert. Das Loslassen dieser Götzen lenkt die
eigentliche Sehnsucht in die richtige Richtung.
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26.11.2025
26 Minuten
Ist es möglich, christlich zu denken? Die meisten Menschen, auch
Christen, sind von heidnischen Weltanschauungen geprägt, die
Macht und Dominanz als bestimmende Logik der Geschichte
sehen.
In dieser abschließenden Predigt der Reihe „Meaning of History“
beleuchtet P. George Elsbett, wie das Christentum die gesamte
Logik der Welt auf den Kopf stellt. Anhand historischer Beispiele
– vom Perserkönig Darius, der Feinde foltern ließ, um seine Macht
zu demonstrieren, bis zur brutalen römischen Kreuzigung zur
Abschreckung – wird der Kontrast zur christlichen Botschaft
greifbar.
Der entscheidende Unterschied liegt im Muster: Jesus Christus ist
das Paradigma, ohne das die Wirklichkeit nicht zu verstehen ist –
weder der Sinn des Ganzen, noch die tiefsten Fragen des
Lebens.
Das Kreuz ist kein Symbol der Niederlage, sondern die Aufklärung
der Realität:
1. Was Sünde ist: Das größte Problem der Welt beginnt nicht in
ungerechten Machtstrukturen da draußen, sondern im eigenen
Herzen. Die Trennlinie zwischen Gut und Böse verläuft durch die
Mitte deines Herzens.
2. Wer Gott ist: Das Kreuz offenbart, dass Gott selbsthingebende
Liebe ist. Er lässt sich vor unserer Freiheit kreuzigen und
definiert Liebe als unvoreingenommene Hingabe. Die größte Macht
dieser Welt ist die Liebe, nicht die Dominanz.
3. Wer wir sind: Du besitzt eine unfassbare Würde, weil Gott dich
mehr schätzt als sein eigenes Leben. Diese christliche Begründung
für die menschliche Gleichheit („nicht Jude, noch Grieche“) ist
der Ursprung unserer Menschenrechte.
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Über diesen Podcast
Wir sind eine junge katholische Gemeinde im Herzen Wiens. Ganz im
Sinne unserer Vision "Forming apostles to transform the world.“
erwarten dich hier inspirierende Predigten, spannende Talks und
Podcasts über Glaube, Beziehungen, Jüngerschaft … Gott und die Welt
eben ;)
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