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Episoden
23.02.2026
25 Minuten
Unser Selbstwert hängt oft am seidenen Faden der Welt. Wir
versuchen, unsere Sicherheit an alle möglichen Dinge zu hängen –
sei es an das, was wir materiell besitzen, oder an den bloßen
Konsum. Oft verfallen wir auch dem "Peacock Syndrome"
(Pfau-Syndrom) und bauen eine perfekte Fassade auf, nur um von
anderen Menschen Bestätigung zu ernten. Oder wir klammern uns an
ein idealisiertes, falsches Bild von uns selbst, das wir
zwanghaft kontrollieren wollen. Wir machen den Fehler, aus diesen
Dingen unsere Identität herauszuquetschen, was uns am Ende nur
frustriert und leer zurücklässt.Die christliche Behauptung ist
gewagt: Wir müssen uns unsere tiefste Identität nicht mühsam
erarbeiten, sie ist uns bereits in der Taufe als unauslöschliches
Siegel eingeprägt worden. Wir sind von Gott "gebrandmarkt" als
seine geliebten Kinder. Jesus Christus, der den kosmischen Kampf
gegen das Böse für uns gewonnen hat, ist der Einzige, der uns
zeigen kann, wer wir wirklich sind.Drei Wege zur wahren
Identität: Die Kirche bietet uns Werkzeuge, um Raum für dieses
wahre Selbst zu schaffen. P. George teilt drei konkrete
"Gegengifte" – Fasten, Almosen geben und Gebet –, mit denen wir
uns von falschen Abhängigkeiten lösen und unsere wahre Identität
in Gott festigen können.
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17.02.2026
23 Minuten
Oft reduzieren wir uns selbst und andere auf Triebe wie Gier,
Lust oder Machtstreben (die „Meister des Verdachts“). Wir
verfallen einem geistlichen Minimalismus, bei dem wir glauben,
Glaube bestünde nur aus Regeln, um das „Böse in uns“ im Schach zu
halten. Wir fühlen uns wie ein „armes Würstchen“, über das Gott
gnädig einen Teppich legt, ohne dass wir uns wirklich ändern
könnten. Wir leiden unter Minderwertigkeitsgefühlen und trauen
uns keine echte Verwandlung zu.
Die christliche Behauptung ist gewagt: Wir haben ein „Recht auf
Größe“. Erlösung ist keine oberflächliche Kosmetik, sondern eine
objektive Wirklichkeit, die das Herz tatsächlich verwandelt. Gott
denkt den Menschen nicht klein. Unsere wahre Würde besteht darin,
dass wir fähig sind, über uns hinauszuwachsen, weil Gott uns
nicht einen Geist der Verzagtheit, sondern der Kraft gegeben hat.
Drei Upgrades für dein Leben: Jesus lädt uns ein, den
Minimalismus hinter uns zu lassen. P. George Elsbett teilt drei
Bereiche, in denen wir wachsen können.
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09.02.2026
23 Minuten
Oft verhalten wir uns im Leben wie ein Thermometer: Wir können
präzise messen, dass die gesellschaftliche Temperatur gesunken
ist, wir analysieren die Probleme („die Kälte“) und stimmen in
das allgemeine Jammern („Granteln und Sudern“) ein. Doch dabei
bleiben wir passiv. Wir denken oft, wir müssten erst perfekt
sein, Theologie studiert haben oder Rhetorik-Profis werden, bevor
wir einen Unterschied machen können.
Die christliche Zusage ist radikal: Jesus sagt nicht: „Versuch
bitte, ein bisschen Salz zu sein.“ Er sagt: „Ihr SEID das Salz
der Erde.“ Es ist kein Wunschdenken und kein Arbeitsauftrag,
sondern eine Identitätszusage. Wir sind nicht berufen, die
Temperatur nur zu messen, sondern als Thermostat das Raumklima
aktiv zu verändern und Wärme dorthin zu bringen, wo Kälte
herrscht.
Drei Wege, um Einfluss zu nehmen: Echter „Eifer“ ist kein blinder
Aktivismus, sondern die Entscheidung gegen Resignation.
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04.02.2026
21 Minuten
Oft leben wir nach der „Ur-Lüge“ von Adam und Eva: Wir glauben,
wir müssten unser eigener Gott sein, uns selbst Sinn geben und
uns selbst erlösen. Unser Herz gleicht dabei oft einem
Klettverschluss: Wir versuchen, es an alle möglichen Dinge – von
Besitz über Anerkennung bis hin zu Kontrolle – „festzukleben“.
Wir suchen unser Glück in der Unabhängigkeit, merken aber nicht,
dass der ständige Druck, „gut genug“ zu sein und alles aus
eigener Kraft zu schaffen, uns frustriert und leer
zurücklässt.
Die christliche Behauptung ist befreiend: „Selig, die arm sind
vor Gott.“ Das klingt negativ, ist aber der Schlüssel zum Glück.
Es bedeutet, die radikale Abhängigkeit von Gott zu umarmen und
anzuerkennen: Ich muss mir meine Identität nicht selbst geben,
ich empfange sie. Nur wenn wir aufhören, krampfhaft nach dem
Apfel der Selbstverwirklichung zu greifen, finden wir den Frieden
der „Anawim“, die alles von Gott erhoffen.
Drei Wege zur inneren Freiheit: Diese „Armut im Geiste“ ist keine
Theorie, sondern eine Herzenshaltung. P. George Elsbett teilt
drei Bereiche, in denen wir diese Freiheit einüben können:
1. Freiheit von Dingen: Askese bedeutet nicht Leiden um des
Leidens willen, sondern das Herz vom „Klettverschluss“ zu
befreien, damit Besitz uns nicht besitzt.
2. Das Aufzug-Prinzip: Statt an unserer eigenen Unvollkommenheit
zu verzweifeln (was oft nur verletzter Stolz ist), dürfen wir wie
die Hl. Therese auf den „Aufzug“ der Gnade Gottes vertrauen, der
uns dort abholt, wo wir es selbst nicht schaffen.
3. Radikale Verfügbarkeit: Wie Maria dürfen wir lernen, nicht nur
unsere Pläne absegnen zu lassen, sondern offen für das Abenteuer
von Gottes Plan zu sein, der spannender ist als unsere eigenen
Entwürfe.
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27.01.2026
25 Minuten
Oft leben wir so, als wären wir das „zufällige und sinnlose
Produkt der Evolution“. Wir versuchen krampfhaft, unsere Existenz
durch Leistung zu rechtfertigen und fragen uns ständig: „Bin ich
gut genug?“. Gleichzeitig klammern wir uns an unsere „Netze und
Boote“ – unsere Firma, unser Einkommen, unsere kleinen
Sicherheiten. Wir schwimmen lieber in den gewohnten „Gewässern
des Egoismus“, aus Angst, die Kontrolle zu verlieren, anstatt uns
auf das Wagnis einzulassen, alles auf eine Karte zu setzen,.Die
christliche Behauptung ist gewagt: „Consciousness precedes the
universe“ – das Bewusstsein geht dem Universum voraus. Du bist
kein Unfall; jeder Herzschlag erinnert dich daran, dass du
gewollt und ins Dasein gerufen bist. Die Frage nach dem
„Gut-Genug-Sein“ ist hinfällig, weil Gott dich längst erwählt
hat. Wahre Identität finden wir nicht, indem wir uns an uns
selbst festklammern, sondern indem wir uns übereignen: Um dich
selbst zu finden, musst du von dir selbst loslassen. Wir dürfen
am großen Plan mitbauen, wie ein Kind, das stolz die Hand an das
Lenkrad des Vaters legt.Drei Wege in das Abenteuer der Nachfolge:
Der Ruf Gottes ist ein „Take it or leave it“. P. George Elsbett
teilt drei Impulse, wie wir auf diesen Ruf antworten können:1.
Identifiziere deine Netze: Nimm dir eine Woche Zeit für die
ehrliche Frage: Was hält mich zurück? Was ist das „Boot“, über
das ich die Verfügungsgewalt nicht abgeben will?,.2. Der
Blankoscheck: Wahre Entscheidungsfreiheit (gerade zwischen zwei
guten Optionen) beginnt dort, wo wir Gott vorab einen
„Blankoscheck“ unserer Verfügbarkeit ausstellen.3. A Chapter a
Day: „An apple a day keeps the doctor away“ – versuch es mit „A
chapter a day keeps the devil away“. Tauche täglich in das
Evangelium ein, um deine Berufung zu schärfen.
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Über diesen Podcast
Wir sind eine junge katholische Gemeinde im Herzen Wiens. Ganz im
Sinne unserer Vision "Forming apostles to transform the world.“
erwarten dich hier inspirierende Predigten, spannende Talks und
Podcasts über Glaube, Beziehungen, Jüngerschaft … Gott und die Welt
eben ;)
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