Episoden

Konservatismus und christliches Abendland - Folge 62
02.04.2026
1 Stunde 33 Minuten
Was bedeutet „konservativ“ heute – jenseits von Klischees und politischen Schlagworten? In dieser Folge von Karte und Gebiet klären Tobias Faix und Thorsten Dietz den Begriff historisch, politisch und theologisch. Von Edmund Burke über die Entwicklung im 19. Jahrhundert bis zu aktuellen Debatten um Friedrich Merz und Andreas Rödder: Konservativ erscheint nicht als starre Ideologie, sondern als Haltung im Spannungsfeld von Bewahrung und Veränderung. Sie fragen, wo konservatives Denken stabilisiert – und wo es in Blockade oder Kulturkampf kippt. Und sie diskutieren, was ein christlich verantworteter Konservatismus heute bedeuten kann: zwischen Tradition, Verantwortung und der Offenheit für notwendige Veränderung.
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Der Liberalismus und die christliche Welt - Folge 61
20.03.2026
1 Stunde 22 Minuten
Was bedeutet Freiheit heute? Und wie wird diese in einem politischen bzw. auch in einem christlichen Liberalismus verantwortet? Tobias Faix und Thorsten Dietz sind im dritten Teil der politischen Karte dem Liberalismus auf der Spur. So zeichnen sie die Geschichte des Freiheitsgedankens in der Moderne nach: Von den Anfängen verschiedener liberaler Strömungen wie dem Sozialliberalismus, dem Nationalliberalismus und dem Neoliberalismus bis hin zur Krise der Liberalen in der Gegenwart und auch aktuellen libertären Radikalisierungen. Im Zentrum stehen Fragen nach Markt und Wirtschaft, sozialer Verantwortung, und demokratischem Gemeinwohl. Mit Friedrich Naumann kommt ein protestantischer Denker in den Blick, der in besonderer Weise für die Verbindung von Christentum und Liberalismus steht. Das Ringen mit der Freiheit und ihren Ambivalenzen hat schon immer dazu geführt, dass Christen sowohl bei den Freunden wie bei den Gegnern des Liberalismus zu finden waren und sind.
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Die Linke und die Christ:innen: Politische Karte II - Folge 60
06.03.2026
1 Stunde 31 Minuten
In dieser Folge geht es um Christ:innen und die politische Linke. Was bedeutet „links“ eigentlich – historisch, politisch und theologisch? Tobias Faix und Thorsten Dietz zeichnen die zunächst die Anfänge nach, von der sozialen Frage des 19. Jahrhunderts über Marx, die Arbeiterbewegung und die Sozialdemokratie, bis hin zu den Verzweigungen des 20. und 21. Jahrhunderts, der demokratischen Linken, der grün-alternativen Bewegung und der neuen Linken. Dabei zeigt sich: „Links“ ist keine einheitliche Haltung, sondern ein breites Spektrum von Reformpolitik bis radikale Systemkritik. Sie diskutieren einige Schattenseiten, wie die Ideologieanfälligkeit und die Versuchlichkeit zu totalitären Systemen wie Kommunismus und Sozialismus. Zu fragen ist aber auch: Welche Anknüpfungspunkte gibt es zwischen linken Ideen von Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung und dem Evangelium von Jesus Christus?
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Die Rechte und die Christen: Politische Karte I - Folge 59
20.02.2026
1 Stunde 23 Minuten
Im ersten Teil unserer politischen Karte zu Links/Rechts/Konservativ/Liberal geht es um Geschichte und Bedeutung des politisch Rechten. Was heißt eigentlich „rechts“ – und wo beginnt rechtsradikal oder rechtsextrem? In dieser Folge klären Tobias Faix und Thorsten Dietz zunächst zentrale Begriffe und typische Marker und zeichnen anschließend die Geschichte der „Neuen Rechten“ nach: von der Konservativen Revolution über die „geistig-moralische Wende“ bis zum Aufstieg der AfD. Danach fragen sie: Warum ist rechts heute nicht zuletzt für manche Christ:innen attraktiv? Wie soll sich die Kirche dazu verhalten? Benötigen wir eine Brandmauer oder gar ein Verbot? Und wie soll man mit „Rechten“ ins Gespräch kommen?
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„Was ist schon Hoffnung?“ Live vom Podcastfestival der Akademie Biggesee - Folge 58
06.02.2026
1 Stunde 3 Minuten
In Zeiten der Krise wächst der Bedarf nach Hoffnung. Doch was ist Hoffnung eigentlich? Tobias Faix und Thorsten Dietz machen sich auf die Suche nach der Möglichkeit des Hoffens in unruhigen Zeiten. Hoffnung ist kein Trostpflaster. Ausgehend von Jürgen Moltmann zeigen sie, dass christliche Hoffnung immer schon „nach der Katastrophe“ des Kreuz entsteht; und dank der Erfahrung die Kraft hat, Leben zu verwandeln. Dieses Hoffnungsverständnis wird anschließend mit der Hoffnungskritik von Friedrich Nietzsche ins Gespräch gebracht. Doch wie sieht eine Hoffnung aus, die „vor der Katastrophe“ steht, mitten in der Erwartung, dass das Schlimmste noch kommen kann? Gerade heute bleibt Hoffnung persönlich wie politisch unverzichtbar. Abschließend werden Kriterien für eine gemeinschaftlich getragene Hoffnung entwickelt.
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Über diesen Podcast

Ethik zum Selberdenken
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