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Episoden
06.03.2026
1 Stunde 31 Minuten
In dieser Folge geht es um Christ:innen und die politische Linke.
Was bedeutet „links“ eigentlich – historisch, politisch und
theologisch? Tobias Faix und Thorsten Dietz zeichnen die zunächst
die Anfänge nach, von der sozialen Frage des 19. Jahrhunderts
über Marx, die Arbeiterbewegung und die Sozialdemokratie, bis hin
zu den Verzweigungen des 20. und 21. Jahrhunderts, der
demokratischen Linken, der grün-alternativen Bewegung und der
neuen Linken. Dabei zeigt sich: „Links“ ist keine einheitliche
Haltung, sondern ein breites Spektrum von Reformpolitik bis
radikale Systemkritik. Sie diskutieren einige Schattenseiten, wie
die Ideologieanfälligkeit und die Versuchlichkeit zu totalitären
Systemen wie Kommunismus und Sozialismus. Zu fragen ist aber
auch: Welche Anknüpfungspunkte gibt es zwischen linken Ideen von
Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung und dem
Evangelium von Jesus Christus?
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20.02.2026
1 Stunde 23 Minuten
Im ersten Teil unserer politischen Karte zu
Links/Rechts/Konservativ/Liberal geht es um Geschichte und
Bedeutung des politisch Rechten. Was heißt eigentlich „rechts“ –
und wo beginnt rechtsradikal oder rechtsextrem? In dieser Folge
klären Tobias Faix und Thorsten Dietz zunächst zentrale Begriffe
und typische Marker und zeichnen anschließend die Geschichte der
„Neuen Rechten“ nach: von der Konservativen Revolution über die
„geistig-moralische Wende“ bis zum Aufstieg der AfD. Danach
fragen sie: Warum ist rechts heute nicht zuletzt für manche
Christ:innen attraktiv? Wie soll sich die Kirche dazu verhalten?
Benötigen wir eine Brandmauer oder gar ein Verbot? Und wie soll
man mit „Rechten“ ins Gespräch kommen?
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06.02.2026
1 Stunde 3 Minuten
In Zeiten der Krise wächst der Bedarf nach Hoffnung. Doch was ist
Hoffnung eigentlich? Tobias Faix und Thorsten Dietz machen sich
auf die Suche nach der Möglichkeit des Hoffens in unruhigen
Zeiten. Hoffnung ist kein Trostpflaster. Ausgehend von Jürgen
Moltmann zeigen sie, dass christliche Hoffnung immer schon „nach
der Katastrophe“ des Kreuz entsteht; und dank der Erfahrung die
Kraft hat, Leben zu verwandeln. Dieses Hoffnungsverständnis wird
anschließend mit der Hoffnungskritik von Friedrich Nietzsche ins
Gespräch gebracht. Doch wie sieht eine Hoffnung aus, die „vor der
Katastrophe“ steht, mitten in der Erwartung, dass das Schlimmste
noch kommen kann? Gerade heute bleibt Hoffnung persönlich wie
politisch unverzichtbar. Abschließend werden Kriterien für eine
gemeinschaftlich getragene Hoffnung entwickelt.
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23.01.2026
1 Stunde 15 Minuten
Der lange Weg zur Demokratie und wieder zurück?!
Parallel zur Entwicklung der Menschenrechte hat sich in der
Moderne die Demokratie als Staatsform etabliert. Von der
griechischen Antike über die Unabhängigkeitserklärung der USA und
der Französischen Revolution begann ein langer, oft mühsamer Weg
hin zu unterschiedlichen demokratischen Modellen. Kirche und
Theologie hatten zu dieser Entwicklung von Anfang an
unterschiedliche und oft ambivalente Haltungen. In Deutschland
haben die Kirchen demokratische Entwicklungen lange Zeit
ablehnend bzw. skeptisch beurteilt und erst im Nachhinein
anerkannt. So stabil die Demokratie in Deutschland in den letzten
Jahrzehnten erschien, so stark wächst weltweit der Druck auf
demokratische Systeme. Inzwischen lebt die Mehrheit der
Weltbevölkerung unter autokratischen Regimen, mit steigender
Tendenz. Wie sollen Kirche und Theologie im Westen darauf
reagieren?
Weiterführende Links:
https://www.v-dem.net/documents/60/V-dem-dr__2025_lowres.pdf
https://www.chbeck.de/richter-demokratie/product/30917915
https://www.soziopolis.de/gefuehlte-geschichte.html
https://www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/evangelische_kirche_und_freiheitliche_demokratie_1985.pdf
https://open.spotify.com/episode/5V1MwxitSe3VjJoh4StzCs
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09.01.2026
1 Stunde 3 Minuten
Die Rede von der Würde des Menschen ist allgegenwärtig und
zugleich auch immer wieder strittig, wie zuletzt die
Auseinandersetzungen um die Nominierung von Brosius-Gersdorf als
Verfassungsrichterin gezeigt haben. In welchem Verhältnis stehen
Menschenwürde und Menschrechte? Wie wurden bzw. werden sie
begründet? Und wer oder was garantiert ihre Geltung?
Tobias Faix und Thorsten Dietz begeben sich auf eine spannende
Erkundungsreise zu den Ursprüngen der Menschenrechte und der
zunehmenden Betonung der Menschenwürde. Und sie stellen sich der
irritierenden Frage: Warum finden fast alle Menschenwürde gut –
ohne dass darunter jeweils dasselbe verstanden und ihr Anspruch
konsequent ernstgenommen wird?
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Über diesen Podcast
Ethik zum Selberdenken
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