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Mittelstand hautnah - Klartext für Geschäftsführer und Unternehmer Archiv

206 Episoden
4 Minuten
Was erwarten wir heute eigentlich von einem guten Job?

Geld und Status spielen weiterhin eine Rolle. Gleichzeitig sind Sinn, Selbstverwirklichung und die Frage, wofür wir arbeiten, deutlich wichtiger geworden.

Aber bedeutet ein erfüllender Job wirklich, dass jede Aufgabe Spaß machen muss?

Darüber spreche ich mit Psychologin und Unternehmerin Jenna van Hauten in der neuen Folge von Mittelstand hautnah.

Die komplette Folge „Schema Du statt Schema F. Der passende Job für den richtigen Menschen“ jetzt bei Mittelstand hautnah hören.
45 Minuten
Warum kündigen Menschen, obwohl die fachliche Aufgabe eigentlich passt? Weshalb führt eine Beförderung nicht automatisch zu mehr Wertschöpfung? Und wie können Unternehmen Arbeitsplätze so gestalten, dass Mitarbeiter ihre Stärken tatsächlich einbringen?

Jenna van Houten beschreibt berufliche Passung als gemeinsame Aufgabe. Sie entsteht dort, wo Persönlichkeit, Werte, Stärken und die konkrete Rolle zusammenpassen. Dafür müssen Unternehmen nicht jedem Mitarbeiter einen eigenen Arbeitsplatz nach Wunsch bauen. Sie müssen zuerst wissen, wofür sie als Arbeitgeber stehen, wie Zusammenarbeit bei ihnen wirklich funktioniert und welche Anforderungen eine Rolle tatsächlich mit sich bringt.

Im Gespräch geht es um die sieben Ebenen eines Jobprofils: von Fachlichkeit und Gehalt über Arbeitszeit und Strukturen bis zu Kultur, Weiterentwicklung und Sinn. Gerade die weniger sichtbaren Faktoren entscheiden häufig darüber, ob Menschen sich einbringen oder innerlich zurückziehen.

Eine zentrale Unterscheidung lautet: Love it, change it or leave it. Unzufriedenheit muss nicht unmittelbar zur Kündigung führen. Oft lassen sich Prozesse, Arbeitszeiten, Zuständigkeiten oder die Zusammenarbeit verändern. Dafür braucht es Offenheit auf Arbeitgeberseite und Eigenverantwortung bei Mitarbeitern. Beide Seiten müssen aussprechen, was sie brauchen und was sie tatsächlich anbieten können.

Auch Beförderungen werden kritisch betrachtet. Eine fachlich starke Person ist nicht automatisch die richtige Führungskraft. Fach- und Führungslaufbahnen können unterschiedliche Formen der Anerkennung und Weiterentwicklung bieten. Für Unternehmen bedeutet das: Mitarbeiterbindung entsteht nicht durch möglichst lange Betriebszugehörigkeit, sondern durch eine ehrliche Passung zwischen Mensch, Rolle und Organisation.

Berufliche Passung geht über Fachkenntnisse und Gehalt hinaus.

Arbeitgeber müssen ihre eigenen Ecken und Kanten kennen.

Unzufriedenheit verlangt zunächst eine genaue Ursachenanalyse.

Change it kann sinnvoller sein als ein vorschneller Wechsel.

Beförderungen sind nicht der einzige Weg zur Wertschätzung.

Fachkarriere und Führungslaufbahn sollten gleichwertig gedacht werden.

Gute Führung braucht Mut, Empathie und klare Gespräche.

Jenna van Hauten ist MSc-Psychologin, Unternehmerin und Autorin. Mit ihrer Coaching & Leadership Academy unterstützt sie Menschen dabei, ihr volles Potenzial im Job einzubringen – ebenso Führungskräfte, Arbeitgeber und Teams. Ihre Perspektive ist für Unternehmer besonders relevant, weil sie berufliche Passung nicht als individuelles Wohlfühlthema versteht, sondern als gemeinsame Aufgabe von Mensch, Führung und Organisation.

Ihr Buch „Endlich ein Job, der zu mir passt!“ ist am 22. Juni erschienen. Jennas Leitgedanke lautet: Schema Du statt Schema F, denn beruflicher Erfolg folgt keinem einheitlichen Muster.

Buch: Endlich ein Job, der zu mir passt!

Kurz-Persönlichkeitstest: test.vanhauten.com

LinkedIn: linkedin.vanhauten.com

Instagram: insta.vanhauten.com

Christian Rahn bewegt sich seit über drei Jahrzehnten zwischen Marken, Märkten und Menschen. Er unterstützt Unternehmer und Führungskräfte dabei, im Marketing Klarheit zu gewinnen. Sein Fokus liegt auf Struktur, Positionierung und sinnvollem Einsatz von KI. Immer mit dem Ziel, Entscheidungen sicherer zu machen.

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️ Mail: podcast@rahn.digital
2 Minuten
Eine vertrocknete Büropflanze. 30 Prozent mehr Abschlüsse durch weniger Auswahl. Ein gebrauchter Skoda, der plötzlich ohne Preisverhandlung verkauft wird.

Wolfgang Gehrer zeigt in der neuen Folge von Mittelstand hautnah, wie stark kleine Veränderungen beeinflussen, was Menschen wahrnehmen und wie sie entscheiden.

Dein Kunde entscheidet nicht rational. Dein Mitarbeiter auch nicht.

Die komplette Folge jetzt bei Mittelstand hautnah hören.
30 Minuten
Warum scheitern gut gemeinte Maßnahmen im Unternehmen? Was hat eine vertrocknete Büropflanze mit Führung zu tun? Und warum bringt eine zusätzliche Produktfunktion oft weniger als ein veränderter Weg zum Regal?

Wolfgang Gehrer war selbst Marketingverantwortlicher in einem KMU und arbeitet heute als Keynote-Speaker zum Thema Verhaltensarchitektur. Im Gespräch mit Christian Rahn zeigt er an konkreten Beispielen, warum Unternehmen regelmäßig in die falschen Hebel investieren – und wie sich mit einfachen Mitteln messbare Ergebnisse erzielen lassen.

Ein Seniorenheim verteilt Pflanzen. Niemand kümmert sich. Dieselben Pflanzen, selbst ausgesucht – plötzlich werden sie gehegt und gepflegt. Ein Flughafen verlängert den Fußweg zum Gepäckband – die Beschwerden verschwinden. Ein Anmeldeformular reduziert die Auswahl von acht auf zwei Optionen – 30 Prozent mehr Abschlüsse. Ein gebrauchter Skoda bekommt einen Namen – und verkauft sich ohne Preisverhandlung.

Die Folge macht sichtbar, was viele Unternehmer übersehen: Die wirksamsten Veränderungen liegen selten im Produkt, im Preis oder im Prozess. Sondern darin, wie Menschen Situationen wahrnehmen und Entscheidungen treffen.

Takeaways

Beteiligung erzeugt Verantwortung – wer mitentscheidet, trägt mit

Weniger Optionen führen oft zu mehr Abschlüssen

Die Default-Einstellung bestimmt das Verhalten der Mehrheit

Wahrnehmung zu verändern ist günstiger als Prozesse umzubauen

Daten sind wertlos, wenn niemand die richtigen Fragen stellt

Kunden entscheiden emotional – auch im B2B

Der größte Hebel liegt selten dort, wo das meiste Budget hinfließt

Gast

Wolfgang Gehrer war selbst Marketingverantwortlicher in einem KMU und weiß, wie es sich anfühlt, mit knappen Budgets und internen Widerständen zu arbeiten. Heute bringt er als Keynote-Speaker Unternehmen dazu, ihre Prozesse aus der Perspektive menschlichen Verhaltens zu betrachten – mit Geschichten aus der Praxis statt Theorie aus dem Lehrbuch.

LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/wolfganggehrer/

Website: https://wolfganggehrer.de

Host

Christian Rahn bewegt sich seit über drei Jahrzehnten zwischen Marken, Märkten und Menschen. Er unterstützt Unternehmer und Führungskräfte dabei, im Marketing Klarheit zu gewinnen. Sein Fokus liegt auf Struktur, Positionierung und sinnvollem Einsatz von KI. Immer mit dem Ziel, Entscheidungen sicherer zu machen.

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44 Minuten
Wie sichert ein mittelständisches Unternehmen Erfahrungswissen, bevor langjährige Mitarbeiter in Rente gehen?Was unterscheidet dokumentiertes Wissen von Erfahrungswissen und warum ist genau das der blinde Fleck vieler Unternehmen? Welche Rolle spielen KI-gestützte Interviews und Lernplattformen beim Wissenstransfer im Mittelstand?

56 Prozent der Belegschaft sind über 50. Bei der ITV GmbH in Bielefeld ist das keine Statistik, sondern ein konkreter Handlungsdruck. Stefanie Bindzus, Geschäftsführerin in zweiter Generation, hat sich dieser Zahl gestellt – und angefangen, bevor es zu spät ist.

Im Gespräch mit Christian Rahn beschreibt sie, warum klassisches Wissensmanagement zu kurz greift. Arbeitsanweisungen und Handbücher dokumentieren, was jemand tut. Aber nicht, warum. Nicht das Bauchgefühl bei Lieferantenverhandlungen, nicht die Abkürzungen im ERP-System, nicht die stillen Warnsignale, die nur erkennt, wer seit 20 Jahren dabei ist. Stefanie nennt es Erfahrungswissen – und genau das droht zu verschwinden.

ITV geht das Problem pragmatisch an: mit geführten Interviews, KI-gestützter Aufbereitung und einer Lernplattform, die Wissen in kurze, mobile Einheiten zerlegt. Begleitet wird der Prozess von der Agentur Rinker und Rinker, die auf Wissensmanagement spezialisiert ist. Der erste große Testfall: die Übergabe der Einkaufsleitung – eine strategisch zentrale Position.

Gleichzeitig verändert sich, wer künftig dieses Wissen aufnehmen soll. Durch ein Reverse Mentoring hat Stefanie ihren Blick auf jüngere Generationen geschärft. Ihre Erkenntnis: Die Einarbeitungszeit muss kürzer werden, weil die Verweildauer kürzer wird. Wer drei bis vier Jahre bleibt statt 25, braucht schneller Zugang zu dem, was funktioniert.

Das Gespräch zeigt: Wissenstransfer ist kein IT-Projekt. Es ist eine Führungsaufgabe, die Unternehmenskultur, Generationenverständnis und technologische Offenheit zusammenbringt.

Takeaways

Erfahrungswissen ist das, was in keiner Arbeitsanweisung steht – und am meisten fehlt, wenn es weg ist

56 Prozent über 50: Wer seine Altersstruktur kennt, kann handeln, bevor der Druck kommt

Geführte Interviews holen mehr raus als die Aufforderung „Schreib mal auf, was du machst"

KI hilft beim Strukturieren und Aufbereiten – ersetzt aber nicht die menschliche Einordnung

Reverse Mentoring verändert den Blick auf junge Generationen konkreter als jede Studie

Kürzere Verweildauer neuer Mitarbeiter erzwingt schnellere Einarbeitung

Der erste Schritt ist nicht Technologie, sondern Austausch mit anderen Unternehmern

Impulsgeberin

Stefanie Bindzus führt als CEO die ITV GmbH – ein Familienunternehmen für Pneumatik-Lösungen, das sie seit 2009 in zweiter Generation leitet. Als Ingenieurin in einer konservativen technischen Branche und als Teilzeit-Geschäftsführerin bringt sie eine Perspektive mit, die im klassischen Mittelstand selten ist. Wer wissen will, wie man Erfahrungswissen sichert, bevor es das Unternehmen verlässt, sollte ihr zuhören.

LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/stefaniebindzus/

Host

Christian Rahn bewegt sich seit über drei Jahrzehnten zwischen Marken, Märkten und Menschen. Er unterstützt Unternehmer und Führungskräfte dabei, im Marketing Klarheit zu gewinnen. Sein Fokus liegt auf Struktur, Positionierung und sinnvollem Einsatz von KI. Immer mit dem Ziel, Entscheidungen sicherer zu machen.

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4 Minuten
Viele Vertriebsgespräche laufen gut. Zumindest fühlt es sich so an. Dabei ist die eigentliche Entscheidung beim Kunden möglicherweise längst gefallen.

In diesem kurzen Ausschnitt aus „Mittelstand hautnah“ spricht Christian Rahn mit Vertriebsexperte Thomas Bohn darüber, warum es im B2B-Vertrieb entscheidend ist zu verstehen, wer tatsächlich entscheidet, wann diese Entscheidung fällt und welche Interessen dabei eine Rolle spielen.

Das vollständige Gespräch über Entscheidungslogiken, Buyer-Pools und informelle Entscheidungswege gibt es in der Folge „Entscheidungslogik im Mittelstand verstehen und nutzen“ von „Mittelstand hautnah“.

Diese Episode wird unterstützt von Sage – das intelligente Finanzmanagement für wachstumsorientierte Unternehmen.

Sage unterstützt seit über 40 Jahren kleine und mittelständische Unternehmen bei Buchhaltung, Finanz- und Geschäftsprozessen. Weniger Buchhaltung. Mehr Fokus auf unternehmerische Entscheidungen.

Podcast-Special für alle, die Sage Intacct inklusive Sage Copilot kennenlernen möchten:

www.sage.com/mittelstand
5 Minuten
Wie schafft man Raum für Strategie, wenn das Tagesgeschäft ohnehin schon jede verfügbare Minute beansprucht?

In diesem kurzen Ausschnitt aus „Mittelstand hautnah“ spricht Christian Rahn mit Simon Wondracek darüber, warum strategische Themen im Unternehmensalltag so schnell nach hinten rutschen und weshalb mehr Disziplin allein das Problem nicht löst.

Das vollständige Gespräch mit Simon Wondracek gibt es in der aktuellen Folge von „Mittelstand hautnah“.
30 Minuten
Warum scheitern strategische Projekte im Mittelstand? Wie lassen sich Strategie und Tagesgeschäft miteinander vereinbaren? Und weshalb reichen Methoden wie OKRs oder Scrum allein oft nicht aus?

Genau darüber spricht Christian Rahn mit Simon Wondracek. Strategische Ziele scheitern selten am Willen. Sie scheitern daran, dass etablierte Unternehmen für das Tagesgeschäft gebaut sind und Strategiearbeit andere Bedingungen braucht. Genau dort setzt Simon Wondracek an: In der Praxis erlebt er Unternehmen, die operativ stabil laufen, aber bei Vorhaben, die wirklich etwas verändern sollen, zuverlässig ins Stocken geraten.

Im Gespräch wird deutlich, warum „das Tagesgeschäft frisst alles“ nur die Oberfläche ist. Dringlichkeit fühlt sich zwingend an, Routine ist bequem und Veränderung ist unsicher. Dazu kommt ein struktureller Konflikt: Abteilungen sind für Wiederholung und Qualität optimiert, nicht für bereichsübergreifende Veränderung. Sobald strategische Ziele mehrere Bereiche betreffen, etwa einen neuen Markt, ein neues Produkt, einen ERP-Wechsel oder den Einsatz von KI, reichen klassische Linienstrukturen nicht mehr aus.

Simon Wondracek beschreibt, welche Muster in mittelständischen Organisationen immer wieder auftreten. Fehlende gemeinsame Zielklarheit, Kapazitätsmangel, Silo-Denken, schwache Kollaboration und eine Vielzahl paralleler Projekte, die niemand mehr überblickt. Seine zentrale Empfehlung ist keine neue Universalmethode, sondern ein Perspektivwechsel. Erst verstehen, was ein Ziel wirklich braucht. Erst danach die passende Struktur schaffen. Temporäre, klar mandatierte Zielteams können ein Weg sein, ohne das Unternehmen grundlegend umzubauen.

Takeaways

Dringlichkeit verdrängt Strategie, auch ohne böse Absicht.

Strategie scheitert häufig an Strukturen, nicht an Motivation.

Operative Exzellenz und Veränderung folgen unterschiedlichen Spielregeln.

Zu viele parallele Projekte zerstören Fokus und Geschwindigkeit.

Zielklarheit bedeutet gemeinsames Verständnis, nicht nur Kommunikation.

Silo-Denken verhindert die Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinweg.

Zielteams brauchen Zeit, ein klares Mandat und den passenden Arbeitsmodus.

Gast

Simon Wondracek begleitet inhabergeführte Unternehmen dabei, strategische Ziele tatsächlich umzusetzen – nicht nur zu beschließen. Er arbeitet seit 15 Jahren an der Schnittstelle zwischen Tagesgeschäft und Veränderung, dort wo Projekte stecken bleiben, weil Strukturen nicht dafür gemacht sind.

Links & Kontakt

Website: https://impactive.works/

LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/swondracek/

Buch (Springer): https://link.springer.com/book/9783658514150

Buch (Amazon): https://amzn.to/3PvFxWw

Host

Christian Rahn bewegt sich seit über drei Jahrzehnten zwischen Marken, Märkten und Menschen. Er unterstützt Unternehmer und Führungskräfte dabei, im Marketing Klarheit zu gewinnen. Sein Fokus liegt auf Struktur, Positionierung und sinnvollem Einsatz von KI. Immer mit dem Ziel, Entscheidungen sicherer zu machen.

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26 Minuten
Wie digitalisiere ich die Buchhaltung in meinem Unternehmen? Lohnt sich eine cloudbasierte Buchhaltungssoftware für den Mittelstand? Wie verbessere ich die Zusammenarbeit mit meinem Steuerberater?

80 Prozent der mittelständischen Unternehmen arbeiten in der Buchhaltung noch nicht wirklich digital. Belege werden gesammelt, Monatsabschlüsse kosten Nerven, und der Steuerberater bekommt seine Unterlagen oft Wochen zu spät. Tobias Janiesch verantwortet das Deutschlandgeschäft von Pennylane – einer Plattform, die Unternehmen und Steuerkanzleien auf ein gemeinsames System bringt. Im Gespräch wird deutlich: Die eigentliche Veränderung liegt nicht in der Software, sondern im Prozess dahinter.

Wer Buchhaltung digitalisiert, gewinnt nicht nur Zeit. Er gewinnt Überblick – über Liquidität, offene Posten, Umsatzsteuer. Und er verändert die Rolle der Finanzabteilung: weg vom reinen Ausführungsorgan, hin zu einer Funktion, die strategisch mitdenken kann. Gerade für kleinere Unternehmen, die bisher alles nebenbei erledigen, ist das ein relevanter Hebel.

Gleichzeitig zeigt das Gespräch, wo die Stolperfallen liegen: bei der Migration, bei doppelten Datenbeständen, bei Mitarbeitern, die nicht mitgenommen werden. Und bei der Frage, wie viel Kontrolle man abgeben will – und wie viel man durch Automatisierung tatsächlich zurückgewinnt.

Takeaways

Rund 80 Prozent der Unternehmen arbeiten in der Buchhaltung noch nicht digital

Zeitersparnis von 30 bis 40 Prozent ist realistisch messbar

Steuerberater und Unternehmen sollten gemeinsam ein System wählen

Digitale Freigabeprozesse ersetzen den ausgedruckten Rechnungsstapel

KI erkennt Anomalien bei Rechnungen und schützt vor Fake-Belegen

Migration braucht Struktur – nicht alles auf einmal umstellen

Mitarbeiter früh einbinden, sonst scheitert die Akzeptanz

Gast

Tobias Janiesch ist Managing Director von Pennylane Deutschland und verantwortet den Aufbau sowie die Expansion des Unternehmens im deutschen Markt. Zuvor war er in verschiedenen Führungsrollen im Tech-Umfeld tätig und beschäftigte sich insbesondere mit der Skalierung digitaler Produkte sowie der Transformation etablierter Branchen. Bei Pennylane treibt er die Vision voran, KMU und Steuerberatungen in einem gemeinsamen digitalen Arbeitsbereich in Echtzeit zusammenzubringen. Zuvor war er u.a. für SumUp, Groupon und Rocket Internet tätig.

LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/tobiasjaniesch/

Host

Christian Rahn bewegt sich seit über drei Jahrzehnten zwischen Marken, Märkten und Menschen. Er unterstützt Unternehmer und Führungskräfte dabei, im Marketing Klarheit zu gewinnen. Sein Fokus liegt auf Struktur, Positionierung und sinnvollem Einsatz von KI. Immer mit dem Ziel, Entscheidungen sicherer zu machen.

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5 Minuten
Sina Thomas hatte einen Plan. VWL-Studium, Einstieg ins Familienunternehmen, gemeinsam mit dem Ehemann die Eltern ablösen. Klassisches Modell, nächste Generation.

Dann ist der Plan zerbrochen. Trennung. Kein Duo mehr. Kind, drei Jahre alt. Und eine Firma mit Mitarbeitern, deren Existenzen an Entscheidungen hängen, die jetzt nur noch eine Person treffen muss.

Sie hat nicht aufgehört. Sie hat einen Neubau durchgezogen, das Team verdoppelt, den Umsatz auf zehn Millionen gebracht. Nicht weil alles glatt lief, sondern weil sie sich entschieden hat.

Was mich an ihrer Geschichte beschäftigt: Nachfolge wird oft erzählt wie ein Staffellauf. Stab übergeben, weiterlaufen. In Wirklichkeit ist es häufiger ein Moment, in dem du allein stehst und entscheiden musst, ob du losläufst ohne zu wissen, ob die Strecke überhaupt noch die gleiche ist.

Die ganze Geschichte in der neuen Folge Mittelstand hautnah.
35 Minuten
Was passiert mit einem Familienunternehmen, wenn der Nachfolgeplan platzt und die Person, die übrig bleibt, sich trotzdem entscheidet weiterzumachen? Und wie führt man ein produzierendes Unternehmen mit 50 Mitarbeitern, wenn man gleichzeitig alleinerziehend ist?

Sina Thomas ist Geschäftsführerin der Kletti GmbH in Sandhausen bei Heidelberg. Das Unternehmen stellt Heizsysteme für den Transport thermoplastischer Produkte her – von Klebstoffen bis Schokolade. Gegründet von ihren Eltern, eingestiegen 2008 nach dem VWL-Studium. Der Plan: gemeinsam mit dem Ehemann das Unternehmen übernehmen, die Eltern begleiten den Übergang, dann ziehen sie sich zurück. Ein klassisches Gründerpaar-Modell, eine Generation weiter.

2016 zerbrach dieser Plan. Trennung, kein freundschaftlicher Abgang, und auf einmal stand Sina allein da – privat und unternehmerisch. Was folgte, war kein geordneter Übergang, sondern eine Entscheidung unter Druck: Weitermachen oder aufgeben. Sie hat weitergemacht. Hat 2019 einen Neubau durchgezogen, das Unternehmen von 20 auf 50 Mitarbeiter entwickelt, den Umsatz auf 10 Millionen gebracht. Und das als alleinerziehende Mutter mit einem Sohn, der damals drei Jahre alt war.

Im Gespräch erzählt Sina, wie sie sich den Respekt langjähriger Mitarbeiter erarbeitet hat, die sie noch als Teenager kannten. Warum sie lieber eine falsche Entscheidung trifft als gar keine. Und warum die Frage, ob man Verantwortung übernehmen oder Erwartungen erfüllen will, die ehrlichste Frage ist, die sich angehende Nachfolger stellen können.

Takeaways

Ein Nachfolgeplan kann scheitern – entscheidend ist, was danach kommt

Alleinerziehend und Geschäftsführerin schließt sich nicht aus, erfordert aber radikales Zeitmanagement

Respekt im Familienunternehmen wird nicht vererbt, sondern erarbeitet

Lieber eine falsche Entscheidung als gar keine – Stillstand ist das größere Risiko

Nachfolge beginnt mit einer ehrlichen Frage: Will ich gestalten oder Erwartungen erfüllen?

Wachstum braucht Infrastruktur – der Neubau war der Wendepunkt für die Kletti GmbH

Externe Perspektiven und unternehmerische Netzwerke helfen bei schweren Entscheidungen

Gast

Sina Thomas ist Diplom-Volkswirtin und seit 2008 im Familienunternehmen Kletti GmbH tätig. Seit 2019 verantwortet sie als Geschäftsführerin den kaufmännischen Bereich. Ihren Weg in die Nachfolge hat sie unter Bedingungen gemeistert, die kein Lehrbuch vorsieht – und das Unternehmen dabei von 20 auf 50 Mitarbeiter geführt.

LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/sinathomas/

Website: https://www.kletti-gmbh.com

Host

Christian Rahn bewegt sich seit über drei Jahrzehnten zwischen Marken, Märkten und Menschen. Er unterstützt Unternehmer und Führungskräfte dabei, im Marketing Klarheit zu gewinnen. Sein Fokus liegt auf Struktur, Positionierung und sinnvollem Einsatz von KI. Immer mit dem Ziel, Entscheidungen sicherer zu machen.

LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/rahn-christian-cmo

Website: https://www.rahn.digital/

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3 Minuten
Wie viel Wertschätzung bekommt das Handwerk wirklich?

Louis kennt beide Seiten. Den Bürojob mit Homeoffice und die tägliche Arbeit im Handwerk. Im Gespräch erzählt er, warum ihm dieser Wechsel gezeigt hat, wie unterschiedlich Arbeit gesellschaftlich wahrgenommen wird und warum Wertschätzung oft schon bei kleinen Gesten beginnt.

Dieser Ausschnitt stammt aus einer Folge von Mittelstand hautnah.

Die komplette Episode mit Louis findest du direkt hier im Podcast-Kanal.
31 Minuten
Wie gewinnen Handwerksbetriebe heute Kunden und Azubis wenn Empfehlungen allein nicht mehr reichen?

Und was passiert, wenn ein Quereinsteiger einen 40 Jahre alten Familienbetrieb digitalisieren will, ohne das Vertrauen der älteren Generation zu verlieren?

Louis Baureis ist Quereinsteiger. Kaufmann, BWL-Studium, drei Jahre Konzern-Außendienst. Dann die Entscheidung: zurück in die Schreinerei des Vaters, die seit über 40 Jahren in Viernheim steht. Zehn Mitarbeiter, Privatkundengeschäft, solides Handwerk. Aber eine Firma, die bis dahin ohne Website, ohne digitale Strategie und ohne Social Media funktioniert hat – weil Empfehlungen reichten.

Das Gespräch zeigt, was passiert, wenn zwei Generationen aufeinandertreffen: Der Vater, der den Betrieb von null aufgebaut hat und jeden Euro dreimal umdreht. Der Sohn, der 15.000 Euro für eine Website investieren will und erstmal erklären muss, warum. Kein Bruch, sondern ein Prozess. Vertrauen aufbauen, Ergebnisse liefern, Spielraum verdienen.

Louis beschreibt offen, wie er die ersten Investitionen durchgesetzt hat und warum ein einziger Kunde, der über die neue Website kam, inzwischen knapp 100.000 Euro Umsatz gebracht hat.

Er spricht über die fehlende Wertschätzung für Handwerker in der Gesellschaft, über den Meisterbrief als Qualitätsgarantie und über Betriebe, die über Nachwuchsmangel klagen, aber weder Ausbildungsgehalt noch Außenauftritt auf der Höhe der Zeit haben.

Takeaways

Empfehlungen sind wertvoll, aber kein Geschäftsmodell für die Zukunft

Digitale Sichtbarkeit entscheidet über Kunden- und Nachwuchsgewinnung

Generationenwechsel im Familienbetrieb braucht Vertrauen, nicht Konfrontation

Der Meisterbrief sichert Qualität – und sollte nicht aufgeweicht werden

Wer über Fachkräftemangel klagt, muss zuerst den eigenen Auftritt hinterfragen

Handwerkliche Arbeit bietet eine Zufriedenheit, die Bürojobs selten erreichen

Investitionen in Digitalisierung rechnen sich – wenn man sie an Ergebnissen misst

Gast

Louis Baureis führt die Schreinerei Baureis in Viernheim in zweiter Generation – als Quereinsteiger mit kaufmännischem Hintergrund. Er verbindet traditionelles Handwerk mit digitalem Vertrieb und spricht offen über die Realität im Mittelstand: Nachwuchsprobleme, fehlende Sichtbarkeit und den langen Weg, Veränderung im Familienbetrieb durchzusetzen.

LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/louis-baureis-schreiner/

Host

Christian Rahn bewegt sich seit über drei Jahrzehnten zwischen Marken, Märkten und Menschen. Er unterstützt Unternehmer und Führungskräfte dabei, im Marketing Klarheit zu gewinnen. Sein Fokus liegt auf Struktur, Positionierung und sinnvollem Einsatz von KI. Immer mit dem Ziel, Entscheidungen sicherer zu machen.

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4 Minuten
Warum gibt es heute so viele Missverständnisse, obwohl wir ständig kommunizieren?

Conny Thalheim bezeichnet Kommunikation als unsere größte Superkraft. Eine steile These. Denn eigentlich kommunizieren wir doch den ganzen Tag.

In diesem Ausschnitt erklärt sie, warum genau darin das Missverständnis liegt. Kommunikation passiert zwar permanent. Wirklich bewusst nutzen wir sie aber oft nicht. Die Folgen erleben wir täglich. Im Unternehmen, im Kundenkontakt und im ganz normalen Alltag.

Ein kurzer Ausschnitt über Freundlichkeit, Reibung und die Frage, warum gute Kommunikation gerade heute wichtiger ist als je zuvor.

Das war ein kurzer Ausschnitt. In der vollständigen Folge sprechen wir ausführlich darüber, warum Kommunikation weit mehr ist als der Austausch von Informationen und weshalb sie zu den wichtigsten Fähigkeiten für Führung, Zusammenarbeit und Unternehmenserfolg gehört.
4 Minuten
Wo fängt man an, wenn man in der KI-Suche sichtbar werden möchte?

Viele Unternehmen gehen davon aus, dass KI-Sichtbarkeit ein hochkomplexes Spezialthema ist. Timon Hartung sieht das anders.

In diesem Ausschnitt erklärt er, warum der erste Schritt überraschend einfach ist. Nicht sofort neue Tools kaufen oder die Website komplett umbauen. Sondern zuerst verstehen, wie das eigene Unternehmen heute überhaupt gefunden wird.

Welche Begriffe geben potenzielle Kunden bei Google, ChatGPT, Gemini oder Perplexity ein? Taucht das eigene Unternehmen dort auf? Wird klar kommuniziert, wofür es steht? Genau diese Bestandsaufnahme entscheidet darüber, welche Maßnahmen überhaupt sinnvoll sind.

Ein kurzer Ausschnitt mit einer sehr praktischen Empfehlung, die jedes Unternehmen sofort umsetzen kann.

Das war ein kurzer Ausschnitt. In der vollständigen Folge sprechen wir ausführlich darüber, wie mittelständische Unternehmen ihre Sichtbarkeit in Google und KI-Systemen strategisch verbessern können.