Warum kündigen Menschen, obwohl die fachliche Aufgabe eigentlich
passt? Weshalb führt eine Beförderung nicht automatisch zu mehr
Wertschöpfung? Und wie können Unternehmen Arbeitsplätze so
gestalten, dass Mitarbeiter ihre Stärken tatsächlich einbringen?
Jenna van Houten beschreibt berufliche Passung als gemeinsame
Aufgabe. Sie entsteht dort, wo Persönlichkeit, Werte, Stärken und
die konkrete Rolle zusammenpassen. Dafür müssen Unternehmen nicht
jedem Mitarbeiter einen eigenen Arbeitsplatz nach Wunsch bauen.
Sie müssen zuerst wissen, wofür sie als Arbeitgeber stehen, wie
Zusammenarbeit bei ihnen wirklich funktioniert und welche
Anforderungen eine Rolle tatsächlich mit sich bringt.
Im Gespräch geht es um die sieben Ebenen eines Jobprofils: von
Fachlichkeit und Gehalt über Arbeitszeit und Strukturen bis zu
Kultur, Weiterentwicklung und Sinn. Gerade die weniger sichtbaren
Faktoren entscheiden häufig darüber, ob Menschen sich einbringen
oder innerlich zurückziehen.
Eine zentrale Unterscheidung lautet: Love it, change it or leave
it. Unzufriedenheit muss nicht unmittelbar zur Kündigung führen.
Oft lassen sich Prozesse, Arbeitszeiten, Zuständigkeiten oder die
Zusammenarbeit verändern. Dafür braucht es Offenheit auf
Arbeitgeberseite und Eigenverantwortung bei Mitarbeitern. Beide
Seiten müssen aussprechen, was sie brauchen und was sie
tatsächlich anbieten können.
Auch Beförderungen werden kritisch betrachtet. Eine fachlich
starke Person ist nicht automatisch die richtige Führungskraft.
Fach- und Führungslaufbahnen können unterschiedliche Formen der
Anerkennung und Weiterentwicklung bieten. Für Unternehmen
bedeutet das: Mitarbeiterbindung entsteht nicht durch möglichst
lange Betriebszugehörigkeit, sondern durch eine ehrliche Passung
zwischen Mensch, Rolle und Organisation.
Berufliche Passung geht über Fachkenntnisse und Gehalt
hinaus.
Arbeitgeber müssen ihre eigenen Ecken und Kanten kennen.
Unzufriedenheit verlangt zunächst eine genaue
Ursachenanalyse.
Change it kann sinnvoller sein als ein vorschneller Wechsel.
Beförderungen sind nicht der einzige Weg zur Wertschätzung.
Fachkarriere und Führungslaufbahn sollten gleichwertig
gedacht werden.
Gute Führung braucht Mut, Empathie und klare Gespräche.
Jenna van Hauten ist MSc-Psychologin, Unternehmerin und Autorin.
Mit ihrer Coaching & Leadership Academy unterstützt sie
Menschen dabei, ihr volles Potenzial im Job einzubringen – ebenso
Führungskräfte, Arbeitgeber und Teams. Ihre Perspektive ist für
Unternehmer besonders relevant, weil sie berufliche Passung nicht
als individuelles Wohlfühlthema versteht, sondern als gemeinsame
Aufgabe von Mensch, Führung und Organisation.
Ihr Buch „Endlich ein Job, der zu mir passt!“ ist am 22. Juni
erschienen. Jennas Leitgedanke lautet: Schema Du statt Schema F,
denn beruflicher Erfolg folgt keinem einheitlichen Muster.
Buch: Endlich ein Job, der zu mir passt!
Kurz-Persönlichkeitstest: test.vanhauten.com
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Christian Rahn bewegt sich seit über drei Jahrzehnten zwischen
Marken, Märkten und Menschen. Er unterstützt Unternehmer und
Führungskräfte dabei, im Marketing Klarheit zu gewinnen. Sein
Fokus liegt auf Struktur, Positionierung und sinnvollem Einsatz
von KI. Immer mit dem Ziel, Entscheidungen sicherer zu machen.
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