Branchenschau

So blickt Podcast-Branche auf Spotify for Creators

21. Nov 2024 , aktualisiert: 17. Feb 2026

Spotify macht Ernst mit Video und unterstreicht das mit seinem Service Spotify for Creators. Wie denkt die Podcast-Branche darüber? Nicht nur schlecht, aber auch nicht nur gut.

Bild: Pexels
So blickt Podcast-Branche auf Spotify for Creators
"Aktuell ist Googles Plattform für Videomacher eine verlässliche Einnahmequelle. Spotify möchte Kreative deshalb jetzt mit einem neuen Auszahlungsmodell locken. Die Idee dahinter: Zuschauer mit Premium-Abo sollen Video-Podcasts ohne Werbeunterbrechungen genießen können. Erreichen will man das zum einen, indem man die Video-Ersteller an den Werbeeinnahmen durch Free-Abos beteiligt. Zum anderen möchte man Möglichkeiten einführen, über welche Nutzer ihre Lieblings-Creator direkt unterstützen können."
André Westphal für HiFi.de
"Ersteller können ihre Auszahlungsdetails in Spotify for Creators einsehen. Diese Plattform hilft ihnen auch dabei, festzustellen, ob sie für Videozahlungen berechtigt sind, und bietet erweiterte Analysemöglichkeiten sowie die Möglichkeit, kurze vertikale Videoclips hochzuladen. Es gibt jedoch Unsicherheiten darüber, wie viel Spotify an Videokünstler zahlt. Das Unternehmen erklärt derzeit nicht genau, wie es die Videozahlungen berechnet."
Alex Heath für The Verge
"Um an Spotifys Partner Programm teilnehmen zu können, müssen Creator den Dienst Spotify for Creators nutzen, um einen Podcast zu hosten (oder in einigen Fällen Megaphone), müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein: mindestens zwölf Episoden, 2.000 einzigartige Spotify-Nutzer im letzten Monat und 10.000 gestreamte Stunden innerhalb desselben Zeitraums. Zum Vergleich: YouTube verlangt mindestens 1.000 Abonnenten insgesamt und 4.000 gestreamte Stunden innerhalb eines Jahres."
James Cridland für Podnews
"Spotify hat intensiv daran gearbeitet, Kreative dazu zu bewegen, Videos auf der Plattform zu nutzen, aber ehrlich gesagt – die Akzeptanz verläuft schleppend[...]"
Chris Peterson für Dwnload Media
"Die Strategie von Spotify wirkt wie ein halber Schritt. Ja, Video ist ein wichtiger Teil der Zukunft des Podcastings – aber stellen wir eines klar: Audio bleibt das Herz des Mediums. Das Aufgaben von DAI [Dynamisher Werbeeinbindung] und das Zurücklassen von Milliarden an Werbeeinnahmen wirkt kurzsichtig. Die Podcast-Branche verdient mehr. Plattformen müssen sowohl bei der Monetarisierung von Video als auch von Audio innovativ sein, um den Markt für alle zu vergrößern – und nicht nur für sich selbst."
Chris Peterson für Dwnload Media
"Spotify will also mit werbefreien Video-Podcasts mehr Premium-Abos verkaufen. Also wird Spotify Video-Content pushen. Und wer hat Geld für Video-Content? Genau, Podcaster*innen und Creator*innen mit einer ohnehin schon großer Reichweite."
Denise Fernholz im Beifahrersitz-Newsletter