Die Kriegsgefahr in Asien und die Rolle der USA dabei | Von Thomas Röper

Die Kriegsgefahr in Asien und die Rolle der USA dabei | Von Thomas Röper

vor 2 Wochen
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Beschreibung

vor 2 Wochen

Die Konflikte in Asien spielen in deutschen Medien kaum eine
Rolle, dabei ähneln die Prozesse dort extrem denen, die in Europa
zum Krieg in der Ukraine geführt haben: Die USA
instrumentalisieren historische Ressentiments mit dem Ziel, sie
zu potenziellen Stellvertreterkriegen zu eskalieren, um ihre
geopolitischen Gegner zu schwächen.


Ein Standpunkt von Thomas Röper.


Aus geopolitischer Sicht ist die Genese des Ukraine-Krieges
erstaunlich einfach und gradlinig: Die USA wollten ihren
Konkurrenten Russland schwächen und haben dazu mit dem Maidan
2014 die Kontrolle über die Ukraine übernommen, indem sie dort
ein radikal anti-russisches Regime installiert und aufgerüstet
haben, wobei sie darauf geachtet haben, dass die Europäer den
Löwenanteil der Kosten tragen. Ab 2021 haben sie die Eskalation
provoziert, indem sie für Russland inakzeptable Forderungen wie
den NATO-Beitritt der Ukraine forciert und sämtliche Versuche
Russlands, darüber zu verhandeln, abgelehnt haben, sodass
Russland 2022 vor der Wahl stand, den inakzeptablen NATO-Beitritt
der Ukraine und damit US-Raketen 300 Kilometer vor Moskau zu
akzeptieren, oder den NATO-Beitritt militärisch zu verhindern.


So haben die USA in der Ukraine einen Stellvertreterkrieg
geschaffen, in dem die Ukrainer sterben und für den die Europäer
bezahlen, während die USA daran verdienen und sich über die
erhoffte Schwächung Russlands freuen. Aus Sicht der USA ist es
übrigens egal, ob in dem Krieg irgendwann auch Europäer sterben
müssen, hauptsache der Krieg bleibt für die USA profitabel und
für Russland teuer.


Das gleiche Spiel spielen die USA auch in Asien, wo sie Taiwan
aufrüsten und sich im Falle eines Krieges Taiwans mit China exakt
genauso verhalten werden, wie in der Ukraine. Sie werden die
Taiwanesen sterben lassen, sich über die Kosten freuen, die für
China entstehen, und sie werden an Waffenlieferungen Milliarden
verdienen.


In Asien gibt es aber noch einen weiteren Konfliktherd, nämlich
die koreanische Halbinsel. Zusammen mit dem Taiwan-Streit ist das
tatsächlich ein zusammengehörender Konfliktherd, denn Japan hat
sich sowohl dem Schutz Taiwans verschrieben, als auch Ambitionen
in Korea und sieht China als Gegner.


Die USA nutzen das und befeuern die historischen Ressentiments,
die noch aus der japanischen Kolonialzeit herrühren, in der Japan
China und Korea brutal unterworfen und ausgebeutet hat. Wie schon
in Europa mit dem Ukraine-Konflikt, können die USA auch in Asien
bestimmen, wann aus dieser Konfrontation ein heißer Krieg wird,
in dem China und Nordkorea den US-Verbündeten gegenüberstehen und
in dem die USA sich wieder so verhalten werden, wie schon in der
Ukraine und in Europa.


Der Nordkorea-Korrespondent der TASS hat in
einem Artikel (1) über die letzten Entwicklungen in der
Region berichtet und da man solche Artikel in Deutschland kaum zu
lesen bekommt, habe ich den Artikel übersetzt.


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