Ohne großes Getöse: Sven Ellwanger und die stille Modernisierung Württembergs
vor 1 Woche
Sven Ellwanger vom Weingut Bernhard Ellwanger spricht über das
Remstal, Muskat-Trollinger als Rosé, Roten Riesling aus eigener
Mutation, Lemberger-Syrah, Junges Schwaben, Bio-Weinbau, Piwis und
die stille Modernisierung Württembergs.
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Beschreibung
vor 1 Woche
Heute geht es ins Remstal, nach Großheppach zum Weingut Bernhard
Ellwanger. Mein Gast ist Sven Ellwanger, der den Betrieb gemeinsam
mit seiner Schwester Yvonne führt. Auf den ersten Blick wirkt
dieses Weingut bodenständig, gewachsen und angenehm unaufgeregt. Im
Gespräch zeigt sich aber schnell, wie viel Bewegung in diesem
Betrieb steckt: Sauvignon Blanc, Junges Schwaben, Bio-Weinbau,
Piwis, Spontangärung, starke Privatkundschaft, Rotweinambition –
und eine Region, die noch immer mit alten Klischees zu kämpfen hat.
Im Zentrum der Episode stehen drei Weine: ein Muskat-Trollinger
Rosé, ein Roter Riesling und eine Lemberger-Syrah-Cuvée. Der
Muskat-Trollinger Rosé zeigt, dass Duftigkeit, Frucht und
Leichtigkeit nicht banal sein müssen. Sven beschreibt ihn als einen
der wichtigsten Weine des Betriebs – trocken ausgebaut, aromatisch,
frisch und mit einem kleinen Anteil maischevergorener Partie, der
dem Wein zusätzlichen Grip gibt. Der Rote Riesling erzählt eine
besondere Geschichte: Im Weinberg wurde eine Mutation in einer
alten Rieslinganlage entdeckt – eine Fruchtrute mit weißen
Rieslingtrauben, eine andere mit rötlichen Beeren. Aus diesem
Zufall wurde eine eigene Selektion, die heute als ernsthafter Wein
im Sortiment steht: körperreicher, fülliger und säureärmer als
klassischer Riesling, aber dennoch mit eigener Riesling-Prägung.
Die Lemberger-Syrah-Cuvée führt schließlich mitten in die Frage,
wie sich Württemberg heute verändert. Lemberger bringt kühle
Beerenfrucht, Frische und regionale Identität; Syrah ergänzt Würze,
Körper, Pfeffer, dunklere Noten und Struktur. Im Glas begegnen sich
regionale Herkunft und internationale Rebsorte erstaunlich
selbstverständlich. Außerdem sprechen wir über Svens Zeit in
Neuseeland, Sauvignon Blanc und Fumé Blanc, über die Gruppe Junges
Schwaben, über Bio-Weinbau, Bodenaufbau, Humus, Begrünung und
Pflanzenschutz, über den Gravitationskeller, über ProWein, Wine
Paris, Export, alkoholfreie Produkte und die Zukunft eines
Familienweinguts mit großer Sortenvielfalt. Eine Folge über ein
Württemberg, das sich leise verändert hat – pragmatisch,
beharrlich, bodenständig und im Glas sehr überzeugend.
Ellwanger. Mein Gast ist Sven Ellwanger, der den Betrieb gemeinsam
mit seiner Schwester Yvonne führt. Auf den ersten Blick wirkt
dieses Weingut bodenständig, gewachsen und angenehm unaufgeregt. Im
Gespräch zeigt sich aber schnell, wie viel Bewegung in diesem
Betrieb steckt: Sauvignon Blanc, Junges Schwaben, Bio-Weinbau,
Piwis, Spontangärung, starke Privatkundschaft, Rotweinambition –
und eine Region, die noch immer mit alten Klischees zu kämpfen hat.
Im Zentrum der Episode stehen drei Weine: ein Muskat-Trollinger
Rosé, ein Roter Riesling und eine Lemberger-Syrah-Cuvée. Der
Muskat-Trollinger Rosé zeigt, dass Duftigkeit, Frucht und
Leichtigkeit nicht banal sein müssen. Sven beschreibt ihn als einen
der wichtigsten Weine des Betriebs – trocken ausgebaut, aromatisch,
frisch und mit einem kleinen Anteil maischevergorener Partie, der
dem Wein zusätzlichen Grip gibt. Der Rote Riesling erzählt eine
besondere Geschichte: Im Weinberg wurde eine Mutation in einer
alten Rieslinganlage entdeckt – eine Fruchtrute mit weißen
Rieslingtrauben, eine andere mit rötlichen Beeren. Aus diesem
Zufall wurde eine eigene Selektion, die heute als ernsthafter Wein
im Sortiment steht: körperreicher, fülliger und säureärmer als
klassischer Riesling, aber dennoch mit eigener Riesling-Prägung.
Die Lemberger-Syrah-Cuvée führt schließlich mitten in die Frage,
wie sich Württemberg heute verändert. Lemberger bringt kühle
Beerenfrucht, Frische und regionale Identität; Syrah ergänzt Würze,
Körper, Pfeffer, dunklere Noten und Struktur. Im Glas begegnen sich
regionale Herkunft und internationale Rebsorte erstaunlich
selbstverständlich. Außerdem sprechen wir über Svens Zeit in
Neuseeland, Sauvignon Blanc und Fumé Blanc, über die Gruppe Junges
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Pflanzenschutz, über den Gravitationskeller, über ProWein, Wine
Paris, Export, alkoholfreie Produkte und die Zukunft eines
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beharrlich, bodenständig und im Glas sehr überzeugend.
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