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mit Lars Benk und Andreas Klöss
Hydrohelden - Der Hydraulikpodcast
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Beschreibung
vor 3 Tagen
Die DGUV-Regel 113-020 steht auf dem Prüfstand – und parallel
plant die BG eine Informationsschrift zur Qualifizierung von
Hydraulik-Personal. Ulli Hielscher von der Internationalen
Hydraulik-Akademie erklärt, was sich ändert, wo die größten
Fehler passieren und warum Haftung schneller zum Thema wird als
gedacht.
Nach fast zwei Jahren ist Ulli Hielscher wieder zu Gast bei den
Hydrohelden. Der Geschäftsführer der Internationalen
Hydraulik-Akademie (IHA) in Dresden ist seit 33 Jahren in der
Hydraulik unterwegs und seit 2007 Mitglied im Arbeitskreis der
Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung für
Hydraulikschlauchleitungen und -flüssigkeiten. Genau diese Regel
– die DGUV-Regel 113-020 – wird derzeit redaktionell und fachlich
überarbeitet.
Ulli erklärt, wie so ein Arbeitskreis überhaupt zusammengesetzt
ist, warum die Regel nicht grundsätzlich umgeschrieben, sondern
präzisiert wird, und wo im Detail nachgeschärft wird – etwa beim
Thema Kennzeichnung. Vor allem aber wird deutlich: Die DGUV-Regel
ist kein unverbindliches Infoheft. Sie konkretisiert
Arbeitsschutzgesetz und Betriebssicherheitsverordnung und wird im
Schadensfall herangezogen. Wer nicht prüft und nicht
dokumentiert, landet schnell bei § 14 BetrSichV, bei
Organisationsverschulden – und im schlimmsten Fall bei einer
Vorstrafe. Ein reales Beispiel mit 700 Litern Öl im Rhein macht
das eindrücklich klar.
Weitere Themen: die typischen Einbaufehler bei Schlauchleitungen
(Torsion, zu kleine Biegeradien, zu kurz verlegt, falsche
Befestigung), die Fristen für Lagerung und Verwendungsdauer und
der Spielraum, den man mit dokumentierten Erfahrungswerten hat.
Dazu ein Plädoyer für das Hydrauliköl als Konstruktionselement:
warum Öle nicht gemischt werden sollten, was Kavitation anrichtet
und wieso zustandsorientierter Wechsel statt starrer
Betriebsstunden-Intervalle der bessere Weg ist.
Im zweiten Teil geht es um die geplante DGUV-Informationsschrift
zur Qualifizierung für Arbeiten an Maschinen mit hydraulischen
Antrieben. Angedacht ist eine Qualifikationsmatrix, ähnlich den
Stufen in der Hochvolt-Technik, die zwischen Bedienen,
Instandhalten und Konstruieren unterscheidet. Hintergrund sind
Unfallstatistiken und der spürbare Wissensverlust in den
Betrieben – während Hydraulik aus Ausbildung und Studium
zunehmend verschwindet. Ob daraus irgendwann etwas Verbindliches
wird, diskutieren Lars, Andreas und Ulli offen.
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