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  4. "Ich bin dann mal weg"
"Ich bin dann mal weg" – mit diesem Slogan, dem Titel eines Buches
von Hape Kerkeling, ist etwas wieder in den Vordergrund des
Bewusstseins gekommen, dass es immer gab, aber dann, zumindest im
deutschsprachigen Raum, zum Boom geworden. Das Pilgern auf den
Jakobswegen nach Santiago de Compostela, zum Grab des Apostels
Jakobus, dessen Fest wir am Samstag gefeiert haben. Jakobus gehörte
mit seinem jüngeren Bruder Johannes zu den ersten Jüngern Jesu.
Jakobus und Johannes – die Söhne des Zebedäus – und Simon Petrus
waren den Evangelien zufolge sowohl bei der Verklärung Jesu als
auch bei seiner Gefangennahme im Garten Getsemani anwesend. Die
Apostelgeschichte geht weniger auf das weitere Leben von Jakobus
ein. Es wird aber berichtet, dass er während der Herrschaft von
König Herodes Agrippa I. im Jahr 43 n. Chr. in Judäa hingerichtet
wurde. Jakobus war damit der erste Märtyrer der Apostel.Aber die
Pilgerwege zu seinem Grab haben über die Jahrhunderte eine
unglaubliche Bedeutung gehabt. Es ging sogar so weit, dass
verurteilte Verbrecher, wenn sie den Jakobsweg gegangen und wieder
zuhause angekommen sind, alle Strafen erlassen bekommen haben und
als freie Menschen ihrer Wege gehen konnten. Manche Pilger, die
heute den Jakobsweg gehen, tun das aus sportlichen Gründen und weil
die Herausforderung sie reizt. Viele andere gehen den Weg, weil sie
ahnen, dass es etwas mit ihrem Glauben an Christus und den nächsten
Stationen ihres Lebensweges zu tun haben könnte. Und manche machen
Erfahrungen und treffen Entscheidungen, die ihr ganzes Leben prägen
werden.Viele Geschichten ranken sich um die Pilger und ihre Wege.
Von Königen und Fürsten, die diesen Weg inkognito gegangen sind, um
ihre Untertanen kennenzulernen, von Verzweifelten, die unterwegs
wieder Lebensmut gefunden haben, von verfeindeten Geschwistern, die
unterwegs wieder zueinander gefunden haben. Eine besonders hübsche
ist die, dass die Jakobspilger ja unterwegs oft anhalten und
erstmal arbeiten mussten, um wieder Geld für die weiteren Weg zu
haben. Und in Köln haben sie dann als Kellner in den vielen
Brauhäusern der Stadt ihr Geld verdient. Jakobspilger hießen auf
gut Kölsch "Köbes" also "kleines Jaköbchen" und so heißen die
Kellner dort noch heute.Pilgern ist weiterhin absolut in und
vielleicht hast Du ja einen Plan oder eine Idee und wenn es nur für
ein kurzes Pilgern am nächsten Wochenende ist.
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„"Ich bin dann mal weg"“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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