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  4. Unbewaffnet, aber nicht hilflos
Heute ist der erste September. Eigentlich ein normales Datum.
Eigentlich.  Aber ehrlicherweise verbinde ich und viele
Menschen hierzulande dieses Datum eher mit dem Beginn des Zweiten
Weltkrieges 1939. Das Datum ist eingebrannt in unsere Geschichte
und in unser einzelnes und kollektives Gedächtnis. Seit den
50er Jahren ist er Antikriegstag und in den 2000ern hatte man das
Gefühl, eine breite Friedenspolitik in Europa wird den Frieden auf
lange Zeit sichern. Leider wissen wir seit den russischen
Überfällen auf die Krim und die Ukraine, dass der Krieg wieder da
ist und die Bedrohung wieder näher rückt. Eine wirkliche
Friedenspolitik scheint nicht mehr möglich, wenn ein Aggressor nur
durch militärische Gegenmacht aufzuhalten ist. Das ist echt
entmutigend. Die Botschaft des Papstes zum kommenden
Weltfriedenstag lädt die Menschheit dazu ein, die Logik von Gewalt
und Krieg abzulehnen und sich für einen echten Frieden einzusetzen,
der auf Liebe und Gerechtigkeit basiert. Jeden Tag werden Menschen
in Kriegen und Bürgerkriegen verletzt oder getötet. Jeden Tag
sterben Menschen an Hunger und Not oder auf der Flucht, verursacht
durch Kriege und bewaffnete Gewalt.Viele mühen sich, wenigstens
eine Waffenruhe herbeizuführen, eine Basis zu finden, auf der eine
friedlichere Zukunft vor Ort aufgebaut werden kann. Oft, viel zu
oft, scheint dies völlig nutzlos zu sein. Unsicherheit macht sich
breit, Angst. „Was ist zu tun? Ist auch der Friede bei uns
bedroht?“, fragen sich viele Menschen.Mitten hinein in diese
Situation ruft Papst Leo uns die Friedensbotschaft 2026 zu: „Friede
sei mit euch“. So lautet der erste Teil der Botschaft. Zunächst
denkt man dann: Diese Botschaft klingt so weit, so wenig
spektakulär. Aber die Botschaft geht weiter: „... auf dem Weg zu
einem unbewaffneten und entwaffnenden Frieden“.Mit dem Geschenk des
göttlichen Friedens, der auf Gerechtigkeit und Liebe aufbaut,
ausgestattet, bin ich aufgefordert, mich auf den Weg zu machen –
unbewaffnet, aber nicht hilflos und mit einem klaren Auftrag: für
den entwaffnenden Frieden einzutreten und das meinige dafür zu tun,
dass er Wirklichkeit werden kann: in Worten und Umgangsformen und
in Taten, die friedlich und entgegenkommend sind, ohne Hass und
Hetze. 
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„Unbewaffnet, aber nicht hilflos“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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